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Die Produktion der fiskalischen Hütten an Schwefel» säure verschiedener Arten, sowie an Oleum betrug nach den Mitteilungen des Königlichen OderhüttenamteS zu Frei» Lerg 1886: 267 980 Ztr. (188b: 299 588 Ztr.) im Werthe von 513073 Mk. (1885 : 633 564 Mk.). Hiervon entfallen auf Anhydrid und Oleum 5372 Ztr. im Werthe von 69233 Mk. Die Verkaufspreise für alle Sckwefelsäure- sorten sind erheblich gesunken; während 1885 der Durch schnittspreis sich auf 2,iw Mk. pro Ztr. stellte, erreichte er 1886 nur 1,»is Mk. Für bOgrädige Säure schwankte der Preis von 1 Mk. 60 Pf. bis 1 Mk. 30 Pf. für BOgrädige betrug er 2, für 66grädige 3 Mk. pro Ztr. --- 50 leg. Der Preis von Anhydrid stellte sich bei Abnahme von Wagenladungen auf 26 Mk. 50 Pf, derjenige von Oleum je nach der Stärke von 10 bis. 21 Mk. pro 50 Kg An Kupfervitriol wurden auf der Halsbrücker Hütte 33963 Ztr. (35568 Ztr. 1885) im Werthe von 481597 Mk. (602188 Mk. 1885) erzeugt. Die Preise dieses Artikels haben eine weitere Abminderung um 2 Mk. 75 Pf. er- fahren. Im zweiten Quartale stiegen sie zwar auf 14 Mk. 50 Pf, fielen aber bald wieder auf 14 Mk. und betrugen im vierten Quartale nur noch 13 Mk. 50 Pf, was hinter dem niedrigsten Stande zu Ende deS Vorjahres noch um 50 Pf. zurückbleibt. Die Menge der anderen von den fiskalischen Hütten erzeugten Chemikalien (schweselsaureS Nutron Lkw Eisenvitriol) ist gegen döe deS Vorjahres (23 490 Ztr.) um 2000 Ztr. gestiegen, der Erlös dafür, 49 205 Mk, aber um 4982 Mk. geringer gewesen. — Der Umsatz von Silbersalzen (Höllenstein) einer Freiberger Fabrik hat sich im Berichtsjahre wesentlich gehoben. Haupt abnehmer sind das nördliche Böhmen für SpiegAbelag und Süddeutschland für Medizinalzwecke und das Droguen- geschäst. — Bezüglich der GaSproduktion in Freiberg theilt der Bericht mit, daß im Jahre 1886 541 877 oboa GaS erzeugt und abgegeben wurden, wovon 75042 odm für öffentliche Beleuchtung, 402 589 für Privatbeleuchtung und 30682 odm für Motore, technische Zwecke u. s. w. ent fielen. Für letztere Zwecke wurde das obm Gas für 18 bez. 17 Pf, für Privatbeleuchtung für 23^/, bez. 23 Pf. abgegeben. — Der ungünstige Geschäftsgang der Zünd- ho lzfabrikatiou hat eine Freiberger Fabrik veranlaßt, ihren Betrieb ganz aufzugeben. Dm Geschäftsgang der SuperphoSphat-Fabri- kation schildert ein Freiberger Berichterstatter wie folgt: "Die im Vorjahre geschilderte mißliche Lage hat sich einer Besserung nicht zugeneigt; die Preise für lösliche Phos- phorsäure warm ss gedrückte, daß trotz Rückganges der Preise von Schwefelsäure und der phosphatischen Materi alien die Deckung der Fabrikationsspesen nicht zu erreichen Ivar. Dabei gestaltete sich der Absatz äußefft schleppend, obwohl sich nach der Frühjahrs- sowohl als auch nach der He>bstsaion herausstellte, daß die Fabrikatton allseitig be schränkt gewesen und für dm Bedarf nicht hinreichend war, so daß sich die Einfuhr bedeutend höher als 1885 stellte. Der Stickstoffmarkt war durch nie für möglich gehaltenen niederen Preisstand von Chilisalpeter stetig in gedrückter Stimmung, nur im Februar-März trat eine durch Speku lation hervorgerufene Preiserhöhung in schwefelsaurem Ammoniak ein, die aber nur wenig Nutzen gebracht hat, da dec Artikel in kurzer Zeit wieder auf seinen früheren Preisstand zurückging, ohne bis Jahresschluß wesentliche Veränderung zu erleiden. Eine Hauptursache des Darnieder liegens unserer Fabrikatton erblicken wir, abgesehm von der ungünstigen Lage der Landwirthschaft, in der Kon kurrenz der Thomasschlacke, obschon deren wirklicher Werth bisher nur in sauren Böden, besonders Niederungsmoorm, Bestätigung gefunden, während in besseren Kulturböden der Nachweis über die Wirksamkeit noch nicht erbracht ist, im Gegentheil die bisher angestellten Versuche^ den gehegten Erwartungen nicht entsprochen haben. So lange diese Frage aber nicht endgiltig zu Gunsten des Superphos phates entschieden ist, bezweifeln wir auch für die nächste Zukunft die Möglichkeit einer Besserung unserer Branche." Bei dem Kapitel der Spirituosen wird erwähnt, daß die Brennereien im Kontrolbezirk Freiberg im Jahre 1886 Rückvergütungen für ausgeführtm Spiritus nicht er hielten. Bei der Liqueur-Fabrikation war eine wesentliche Veränderung gegen die Vorjahre nicht zu verzeichnen. — Die Berichte über die Zigarrenfabrikation sprechen sich übereinstimmend dahin aus, daß das Geschäft ohne wesentliche Veränderung verlaufen ist uud im Allgemeinen befriedigende Resultate erzielt wordm sind. Einigermaßen wurde das Erträgniß durch die Preissteigerung der Roh tabake geschmälert, indeß machte sich gesteigerte Nachfrage nach besseren Sorten geltend. Unter dm Wünschen kehrt der betreffs der Verlängerung deS Steuerkredits von 3 auf 6 Monatm auch dies Jahr wieder, auch wird es von mehreren Seiten als eine nothwendige Bedingung für eine erfreuliche Entwickelung der Tabakindustrie betont, daß der Tabak auf längere Zeit hinaus üiit nmm Steuerplänen verschont bleibe. Die Arbeitslöhne sind im Allgemeinen dieselben geblieben, nur von einzelnen Freiberger Fabriken Witt) Erhöhung derselben gemeldet. — Der in der zweiten Hälfte von 1885 eingetretme ungünstige Ge schäftsgang der Leinenspinnerei hat nach dem Berichte der mechanischen Flachsspinnerei zu Freiberg währmd des ganzen JahreS 1886 angehaltm. Um einm nur mäßigen Absatz zu ermöglichen, mußte man die Preise für Garne nach und nach immer mehr herabsetzen, so daß sie Ende des Jahres um ca. 10 Prozent niedriger als am Anfänge standen und überhaupt als die niedrigsten bisher ettangtm bezeichnet werden müssen. Die Ansicht, wonach dieser Rückgang zum Theil daraus zurückzuführen sei, daß die belgisch«, Spinner wegm der dortigen Arbeiterunruhm ihre großen Läger um jeden Preis zu räumm gesucht und Deutschland mit ihren Garnen förmlich überschwemmt hätten, daß hierdurch auch der Absatz der österreichischen Spinner nach Belgien in's Stocken gerathen sei und die letzten» dann ihrerseits dafür auf dem deutschen Markte Entschädigung gesucht hätten, wird durch die Zahlen der deutscher Einfuhrstattsttk in Kiner Weise bestättgt. ; Die Einfuhr aus Belgien ist 1886 von 29 832 auf 24522, die aus Oesterreich von 81627 auf 70452 Doppelzentner zurückgegangen. Von günstigem Einflüsse war die Preis ermäßigung der Flachse in Folge der guten Flachsernte in Rußland; sie genügte jedoch nicht, um dm Rückgang der Garnpreise auszugleichen. Die Freiberger Fabrikanlage wurde um einm neum Feinspinnsaal vergrößert und eine neue Dampfmaschine aufgestellt, so daß die Gesammtzahl der Spindeln auf 7(X)0 vermehrt wird. Die Löhne blieben unverändert. — Die in Großhartmanns dorf betriebene Weberei von schweren Rohleinen klagte über verminderte Produktton und erschwerten Absatz und führte diesm Rückgang zum Theil auf die immer ver breitetere Anwendung von Jute-Geweben zurück. Die Löhne konnten nicht auf der vorjährigen Höhe erhaltm werden. — Auf die Freiberger Fabrikation von wollenen Häkel-, Strick-, Filetwaaren und Trikotagen war die beträchtliche Steigerung der Wollgarnpreise von ungünstigem Einflüsse, da eine entsprechende Aufbesserung der Fabrikatpreise nur in beschränktem Maße zu erreichen war. Der Geschäftsgang ließ namentlich gegen das Ende des Jahres zu wünschen übrig und speziell das Weihnachts geschäft wurde sowohl durch die Verkehrsstörungen in Folge des großm Schneefalls als durch die politische Unsicher heit empfindlich beeinträchtigt. Alle Berichte über die Lohgerberei schilderten den Geschäftsgang als wenig befriedigend. Bei derTreibriemen- fabrikatton hatte man gegen die starke Einfuhr englischer gefetteter Treibriemen und Croupons anzukämpfcn, welche nach wie vor zu dem Zolle von 18 M. eingehen. Die Preise der fertigen Waare waren in stetigem, wenn auch lang samem Rückgang begriffen. Einigermaßen wurde der letztere Umstand durch die Preisverhältnisse der Rohwaare ausge glichen. Ueber die inländische Rohwaare kehrt auch in diesem Jahre die Klage wieder, daß die Qualität derselben nur zu häufig durch Unvorsichtigkeit beim Abziehen und unsaubere Behandlung leide. Die Lohepreise blieben in der Haupt sache unverändert. Mit Anerkennung wird der Errichtung einer staatlich subventionirten Untcrsuchungsanstalt für Gerbstoffe in Tharandt Erwähnung gethan, wodurch jeder Gerber in dm Stand gesetzt ist, sich über den wirklichen Werth der ihm zum Kauf angebotenen Gerbemittel zu ver gewissern. Für das Schuhmacher-Gewerbe dürfte das Jahr 1886, nach den Berichten der Gerber zu schließen, nicht günstig gewesen sein; die Konkurrenz der größeren Fabriken macht sich eben zu empfindlich fühlbar. InLed er- galanteriewaaren ist das Geschäft nach dem Bericht einer Freiberger Fabrik dem des Vorjahres gleich geblieben. Der Export nach Rußland, den Vereinigten Staaten und Oesterreich ist nach wie vor durch hohe Ein- aangszölle erschwert; im Ji lande war der Absatz zufrieden stellend. In der Papierfabrikation ist eine Besse rung der gedrückten Geschäftslage nicht eingetreten. Nach wie vor war das Angebot ein den übersteigendes und die Folge davon ein weitner Reck...n g ter Preise, wie dies auS den, dm Geschäftsberichten der fünf Akttenpapier- fabriken zu Dresden, HatnSberg, Muldenthal, Robschütz und Sebnitz entnommenen Betriebsangaben ersichtlich ist. Die Gesammtproduktion derselben stellte sich auf 13 797184 (1885: 13342010) leg, die Fakturirung betrug aber nur 5141 005 (1885 : 5 461932) M. Nimmt man an, daß Vie Bestände an Papier zu Anfang und Ende des BetriebS- jahreS gleich gewesen sind, rechnet man also die Produktion als fakturirte Menge, so ergiebt sich als Durchschnittspreis Pro leg für 1886: 37,, Pf. (1885 : 40,». Pf.), d. h. nahezu 9 Proz. weniger, während die Produktionsmenge um 3, Proz. gestiegen ist. Die Fabrik in Weißenborn giebt nur die Menge des erzeugten Papteres (3092024 gegen 3018 862 kg. in 1885), aber nicht dm Fakturawerth an; von der Nossener Aktiengesellschaft fehlen alle An gaben. Was die von den Aktiengesellschaften gewährten Dividenden anbetrifft, so sind dieselben mit Ausnahme der Sebnitzer und der Weißen borner Fabrik hinter den vor jährigen zurückgeblieben. Der Handelskammer-Bericht enthält auch eine Statistik des Post- und Telegraphen-Verkehrs imJahre 1886, in welcher unsere Bergstadt mit folgenden bedeutendm Zahlen figurirt: Freiberg hatte täglich Postverbindungen vermittelst 23 Eifenbahnzügen und 16 Posten. Es wurden hier 1311800 Briefsendungen aufgegeben und 1391000 gingen ein. Ferner wurden hier aufgegeben 111960 Packete ohne Wetthangabe, 23 832 Brief« und Packete mit Werth angabe von zusammm 24711000 Mk. Dagegen gingen hier ein 124020 Packete ohne Wetthangabe und 13536 Briefe und Packete uv^Wettbangabe von 11984800 Mk. ES -vurden 11520 Posttiachnahmesendungea im Betrage von 77688 Mk. aufgkgeom, 11790 Stück un Betrgge von 82 764 Mk. in Empfang gmommen. 5846 Postauftrage wurdm aufgegeben; 6641 dergleichen gingen ein zur Geld einziehung im Gesammtbetrage von 684600 Mk. und 96 Stück zur Accepteinholung. 79964 Postanweisungen im Betrage von 5219000 Mk. sind ringezahlt, 75345 im Betrage von 4 322 400 Mk. ausgezahlt worden. Es wurdm hier 12036 inländische und 1333 ausländische Telegramme aufgegeben; dagegen trafen 13388 in- und ausländische Telegramme hier ein. Die etatsmäßigen Einnahmen er reichten in Freiberg im Jahre 1886 die Höhe von 210243 Mk. (1885: 196030 Mk.), worunter 10711 Mk. (1885: 8976 Mk.) für Telegravhen-Gebührm. Derartige Zahlen sind wahrlich geeignet, die Dringlichkeit der Errichtung des geplanten neuen Reichspost gebäudes in Freiberg in das hellsteLicht zu stellen. Aus dem jetzt von der Handels- und Gewerbekammer zu Dresden herausgegebenen Bericht für das Jahr 1886 geht deutlich hervor, daß unsere gewerbfleißige Bergstadt trotz der Ungunst der Zeitm ihre hervorragende Stellung in dem Kammerbezirke wacker behauptete. Hoffentlich ver anlaßt der Umstand, daß Freiberg mehr und mehr zum Knotenvunkt eines dichten Bahnnetzes wird, sowie das fort während auf Steuererleichterungen gerichtete Bestreben der städtischen Behörden hervorragende Industrielle, ihre Fabriken hierher zu verlegen, wo die frohe bescheidene und fleißige Art der arbeitenden Bevölkerung die Sorge um billige und willige Arbeitskräfte nicht aufkommen läßt. Tagesschau. Freiberg, dm 3. August. Der deutsch« Kaiser nahm gestern Vormittag in Gastein mehrere Vorträge entgegen und zog gestern dm österreichischen Feldzeugmeister Abele und den General Ritter zur Tafel. Heute trifft Oberst von Winterfeld aus London in Gastein ein, um Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm über das Befinden des deutschen Kronprinzen ausführlich zu berichten. Der Kaiser von Oesterreich, welcher Soimabend Nachmittag 2 Uhr in Gastein einzutreffen beabsichtigt, wird diesmal nnr kurze Zeit mit dem deutschen Kaiser zusammen bleiben, um dem greisen Monarchen jede übermäßige Anstrengung sernzuhalten. Entgegen den bisherigen Angaben verlautet nunmehr, daß Kaiser Wilhelm bereits am 11. oder 12. d. M. wieder vor» Gastein auf Schloß Babelsberg ein treffen wird. Bald darauf will sich auch die Kaiserin Augusta von Bad Homburg nach Babelsberg begeben, um dort an der Seite ihres kaiserlichen Gemahls einige Zeit zu verbringen. Der deutsche Kronprinz wird am 16. d. M. mit kleinem Gefolge zur Nachkur in EmS ankommen und dort im Kurhause absteigen. — Prinz Wilhelm von Preußen reiste gestern Nachmittag von Berlin nach München. — Die militärärztlicheu Bildimgsanstalten feierten gestern Mittag in Berlin ihren Stiftungstag. Der Feier wohnten der Gouverneur von Berlin Graf Schliffe«, c