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Zum I Hauptquartier des Kaisers ist während der ganzen Dauer Ismer Anwesenheit bei den Herbstübungeu Stettin bestimmt. I— In der am 15. d. M. unter dem Borsitze des Staats» IsckettirS von Bötticher obgehaltaren Plenarsitzung ertheilte der »deutsche Bund es rath dem Entwurf eines Gesches wegen I Mutierung der Gesche über di« Ouartierleistung und über Idie Naturalleistuvg für di« bewaffnete Macht im Friede« und Idem Anträge Hessens, betreffend die Aenderung der Statuten Ider Bank für Süddeutschlaud die Zustimmung. Mit der be> Ireits erfolgten Ueberwrisung der Gesetzentwürfe wegen Fest- Istellwg eines Nachtragszum ReichShauShaltSetat für daSEtatsjahr 11887/88 und betreffs der Aufnahme etnerAnleihe für di« Zwecke Ider Berwilltuog deS ReichShecreS und für die Vervollständigung Idel deutsch« Eisenbahnnetzes im Interesse der LandeSvertheidigung Im die Ausschüsse für Rechnungswesen, für das Landheer «nd Idie Festungen und für Eisenbart«, Post und Telegraphen InMite sich die Versammlung einverstanden. Endlich wurde Iioch über die Sr. Majestät dem Kaiser wegen veschung der I Stellen zweier ständiger Mitglieder deS ReichsversichanrngK. InM zu unterbreitenden Vorschläge, sowie auch über mehrere I-«suche um Zulassung zur Schifferprüfang Beschluß gefaßt. I - Berliner Blätter bezeichneten das Gesammterfordarniß des Idem deutschen Bundcsrath vorliegenden NachtragSetatS auf Irmd 134 MUionm Mark, wovon etwa 47 Millionen auf IdieAusführung des Militärgesetzes und der Rest auf einmalige I Ausgaben für Kasernen, Festungen und neue GepäckauSrüstung I der Armee entfallen würden. Diese Zahlen find aber sofart Ivo« den offiziösen „Berliner Politischen Nachrichten" als falsch Ibezeichnet worden. Das ministerielle Blatt fügt hinzu, Ich das betreffende Aktenstück dem Bundesrath als ein Wz geheim zu haltendes zugegangen sei. Demnach liege «S auf der Hand, daß zunächst authentische Mittheilungen ! daraus ausgeschlossen seien. Auch bezüglich der Brannt- iveinsteuervorlage scheint maßgebenden Orts die Absicht zu bestehen, den Inhalt der Vorlage, welche in den Aus schüssen des Bundcsraths mit Rücksicht auf die Anpassung an die Verhältnisse der süddeutschen Branntweingemeinschaft sehr hingehend berathen werden muß, erst in einem späteren St» dium bekannt zu geben. Aehnlich liegt es bezüglich der Zucker- steucr. Was Angaben über angebliche darauf bezügliche Bor» gänge im preußischen Staatsministerinm anlangt, so gehören diese in das Gebiet der Phantasie. Die Vorbereitungen für die Zuckersteuervorlage find noch nicht soweit vorgerückt, daß von einer Beschlußfassung des preußischen Ministeriums die Rede sein könnte. Wahrscheinlich wird der deutsche ReichS- t«g zuerst mit der Branntweinsteuervorlage befaßt werden »nd kurz darauf ihm auch sicherlich die Zuckersteuervorlage zu- gehen. Als feststehend darf angesehen werden, daß der Reichs tag demnächst verschiedene Vorlagen für Elsaß-Lothringen zu berathen haben wird, obschon eine durchgreifende Veränderung in dem jetzigen Regierungssystem der Reichslande nicht zu er warten ist. — Die Annahme der Kirchenvorlage durch die Mchrheit des preußischen Abgeordnetenhauses gilt als gesichert. Die Veröffentlichung der bereits angekündigten Päpstlichen Kundgebung in Betreff dieser Kirchenvorlage soll nahe bevorstehen. Nach einer auch von Berlin aus bestätigten Mitteilung deS Pariser „Univers" räth der Papst darin dem Zentrum die Annahme des Gesetzes ohne wettere Aenderung an. Bon dem freikonservativen Blatt „Post" ist betont wor den, daß die in dem Gesetz ausgesprochene Freigebung des Reflelesens und Sakramentespendens die Insassen der galizi schen und polnischen Klöster in dm Stand setzen würde, auf die Katholiken der zweisprachigen LandeSthttle einzuwirken, die Polnische Propaganda in unheilvoller Weise zu fördern und die Wirkungen der vorjährigen Polengesetze illusorisch zu machen. Dazu bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": „Wäre dieses Bedenken begründet, so wäre seine Bedeutung erheblich genug, nm von dem Geltungsbereich der erwähnten Vorschrift die polnisch-gemischten LandeStheile auszuschließen. Di« Be- sürchtung der „Post" ist grundlos; sie übersieht, daß die Re gierung in ihrem Ausweisungsrecht Ausländern gegenüber un beschränkt ist und von diesem fremden polonisirenden Priestern FlourenS, er hoffe betreffs der Neuen Hebriden, wie bezüglich der Neutralifirung deS Suezkanals demnächst zu einem Einver nehmen mit England zu gelangen. Schwieriger scheint sich ein Konflikt wegen der Schildkröten-Insel vermeiden zu lasse». Der bei der französischen Regierung beglaubigte Gesandte der Republik Haiti stellt in Abrede, daß seine Regierung in di« Bezahlung der von England für die Frau MounderS ge forderten Entschädigung von 800 000 Frank gewilligt habe; die Regierung Haitis könne die Einmischung einer fremden Macht zu Gunsten einer Person, welche StaatSuntertha« Haitis sei, nicht zulaff«, sei aber bereit, den Streitfall dem Schiedssprüche einer befreundeten Macht zu unterbreiten. — Auf die Gestaltung«« der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland kann eS nur günstig wirken, daß der als Russen- freund bekannt« französische Revanchedichter Paul Dörulsd« den Vorsitz der Patrioten-Liga wegen eines Trauerfalls und aus Familienrücksichten niederlegte. Zu sehr ärgerlich«« Auftritten ist eS in den letzt« Tage« d«r vorigen Woche im englische« Unterhaus« gekommen. Bei der Verhandlung über die zweite Lesung der irisch« StrafrechtSnovelle erklärte daS Parlamentsmitglied Saundersou, di« irisch« Parnelliten ständen in Verbindung mit Leut«, die ihnen wohl bekannt sei« als Mörder. Der Irländer Healy nannte hierauf Saunderson ein« Lügner und weigerte sich, diesen Ausdruck zurückzuziehen, falls Saunderson seine Be hauptung nicht zurücknehme. Der Sprecher erklärte darauf, er werde in diesem Falle die Ausschließung Healys beantrag«. Da di« Ausschließung mit 118 gegen 52 Stimm« beschloss« wurde, verließ Healy unter stürmischem Beifall der Parnellitm daS Haus, worauf Saunderson seine Rede fortsetzte. Nun unterbrach ihn der Irländer Sexton mit der Aufforderung die vorerwäh»te Beschuldigung zurückzuziehen. Saunderson antwortete mit der Behauptung, dem Ausschuß der National liga habe ein gewisser Sheridan angehört, ein offenkundiger Mörder; die» müßten die übrigen Mitglieder deS Ausschusses gewußt hab«. Sexton schrie: „Sie find ein böswilliger, feiger Lügner! Wenn Sie die Behauptung außerhalb des Parlament- wiederholten, gäbe ich Ihnen Prügel." Der Sprecher schritt entschieden ein, um diesem Austritt ein Ende zu machen, und veranlaßte schließlich Sexton wie Saunderson, ihre anstößige» Aeußerungcn zurückzuziehen. Saunderson beendigte nun seine Rede, worauf die weitere Erörterung vertagt wurde. Heute will Sexton beantragen, daß das HauS die Ausschlichung Healys nochmals in Erwägung ziehe. — Die katholische Geist lichkeit nimmt immer offener Partei für die irischen Parnellitm. Der Erzbischof Croke und die katholische Geistlichkeit seiner Diözese haben ein« Protest gegm die irische ZwangSbill unterzeichnet. Dieselbe, so sagen sie, ermangele jeder Veran lassung, schieße weit über das Ziel hinaus, werde mehr Ver brech« veranlassen als verhüt«, die Volksleidmschaftm ent fesseln, die Achtung vor dem Gesetze hcrabsetzen und die Tory- Regienmg Englands der verdienten Verachtung überliefern. Sehnliche Resolutionen wurden auf den Diözesan-Versammlungm von Strabane und Westport gefaßt. Gewiss« Zugeständnissen an Irland wird das Kabinet Salisbury nicht entgehen könnm. Der „Leeds Mercury" bestätigt, daß der Führer der radikal« Unionist« Chamberlain in der zwischen ihm und der Regie rung abgeschlossenen Vereinbarung di« Bedingung stellte, daß im nächsten Jahre eine irische LokalregierungSbill eingebracht werde. Der radikale Führer will die ZwangSbill und die Landbill unterstützen, aber unter der Bedingung, daß die Ver waltung Irlands baldigst geregelt werde. — Aus Mittelafi« sind der englischen Regierung neuerdings günstigere Nachricht« zugegangen. Nach dm in Bombay eingetroffenen Meldungen, die aus den Kreisen der Eingeborenen stammen, sollen die Truppen deS Emirs von Afghanistan die Bergstämme der Ghilzais in dem Distrikte von Shilsur Nachts angegriffen, gegen 200 derselben getödtet und viele verwundet haben. Mehrere Dörfer der Bergstämme stehen in Flamm«. Aus Stockholm wird berichtet, daß bei dm Wahl« zur schwedischen zweiten Kammer nach den bisher vorliegend« Ergebniss« 110 Freihändler und nur 46 Schutzhändler ge wählt worden sind. Ermuthigt durch die dem Emir von Afghanistan durch den Aufstand bereiteten Schwierigkeiten, spannt Nutzlast- bei den tu Petersburg geführt« Verhandlungen über die afghanische Grenzfrage die Sait« immer höher. Wenn eit nach der Zeitschrift „Now. Wremja" ginge, würde Rußland in Mittelasien nächstens ganz gewaltig zMeifen. Der russische Grcnzpsahl soll nach ihrer Ansicht an der 3 deutsch« Meilen südöstlich von Chodsche-Saleh sich hinzirhrndm Kalif-Schlucht anfgepflanzt werden. Weiterhin (!) müsse dann die Grenze ebenfalls nicht durch den OxuS, sondern durch den Bergrücken 1ycym Dampiers „DrctwMa" Freitag Av«o m ^uez getroffen. Das italienische Schiff hatte wegen eines Schrauben bruches bis Montag vor Suakin verbleib« müssen. — Wie aus dem Vatikan verlautet, wurde zwischen vr. Karl Peters und der Missionsanstalt in Reichenbach bei Regmsburg rin Vertrag zur Regelung der deutschen katholischen Mission in Ostafrika abgeschlossen. Alle belgischen Blätter bestätig« die Nachricht von der bevorstehenden Verlobung der Prinzessin Klementine, der jüngsten Tochter des Königs Leopold II. von Belgien, mit dem Prinzen Albert, dem ältesten Sohne des englisch« Thron folgers, des Prinzen von Wales. Der belgische Monarch, welcher am Sonnabend nach zehntägiger Abwesenheit wieder in Brüssel emtraf, begiebt sich mit der gesammt« königlichen Familie anfangs Juni nach London zur Jubiläumsfeier der Königin Viktoria. Bei der vorgestrig« Eröffnung des in Parts zusammen- getretenm internationalen Astronomen. Kongresses hieß der französische Minister des Auswärtig«, FlourenS, die Ver sammlung im Namen der französischen Regierung willkommen, die auswärtig« Theilnehmer wurden von Admiral Mouchy besonders begrüßt. Im Namen der letzteren dankte der Di rektor der Sternwarte m Pulkowa, Struve. Zum Präsiden ten deS Kongresses ist Struve, zu Vizepräsidenten sind Auwers, Christie und Faye gewählt Word«. — Der französische Bot schafter in London, Waddington, berichtete an den Minister gegenüber unzweifelhaft und nachdrücklich Gebrauch machen wird. Dasselbe offiziöse Berliner Blatt versichert, daß der angeblich am 1. d. M. dem Zaren überreichte Bericht Pobedonoszew s über die Lage der griechisch-orthodox« Kirche in Oesterreich- Ungarn schon vor fünf Monat« im russisch« „Regieruligs- boten", sowie in auswärtigen Blättern erschienen sei. — Am Sonnabmd wurde im Posener Sozialistenprozeß daS Urthcil gefällt. Der Buchbinder JaniSzewSki aus Dresden ist zu 2 Jahr« und 1 Woche, die Eigarrenarbeiter Lelk« und Gaul sind zu neunmonaUichem, d«r Vergolder Rogowicz zu dreimonatlichem, der Steümachermeister GrzeSkiewicz zu 1 Jahr und S Monaten, der Cigarrmarbeiter ZitkowSki zu zweimonatlichem, der Schuhmacher Komernictgei zu zwei- wöchentlichem und der Eigarrenarbeiter Tomaszewski zu zwei monatlichen Gesängntß, ferner der Buchdruckereibesitzer Kar- nischk (wegen Vergehens gegen das Preßgesetz) zu 50 Mark Geldstrafe verurtheilt worden. Die übrigen 14 AngeAagt« wurden freigesprvch«. — Wi« die „Augsburger Abendzeitung" offiziös meldet, wird in Baism eine Steuererhöhung für die nächste Budgrtperiode nicht eiutreten, trotz der mit der Mili- tärpräsmzerhöhung verbundenen Erhöhung der Matcikularum- lagen. Für di« übernächst« Finanzpcriode besteht die Hoffnung auf ReichSzuschüfle an dir Einzrlstaat« für deren M,hrbedücf»isse. Falls nicht unvorhergesehene Zwischenfälle sich ereignen, wird in Oesterreich Uugarrs am 1. Juli d. I. ein neuer Zolltarif mit viel« Zollerhü Hungen in Kraft tret« und damit m die Reihe von Zollschranken, mit wclchen die europäisch« Staat« sich mehr und mehr g«g« Einander und alle ander« Erdtheile abzusperren suchen, «in neue» wichtiges Stück rin« gefügt werden. Für die österreichische HandelSwelt wird es eine Erlösung sein, wmn dem jetzig« Zustande der Ungewiß heit im Zollwesen ein Ende gemacht wird Für Deutschland ist es bemerkenswerth, daß an Stelle dieser Ungewißheit in der zweiten Hälfte dieses Jahres voraussichtlich eine um fassende Erschwerung fast aller wichtig« Einfuhr-Artikel Oesterreich-Ungarn- tritt, unter welcher vor Allem die deutsche Export-Industrie zu leiden haben wird, wmn man diesen Schädigungen nicht rechtzeitig durch dm Abschluß eines neuen Tarifvertrages mit Oesterreich-Ungarn vorbengt. — Mit dem im Hoh« Greismalter am 15. d. M. in Wien gestorbenen einstigen BauuS von Kroatien, Graf Peter Pejacsevich schied ein Mann ans dem Leb«, der sich einer großen Popularität in den Kreis« der kroatischen Nationalpartei erfreute. Mitte« in der ungarisch« Ministerkrise des JahreS 1880 erfolgte seme Ernennung zum Banus auf Vorschlag TtSza's; ihm wurde der dritte Ausgleich mit Kroatien und die Lösung der 40. Jahrgang. '— Dienstag, »m IS. April. BeMWyeiaei- und TügMM. Amtsblatt für die königlichen nnd städtischen Behörden zn Freiberg und Brand. Bmmtwsrllicher Redakteur: Aulis« Braun in Freiberg Inserate »erd« bi» Bormittag 11 Ubr angenom- mm und beträgt der Preis für die gespaltene Zeile ZOO«* oder deren Raum 15 Pf w » *