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MivergerZnzeig^ und Taaeblatt und Tageblatt FM Amtsblatt Mr die kiimglichm md Müschen Behörden zn Freiberg mb Brand. Verantwortliche Leitung: Georg Burkhardt. —— 4S. Jahrgang. Mittwoch, den 8. April. Inserate angenommen. Preis' für die Spaltzüle 13 Pfg- I.O v V0 Außerhalb deS LandgerichtSbrznk» 15 Pfg- Erscheint jeden Wochentag Abends '/,7 Uhr für den anderen Tag. Preis vierteljährlich 2 Mk. 25 Pfg. zweimonatlich 1 Mk. 50 Pfg.u. einmonatlich 75 Pfg. Bekanntmachung. Zufolge Verordnung der Königlichen Kreishauptmannschaft Dresden vom 26. Februar dieses Jahres wird die nachstehends abgedruckte Generalverordnung hiermit anderweit zur öffent lichen Kenntniß gebracht. Freiberg, am 2. April 1896. Königliche AmtShauptmaunschaft. Generalverordnung an stmmttiche Pottzeiobrigkeiten und die Herren Bezirksärzte de- Dresdner ., Regierungsbezirks, die rechtzeitige Entfernung der Leichen aus dem Sterbehause betreffend. Bei Verhandlungen einer Plenarversammlung des Königlichen Landes-Medicinal-Collegium ist aus die in manchen Gegenden des Landes, namentlich auf dem platten Lande, herrschende Titte, die Leichen, in Sonderheit zu Ermöglichung eines solenneren Begräbnisses an den, auf den Todestag nächstfolgenden Sonn- oder Festtagen, überlang in dem Sterbehause zurückzuhalten, hingewiesen worden. In dessen Folge hat das Königliche Ministerium des Innern aus den sich geltend machenden, sehr bedeutsamen Rücksichten auf die öffentliche Gesundheitspflege angeordnet, daß bei Vermeidung einer Geldbuße bis zu 100 Mark — Pfg. für jeden einzelnen Contraventionsfall alle Leichen, ckn welchen deutliche Zeichen von Fäulniß wahrnehmbar find, nicht über den vierten Tag (4 mal 24 Stunden) von der Stunde des eingetretenen Todes an im Sterbehause belassen werden dürfen, sondern auS dem letzteren spätestens mit Ablauf der gedachten Zeitfrist entfernt werden müssen, um entweder beerdigt, oder den Todtenhallen übergeben zu werden. Dresden, den 8. November 1877. Königliche Kreishauptmannschaft. ' (gez.) V«» Hübler, S. Auf Folium 1 des Genosfenschaftsregisters, den Backverein für Grohschirma und Umgegend, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht betreffend ist bez. berich tigungsweise heute Folgendes eingetragen worden: Das Statut vom 11. Oktober 1874 ist durch Generalversammlungsbeschlüsse vom 9. und 23. Februar 1890 und 2. Februar 1896 anderweit abgeändert worden. Die Genossenschaft, deren Firma wie oben lautet, hat ihren Sitz in Großschirma. Gegenstand des Unternehmens ist 1. der gewerbsmäßige Betrieb der Müllerei und Bäckerei, 2. der Verkauf von Mahl- und Backprodukien an Mitglieder und Nichtmitglieder auf gemeinschaftliche Rechnung. Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen find im Amtsblatte des König lichen Amtsgerichtes Freiberg zu veröffentlichen und je nach der Bestimmung des Statuts ent weder vom Vorstande oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrathes zu erlassen und zu vollziehen. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober des einen bis Ende September des anoeren Jahres. Die Haftsumme jedes Genossen beträgt 40 Mk. — Pf. Willenserklärungen und Zeichnungen für die Genossenschaft sind verbindlich, wenn sie durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen. Vorstehende Bekanntmachung erfolgt zum Theil zur Ergänzung und Berichtigung der Be kanntmachung vom 2. April 1891. Freiberg, am 1. April 1896. Königliches Amtsgericht. Brvtsoliirslckvr. Schubert. Im Handelsregister für die Stadt Freiberg sind auf Fol. 577 die Firma F. H. Brendels Verlag in Freiberg am 4. Januar 1896, auf Fol. 463 die Firma D. Philipp in Freiberg, auf Fol. 561 die Firma Carl Schneider in Freiberg heute gelöscht worden. Freiberg, am 1. April 1896. Königliches Amtsgericht. Schubert. Auf Folium 2 des Genossenschaftsregisters, den Back- und Consumverein zn Bräuns- dorf, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht in Bräunsdorf betreffend, ist heute noch eingetragen worden, daß Willenserklärungen und Zeichnungen für die Genossenschaft ver bindlich sind, wenn sie durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen. Freiberg, am 1. April 1896. Königliches Amtsgericht. Schubert. Die Biervezugsscheine auf daS 1. Vierteljahr 1896 find ordnungsgemäß ausgefüllt bis spätestens den 1v. April d. I. in der Stadtkasseneinnahme, Stadthaus, 1 Treppe, znr Vermeidung der in 88 11 und 12 des Biersteuer-Regulativs angedrohten Strafen abzugeben. Gleichzeitig ist die Biersteuer nebst den Gebühre« für Rei«igu»g Ser BierSrnckaPParate daselbst zu bezahlen. Freiberg, am 30. März 1896. Der Stadtrath. »««»lei». Fehmel. Holzauktion. Freitag, den 10. April e. Vormittag von ^'g9 Uhr an sollen nachverzeichnete im »untern Freiwald" in den Abtheilnngen 5, 6, 7 und 12 aufbereiteten Hölzer im Gasthof zum „Schützenhaus" in Brand meistbietend gegen Baarzahlnng versteigert werden und zwar: Freiberg, am 31. März 1896. Dgl. AbthülMgEfür^^achen. 1000 Stück Stangen von 4—13 em UntersiLrke, 24 weiche Klötzer „ 16—23 „ Oberstärke, 207 rm „ Scheite und Rollen, 70 „ „ Zacken, 242 „ „ Stöcke, 19,5 Wellenhunderte und 433 rm weiches Abraumrerstg. Oeffentliche Zustellung 2 Sekr. T D von om Unterstärke, Nachmittags 2 Uhr. rte und 20 rm weiche Brennsch GvtLvrt. zu zu Die Ehefrauen , „ 1. Ernestine Liddy Lindner, geb. Grude m Meerane, 2. Auguste Wilhelmine Oelsner, geb. Rostenbeck m Hannchen, klagen gegen ihre Ehi 10—26 16—80 13—64 7—12 8—10 8—15 4—7 650 fichtene - - 120 - Reisstanaen 2 rm harte Nutzscheite. 183 rm harte unö 20 rm weiche Brennscheite, 36 - - - 10 - - Brennknüppel, 52 - - Zacken, 77 - - und 12 - - Aeste, 810 Gebund hartes und 2050 Gebund weicheS Brennreisig. Aufbereitet in den Schlägen Abth. 49, 50 und in den Durchforstungen Abth. 48, 49, 62, 68. Kgl. Forstrevierverwaltung Borstendorf u. Kgl. Forstrentamt Augustusburg. den 27. März 1896. fl. 0. 1825 154 fichtene Stämme 274 buchene Klötzer 757 fichtene - 1117 Röhren und Schleifhölzer 10 birkene ungek. Derbstangen HolzversteLgernng auf Borstendorfer Staatsforstrevier. (Leubsdorfer Parzellen.) Gasthof „zur Friedensetche" in Leubsdorf. Mittwoch, den 15. April 1896, Bormittags 9 Uhr. MittenstSrke, Ober- bez. Mittenstärke, 2—4 m lang, Oberstärke, 3,5—4 m lang, Bei der am 8. April 189« NachM. 8 Uhr im amtsgerichtllchen Auctwnsloculestaü- findenden Auction soll weiter noch 1 Handwagen, 1 Persoriermaschine, Matratzen u.^oeMl ersteigert werden, wogegen die -un Nürnberger Hof angesetzte Versteigerung sich vorläufig cricoigt hat. Freiberg, den 4. April 1896. -emänner, den Tischler Karl Otto Lindner, vormals in Freiberg, . den Handarbeiter Karl Traugott Oelsner, zuletzt in Hmmchen, beide fetzt unbekannten Aufenthalts, zu 1 auf Wiederherstellung des ehelichen Lebens, «vent, ans zu 2 auf Trennung der Ehe vom Bande wegen böSllcher Verlassung, a»k Herstellung des ehelichen Lebens .. nulLimm«: und laden die Beklagten zur mündlichen Verhandlung der Rechtsstreite vor du zwecke Civillammer des Königlichen Landgerichts zu Freiberg auf den . 27. Juni 1890, vormittags 9 Uhr , _ mL der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zuaelaffenen Anwalt zu vestewm- Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemmy Freiberg, den 1. April 1896. Der Gerichtsschreiber de- Königlichen Landgericht-. UnnuiLvr, Serretair. ——- Kotzversteigerung auf Reichenbacher Staatsforstrevier. Im Hautzner'schen Gasthofe zu Obergruna sollen Montag, den 13. April 1896, von Vormittag /z10 Uhr an folgende Nutzhölzer, als: 12 h. u. 1640 w. Stämme, 108 w. Klötzer, 170 w. Baumpfähle, 811 w. Stangenklötzer, 15 h. und 785 w. Derbstangen, 2290 w. Reisstangen, 3 rm w. Nutzscheite u. 2,6 rm w. Nutzknüppel, sowie Mittwoch, den 18. April 1896, von Vormittag 10 Uhr an nachstehende Brennhölzer, als: 26,6 rm w. Brennscheite, 0,8 rm h. und 50,4 rm w. Brenn- knüppel, 13,5 i-m w. Aeste, 0,20Wllhdrt. h. u. 140,00 Wllhdrt. w. Brennreisig, 1208 rm w. Stöcke und 10,5 rm w. Stockhackspähne versteigert werden. Näheres enthalten die bei den Ortsbehörden und in den Schankstätten der umliegenden Orte aushängenden Plakate. Königl. Forstrevierverwaltung Reichenbach und Königl. Forstrentamt Tharandt, am 4. April 1896. Politische Umschatt. Freiberg, den 7. April. lieber die weiteren Reiscdispositionen des deutschen Kaiser paares wird aus Rom berichtet: Das deutsche Kaiserpaar wird am 5. d. M. Palermo verlassen und an Bord der Jacht „Hohen- zollern", welche von der „Kaiserin Augusta" begleitet sein wird, eine Rundfahrt um Sizilien unternehmen, wobei ein Besuch der Städte Girgenti, Syracusa und Taormina erfolgen soll. Der Direktor der Museen in Palermo, Prof. Salinas, wird das Kaiser paar begleiten, um demselben bei der Besichtigung der Alterthümer als Cicerone zu dienen. Am 11. wird das Kaiserpaar in Venedig eiatreffen, am 12. findet, wie angekündigt, die Begegnung mit dem italienischen Königspaare statt und am 13. erfolgt die Weiterreise nach Wien. In Rom nimmt man an, daß sich anläßlich der Zusammenkunft der beiden Herrscherpaare auch Prinz Heinrich von Preußen und Gemahlin in Venedig einfinden werden. Der italienische Botschafter am Berliner Hofe Graf Lanza wird sich in diesen Tagen nach Italien begeben, um der Zusammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm mit König Humbert beizuwohnen. Wie die „Nene Freie Presse" hört, wird später auch der österreichisch ungarische Botschafter am Berliner Hofe Herr v. Szöayenyi nach Wien kommen, uni bei der Begegnung des Kaisers Wilhelm mit dem Kaiser Franz Josef anwesend zu sein. — Für den Aufent halt des Kaiserpaarcs in Wien wurde folgendes Programm ent worfen : Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta Viktoria treffen mit zwei Prinzen am 14. d. M. am Südbahnhofe ein, woselbst die höchsten Herrschaften von Sr. Majestät dem Kaiser und den Herren Erzherzögen empfangen werden. Vom Bahnhofe fahren die Allerhöchsten Herrschaften in die Hofburg, wo dieselben vom Stellvertreter des Ersten Obersthofmeisters und dem Oberst- zeremoniemneister in der Bellaria erwartet und sodann von den hier weilenden Frauen Erzherzoginnen bkim Eingänge zum großen Fremdenappartement begrüßt werden. Hier erfolgt auch die Vor stellung der Hofwürdenträger. Nachmittags um 6 Uhr findet bei dem Kaiser von Oesterreich ein Galadiner im Marmorsaale statt, dcni auch die Herren Erzherzöge, die Fmuen Erzherzoginnen, die Hofwürdcnträger und deren Damen anwohnen werden. Für Abends halb 8 Uhr ist der Besuch der Hofoper angesagt; es wird zu