Volltext Seite (XML)
Ngr. ^21 Dienstag, Den S«. Mai. -- .7 Ust ert, >g em en «lt e Sri» tm, st igebm: mit ist uns Deine )ir die Nam» ehrliche m gute : Kade« frühm sle --H annig- Theil- juspre- , dem umüht , und r ihm !U zur , geben I aller Wohl- sich er- its sich Gelst- seine» öligen Grabe Herr« nein«« «iesene g- bei schönen die so edhofe. hnliche abwen- n, zur lichten, armen Kraft önaden ert, m. 1857. Eagesqeschichte. In Dresden wird jetzt auch eine Augenheilanstalt gegrün det werden.,. Auf der Feldgaffe ist von ür. Heymann ein Pri vathaus acquirirt worden, welches nach Art der msisvns äs santö wohleingerichtete Separatzimmer enthält und in welchem die Kranken nächst der Beköstigung auch alle sonst erforderliche Pflege finden werden. Der Arzt selbst wird im Parterre des Hauses wohnen. Die Vorkehrungen sind so getroffen, daß auch den höhern Ansprüchen an bequeme und freundliche Einrichtung der Wohnung genügt werden dürfte. Ein freundlicher Garten, welcher das Haus umgiebt und der Benutzung der in der Pflege befindlichen Kranken offenstcht, dürfte die Annehmlichkeit des Aufenthalts in dieser Anstalt wesentlich erhöhen. Am 1. Oct. d. I. soll die Eröffnung der Augenheilanstalt des 0r. Heymann staltfinden. Chemnitz, 22. Mai. Bei dem Abputzen des Nathhauses hat man — wie das Tageblatt ausführlicher meldet - in dem behufs seiner Erneuerung abgenommenen und geöffneten Knopfe des Rathhausthurmes eine hölzerne Kapsel gefunden, die einige Papierrollen mit lateinischer Inschrift enthielt. Die eine ist vom 24. October 1678 und besagt, daß der Stadtrath den Thurm zur Ehre Gottes und zur Zier für die Stadt C emnitz habe er neuern lassen. Nach Anführung der Bürgermeister und übrigen Rathsmitglieder wird die späte Nachkommenschaft aufgefordert, bet Eröffnung des Knopfes der Voroordern im Gebete zu ge denken, wie auch diese selbst in nicht glücklicher Zeit aus vollem Herzen die Bitte erheben, daß ihre Nachkommen sie in glück licher Entwickelung übertreffen mögen. Das Gebet der from men Väter ist erhört worden in höherm Maße, als wohl ihre kühnsten Hoffnungen sich die Zukunft des armen, von den Zer störungen des 30jährigen Krieges noch nicht wiederhergestelltcn Städtchens träumen konnten. Die zweite Rolle datirt vom 25. August 1751 und enthält im Anschluß an einige Hexameter des Martial eine Lobeserhebung auf die regierenden Nathsherren, denen die curia so sehr eurao sei, daß sie sogar das Aeußere ab putzen, den Thurm erneuern und den Knopf strahlend Herstellen ließen. Hierauf wird das Rathhaus mit der ganzen Stadt und späten Nachkommenschaft der Sorge Gottes befohlen und ein Verzeichniß der Nathsherren bis zu dem Viceacinar und Anthi- grapharius herab mitgetheilt. Ein neues Blatt vom Jahre 1857 wird wohl den Wunsch aussprechen, daß unsre Nachkommen so über die heutige Stellung hinausgehen mögen, wie wir über die von 1678 und 1751 hinausgelangt sind. Möge diese Bitte in segensreiche Erfüllung gehen! — Bischofswerda. Die den 25. und 26. Mai allhier statt findende Thier - und Productenschau scheint eine sehr frequente werden zu wollen. Die Anmeldungen sowohl von Vieh als auch Von landwirthschaftlichen Erzeugnissen gehen noch immer sehr zahlreich »in. Auch der Besuch von Fremden dürfte, wenn die Witterung einigermaßen günstig bleibt, ein starker werden. Dank bare Anerkennung verdient hierbei Lie k. Direktion der Staais- eisenbahnen, indem dieselbe sich Herbeigelaffen hat, eine Verlän gerung der Tagesbillets bis zum 27. d. M. eintreten zu lassen. — Am 20. Mai Nachmittags wollte der Schäfer des Rittergutes Harthau sein« Heerde durch einen Durchgang unter der Eisen bahn bei Harthau treiben, als eben der Bahnzug ankam; durch das Gerassel desselben erschreckt und scheu gemacht, sprangen die Schafe statt durch den Durchgang, die Böschung hinauf auf die Bahn; gerade vor die heransausende Lokomotive; 12 Stück der selben sind buchstäblich zermalmt worden und einige sprangen über den Durchgang herab und brachen die Beine. Glücklicher weise hat dieses Malheur auf den Bahnzug selbst keinen stören den oder hemmenden Einfluß geäußert. Königstein, 22. Mat. Gestern Nachmittag gegen 3 Uhr entstand in dem zwischen Kunnersdorf und Reichenstein gelegenen fiskalischen Walde ein Brand, der bei der großen Trockenheit schnell um sich griff und in kurzer Zeit auf einer Fläche von eirca 30 Ackern die 10- bis 20jährige Fichten - und Kiefern-Cul- tur zerstörte. Durch Fällen von Bäumen, Grabenztehen rc. ge lang eS, den Brand bis zur Dunkelheit zu bewältigen, obgleich die ganze Nacht hindurch und noch heute auflodernde Flamme« von den damit beschäftigten Waldarbeitern gelöscht werden müssen. Wien, 21. Mai. (D. «. Z.) Die Ausflchten für die Zukunft gestalten sich sehr unerquicklich. Die Verluste, welche das Privatpublikum an Börseneffecten erlitten, haben eine Apathie für alle Werthpaptere hervorgerufen, die nachgerade sehr bedenklich geworden. Der niedrige Curs unsrer Papiere ist ein trauriger Beleg für diese mit jedem Tage mehr um sich greifende Stimmung. Wenn nun das Privatpublikum keine Geldanlagen in Jndustriepapieren macht, so zieht sich die Aus sicht auf eine Besserung der gegenwärtigen Verhältnisse unend lich in die Länge. Die in den letzten Tagen stattgehabten zwel Generalversammlungen waren nicht sehr ermunternd. Die Donaudampfschifffahrtsgesellschaft, die ein so großartige« Trans portwesen ausbeutet, hat ihren Aktionären in diesem Jahre nicht mehr als 2'/, Proc. gegeben, und nur durch Zuhülfenahme des Reservefonds ist die fünsprocenttge Verzinsung deS Aktienkapitals möglich geworden. Die Nordbahn, die ihre Aktionäre an Di videnden von 20 Proc. gewöhnt, hat zwar noch immer eine Dividende von 15 Proc. gezahlt; allein der Umstand, daß dl« Gesellschaft die Zahl der Actien neuerdings vermehrt, und die Furcht vor der galizischen Acquifltion haben die Actionäre sehr entmuthigt. Wo übrigens die Wochen- und Monatsauswrise die Bestrebungen der Contremine so sehr unterstützen, wie bei Nordbahn und Franzosen, da muß di« Spekulation «rlahmen. UebrigenS wird die französische StaatSrisenbahn durch die dem nächst fertig werdend« Lini« Szegedin-TemeSwar um «in« sthr wichtig« Strecke vermehrt, deren Bedeutung gewiß Niemand unterschätzen wird, der nur je etwas von dem Getreidesegen deS Banats gehört hat; aber trotzd«m ist ein hohes Agio in einem Moment, wo ungarische Grundentlastungsobligationen noch im mer 6'/« Proc. tragen, nicht sehr gerechtfertigt, und «S ist kein Unglück, wenn sie zurückgegangen sind. Für Kapitalisten, die eine sichere Rente den ungewissen Chancen der Jndustriepaplere vorziehen, ist darum auch kein Papier so rmpfehlenSwerth, alS Grundentlastungsobligationen und Nationalanleihe, welche im Verhältniß zu ihrer Solidität viel zu niedrig stehen. Wen« die Nalionalbank sich entschließen könnte, den Zinsfuß heraVzu- setzen, so müßten die Staats;: »Piere heute um 5—6 Proc. höher stehen. Auch junge Bahnen würden eher wieder Käufer finden, wenn die mit ihnen concurrircnden Staatspapiere stiegen; allein wie die Sachen jetzt stehen, wird sich die Kreditanstalt vielleicht bald im alleinigen Besitz der Theiß- und Westbahn befinden, so sehr hat man sich beeilt, ihre diese Papiere aufzubinden. Wenn sie ihre Theißbahn z. B- so lange behält, bis ein Theil der Bahn fertig wird, so rann sie wohl auf einen schönen Ge» winnst rechnen, allein momentan ist sie durch den großen Ballast von jungen Bahnen in ihren Bewegungen gehemmt und muß sehen, wie die einst so stolze Agiokrone immer mehr zusammen- schrumpft. Verona, 21. Mai. ^A. Z.) Heute gegen Mittag hat Feldmarschall Radetzky, bei rascher Bewegung im Arbeitszimmer .fallend, den linken Schenkelhals gebrochen. Nach der Einrich tung ist Husten eingetreten; der Zustand des verehrten Kranke« ist im Allgemeinen beunruhigend. Stuttgart, 21. Mai. (D. A. Z.) In Betreff deS Aufent haltes deS kronprinzlichen PaareS in Rom vernimmt man, daß, der Kronprinz von Württemberg auf den Papst einen sehr guten Eindruck gemacht habe, besonders durch die nachdrückliche Zusage, seinerzeit den Vertrag, welchen sein Vater mit der Kirche ab geschlossen, gewissenhaft aufrecht erhalten zu wollen. Zu de« Begleitern des Kronprinzen habe der Papst gesagt: „Erfüllet in Allem gewissenhaft eure Pflicht, besonders auch gegen euern Herrn; er ist eurer Treue und Ergebenheit in hohem Grade würdig." Bet einer andern Gelegenheit habe der Papst geäußert: „Nach dem Kaiser von Oesterreich gewährt mir der König von Württemberg deck größten Trost, und ich würdige dieses Ver dienst um so mehr, da Se. Maj. «in protestantischer Fürst ist." ----- Freiberger AnzeUMss. dm hi« Nachmittag« , V mgl -MMM'Zeil« «wr 1 Uhr für di-nächst- « Tageblatt.