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87. cen Bau« am hie« «», bis- ike, bitte die Ver« d. Nt. ütte ans, ll die mich zufneden- rs. len schäl» ach oy«t it hartem vereinigt. i Drogen« !O Pf. ' » c Tod dar r, Groß- v. RathS» 0. Lebens« acht. lassem«. wch Nach- , Moch- r verschied Vater und Ilinann, r hierdurch lafleae«. Stag Nach- » / s der un« ute LI1» n. I'raa. iser liebes > Monatm eischer. 6. e ein sanfter heißgeliebten i- 13,» o 8. : 19,° ° N. 177. 40. Jahrs»«,. . Mittwoch, -eu 3. August. men und beträgt der Preis für die gespaltene Zeile i! > FKFK oder deren Raum 15 Pf. M reioeMA^^ und Tageblatt. Amtsblatt für die königlichen und städtischen Behörden zn Freiberg und Brand. BrraMsyrilichrr Redaktem: I«li«s Brann in Freiberg . Erscheint jeden Wochentag Nachmitt. '/,6 Uhr für den andem Tag. Preis vierteljährlich 2 Mark 2b Pf., zweimonatlich 1M. bO Ps. und einmonatlich 7b Ps. Der Bericht -er Handels und Gewerbekammer, i. Dem in diesen Tagen erschienenen Berichte der HandelS- und Gewerbe-Kammer zu Dresden entnehmen wir folgende für unsere Gegend besonders bedeutsame Einzelheiten. Nach der bereits mitgetheilten Schilderung der allgemeinen Lage des Handels und der Gewerbe geht der Bericht auf die einzelnen Produktionszweige ein und erörtert bei dem Kapitel des Erzbergbaues die Verhältnisse der Frei berger Gruben. Der Bericht sagt darüber wörtlich : „Leider haben sich im ersten Jahre des Staatsbetriebes die Ver hältnisse ungünstig gestaltet. Der weitere Rückgang des Silberpreises, eine hoffentlich blos zeitweilige Verschlechterung der Erzanbrüche in einigen Grubenabtheilungen, endlich auch die gegen Ende des Jahres eingetretenen Betriebs störungen durch Schneeverwehungen und Ausschlagswasser, mangel brachten es mit sich, daß die Betriebsergebnisse der vom Staate neu erworbenen Gruben sowohl, wie auch der schon früher in Staatsbesitz gewesenen Grube Beihilfe-Chur prinz beträchtlich hinter dm Erwartungen zurückgeblieben. Es erforderte in Folge dieser ungünstigen Umstande der laufende Betrieb der verstaatlichten Gruben (Himmelfahrt, Himmelsfürst und Mittelgrube) in dem Jahre 1886 einen Zuschuß von 1055865 Mk. 55 Pf. und derjenige von Beihilfe-Churprinz einen solchen von 174541 M. 62 Pf. Dagegen kam zu dm zwar in größerem Umfange in An griff gmommenen, im Jahre 1886 aber erst theilweise aus geführten Meliorationen der verstaatlichten Gruben nur «ine Summe von 53151. M. 84 Pf. und bei der Grube Beihilfe-Churprinz Nichts zur Verwendung. Der gesammte fiskalische Freiberger Bergbau erforderte über haupt einen Zuschuß von 1283559 M. 1 Pf. Da für denselben nur der um die allgemeinen Kosten des sächsi schen Gesammtbergbaues gekürzte Ueberschuß der fiskalischen Hütten mit 1206605 M. 18 Pf. verfügbar war, trat in dem Aufwand für den fiskalischen Freiberger Bergbau eine Ueberschreitung von 76953 M. 83 Pf. hervor. Dieselbe würde noch höher ausgefallen sein, wenn nicht die drei Gruben Himmelfahrt, Himmelsfürst und Mittelgrube in dem Jahre 1886 nur erst 10 Monate lang in Staatsbesitz gewesen und die Ausgaben für Meliorationen beschränk geblieben wären. Es sind dies zwei Umstände, welche in dem einen weit höheren Meliorations-Aufwand erfordernden Jahre 1887 nicht wieder stattfinden, so daß, falls nicht in allernächster Zeit eine ganz unerwartete Besserung in den Erzanbrüchen oder Metallpreisen eintritt, im laufenden Jahre «in erheblich größeres Defizit bei dem Gesammtabschluß des Freiberger Berg- und Hüttenwesens zu erwarten ist. Man beschloß deshalb, den Betrieb der die geringsten Aussichten bietenden und dabei ihrem Erzausbringen und ihrer Mann- schaftSzahl gegenüber einm unverhältnismäßig großen Theil der verfügbaren Mittel beanspmchenden Grube Beihilfe- Ehurprinz einzustellen. In dankmswerther Rücksicht« nähme auf die in dieser Grube beschäftigten Bergleute wird mit der Betriebseinstellung nur nach und nach vor gegangen und für Beschäftigung der abzulegenden bei den übrigen Staatsgruben thunlichst Sorge getragen. Durch diese Betriebsemstellung werden jährlich 250000 Mark für die anderen Slaatsgruben mehr verfügbar, was bei den als nothwendig erkannten Verbesserungsarbeiten in's Gewicht fällt. An die Ausführung der letzteren ist man mit Energie herangetretcn. Es erfolgten Verbesserungen um ältere unzulänglich gewordene maschinelle Einrichtungen zu ersetzen, zu ergänzen oder zu erweitern; es wurde zu dem Umbau von zwei Ausbereitungsanstalten verschütten, um ein besseres Ausbringen aus den Roherzmassen zu er zielen, und Vorsorge getroffen, schon im Jahre 1887 die Mehrzahl der in den Gruben beschäftigten Arbeiter in die selben hinein oder aus denselbm heraus maschinell zu be fördern. Endlich sind Anlagen in der Ausführung begriffen, die den Zweck haben, mittels Maschinenbohrens die Vor- richtung der Gruben durch Streckenbetrieb und Abteufen der Hauptschächte energischer zu fördern, als dies bei der Handarbeit geschehen konnte. Wenn man somit die Ueber- zeugung gewinnt, daß von der Betriebsleitung Alles ge than wird, um durch zweckmäßige Einrichtungen die günstigsten Bedingungen für die Entwickelung des fiskalischen Berg baues zu schaffen, so darf man daran auch die Hoffnung schließen, daß die zeitweilige Ungunst der Ver hältnisse nach Möglichkeit abgewendet werden und der Aufschluß neuer und ergiebiger Erz mittel für die Enttäuschungen des ersten Betriebsjahres ein'nen Ersatz gewähren smög «. Die Frist eines Jahres ist besonders aber für den i Gangbergbau nur eine kurze Spanne Zeit und für dm schließlichen Erfolg oder Mißerfolg in keiner Weise maß gebend. Wir betonen dies ganz ausdrücklich, um der viel leicht von Einigen nach dem Resultate de» verflossenen Jahres gehegten Auffassung entgegenzutreten, daß auch die Ver- staallichung der Freiberger Gruben es nicht vermocht habe, dieselben vor weiterem Niedergange zu bewahren." Den der Handels- und Gewerbekammer von dem König!. Oberhüttenamte in Freiberg zugegangenen statistischen Mit- theilungen über dm Betrieb derMuldener undHals> brückener fiskalischen Hütten im Jahre 1886 entnehmen wir, daß der Produktenverkauf, der 1885 480051,7 Ztr. im Werthe von 15529 657 M. betrug, 1886 nur 448 566,9 Ztr. im Werthe von 14955084 M. erreichte. Die Silber-Produktion ist der des Vorjahre« nahezu gleich geblieben. Von derselben entfallen 688,636 Ztr., d. i. nur 43,16 Prozent, auf dm sächsischen Bergbau, was eine abermalige Zunahme der aus ausländischen Erzen herstam menden Silbermengen ergiebt. Der Durchschnittspreis für das Pfund Feinsilber stellte sich auf 66 M. 83 Pf. gegen 71 M. 55 Pf. in 1885, also abermals bedeutend und zwar um 4 M. 72 Pf. niedriger. Dagegen erhöhte sich der Durchschnittspreis der Blerprodukte (11 M. 77 Pf.) gegm den des Vorjahres (10 M. 85 Pf ). Speziell der Preis für Weichblei stieg im Laufe des Jahres von 12 auf 13 M. Die Zahl der ständigm Arbeiter und Aufseher war : 915, der unständigen 577 und 53 Arbeiterinnen. Die Betriebs- krankenkasse hat 6278 M. 81 Pf. für Arzthonorar, Medi kamente rc., 16503 M. 67 Pf. an Krankenlöhnen, 462 M. an Sterbegeldern und 524 M. 85 Pf an sonstigen Kosten, in Summa also 23 769 M. 33 Pf. ausgegebm. Außerdem wurden noch fernerweite Unterstützungen an erkrankte Ar beiter, Steiger und Werkschreiber aus dm verschiedenen WerkSkassm im Betrage von 11856 M. 99 Pf. gewährt. Der Pmsionsfond der fiskalischen Hütten vermehrte sich bei 80986 M. 79 Pf. Einnahmen an Beiträgen und Zinsen und 70188 M. 77 Pf. Ausgaben an regulativmäßigen und außerordentlichen Unterstützungen, Verwaltungskostm rc. um 10798 M. 2 Pf. und betrug Ende 1886 377022 M. 24 Pf. Bei dem Kapitel, welches die Erzeugung und den Ver trieb von Maschinen und Instrumenten behandelt, zeigt es sich, daß das Geschäft in Motoren und Dampf kesseln nach der Mehrzahl der u. A. auch aus Freiberg vor liegenden Berichte eine Besserung gegen das Vorjahr nicht erfahren hat. Uebereinstimmend wird von weiterem Weichen der Preise der Fabrikate berichtet, währmd die Preise der Feuerungsmaterialien anzogen und auch vielerwärts höhere Löhne gewährt werden mußten. Eine Freiberger Fabrik von Dampfpumpen theilte mit, daß hinreichende Auf träge nur mit großen Anstrengungen zu erreichen waren und besonders der Absatz nach dem Auslande in Abnahme begriffen war. Die hiesige Fabrik geodätischer, astro nomischer und berg- und hüttenmännischer Instrumente und Apparate hat im Laufe des Jahres den Betrieb in ihrer Neuanlage begonnen und in Folge der davon untrennbaren Störungen nicht ganz die frühere Produktionshöhe erreicht. Der Absatz fand wie schon früher zu ^/s nach dem Auslande, zu '/» im Jnlande statt. Nach Rußland hat das Geschäft beinahe ganz auf- gehört, nach Oesterreich bereitet die Tarifirung der Fabrikate als mit 50 st. pro 100 KZ zu verzollen Schwierigkeit. Als neuere Spezialität sind außerordentlich kompenoiöse und leicht zu transportirende Meßinstrumente für Forschungs reisende zu erwähnen. Die Berichte über den Geschäfts gang der Pianofortefabrikation, welche der Handelskammer von mehreren Dresdener und je einer Meißener und Freiberger Fabrik zugegangen sind, lauten nicht ganz übereinstimmend. Während nach dem Berichte einer bedeutenden Dresdener Fabrik der Geschäftsgang einigermaßen hinter dem sehr lebhaften des Vorjahres im Allgemeinen und besonders in der Ausfuhr zurückgeblieben ist. berichten andere von vermehrtem Absätze sowohl im Jn- wic im Auslande. Von der Kupferschmiederei wird auch das Jahr 1886 wie das Vorjahr sowohl aus Freiberg wie von anderwärts als ungünstig bezeichnet. Eine größere Freiberger Kupferschmiederei hatte erwartet, daß die Neu anlagen für Ausbereitungs- und andere bergmännische Zwecke auf den verstaatlichten Gruben Bestellungen veran lassen würden, und führte darüber Klage, daß solche aus geblieben seien. Die Fabrikatton von leonischen Drähten war nach dem übereinstimmenden Berichte der Freiberger Fabriken durch die Ueberproduktion der vorhergehenden Jahre, in welchen viele Vergrößerungen der bestehenden «Anlagen vorgenommen wurden, ungünstig beeinflußt. Die I Preise wichen, der Bedarf war geringer und führte zum zeitweiligen Stillstände einiger Arbeitsmaschinen. In fertigen Waaren (Spitzen, Tressen) blieb der Umsatz nach dem In- und Auslande unverändert; die Klöppelei, welche zumeist in Hausindustrie betrieben wird, war sogar weit lebhafter beschäftigt. Von den Rohmaterialien sanken Silber und Kupfer im Preise; Seide stellte sich nach einer Mittheilung etwas höher. Die Löhne blieben unverändert. — Die Produktion der fiskalischen Hütten an Schrot, Blei-Blechen, -Röhren, -Draht und -Appara ten betrug 1886: 43038 Ztr. im Werthe von 610981 Mk., blieb somit im Gewicht hinter dem Vorjahre um 2530 Ztr. zurück, während der Werth um 43991 Mk. gestiegen ist. Hiernach stellt sich der Durchschnittspreis deS Zentner« auf 14 Mk. 20 Pfg, also um 1 Mk. 76 Pfg. höher als 1885. — In einer Freiberger Fabrik von technischen Artikeln aus Blei (für Cellulose« und chemische Fabriken rc.) haben sich Produktton und Umsatz auf der Höhe von 1885 gehalten; in der Ausfuhr machte sich eine Abnahme der Bestellungen aus Frankreich bemerkbar. Um das Geschäft mit Oesterreich aufrecht zu erhalten, ist eine Filiale der Fabrik in Oesterreich gegründet worden, in welcher sächsisches Blei verarbeitet wird. Sollte die ge plante Zollerhöhung hon 1 auf 2 fl. in Kraft treten, so wäre die Einfuhr von sächsischem Blei nach Oesterreich un möglich gemacht. Nach dem Berichte dieser Fabrik haben sich die Preise ihrer Fabrikate zum Theil etwas höher ge stellt, während eine zweite Freiberger Fabrik daS Gegen- theil von ihren Artikeln zu berichten hat. Letztere konstatirt eine Vermehrung ihres ^Exportgeschäftes nach England, Australien und dem Oriettt, sowie Aufbesserung der Löhne. — Bei dem Steinmetzgesch äft wurde in Freiberg Klage über die Arbeiterverhältniffe geführt; im Winter seien die Meister zu zahlreichen Unterstützungen arbeitsloser Gesellen genöthigt; im Sommer pflege es dagegen an Gesellen zu mangeln, weil dieselben die Arbeit an größeren Plätzen vorziehen. Auch stünden die Meister meist den An forderungen des über ganz Deutschland verbreiteten Stein metzgesellenbundes machtlos gegenüber; es sei deswegm eine Vereinigung aller Meister zur Wahrung ihrer Inte ressen , wie dieselbe in einigen Städten bereits angedahnt sei, sehr zu wünschen. Das Freiberger Geschäft in Ser- penttnsteinarbeiten hat sich, Dank der Anschaffung neuer Hilfsmaschinen, etwas gebessert. Tagesschau. Freiberg, den 2. August. Der deutsche Kaiser verlieh dem Kronprinzen und Erz herzog Rudolf von Oesterreich das Kreuz der Großkomthure des Königlichen Haus-Orden- von Hohenzollern. Am 6. August wird in Bad Gastein die angekündigte Begegnung des Kaisers von Deutschland und des Kaisers von Oesterreich stattfinden, welcher letztere in der dritten Nachmittagsstunde am Sonn abend dort eintrifft. Mit Rücksicht auf den kurzen Aufenthalt des österreichischen Kaisers, welcher Sonntag Abend bereits Gastein wieder verläßt, wurde in diesem Jahre die frühe An kunftsstunde festgesetzt. Eine Stunde nach der Begrüßung werden die beiden Herrscher beim Diner, dos vom Kaiser Wilhelm gegeben wird, sich wiederfinden. Der deutsche Kaiser dürfte Mitte nächster Woche Gastein verlaffen. — lieber daS Befinden des deutschenKronprinzen erfährt die „Neue Preuß. Ztg." Folgendes: „Nach der ersten Woche deS Monats Juli hat die Heiserkeit des hohen Patienten sich etwas gebessert, so daß die Stimme desselben zur großen Freude seiner Umgebung etwas Klang erhalten hat. Wenn keine neuen Wucherbildungen sich zeigen — und bisher hat man solche nicht wahrgenommen —, so darf man auf eine allmählich fortschreitende Besserung, ja schließlich auf völlige Genesung hoffen. Diese Hoffnung ist um so größer, als daS Befinden des Kronprinzen ein recht befriedigendes ist und sein Aussehen nichts zu wünschen übrig läßt Die deutsche Kron- prinzenfumilie beabsichtigt, für den Herbst den Aufenthalt in Oberitalien zu nehmen. — Dem jetzt in Schloß Heldburg wohnenden Herzog von Meiningen hat dieser Tage der Herzog von Koburg-Gotha einen Besuch nbgrstattet. — Die Reise des deutschen Reichskanzlers nach Berlin hat eine Verzögerung er fahren. Prof. I)r. Schwcninger weilt in Varzin und will den Reichskanzler eine Mäßigung der Hitze abwarten lassen, ehe derselbe die Reise nach Kissingen antritt. — Die Grundzüge der Alters- und Jnvalidenversorgung befinden sich nebst der hierauf bezüglichen Denkschrift schon seit dem 4. Juli in den Künden B"^ >'Sre:>?nl"gen, die um Geheimhaltung ersucht o » n x — D>e „Norvo. Mg. Zig." theilt an leitender