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Hock. 8 Uhr an che« und >, werden recht zahl- Jergniigen >erdcn. et morgen hen Gast- ich daran d Abend er, en. arbeite« ununter- t Lohn- i. Mch-ft, ,g der tvl. Irißinsi- en und narkt. !en, 8. särigr» rslss. irtt 3. rem ni, von >hl««g n «nd eder in Albert- rinnert, hzukom- »ack. r. ss., bei I nach >/,1 Uhr S Uhr klucrs- eln auf . Juni, r Mit- Amts- W- AWeisetllltt für de« «bonncmcnt viertelj. 1 M 20 Ps. einschließl. der „Jllustr. Unterhaltungsbl." u. der Humor. Beilage »Seifen blasen" in der Expedition, bei unfern Boten fowie bei allen Reichspostanstalten. Ajirk des Amtsgerichts Eibenstock und dessen Umgebung. Erscheint wöchentlich drei Mal und zwar Dienstag, Donnerstag u. Sonn abend. Jnsertionspreis: die kleinspaltigc Zeile 12 Pf. Im amtlichen Teile die gespaltene Zeile 30 Ps. Dienstag, den 14. Juni «8 Verantwortlicher Redakteur, Drucker und Verleger: Emil Hannebohn in Eibenstock. 31. Jahrgang. - Die Anmeldung sllr den nächsten Aufnahmetermin in die Soldatcnknaben-Erziehunas- anstalt in Klcinstruppen zu Ostern 1805 kann bereits von jetzt ab bis Ende Dezember 1904 bei den Bezirkskommandos erfolgen. Zur Aufnahme berechtigt sind die Söhne aut gedienter Unteroffiziere und Soldaten der Königlich Sächsischen Armee, welche zu Ostern 1905 konfirmier! werden. Knaben, welche voraussichtlich späterhin zum Militärdienst körperlich ungeeignet sind, werden nicht ausgenommen. Die Zöglinge der Anstalt in Kleinstruppen werden in der Regel nach einem Jahre in die Unterosfiziervorschule in Marienberg überführt, aus letzterer nach 2 Jahren in die dortige Unteroffizierschule versetzt und aus dieser nach weiteren 2 Jahren in die Armee eingestellt. Die Erziehung und Ausbildung in allen drei Anstalten ist völlig kostenfrei. Die vollständigen Aufnahmebedingungen können bei jedem Bezirkskommando ent nommen werden. Dresden, den 10. Juni 1904. Kriegsministerium, Allgemeine Armee-Abteilung. Edler von der Planitz. Im Handelsregister des Königlichen Amtsgerichts Eibenstock ist heute auf Blatt 272 die Firma «lax ««»»tinana und als deren Inhaber der Seiden- und Perlenstickerei fabrikant «»x Llinll Siaalinaan i« Eibenstock eingetragen worden. Angegebener Geschäftszweig: Stickereifabrikation. Eibenstock, den 9. Juni 1904. Königliches Amtsgericht. Oessentliche Sitzung des Bezirksausschusses zu Schwarzenberg findet Wonlag, den 20. Juni 1004, von nachmittags 3 Hlyr an im Verhandlungssaale der unterzeichneten Amtshauptmannschaft statt. Schwarzenberg, den 8. Juni 1904. Königliche Amtshauptmannschaft. Demmering. R^ Mittwoch, den 15. Juni 1S04, nachmittags '-4 Uhr sollen in der Restauration „zum Stern" hier litt Stück Kuchenbleche und l Tafelwage mit Gewichten an den Meistbietenden gegen sofortige Barzahlung versteigert werden. Eibenstock, den 13. Juni 1904. Der Gerichtsvollzieher des Königlichen Amtsgerichts. Weltpolitik. Daß da« gegenwärtige Jahrhundert unter dem Zeichen der Weltpolitik steht, ist eine Tatsache, die sich dem geschichtlichen Blicke mit Naturnotwendigkeit ausdrängt. Jede« Volk, da» seine Machtstellung behaupten und seine nationale Zukunft sich sichern will, muß heutzutage Weltpolitik treiben. Da« Eintreten für deutsche Weltpolitik ist daher in der Gegenwart geradezu al» eine patriotische Pflicht zu bezeichnen. In äußerst warmherziger und eindringlicher Weife wird diese Pflicht betont in einer kleinen Schrift von Richard Denner, die den Titel trägt „Bedeutung und Ziele deutscher Wellpolitik." Der Verfasser beginnt seine Ausführungen mit der Frage: „Was ist Weltpolitik?" Seine Antwort aber lautet: „Weltpolitik hat die Bedeutung de» Deutschtum» in seiner Gesamtheit gegenüber den außerdeutschen Völkern zum Gegenstände." Sie erstrebt greif bare Vorteile, sucht die Vermögen» - Interessen de» Staates und Volke« zu wahren, verfolgt wirtschaftlichen Gewinn und Nutzen und besteht zumeist in einem herzhaften Zugrcifen. Blicken wir auf die ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung zurück, so begegnen wir schon damal» allenthalben den Spuren germanischer Weltpolitik, und nicht ander« »erhält e« sich fast da» ganze Mittelalter hindurch. Wie groß und glanzvoll erscheint nicht die Weltpolitik der Hohenstausen! Deutsch wird in allen Staaten Mittel Europa» Trumpf, ja wir haben sogar die Genug tuung, da« größte Wunderland der Welt, Palästina mit seinen heiligen Stätten, dem deutschen Reiche einverleibt zu sehen. Dann freilich, al» der letzte Hohenstaufe welscher Untreue zum Opfer fiel, wurde der deutschen Weltpolitik ein schwerer Schlag versetzt, an dem sic Jahrhunderte hindurch zu leiden hatte. Aber der Hohenzollern - Aar setzte sich im "Norden fest und sührte mit staat»männischcr Weisheit und Festigkeit eine neue Aera deutscher Weltpolitik heraus. Al» Losung sür diese dürften die ewig denkwürdigen Worte gelten, welche Kaiser Wilhelm II. bei der sünfundzwanzigjährigen Erinnerungsfeier der Gründung de» neuen deutschen Reiche» am l8. Januar 1896 gesprochen Hal: .Au» dem deutschen Reiche ist ein Weltreich geworden. Ucberall in fernen Ländern wohnen Tausende unserer Landsleute. Deutsche Güter, deutsche» Wissen, deutsche Betriebsamkeit gehen über den Ozean. Nach tausenden von Millionen beziffern sich die Werte, die Deutschland auf der See fahren hat." Die Kaiserworte enthüllen uns auch den letzten, mit elemen tarer Naturgewalt wirkenden Grund deutscher Weltpolitik. Unsere Bolkskraft, die immer noch jugendlich reckenhaft erscheint und ein stetige» Wachstum aufweist, oedarf de» erweiterten Ellenbogen- Raume«, bedarf neuer Gebiete, aus denen sie sich zum Nutzen und Segen de« Vaterlandc» betätigen kann. Aus welche Weise und durch welche Mittel aber vermögen wir die Ziele unserer Weltpolitik zu erreichen? Auch hieraus erteilt der Verfasser eine höchst zutreffende Antwort. Vor allem müssen wir unsere Wehrkraft zur See zu heben suchen. Reich»macht bedeutet Seemacht. Sodann gehört zu den unbedingt erforderlichen Voraussetzungen einer machtvollen und erfolgreichen Weltpolitik die wirtschaftliche Kräftigung de« Volke« im Innern, und diese Kräftigung erlangen wir lediglich dadurch, daß wir die gesunde Lehre von der Jnteressen-Gemcinschafl aller produktiven Stände zu durchgreifender Geltung bringen. Endlich aber tut ein lebendige» Nationalgesühl not. „Seien wir alle eifrige Förderer deutscher Weltpolitik, scharen wir un» zusammen unter dem Banner unsere» Kaiser» und lassen wir un» die Zuversicht, „daß am deutschen Wesen wird dereinst die Welt genesen", nicht au« dem Herzen reißen! Im deutschen Namen Heil!" Tagesgeschichte. — Deutschland. Zur südwestafrikanischen Truppen-Expedltion wird gemeldet: Die l. südwesl- asrikanischc Feldbattcrie der ncusormierten 2. Feld-Artillerie-Ab teilung, die mit dem Dampfer „Lucie Woermann" die Ausreise mit Ziel Lüderitz-Bucht angetreien hat, ist ausgerüstet mit vier Rohr Rücklaufgeschützen — Kaliber 7,? Zentimeter -, sowie Schrapnells und Granaten. Die Bedienungsmannschaft erhält Pferde, während den Geschützen, Munition«- und Proviantwagen Maultiere vorgespannt werden. Mit dem Transport gingen u. a. ab 494 Pferde, große Mengen von Heu zum Füttern der Heimat«pferde, die erfahrungsgemäß zuerst die fette afrikanische Weide nicht vertragen können, Artillerie- und Infanterie-Munition, Konserven, Bier >c. Gleich vom ersten Tage der Verschiffung ab erhalten die Mannschaften Chinin in Pillenform, um sie gegen Malaria und Typhus möglichst zu seien. Unter den Leuten be finden sich auch viele Reservisten, die seinerzeit am Chinafcldzuge teilnahmen, auch wurden zahlreiche Leute de» jüngsten Jahrganges eingereiht. In Swakopmund, wohin sich die „Schleswig" mit einem kriegsstarken Bataillon an Bord begibt, befinden sich noch die letzten Truppentransporte, um mit dem jetzigen Nachschub in großer Stärke vorzugehen. Für die Unterbringung der Mann schaft ist bei Swakopmund ein au« Wellblechbarackcn bestehende» Lager angelegt worden. Auch für die Pferde ist besser gesorgt worden, indem für« Tränken Zcmenttröge aufgestellt wurden. Die jetzt auf der Fahrt befindlichen Pferde haben Stallungen auf dem Ober-, Zwischen- unv Hauptdcck. Im übrigen wurden die Mannschaften besonders daran erinnert, daß unbefugte« Beute machen, Plündern, Mißhandeln der Gefangenen, Verstümmelung de« gefallenen wie verwundeten Feinde« mit aller Strenge de« Gesetze« geahndet würden. — Berlin, II. Juni. Aus Südwcstafrika wird gemeldet: Die Nordabtcilung Zülow hat am 29. Mai Otawi erreicht und klärt aus Otjenga auf. Koblenz ist von Volkmann wegen Wassermangel» und Krankheit aufgegeben. Omuramba ua Matako wird durch Spione beobachtet. Der Häuptling Nechale soll den Posten Namutoni zerstört und den Herero« viel Munition verkauft haben. Die 9. Kompagnie, noch unberitten in Okahandja, soll den Verpflegungsnachschub decken. — Oesterreich-Ungarn. Wien, II. Juni. Ein den hiesigen ausländischen Botschaften nahestehender Diplomat erklärte den Vertretern russischer Zeitungen, trotz aller offiziösen Dementi» bleibe c« wahr, daß die russische Regierung bei der Pforte Schritte unternommen habe, um die Erlaubnis sür die Durchfahrt eine« Teile« der russischen Schwarzen Meer-Flotte durch die Dardanellen zu erlangen. Der Sultan sei nicht abgeneigt, dem Wunsche Rußland« zu entsprechen, mache seine Zusage aber von der Zustimmung der übrigen Mächte abhängig. E« werde bekannt, daß England sich energisch gegen die Zusage aufgelehnt habe; infolgedessen habe letzttägig ein reger Depeschcndienst zwischen den Höfen von Petersburg, London und Berlin stattgefunden. Der Zar bat Kaiser Wilhelm, persönlich dahin zu wirken, daß die Zustimmung aller Mächte erfolge, da Rußland eine Verstärkung der ostasiatischen Flotte dringend bedürfe. — Rußland. Von einem russischen Korrespondenten wird der „Daily Mail" gemeldet, in der Nacht zum 8. Juni seien im Zarcnpalast in Zar«koe Sselo, wo der Zar sich aushält, zwei Höllenmaschinen in Zigarrenkisten versteckt gesunden worden. Die eine Höllenmaschine sei im Speisesaal, die andere im Audienzsaal gefunden worden. Der Mechanismus bei den Maschinen sei bei der Auffindung in Tätigkeit gewesen. Der Gewährsmann der „Daily Mail" fügt hinzu, daß die Sache geheim gehalten und obgleich sie wahr sei, rundweg abgeleugnet werde. — Schweiz. Ein Attentat auf den russischen Gesandten SchadowSki in Bern verüble am Freitag mittag 1 Uhr der russische Staatsangehörige Ingenieur Baron Jlnitzky, der sich seit etwa zwei Jahren in Bern aushält. Der Attentäter gab einen Revolverschuß ab, der den Gesandten in den Kopf traf. Der Gesandte konnte sich noch selbst nach dein Hotel Berner Hof, wo er logiert, begeben. Da« Attentat geschah in einer menschenleeren Straße. Jlnitzky ist verhaftet. Ec hatte vor längerer Zeit in einer Zeitung Beschwerde über russische Behörden wegen Vorenthaltung ihm angeblich gehörender Güter erhoben und, wie c« heißt, einen Prozeß verloren. Der Gesandte wird von Professor Kocher behandel«, dem e» bereit» gelungen ist, die Kugel au» der Wunde zu entfernen. — Vom russi sch - japanischeu Krieg. Die Armee des General» Kuroki hat nach einer Meldung der Russischen Telegraphen Agentur au» Mulden, welche nachstehend auch vom Rcuterschcn Bureau bestätigt wird, ihre Vorwärtsbewegung begonnen. Die russischen Vorposten sind im Gebiet von Mamadzy (Mamagai?) und Tixnschan auf beträchtliche japanische Streit kräfte gestoßen. Jeden Tag finden Scharmützel zwischen den beiderseitigen Vorposten statt. Die russischen Truppen gehen lang sam vor den überlegenen feindlichen Streitkräften zurück. London, 10. Juni. Der Korrespondent de» „Reuterfchen Bureau»" im japanischen Hauptquartier in der Mand schurei telegraphiert heute über Fusan: Seit einiger Zeit werden von der ersten Armee sehr wichtige Operationen unternommen. Die Armee marschiert seit zwei Tagen in vier Kolonnen vorwärt» und unternimmt Rekognoszierungen auf den Straßen nach Liau- jang, Haitscheng, Saimadsa und Hsiujen. Die Japaner haben bereit» einige Städte besetzt, deren russische Garnisonen in Stärke von je mehreren hundert Mann mit Geschützen nach heftigem Kampfe zum Abzug genötigt wurden. Die Verluste der Japaner betrugen 65 Mann. Peter«burg, 10. Juni. Nach Erkundigungen, welche die „Russische Telegraphen-Agentur" in Mulden eingezogen hat, bestätigt sich die Meldung au» Liaujang vom 8. d. M., wonach bei einem Angriff aus Port Arthur ein Drittel der japanischen Armee vernichtet worden sei, nicht. Tokio, 10. Juni. (Amtliche Meldung.) General Kuroki berichtet: Eine unserer Abteilungen hat am 7. Juni Saimadsa besetzt. Unsere Verluste waren 3 Mann tot und 24 verwundet, während der Feind 23 Tote auf dem Schlachtfelde zurückließ außer 2 Offizieren und 5 Mann, die gefangen genommen wurden. General Kuroki» Armee, welche mit den in Takuschan gelandeten Truppen gemeinsam operiert, hat am 7. d. M. Hsiujen besetzt und den Feind au« Tomutschöng und Kaiping zurückgedrängt. Der Feind zählte 4000 Mann Kavallerie mit 6 Geschützen. Unsere Verluste waren 3 Mann tot, 1 Leutnant, 1 Unterleutnant und 28 Mann leicht verwundet. Tschifu, II. Juni. Die Russen legen gegenwärtig nahe dem Goldenen Hügel neue Besestigungen an. Die japanische Avantgarde erreichte Hsiwatse Kimiautse am 8. d. M. Locale und sächsische Nachrichten. — Eibenstock, 13. Juni. In dieser Woche beginnen die Hochbauten auf Bahnhof Eibenstock Stadt. Selbige sollen bi» Herbst sertiggcstellt sein. Der Bau der Bahnstrecke selbst schreitet rüstig vorwärts. — Eibenstock, 13. Juni. Am vergangenen Freitag wurde ein 20jährige», au» Böhmen stammende» Dienstmädchen zur Haft gebracht, die ihre Herrschaft wiederholt um größere Geldbeträge bestohlen hatte, um hiermit in verschwenderischster Weise sür eigene und fremde Zwecke Ausgaben zu machen. — Schönheide. (Gedenksteinweihe und Gedächt- ni»seier in Carol-grün). Vergangenen Sonnabend, abend» in der 6. Stunde, vollzog sich in der nahen Lungenheilstätte Carolagrün ein pietätvoller Akt, galt c« doch da» Denkmal, welche« man an dem Eingang der genannten Anstalt zur Erinnerung an den verstorbenen Herrn Geheimen Kommerzienrat A. Georgi in Mylau al» den 1. Vorsitzenden de» Verein» zur Begründung von Volksheilstättcn sür Lungenkranke im Königreich Sachsen, er richtet hat, zu enthüllen. Der erhebenden Feier wohnten die