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oorm. »rt, l z« ,reis >02, agnie e aller ic und hwäch- ich als >e und n em- Im Gefolge der Liebe weilen Friede und Freude. So brmgt denn d eses Fest der himmlischen Liebe auch manche entzweite Menschenherzen wieder emaAr naher. Man erfreut sich gegenseitig durch liebevoll gewählte Geschenke und dre fercht schon halb entschlummerte Neigung wird wieder wach bei solchen Liebcszeichew Wo a - her schon volle Einigkeit und Familienfrieden herrschte, da knüpft das Fest das Lieves- band noch fester, da verleiht die Weihnachtssteude demselben eine noch höhere Weihe. An diesem heiligen Abend flüchtet sich die Menschheit in den stillen Hafen der Häuslichkeit und des Familienlebens und empfindet dort das wahre reinste Glück, das innigste seelische Behagen. Im Kreise jubelnder Kinder vergißt man auf kurze Zeit die Außenwelt mit ihrem Schaffen und Ringen, mit ihren Kämpfen und Schmerzen. Der Segen des Festes überträgt sich aber auch auf die Alltagswelt, denn ein Rest der Fest stimmung begleitet uns in das Werktagsleben zurück und macht uns gefühlvoller, fried licher und versöhnlicher. Wir sind geneigter, wenn wir selbst im Familienkreise so viele Liebe empfingen, auch draußen Glück zu säen und Gutes zu thun. Die Mahnung des Apostels: „Kindlein, liebet Euch unter einander!" klingt heute nicht umsonst an unser Ohr. Unter dem Weihnachtsbaum empfinden wir eS weit tiefer als sonst, daß wir Alle einen Vater haben und deshalb alle Brüder sind! So wächst der strahlende Weihnachtsbaum im denkenden Menschengeiste wieder empor zu jener dreiwurzeligen Esche, die den alten Germanen die ganze West darstellte. Wie aber die altgermanische Sage am Fuße dieses Baumes die drei Normen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ruhen ließ, so ziehen am Weihnachtsabend Erinnerung an die längstvergangene Jugendzeit, Freude über gegenwärtiges Familienglück und Hoffnung auf künftige noch schönere Zeiten durch das Menschenherz. verdM^t^^ ihr Hellen Kerzen des Christbaumes, strahlet Licht hinein in , . s . Gemuther und laßt frohe Augen noch freudiger erglänzen, weckt Jubel in zahl- Sch-ncht ""d-r wahchoft ,r°mm und «Mich -mpfmd-n' N-del des Hastes, alle Schatten des Vorurtheils' Lasset uns im der dürftigen kleinen Krivve s ' Ein Abglanz des Lichtes, das einst aus Hütte stand und den Königen zum .^^ahlte, des Sternes, der über der armm Möge er überall Liebe Freude heute Paläste und Hütten. B-V-h-m- N»r-n zur «ahrhtt, "«mit der EnMgruß von SH-- i-, Sai, ,n d-r H°h°. Friede an, Erden und den Mensche» ein Wohlgefallen! Aurch den winterlichen Nebel schimmert es wie blühendes Leuchten; die Luft ist von Tannenduft gewürzt und das rege Treiben auf den verschneiten Straßen und in den strahlend hell glänzenden Geschäften beginnt sich zu legen. Es leuchtet nicht nur aus den Augen der bisher von gütigen Engeln vor allem Leid bewahrten kleinen Kinder ein ganzer Himmel froher Hoffnungen, auch die Herzen der Erwachsenen sind von freudiger Spannung erfüllt, auch die Seelen vielgeprüfter Menschen empfinden den ewig frischen Zauber des herannahenden Weihnachtsfestes. Zweimal im Jahre bringen wir den Wald in unsere Häuser. Die maigrünen Birkenzweige des Pfingstfestes sind jedoch nur Boten, die der Wald sendet, uns zur Frühlingsfeier hinauszulocken in sein grünes Revier. Aber die weihnachtliche Tanne kommt zu uns und bleibt bei uns wie ein trauter Hausgenosse — umjubelt von beglückten Kinderschaaren. Die große Schwester lispelt es dem kleinen, rothwangigen Brüderchen in das lauschende Ohr und die sorgsame Mutter, noch einmal freudig all' die schönen Weih nachtsgaben überzählend, nickt freundlich zu, wenn ringsum die frohe Kunde geht: .Das Christkind klopft an die Thür!" Kein Hauch der Tagesströmung trübt den Himmel der unschuldigen Kleinen, denen der Weihnachtsabend, das Geburtsfest des größten und edelsten Kinderfreundes, zunächst gewidmet ist. Zu keiner anderen Zeit im Jahr dringt aber auch die Mahnung kräftiger in das Herz der Erwachsenen, zu werden wie die Kindlein, auf kurze Zeit wenigstens abzustreifen alle Sorgen und alle Sucht nach Gewinn und Ruhm und sich harmlos den süßen Freuden des Familienlebens zu widmen. Erweist sich doch stets die fromme, deutsche Sitte der Weihnachtsbescherung in ihrer tiefen Wirkung auf das Gefühl und das Gemüth unendlich mächtiger, als alles Ungemach und alle Unruhe. Welcher Segen für die Menschheit ist es aber, daß es eine Ruhe pause in dem wilden Kampfe um's Dasein giebt, wo die politischen, sozialen, nationalen und materiellen Zwistigkeiten in Vergessenheit gerathen vor der süßen Harmonie einer weihevollen Feststimmung! Es ist ein Fest der GotteSliebe, der Menschenliebe, besonders aber der Kindesliebe, das wir feiern. Die Liebe ist es, welche am Weihnachtsabend Aller Augen Heller glänzen, Aller Herzen froher schlagen läßt. Für die Liebe ist Alles ein Wunder, sie selbst aber ist das größte, der Himmelskeim, der in die Menschenbrust gelegt wurde als die einzige Erinnerung an das verlorene Paradies. Recht sinnig sagt der Dichter: Als einst die Engel, müde dieser Welt, Hinweg sich wendeten zum Himmelszelt, Mitnehmend, was sie Herrliches besessen, Da haben sie die Liebe hier vergessen! Amtsblatt für die kömglichen und städtis Verantwortlicher Redakte«: Vraa« Anter dem WHnachtsöaurn! Am Weihnachtsabend. Zumeist iu Klemen Liuderhrrzen Lewährt die Liebe ihren Ruhm, Ja ihueu flammt beim Strahl der Kerzen Der Unschuld reines Lhrikeuthum! Loll jemals d rum aus dieser Erden Der Menschheit glüh'u eia Heller Stern. So muß fie wie die Linder werden, Die einst sich schaarten um den Herrn! Und wieder naht die schöne Stunde Der wunderbaren Weihenacht, Die der Erlösung lichte Lunde Der dnnklen Lrdruwelt gebracht. mitt. b Uhr für de« tUH 2 Mari A> M., edmwmüich 7b Pf. Und wenn daun jubeln rings die Kleinen, Läßt ihren Strahl Erinnerung Auch iu die alten Herzen scheinen, Macht sie auf Stuudru wieder jung. , M AahrßWia. - ! Freitag, de« 25 Dezember —I «°ch »m dn>W«- In Millionen Liuderherzeu Der reinen Freude holden Traum. ff m »m dE «>»dl-m i» »NM . ' «,d s-m- »-»-» S>-»M Ansstrahlend einen neuen Tag. 9 An unsre Lindheit das Erinnern Macht wieder uns zum frohen Lind, Wenn wir am Fest iu unserm Jauern ' Mit «ott mrd Menschen einig sind!