Volltext Seite (XML)
— Strafbefehl gegen Hölz. In der bekannien Auseinandcr- sekuna zwischen dem Redakteur Radold und dem Kommunistsn- südrcr Max Hölz ist jetzt vom Amtsgericht Berlin gegen Max Hölz ein Strasbefehl über SO RM. wegen versuchter Nötigung in Tat- eindei! mit Körperverletzung erlassen worden. Rabold 'hatte gegen HöN Anzeige erstattet, weil er ihn angegriffen und mit Totschlag bedroht hatte. Es handelt sich in diesem Falle darum, daß Rabold seiner geschiedenen Frau das Kind aus der gemeinsamen Ehe, für das ihm durch das Scheidungsurteil das Sorgerecht zugesprochen war durch die Polizei wegnehmen lassen wollte, um es angeblich dem Einflüsse von Hölz zu entziehen. Gegen den Strasbefehl hat Mar Hölz Einspruch erhoben, da er in öffentlicher Gerichtsverhand lung den Fall zur Aufklärung bringen will. ?°.Selehnt. Gewählt wurde zum Präsidenten der l°jlaldemokratische Abgeordnete Weckel gegen die Stim- men der Kommunisten und Nationalsozialisten. Erster Vizepräsident wurde Dr. Eckardt (Dtschntl.) und Hick- ^a«n (D. Vp.) wurde zum zweiten Vizepräsidenten ge- wählt. Hierauf erfolgte die Wahl der den verschre- ensten Parteien angehörenden Schriftführer. Zusammentritt des Landtags. und Tribünen überfüllt ^..uniformierten ^tionalsoziattsten^W«^ d^"be..te» und Rücktritt der Negierung. Lette MchrMk. Die 2. Nate für den Kreuzer beinahe abgelehnt. Berlin, 7. Juni. In seiner Abendsitzung am Donnerstag nahm der Ausschuß den gesamten Marinehaushalt ohne Aenderung an. Der Antrag der Kommunisten aus Streichung der zweiten Rate des Panzerkreuzers wurde mit 13 gegen 13 Siimmen abgelehnt. Da von den bürgerlichen Regierungsparteien vier Mitglieder fehlten, wurde die Ablehnung des Antrages nur dadurch ermöglicht, daß sich drei Vertreter der Sozialdemokraten der Stimme enthielten. Der Löwenanteil für Frankreich. Der „Petit Parisien" teilt mit, wie die deutsche mittlere Jahresleistung von 1988 Millionen Goldmark (nicht eingerechnet ist der Tilgungsdienst für die Dawesanleihe) auf die einzelnen Gläubiger- Mächte verseilt werden soll. Danach erhalten von dieser Summe: Frankreich 1039 Millionen, England 418 Millionen, Italien 211 Millionen, Belgien 115 Millionen. Anierika 66 Millionen und Japan 13 Millionen Mark. Der Rest verteilt sich auf Serbien, Rumänien, Griechenland, Polen und Portugal. Ein französischer Graf Führer der Alkoholschmuggler. Neuyork. Aufsehen erregt die Verhaftung des französischen Grafen Poliqnac, Mitglied einer bekannten Lhampagnersirma, als Führer des Alköholschmugglcr-Ringes. 40 Polizeibeamte holten den Schmuggler-Grafen aus dem vornehmen Savoyhotcl heraus. Außer ihm wurden noch verschiedene bekannte französische Kaufleute und Pelzhändler verhaftet, die sämtlich in den höchsten Gesell schaftskreisen verkehrten. Gleichzeitig konnten riesige Champagner-, Wein- und Likörbeständc beschlagnahmt werden. Man vermutet, daß noch weitere bekannte amerikanisch-französische Namen hinter dem internationalen Alkoholschmuggler-Ring Uchen, der eigene Warenspeicher, eigene Transportmitiel, wie z. B. Lastkraftwagen, besitzt und auch über eine eigene bewaffnete Schutzgardc verfügte. Weitere Zeugen im Jakubowski-Prözeß. Neustrelitz, 7. Juni. Der frühere kommunistische Landtagsabgeordnete Hartmann sagte als Zeuge aus, er sei in Palingen zumeist auf die Ansicht gv- sivtzen, wenn Jakubowski es überhaupt gewesen ist, sei er es nicht allein gewesen. Der katholische Pfarrer Frackel gab als Zeuge eine dramatische Schilderung von der Hinrichtung. Jakubowski habe den Wunsch ge- ünßert, den Staatsanwalt zu fragen, weswegen mau ^^Nten wolle. Er habe immer wieder seine Unschuld beteuert. Auf die Frage, ob er Jakubowski gebeten habe, ein reumütiges Ge- und was dieser darauf erwiderte, lsibe unter Berufung auf seine geist- ' > Tchweigepfl^ die Antwort. Bei einer Brocken tvanderinlg überfallen. 7. Juni. In der Nähe von Schierke Brocken Berlinerinnen, die eine Tour nach dem Mäbrend d?/n "wüten, von einem Mann überfallen. ^lEN wurde der Ueberfallenen zu Boden ge- wutlaer GeaeruvA^ es dem anderen Mädchen nach Nr Wegelagerers Täter in die Flucht zu jagen. Maurer Rei^^° bald darauf verhaftet und als aus Magdeburg festgestellt. Reue er er ung r>er Alandate im württembergifcheu « -^-bof^befaßte^i^l' Der württembergische Staats- Grund des nF Donnerstag mit der Frage, was aus Reich; rls des Staatsgerichtshoses wr bas Deutle ^em Artikel 20 Absatz 2 des wurtt Wid^spruchhs?^^es als mit der Reichs- Verfassung praktische erklärt worden war, nmrmehr fu p Beratun^ungen zu ziehen seien. Nach dreistündigen Beratungen wurde das Urteil ge- W letzten wür^ Abgeordnetensitze Grund der letzten Landtags ¬ wahl insofern für Ungurs« erklärt w rd als sie auf Grund des genannten erfolgt 'gs must also eine neue Verteilung n agst^ vorgenommen werden, wobei dze Volisreaftpartei zwei Slüe die Nationalsozialisten einen Sitz auf Kosten der übrigen Parteien erhalten sollen. — Dresden, den 6. Junk igzg Der neue Landtag trat zum ersten P>„ r. am 6. J^ue ^anor »Zmittags zusamt Haus und Tribünen waren überfüllt, und sämtliche Abgeordnete waren anwesend. Auffallend war das meinfame Auftreten der Nationalsozialisten, dre voll, kommen gleich gekleidet in braunen Oberhemden er- ^euen. Die Eröffnung der Sitzung verzögerte sich ehe ^geordn^ete?"Schwarz (Soz.), der Prüsident des -^maligen Landtages stellte zunächst die Beschluß- ^h'gkeit des Hauses fest. ^.Abgeordneter Renner (Komm.) sprach r"r Ge, Uhaftsoronung und betonte dabei, daß die Kommunisten .^mals einen sozialdemokratischen Präsidenten wählen k5""ten. Er wurde wiederholt ermahnt, nur zur Ge- lchaftsordnung zu sprechen, als er die Stellungnahme °er Kommunisten zum Landtag und Parlamentarismus ^perhaupt aufrollen wollte. Der Präsident schlug vor, w Wahlen durch Zuruf vorzunehmen. „w Abgeordneter Herrmann-Leipzig (Komm.) wurde als Präsident gegen die Stimmen der Kommunisten "gelehnt. G« "" Nach den Wahlen sprach der frühere Ministerpräsident Heldt und erklärte, daß er, nachdem sich der neue Land>- rag durch die Wahlen konstituiert habe, sein Amt dem Land tag zurückgebe. Er erklärte sich außerdem bereit, Lis zur Neubildung der Regierung die Geschäfte weiterzuführen. Es sei notwendig, den Haushaltsetat in unveränderter Form dem neuen Landtag vorzulegen, was nicht als ein Vorgreifen gegenüber der kommenden Regierung aufgefatzt werden dürfe. Landtagspräsident Schwarz sprach sodann die Hoff nung aus, daß es möglichst schnell gelingen möge, eine neue Regierung zu bilden, woraufhin er die Sitzung auf eine halbe Stunde unterbrach. Bei der Wiedereröffnung übernimmt der neue Land tagspräsident Weckel (Soz.) den Vorsitz und dankt dem ehe maligen Präsidenten Schwarz (Soz.) für seine aufopfernde Arbeit. (Zurufe der Kommunisten.) Es sei bewundernswert, wie der schwerkranke Mann in den aufregenden Sitzungen seinen Mann gestanden habe, und alle Parteien könnten (hin das Lob der Objektivität zu billigen. Der Rsdnev wünschte dem ehemaligen Präsidenten baldige Genesung, um bald an den Arbeiten des neuen Landtags teilnehmen zu können. (Bravo!) Es erfolgt nun die Wahl der Ausschüsse. Es wird vorgeschlagen, den Prüfungsausschuß von 15 auf 17 und den Haushaltungsausschuß B von 19 auf 21 Mitglieder zu erweitern. Diese Vorschläge wurden einstimmig ange nommen. Die von den Fraktionen vorgeschlagene Zusam mensetzung des Prüfungsausschusses, der Haushaltungs- ausschüsse A und B und des Rechtsausschusses wurde ern- stimmig gebilligt. Hierauf wurde die Sitzung wiederum für eine halbe Stund« unterbrochen, um den Ausschüssen Gelegenheit zu geben, sich zu konstituieren. Nach Wiedereröffnung der Sitzung ergab es sich, daß der Abg. Schäffler (Komm.) zum Vorsitzenden des Prü fungsausschusses, Abg. Dobbert (Soz.) zum Vorsitzenden des Haushaltsausschusses A, Abg. Eckardt (Dntl.) zum Vorsitzenden Les Haushaltsausschusses B und Abg. Hrck- mann (D. Vp.) zum Vorsitzenden des Rechtsausschusses ge wählt worden waren. Nach Kenntnisnahme der Wahlen wurde Lie Landtags sitzung auf Donnerstag, den 13. Juni, vertagt, in dar eventuell bereits die Wahl und Vereidigung des neuen Ministerpräsidenten Vorgenvmmen werden wird. Sin „M>llivnen"-Transport. Gustav Winter bringt seine Tausendmartscheine von Naumburg nach Leipzig. Man weiß, daß zur Zeit der Apostel der Tausend markscheinaufwerter, der „Betriebsanwalt" Gustav Win ter vor der Großen Strafkammer beim Landgericht in Leipzig um seine Freiheit kämpft. Gustav Winter mußte dem Gericht die Tausendmarkscheine vorlegen, die sich in seinem Besitze befinden; der Staatsanwalt hatte nämlich bezweifelt, daß Winter solche Tausendmark- scheine überhaupt in nennenswerter Menge besitze. Tas war Gustav zu viel. Er holte seine Schätze. Das ging aber nicht durch einfachen Transport über die Bahn; hier handelt es sich um Millionen und aber Millionen, wenn auch fiktiver Werte — die brachte Gustav Winter im Panzerauto nach Leipzig! Seine Taufendmarkscheine sind keine richtigen Tausendmark scheine, sie haben keinen Wert mehr; sein Panzerauto ist von gleicher Güte, es ist ebenfalls von Blech und sieht nur so aus. Es handelt sich um einen für Film vorführungen eingerichteten Wagen, dem Winter die Gestalt eines Panzerautos gegeben hat und der mit zwei livrierten Persönlichkeiten besetzt ist, die auf ihren Mützen ein von einem Eichenkranz umrahmtes goldenes W tragen. Die Ankunft des seltsamen Fahrzeugs hat natür lich Aufsehen vor dem Landgericht erregt; sogar die Polizei interessierte sich für den Wagen, namentlich nach der Richtung, ob er nicht vielleicht Waffen ent halte; er enthielt aber nichts mehr, als Herr Winter keine Tausendmarkscheine ihm entnommen hatte. Im übrigen ergab die Verhandlung nichts Neues. Geheimrat Dr. Oertel 60 Zahre. Bahnbrecher für die Tuberkulosebekämpfung. Am 8. Juni 1929 vollendet Geheimer Regie rungsrat Dr. jur. Dr.med.h.c. Walter Oertel von der Kreishauptmannschaft Chemnitz sein 60. Lebensjahr. Geheimrat Oertels Bedeutung liegt nicht nur auf dem Gebiete der staatlichen Verwaltung. Weit über Deutsch- ands Grenzen ist sein Name als Bahnbrecher auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung bekannt »eworden. Vor fast 25 Jahren wandte er sich in der Erkenntnis der Gefahr, die die Tuberkulose für unser Volk bedeutet, ihrer Bekämpfung zu und heute zeugen richt nur wertvolle Schriften aus seiner Feder, sondern euch mehrere Institutionen von der Energie und Hin- zabe, mit der Dr. Oertel für die körperliche Gesundung unseres Volkes wirkt. Er hat den weitbekannten „Ber kin zur Bekämpfung der Schwindsucht in Chemnitz und Umgebung" und die „Chemnitzer Auskunfts- und Für- i'orgestelle für Lungenkranke" als erste in Sachsen ins Leben gerufen sowie die Chemnitzer Kinderwaldsahrten -«schaffen. Ferner ist er der Erbauer der Chemnitzer Sonnen häuser (der ersten Kriegerheimstätte für Familien mit lungenkranken Kriegsbeschädigten in Deutschland), der Lungenheilstätte Chemnitz-Borna und der Kinderheil stätte Chemnitz in Auerswalde. Diese Werke haben Dr. Oertel ein unvergängliches Denkmal gesetzt. U. a. anerkannt auch die medizinische Fakultät der Universi tät Leipzig die Verdienste des Juristen Oertel, indem sie ihn 1920 zum Dr. med. h. c. ernannte. Noch heute wirkt Geheimrat Dr. Oertel in voller Rüstigkeit. Möge seine segensreiche Kraft unserem Bolke noch lange erhalten bleiben. OerlliKes und Sächsisches. Adorf, den 7. Juni 1929. —, Haus- und Ttratzensammlung für die Innere "" die Landcssanimlung für die Innere Mission Sachsens, welche in diesen Tagen auch in unserer Gemeinde vorgenommcn werden soll, wird den Kirchgemcindegliedern herzlichst empsohlcn. Die Anstalten dieses Licbeswerkcs kommen gerade denjenigen zu gute, welche unsere Liebe und Opfer in reichstem Matze beanspruchen, so z. B. Epileptische, Schwachsinnige, Gcsübrdele und Alleinstehende. Die Not ist kroß, die Hilfe ist dringend nölia. Jeder, den Gott vor solchem Leid bewahrt hat, ist doppelt verpflichtet, gern und reichlich Hilfsmittel zu spenden. — Vorsicht, Anzahlungsschwindlcr! Ein reisender Anzahlungsschwindlcr, der sich Wenzel nannte, ist Anfang Mai in Bad Brambach, Markneukirchen, Oelsnitz, Plauen, in der Klingen thaler und Falkensteiner Geaend ausgetreten, hat unter Vorlegung eines Musterbuches einer Plauener Etcmpcifabrik Aufträge cnt- gegengcnommen, sich Anzahlungen geben lassen und das Geld für sich behalten, ohne die Aufträge an das Plauener Geschäft weiterzu leiten. Es wird vor dem Schwindler gewarnt. Etwaige Wahr nehmungen wolle man der Gendarmerie melden. Markneukirchen. <100"/o Zuschlag zur Grund- und Ge werbesteuer. — 300 000 RM.-Anleihe.) Äm gestrigen Donnerstag beschlossen die Stadtverordneten, in Anbetracht der Notlage der hie sigen Industrie die Zuschläge zur Grund- und Gewerbesteuer in Höhe von 100 Prozent (wie zeilher) zu erheben. Der ordentliche Haushaltplon der Stadt Markneukirchen schlicht dieses Jahr mit einem Defizit von 109 160 RM. ab, und der außerordentliche Haus hallplan weist ungedeckte Ausgaben in Höhe von 164300 RM. aus. Zur Balancierung der Fehlbeträge aus den Jahren 1926/27 und 1928/29 (1927/28 kein Defizit) stimmte gestern das Stadtver- ordnetenkollegium der Ausnahme einer Anleihe von 300000 RM. zu. ck Plauen, 7. Juni. In der letzten Nacht ist der Fleischer- gcscllc Gerhard Pl, der bei seinen Eltern wohnte, im Krankenhaus gestorben. Er hatte sich gestern mit einem Terzerol in den Kops ge schossen. Die Tat wird in einem Anfall von Schwermut ausgeführt worden sein. P. war schon längere Zeit arbeitslos. — Heute früh sanden Spaziergänger oberhalb der Drachengrotte im Stadtpark einen jungen Menschen in einer Blutlache liegend auf. Er hatte sich mit seinem Taschenmesser in selbstmörderischer Absicht die Kehle durchschnciden wollen. Es handelt sich um einen 1906 geborenen Maurer. Er wurde in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Zwickau. Am Donnerstag früh brach in der Härtere! dec Horchwerke Feuer aus, dessen Ursache in einer Oelexplosion zu suchen ist. Der Brand wurde von der Werksfeuerwehr und der Zwickauer Bcrufsfcuerwehr mit fünf Leitungen bekämpft. Die Ge fahr einer weiteren Ausdehnung konnte durch rechtzeitige Vor kehrungen beseitigt werden. Vernichtet wurden Teile der Dach- konstruklion und die über das Dach geführte Entlüftungsanlage. Außerdem sind co. 100 Kilogramm Oel verbrannt. Die Aufrecht erhaltung des Härtercibetriebes wird voraussichtlich nicht gestört werden. — Erfolgreiche Beschwerde wegen Straßenkehrens. Der Hausbesitzervercin Crimmitschau hatte die Bestimmung in der Straßenpolizciordnung angefochten, wonach der Hausbesitzer die ganze Breite der Straße zu kehren hat, wenn sich ein unbebautes Grundstück gegenüber befindet. Jetzt hat der Kreisausschuß der Kreishauplmannschaft diese Bestimmung sür ungesetzlich erklärt. Leipzig. Ein Vertreter in der Pfaffendorfer Straße hat aus folgende eigenartige Weise Selbstmord begangen: Er stellte ein Gefäß mit Kohlen auf einen Spirituskocher; durch die Hitze entwickelte sich Koh lenoxydgas, das der Lebensmlüde einatmete. Er erreichte sein Ziel, denn er wurde tot aufgefunden. Trrsdeu. Die hochwertigen Darbietungen, die im Laufe der diesjährigen Ausstellung „Reisen und Wandern" den Besuchern der Jahresschau zu Gehör gebracht werden, hat die Mitteldeutsche Rundfunk A.-G. (Mirag) veranlaßt, einige Veranstaltungen auf den mitteldeutschen Sender zu übertragen. So wird z. B. das Konzert der Dresdner Liedertafel am 15. Juni und das Konzert des Wiener Schubert-Bundes am 3. Juli den Rundfunkhörern übermittelt. Der Jahresschauleitung ist es gelungen, den Kuban-Kofaken-Chor, der soeben von einer großen Aus landsreise zurückgekehrt und nach Deutschland gekom men ist, zu einem Auftreten nach Dresden zu ver pflichten. Der Chor singt an drei Tagen im Konzertsaal oer Jahresschau Deutscher Arbeit in den letzten Tagen des Juni. Lrcsdcn. Auf der Ammon- Ecke Ehrlichsfimße wurde am 27. Mai 1929 gegen 6 Uhr nachmittags ein 15jähriger Radfahrer von einem Kraftwagen an gefahren und schwer verletzt. Ein hinzugekommener unbekannter Radfahrer gab sich als Bekannter des Ver unglückten aus und nahm dessen Fahrrad mit, um es angeblich zur Reparatur zu geben. Seitdem ist das Rad, ein Germania-Tourenrad Nr. 929 815 verschwun den. Dresden. Aus einer Wohnung in Dresden-Coschütz wurden ein größerer Geldbetrag, darunter über 1000 Schweizer Franken und eine Halskette aus Platin mit einer Japanperle und Brillantsplittern gestohlen. Die Wohnung war in Abwesenheit der Bewohner mit Sperrzeug geöffnet worden. Der Täter ist entkommen. Gottleuba. Nachts kam im Wohnhaus des Wirt» fchaftsbesitzers Küchler in Markersbach ein Scha denfeuer zum Ausbruch, das bei der älteren Bau art des Hauses rasch größere Ausdehnung gewann Bald stand der ganze Dachstuhl in Hellen Flammen. Den vereinten Anstrengungen der Löschhilfe gelang es, das Feuer zu lokalisieren und ein Uebergreifen auf die angebaute Scheune zu verhüten. Das Wohn haus brannte bis auf das Erdgeschoß ab. Wirtschafts. besitzer Küchler erlitt bei den Bergungsarbeiten er hebliche Brandwunden und muhte ärztlich» Hilse in Anspruch nehmen. Die Entstehungsürsache ist noch unermittelt. Die Bewohner des abgebrannten Grundstückes wollen gegen Mitternacht in den Ober geschossen einen verdächtigen lauten Knall gehört ha» den, im nächsten Augenblick hätten sich auch schon di« Flammen ausgebreitet. — In dem Ländcr-Film „Die Ehe" von van de Velde, der vom 14.—16. Juni in den Tonbild-Lichispielen aufgejührt wird, wirken mit: Lil Dagover, Hanna Waaa, Maria Solveg, Herta o. Walter, Antonie Slraßmann, Lena Malena, Ernst Stahl-Nachbaur, Gustav Dtetzl, Livio Paoanelli, Aribert Wäscher und Max Terpis. ZUtthliehe Narhrirhten von Avorf. Am 2. Sonntag nach Trin. predigt Pfarrer Tänzer, ^11 Uhr Kindergoitcsdienst (Pfr. Tänzer). Donnerstag, den 13. Juni, abends 8 Uhr Andacht im Friedhöfe (Pfr. Leucht) unter Mitwirkung des Männerchores Harmonie und des Posaunenchores. Duett für Orgel und Violoncello, v. Mendelssohn. Kntlhokisrhs Airriho. Sonntag Vormittag ^/,8 Uhr hl. Messe, vorher hl. Beichte, 9 Uhr Hochamt, Nachmittag */,3 Uhr Andacht. Montag u. Donnerstag früh 6 Uhr, sonst 7 Uhr hl. Messe. Freitag abends ^8 Uhr Herz-Jesu-Andacht. DifrhöfiirhL MethodiftenkircHe Gösmannstr. 40. Sonntag, den 9. Juni, Nachm. ^2 Uhr Sonntagschule, Uhr Predigt, Abend Vs 8 Uhr Jugendbund. Kirchlich» Nachrichten von Bad Elster. Ani 2. Sonntag nach Trin. predigt Pfr. Thielemann.