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E'sch.tnt Dienstag, den 10. December. 289. Pre», diEj»-rlich tLRg^ Amtsblatt des KSnig^ BeM-Wichts W AÄM Wst Eerichtsämter mrb der Stadttache zu Freiberg Sayda und Brand Niederlage von au- du Königlichem Hof-Kunstmühle IN Planen, als: Weizenmehl — 4 Nummer». — Weijengrier — r Nummern. — MaiSgries -> 2 Rum« mrru bei VvorM genug find, um mit Frankreich an Mannschaft und Geldopfern zu wetteifern. Frankreich ist ein zweimal an Bevölkerung und nach allen volkSwirthsschaftlichen Resultaten, ein fast viermal so reicher Staat wie Preußen. Außerdem find wir in die noch viel üblere Lage versetzt, daß wir uns für Deutschland hinopfern und ein großes Reich würden beschützen müssen, das uns in seiner Zerrissen heit die Aufgabe erschwert. Nun steht eS wohl eben so fest, daß die Einigungsversuchc mit den Regierungen nicht den geringsten Erfolg erwarten lassen. Dir find auf die Sympathie des deutschen Volks angewiesen, daS uns allein verstärken und schließlich zur > Einheit führen kann; im deutschen Volke aber ist gerade der preu ¬ ßische Militärdienst am wenigsten beliebt, und nur eine in dieser Vezichüng weniger straffe Anspannung der materiellen und persön lichen Kräfte kann ein gewisses Widerstreben im deutsche« Volke überwinden und den uns so unumgänglich nöthigen Beistand desselben fördern und sichern. So vereinigt sich denn Alles dah.in, die zwei jährige Dienstzeit-als den Punkt zu bezeichnen, von welchem aus die Hauptfragen unserer Zeit ihre günstige Lösung finden können; hier auf Marotten zu bestehen, hieße ein Geschick herausfordern, für dessen AuSg^ng kein unbefangener Mann die Verantwortung übernehmen kann!" § Au» Königsberg vom 2. Dec. berichtet die Königsberger Hartung'sche Zeitung: „Gestern Nachmittag erfolgte eine Explosion deS Patronenlaboratoriums (zwischen dem Roßgärtner- und KönigS- thore, in der Nähe der kleinen Kaserne). Leider sind dabei zwei Menschenleben zu beklagen. Ein Unteroffizier und ein Gemeiner, mit Arbeiten in dem Laboratorium beschäftigt, fanden hier ihren Tod. Der vor dem Gebäude stehende Posten ist durch ein glück liches Geschick unverletzt geblieben. Ein Theil des Festungswalls ist durch die Sprengung in Bresche gelegt." ' Aus Koblenz vom 3. December wird der Karlsruher Zeitung geschrieben: „Die acht Füfilierregimenter unserer Armee, von denen noch sechs ist unserer Provinz stehen, haben jetzt die für fie be- Togk8neschichte. , Freiberg. Oeffentliche- Gerichtsverhandlungen, den 17. Dec., Vormittags 9 Uhr; Anderweiter Verhandlungstermin in der Untersuchung wider Christiane Augu verehel. Höppler auS Brand, wegen Diebstahls. Verhandlungstermin m der Untersuchung wider AmatteTheres« verehelicht« Richter aus Hilbersdorf, wegen Be trugs.. Vormittag« 10 Uhr: Verhandlungstermin inj der! Unter« sgchung wider den Gutsbesitzer Johann Gottlob Bellmann aus ana-ariffen a, Voigtsdorf, wegen Anstiftung zum Betrug. Wbtte M Oeffentliche Gerichtsverhandlung, de» IS. December, Bor« - ' mittags Hst Uhr, im Königlichen Gerichtsamte im Bezirksgericht Freiberg ' - . Preödeu. 2. December. Dem, Vernehmen nach hat Prinz' Georg K. H. da» schöne Rittergut Schieritz in Bäk Lommatzsches Mtge für,' 170000 Thaler gerauft. Das Gut. gehörte früher feit' alter'Zeit der Familie v. Schleinitz und war in nene«r<Zeit> in die Hände eines Privatmanns übergegangen, der durch Fleiß und Geschick in Rußland sich, ein großes Vermöge erworben. Leipzig, 7. December. Die Leipziger Rachoichten schreiben: Man spricht neuerdings davon ,, daß auch die vier sächsischen La- valerieregimenter ihrem Zwecke als leichte Reiter entsprechender uniformirt werden und namentlich Vie ziemlich schweren Helme mit einer andern Kopfbedeckung vertauschen sollen, ähnlich derjenigen, dir bei den preußischen Hüsarenregimentern eingeführt ist. Von einer Vertauschung der blauen Waffenröcke mir rothen, die beab sichtigt gewesen, soll man abgesehen haben.' , Berli«. Al« ein Hauptmotiv für Einführung der zweijährigen Dienstzeit führt die Volks-Zeitung Folgendes an: „Die Anhänger der jetzigen HeereSreorganisation werden uns zugeben müssen, daß wir, wie wir es auch anfangcn mögen, einmal allein nicht so stark stimmten und neuangefertiaten leichten Zündyadelgewsbre mit Hau« bajonsiet erhalten und dafür das lästige JnsantetteMngewk-r verloren j' dessen sie nicht mehr bedürfen, da day Bqjqnnet es vollkommen ersetzt. Das neue Gewebr ist eine schösie. leicht zu handhabende Waffe, deren Zweckmäßigkeit und Treffsähigkeit all gemein gerühmt wird." Wie», 2. December. Da» Befinden der Kaiserin ist et» sehr erfreuliche«; Es hat sich gezeigt, daß Brust und 8»g« sinh und da» Uebel nur von einem BWäs^ — ^.!an hofft, daß diese Blutandränge und AMg sich ohne alle Schwierigkeiten vollständig werden hebln msse Paris. Der „Moniteur" hat folgende Nachrichten über Viw Turiner Deputirtenkammerfitzung vom 6. December erhalten: Ricasoli bekämpfte die Meinung^ al« sei Frankreich Italiens Feind. Hr könNte. int Gegeutheil bemessen^ M das Mncip der Richtinterventtuu.,'eine.Freundschaft ohne Anspruch auf. Suprematie 'sichere. Die imst« Lage des LanLeS findet, er vechältnißmäßig gut. Frankreich werde zur Unterdrückung de» Brigauthveseni schrei Mitwirkung leihen. Ueber die römische Fragt sagt et:^Dft Um^ gestaltung des Papstthum« müsse im Einverstandniß mit'Frankreich ohne gewaltsame Mittel bewirkt weiden. Ricafoli verlangt »ine freimüthige Abstimmung, Billigung »der Tadel. Der KrirgStuivister »»Meiset sich.-über di« Einzelheiten des Heerwesen». Mit den Eadre» der Ssdarmee, sagt er, könne» wir leicht 4000 (?) Mann oraanisi«», besonder» wenn Garibaldi, wie die Regierung hofft, da» Kommando übernimmt. Die reguläre Armee zählt 262,000 Mann, darunter 200,000 Kombattanten. Die Aushebung wird 94,000 Mann hereinbringen, so daß wir im März 300,000 Mann haben werden. Sollte der Unabhängigkeits krieg auSbrechen, so werden wir zur nationalen Begeisterung unsre Zuflucht nehcken und noch 120,000 Mann Nationalgatdisten be kommen können. Waffen und Ausrüstung sind im Ueberflutz vvr- hpndey. 'LA . „ f'U' Der MarineminHer bemerkt, IM» «e^ nächsten» dfihpett so starke Marine haben, al» DestMeich. - - v. — 4. Dec. (Fr. Pz.) Wie gutunterrichtete Personen ver sichern , haben zwei wichtige Fragen ihre Lösung gefunden: dte^ Frage in Bettest der Entwaffnung und di« Frage in Betreff der Auslösung des gesetzgebenden Körper». Der Kaiser soll aufS D«-- stimmteste erklärt Höchen, daß unter so schwierigen Umständen, wie die jetzigen, von einer Verminderung de-HeereS kehae Rede sei» könne, und eS wäre somit jeder DiScussion über diese» Gegenstand in den ministerillcn, sowie in den halbamtlichen Blättern einEncho ^_-i« l 861, -izjui gemacht. Was die Auflösung de» gesetzgebenden Körper» betrifft so hat sich der Kaiser ebenfalls entschieden gegen dieselbe ausge sprochen. . ! . London, 6. December. Hier tingettoffent Nachrichten au« New-Aork vom 23. v. M. melden, daß die Rechtsbeistände der amerikanischen Regierung die Gesangennehmung Mason's und Slideü'S für gesetzlich erklärt haben. Nichtsdestoweniger ist die öffentliche Meinung wegen eine» eventuellen Bruches mit England sehr beunruhigt. Dem Gouverneur von Mai« ist seift»« des KriegSministerS notificirt worden, er werd« sofort amtlich berufen werden, um über den VertheidigungSzustand der Küste von Maisik Bericht zu erstatten. Nach Beuchten au» Athen vom 30. v. M. ist der Student DosioS von den Geschwornen einstimmig als schuldig erkannt und vom Gerichtshöfe zum Tode verurtheilt worden. «eraMHorll» Nck«t«ttk: A. M. Volf. .—FreibergerAnzeiger , Vbr für di« «ich». . Tagevltttt.