Suche löschen...
Adorfer Grenzbote : 16.07.1929
- Erscheinungsdatum
- 1929-07-16
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- Museum Adorf
- Digitalisat
- Museum Adorf
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1895452716-192907162
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1895452716-19290716
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1895452716-19290716
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Bestände des Museums Adorf
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Adorfer Grenzbote
-
Jahr
1929
-
Monat
1929-07
- Tag 1929-07-16
-
Monat
1929-07
-
Jahr
1929
- Titel
- Adorfer Grenzbote : 16.07.1929
- Autor
- Links
- Downloads
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
bisher üblich, sondern nnr in langfristigen Urlaub über» geführt. Während die Infanterie-, Kavallerie- rurs Flottentruppcnteile noch in diesem Kalenderjahr zn verschiedenen Fristen beurlaubt werden, werden di« ^r idhentcile der O. G. P. U. (die Truppen der poli» tischen Verwaltung, der früheren Tscheka), die schon in viescm Jahr ausgedient haben, erst im nächsten Kalen- verjähr beurlaubt. * Aeuer chinesischer Eingriff in die Osibahn. Inzwischen hat sich die Lage im fernen Osten durch einen neuen Eingriff der chinesischen Regierung in dis Verwaltung der chinesischen Ostbahn noch weiter ver schärft. Der Vorsitzende des Rates der chinesischen Oftbahn, Lin-Tschun-Hua, hat Jemschanow, der als sowjetrussischer Ingenieur die chinesische Oftbahn lei tet, veranlaßt, die russische Verwaltung der chinesischen Oftbahn niederzulegen. Lin-Tschun-Hua verlangte, daß Jemschanow die Amtsgeschäftc der chinesischen Ostbahn sofort dem chine sischen Ingenieur Li Kni übergebe, da er von der chine sischen Negierung zum Hauptverwalter der chinesischen Lstbahn ernannt worden sei. Jemschanow hat dieses Ansinnen abgelehnt. Die Ranking-Rcgiernng hat be schlossen, Jemschanow und andere russische Ingenieure ans China ansznweisen. * Auch Zapan alarmbereit. Die Vorgänge in der Rordmandschurei haben be- reits die japanische Regierung veranlaßt, Vorkehrun gen zum Schutze des japanischen Eigentums in der Mandschurei zu treffen. Die Verwaltung der japa nischen südmandschurischen Bahn hat amtlich mitge- geteilt, daß zwei Bataillone japanischer Infanterie aus Bairen in Mulden eingetroffen seien, deren Aufgabe es sein soll, das japanische Eisenbahnnetz der Süd wandschurei zu schützen. Allerlei aus aller Well. * Hauptmann Köhl Flugdrrcttor der Missions- grsellschaft „Miva". Hauptmann Köhl, der bekannte Amerikaflieger, hat eine Stellung als Flugdirektor der katholischen Missionsgesellschaft „Miva" angenom men. Die „Miva" ist die erste Missionsgescllschaft der Welt, die Flugzeuge bei ihrem Werk in Afrika ver wendet. Hauptmann Köhl wird die Organisation des Flugwesens der Missionsgesellschaft übernehmen und im nächsten Februar auch Südwestafrika bereisen. Er wird ein Gebiet von mehreren tausend Quadratmeilen zu bearbeiten haben. Die „Miva" wird von Fran- ziskanermönchen geleitet. Der Direktor ist Pater Schulte von Köln, ein früherer Fliegerkamerad von Hauptmann Köbl. k-te Zachnchtm. Neuyork, 18. Juli. Dos polnische Ozcanflugzeug „Marschall Pilsudski". das am Sonnabend srüh in Paris gestaltet war, ist bei -wein Landungsversuch aus der Azvrcninscl Gociosa um Sonnabend Abend zerstör! worden. Der Flieger Idzikowski wurde dabei ge iölet, sein Begleiter Kubala verwundet. Die polnischen Flieger wollten zunächst aus Fayal landen, entschlossen sich aber dann, nach Traciosa weiter zu fliegen, um dort die Landung zu versuchen, da in Fayal die Landungsmögiichkeit zu schlecht war. Dir französischen Ozeanflieger znrückgekehrt. Paris, 15. Juli. Die französischen Ozeanflieger Tostes und Bellonte haben zu allgemeiner Ueber- raschung ihren Flug abgebrochen und sind nach Paris zurückgekehrt. Sonntag früh um 9,22 Uhr sind sie auf dem Militärflugplatz bei Paris glatt gelandet. Sie waren schon bis über die Azoren hinausgelangt und hatten 2000 Kilometer zurückgelegt, so daß die von ihnen zurückgelegte Gesamtstrecke glatt genügt hätte, um bis nach Amerika zu gelangen. Eine Zwischen landung auf den Azoren erfolgte nicht, weil eine Beschädigung des Flugzeugs zu befürchten war. In Paris ist man weg-en des Fluges sehr deprimiert. Deutschlands Ausverkauf an Amerika. München, 15. Juli. Die Pressemitteilungen Uber den Verkauf des am Fuße der Zugspitze liegenden Eibsees verdichten sich immer mehr. Am Sonnabend ist, wie die Bayerische Staatszeitung auf Grund von Erkundigungen an zuständiger Stelle mitteilt, der Eib- we und das Hotel Eibsee an einen Klub in New Uork verkauft worden. Der Klub beabsichtigt üm Eibsee ein veim zu errichten und soll die Absicht haben, den Unzen See und das dazugehörige Gelände für die Allgemeinheit zu sperren. Das IS. Todesopfer von Gillingham. w Loudon, 1L Juli. Die Zahl der Opfer des Ahndunglücks von Gillingham hat sich auf 15 erhöht. sind alle Personen, die sich in dem Uebungs» ^fe befunden hatten, ums Leben gekommen. Taufe«» Tote bei einer Erplosionstatastrophe. - Loudon, 15. Juli. Nach Zeitungsmeldungen aus i ^gkong hat am Donnerstag nachmittag in Jünnanfu " Südchina eine schwere Explosion von Munitions- <?^aten stattgefunden. Es wird gemeldet, daß die saht der Getöteten tausend betrage. Unter den Aus- fvndern sind keine Todesopfer zu beklagen, dagegen ist ^lische Konsul leicht verletzt worden. Das britische Konsulat wurde schwer beschädigt und das französische Konsulat völlig zerstört. Russische Protestnote an Nanking. an? 15. Juli. Nach amtlichen Meldungen .Moskau hat die Sowjetregierung dem dortigen nneilichen Geschäftsträger eine scharfe Protestnote we- uen der Besetzung der chinesischen Ostbahn,, der Aus sn^l 200 Sowjetbeamten und Schließung der 'i^trusnschen Verwaltungsgebäude zur Weiterleitung ^ach Nanking und Mukden übersandt. In der Note das Vorgehen der Chinesen als himmelschreiend Verletzung der russisch-chinesischen Verträge, sonders de» Abkommens vom ^1. Mai 1924 be- «klchnet. Vier chinesische Divisionen zum Schutze »er Oftbahn. Peking, 15. Juli. Die Nankingregierung hat vier unnesuche Divisionen von Mukden nach Charbin ent- jAdt. Sie sollen die Eisenbahnlinien Charbin—Poqra- ^tschna und Charbin—Chailar—Mandschurya besetzen. Oerlliches und Sächsisches. Adorf, den 15. Juli 1929. — Verlängerungsmöglichkeiten des internationalen Fahrausweises. Den Bemühungen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) ist es gelungen, daß der Reichsverkebrs- minister unterm 28. Juni 1929 (siehe RMnBl. vom 5. Juli 1929, Nr. 27, S. 437) verfügte, für die Erteilung des internationalen Fahrausweises, sosern ein früher ausgestellter internationaler Fahr ausweis vorgclegt wird, der sich auf denselben Eigentümer und das selbe Fahrzeug bezieht und dessen Ablauf nicht mehr als zwei Jahre zurückliegt, eine Gebühr von 5 RM. in Anrechnung zu bringen. — Einige postalische Neuerungen. Zu Beginn dieser Woche hat der Berwaltungsrat der Reichspost in Königsberg eine Reihe von Neuerungen beschlossen. Danach kann wieder eine Paketkarte für drei Pakete benutzt werden, wie das bis 1919 mög lich war. Wie bei den großen Banken will die Post jetzt auch in ihrem Scheckverkehr Eilüberweisungen zulassen. Aufträge mit dem Vermerk „Eiiauftraq" und „sofort guischreibcn!" sollen noch an denselben Tage erledigt werden, selbst wenn die dafür vorge- schriebene Einliesernnqsfrist bereits verstrichen ist. Die Sonderge bühr dafür beträgt eine Mark. Schließlich sollen auch die Höchst- größen für Drucksachen erweitert werden, und zwar auf 40:25:10 Zen timeter oder 50:20:10 Zentimeter oder 40:30:5 Zentimeter. Rollen dürfen eine Länge von 75 Zentimeter und einen Durchmesser von 10 Zentimeter haben. Das Höchstgewicht für Drucksachen wurde vom Berwaltungsrat aus zwei Kilogramm festgesetzt. Manerwartet, daß diese Erleichterungen noch im Lause des Monats Juli in Kraft treten können. — In den Tonbild-Lichtspielen läuft Dienstag und Mitt woch ein Doppel-Programm. Ein Wild-West-Drama mit tollkühner Reiterei, sowie ein Hauptschlaqer "Beaierde". Die Neue Berliner 12 Mittagszeitung vom 23. Februar 1929 schreibt: .... endlich wieder mol ein brauchbarer Film .... Es war den Herstellern da ran gelegen, hier einen echten und rechten Bublikumssilm mit ein schlagenden Handlungseffekten und fesselnden Konflikten zu schaffen .... dieser geschickt gemacht routiniert angelegte Bildstreifen, den die geschmackvolle Regie Georg Iacobs erfreulich belebt, wird seinen Zweck zu unterhalten und zu interessieren, vollauf erfüllen. — Klassiker in Wunsiedel. Die Bayerische Landesbühne spielt Heuer zum zweitenmal aus der Luisenburg in Wunsiedel. Wenn auch die Scene von der Natur selbst ihre grandiosen Aus maße mitbekommen hat, so hat es die Landesbühne doch verstanden, auf Grund ihrer Erfahrungen im ersten Spieljahr diese naturgegebenen Möglichkeiten weiter auszubauen und zu steigern. Stücke, wie Otto Ludwigs „Erbsörster", die im Theater sicher überaltert wirken würden, erhalten gleichsam durch die Natur wiederum neues Leben und Hebbels „Genoveva" dürfte in keinem Bühnenhaus auf uns Heutige so ergreifend wirken wie hier, wo wirkliche Wildnis die verkannte Heilige aufnintmt. Daß die zyklopischen Felsen und der milde Wald der Luisenburg der gegebene Schauplatz sür den Ur wald unserer germanischen Vorväter aus Grillparzers „Weh dem, der lügt" sein würden, war vorauszusehen. Auch die Darsteller sind jetzt um vieles sicherer in dem besonderen Stil, den diese Natur- bühne bedingt. Intendant Otto Kustermann hat eine tüchtige Schar von Mitgliedern um sich gesammelt: Manfred Leber, vortrefflich in der Durchführung so verschiedener Rollen wie Graf Kattwald, Erb- sorstcr Ulrich und Pfalzgraf Siegfried, Rudolf Vogel, besonders gut als Darsteller der dumpsen Erdqebundenheit des Buchjäger-, Alfred Menharts scharf gezeichnete Charaktertypen des Galomir, Holzhüter Weiler und tollen Klaus, Tonio Selwarts frische Knobengestalten und Otto Gries als einfältig eitler Attalus, als Robert Stein und von Dämonen der Leidenschaft gepeinigter Golo (er sollte im An fang etwas dämpfen, um sich nicht die Steigerungsmöglichkeiten vorweg zu nehmen). In kleineren Ausgaben fielen der sicher profilierte Buchhalter Hugo Hartungs und Robert Michal als Wilddieb und Jäger Balthasar vorteilhaft auf. Grete Bodee verkörperte die Genoveva mit vornehmer Größe, Thea Aichbichler schuf einpräg same Gestalten als Frau des Erbsörsters und Zauberin Margareta, wählend Isolde Graumann eine muntere Edrita und rührend kind liche Erbsörsters Tochter gab. Melanie Webelhorst, Karl Marowsky, W. Z. Diemer, Hermann Pfanz, Helmuth Käutner und die vielen anderen mögen sich mit dem Geiamtlob, ihren Ausgaben gerecht ge worden zu sein, begnügen. Der Besuch der Luisenburg-Fest- spiele hinterläßt im Verein mit einer Fahrt durch die schöne Landschaft des Fichtelgebirges unvergeßliche Eindrücke. F. E. M. — Jeden Mittwoch — und bei genügender Beteiligung auch an anderen Wochentagen — finden von Bad Elster Gesellschaftsfahrten nach Wunsiedel statt, deren Teilnehmer 25 Prozent Ermäßigung auf die Eintrittspreise genießen, sofern die Karten im Berkehrsbüro der Bodcdirektion gelöst werden. Außerdem ermöglicht die vor einigen Wochen neu errichtete Kraftwagenverbindung Bad Elster- Adorf—Hof durch ihre günstigen Anschlüsse in Hof von und nach Holenbrunn—Wunsiedel den Besuch der Spiele. Plauen, 15. Juli. In Langgrün wurden Scheune und Wohn- Haus des Landwirts Otto Feig durch ein Großfeuer vollständig ein- neäschert. Ein Pferd, drei Schweine, der Hund und sämtliches Ge flügel sind in den Flammen umgekommen. Die Brandursache ist unbekannt. Der Schoden ist nur teilweise durch Versicherung ge deckt. Werdau. Am Mittwoch hatte der Leiter des Erholungsheims in Teichwolframsdorf, Georg Heß, mit seiner Familie und einigen Hcimgästen in einer Kutsche einen Ausflug noch dem Woldhaus gemocht. Auf dem Heimwege scheute das Pferd und raste im Ga lopp die steile Greizer Straße herunter. An der Kurve prallte das Gefährt an ein Wohnhaus. Heß wurde schwer verletzt und trug einen Echädelbruch davon. Wie dusch ein Wunder kamen die übrigen Insassen mit dem Schrecken davon. Das Pferd mußte an Ort und Stelle abgestochen werden. Crimmitschau. Der Turnklub feierte sein 70 jähriges Be stehen. Unter den Festteilnehmcrn befanden sich auch zwei Greise, der frühere Weißgerbermeister Karl Schumann in Crimmitschau, der am 30. Juli seinen 90. Geburtstag begehen kann, und der 89 Jahre oste Deutschamerikaner Gey, der nach 30 jähriger Abwesen heit wieder in seiner Heimatstadt Crimmitschau weilt und trotz seines biblischen Alters im August wieder Uber das große Wasser nach Amerika zuriickreisen will. Leipzig. Während des Ablodens von Waren von einem vor dem Grundstück Breslauer Straße 2 haltenden Lastauto hatte ein. Beifahrer sein Jackett, in dem sich ein Briefumschlag mit 1500 RM Geschäitsgcldern befand, auf den Führersitz gelegt. Nach Beendigung seiner Arbeit mußte der Mann die Wahrnehmung machen, daß der Umschlag mit dem Gelbe gestohlen war. Der Betrag bestand in 50 Zwanzigmarkscheinen und 50 Zehnmarkscheinen. In dem Um schläge befand sich außerdem eine Wechselquittung über 1000 RM. aus Paul Salze, Merseburg, lautend. — Woran sterben die Menschen? Die häufigste Todes ursache für die Menschen ist, wie eine Zusammenstellung in der Zeit schrift „Kosmos" zeigt, noch immer die Tuberkulose. Denn während z. B. an Altersschwäche im Jahre von 10000 Menschen nur 10,8 Prozent sterben, enden an Tuberkulose 21,5; die nächstgrößtc Todes ursache ist der Krebs mit 20.3: dann folgen Lungenentzündung 18,8, Magen- und Darmleidcn 17,4, Gehirnfchlaa 13,1, Influenza 4,5, Rose und Wundinsektion 2,3 Masern und Röteln 2, Keuchhusten?, Blinddarmentzündung 1,3 Diphterie 0,8 Typhus 0,5 und Scharlach 0,2. Falkenstein. Die Weberinnung, die älteste Innung Falkensteins i. V., hat in ihrer Hauptversammlung beschlossen, sich aufzulösen, da kein Nachwuchs mehr vor handen ist. Die Niederschriften der Innung reichen bis auf das Jahr 1721 zurück, und werden von der Stadt, der auch das Vermögen zufällt, im Archiv aus genommen. Mecaane. Während seine Familie gerade zum Sommeraufenthalt in Tirol weilte, ist der Inhaber der weit überwachsens Grenzen hinaus bestbekannten Textilfirma Schlaitz und Leupold, Fabrikbesitzer Paul Richard Funke, im 49. Lebensjahre plötzlich und un erwartet einem Herzschlag erlegen. Mit ihm ist, mit ten aus reichem Schaffen heraus, ein Diann dahin gegangen, dem die heimische Industrie viel zu verdan ken hat; auch war er ein eifriger Förderer des deutschen Turnsports. Chemnitz. Die massive Scheune nebst angebautenr Schuppen des Gutsbesitzers Rehwagen in Leubsdorf fiel einem Schadenfeuer zum Opfer, wobei auch viele landwirtschaftliche Maschinen und Heuvorräte vernichtet wurden. Der Schaden ist groß. Wohnhaus und Seitengebäude konnten gerettet werden. Freiberg. Nach den endgültigen Feststellungen hat die Stadt Freiberg ihre Papiermarkanleihen mit 12^ Prozent aufzuwerten. — Rat und Staök- verordnetenkollegium beschlossen den Bau eines stadt eigenen Bierfamilienwohnhauses für kinderreiche Familien. Freiberg. Im Rittergutswalde des benachbarten Wegefarth ich ein Toter aufgefunden worden. Es handelt sich um einen jungen Mann. Die näheren Umstände lassen auf Mord schließen. Die Ermitt lungen sind noch im Gange. Grumbach. Als die hiesige Hebamme Frau Schubert mit ihrem Fahrrad die gefährliche Straßen kreuzung beim Erbgerichtsgasthofe überquerte, ist sie höchstwahrscheinlich von einem aus Kesselsdorf kom menden Personenauto gestreift worden und vom Rade gestürzt. Sie hat eine schrvere Gehirn erschütterung erlitten. Leipzig. In einem Grundstück in der Dieskaner- straße ereignete sich ein gräßlicher Unglücks- sall. Ein dort mit Ausbesserungsarbeiten beschäf tigter 44 Jahre alter Dachdecker verlor plötzlich den Halt und stürzte ab . Das Seil, an dem der Mann befestigt war, riß und er stürzte so unglücklich auf einen hölzernen Gartenzaun, daß er ausgespießt und auf der Stelle getötet wurde. Der Verunglückte hinterläßt Frau und Kinder. Leipzig. Ein 23 Jahre alter Zimmermann namens Scherbe aus Heitdersüors bei Burgstädt hat sich im Wahrener Wäldchen ausgehängt. Die Ursachen, die den jungen Mann in den Tod getrieben haben, sind noch unbekannt. Dresdcm. Bei einer hiesigen Ehefrau waren inner halb kurzer Zeit mehrere anonyme Briefe erngegan- gen, in denen sie aufgefordert wurde, zu einer bestimm ten Zeit und an einem bestimmten Ort 300 Reichsmark für den Briefschreiber niederzulegen. Bei Nicht befolgung wurde angedroht, ehrenrührige Behauptun gen über die Ehefrau in der Oeffentlichkeit zu verbrei ten. Der Erpresser konnte von Kriminalbeamten fest genommen werden, als er im Begriff war, den gefor derten Betrag durch einen Mittelsmann abheben zu lasten. Es handelt sich um einen 20 Jahre alten arbeitslosen Bäckergehilfcn von hier. Auswärtige Futzballergebnisse Plauen. Konkordia Boal- FC. 0:3 BiB.—ViR. Fürth 1:7. Polizci-SV.—Viktoria Lauter 7:0. Spielogg.—Rasensport 0:0. Reichenbach. Sturm—1. FC. 5:2. Planitz. SC.—Meißen 08 1:0. Werdau. TB.—EC. Markncukircken 2 :1. Meerane. 07—Thürinncn Weida 4:1. Ehemnitz. Sturm—SB. Meitze» 08 4:3, CBC.—Wacker 5:1. Dresden. Brandenburg—Spicloga. Bautzen 6:0. Greiz. 1. FC. —Spiclogg. 14 Neustadt 4:1. Halle. Wacker—Fortuna Leipzig 1:2 (1:1). BLzirksaussichuWtzung in StHsnbeeg. Am 11. Juli 1929 fand in Schönberg bei Bad Brambach unter dem Vorsitze des Amtshauptmanns Dr. Böhme eine Bezirks- ausschußsltzung statt. Genehmigt wurden verschiedene Flur- und Grundstücksab- Ircnnungcn in Bad Brambach, Mariency und Landwüst, desgleichen die vorgeschlagenen Maßnahmen für die Unterbringung zweier hilfs bedürftiger Familien in Iugclsburg und Hartmannsgrün. Der Bezirksausschuß stimmte ferner der Aufnahme eines Staatsbau- darlchens für einen Schwerkriegsbeschädigten und der Aufnahme einer Anzahl Staatsbaudarlehcn für Kinderreiche znm Bau von Wohnhäusern zu: genehmigt wurde auch ein Hauserhaltungsdailehen. Abgelehnt wurden" dagegen die Beihilfengesuche des Turnvereins „Frisch aus" in Oelsnitz und des evangelischen vogtlündischen Iung- mädchenheims in Soh!. Vom Sachsland der Auflösung dcr Astgemeinde in Droßdorf wurde Kenntnis genommen. Zum wiederholten Male befaßte sich der Bezirksausschuß mit dem Um- und Ausbau des Bezirksheims, der eine weitere Hinaus schiebung nicht mehr zuläßt. Die Bezirksoerwallung wurde dem zufolge ermächtigt, die erforderlichen Vorarbeiten nunmehr in An griff zu nehmen." Dem anläßlich der Einbezirkung des Ortstcilcs Tannenhaus in den Bezirk der Amlshauptmannschaft Oelsnitz er forderlich gewordenen Finanzausgleich mit dem Bezirksvcrband der Amtshauptmannschaft Auerbach wurde vorbehältlich der Genehmigung des Bezirkstages zugestimmt. In nichtöffentlicher Sitzung wurden noch eine Reihe von Be zirks-, Konzessions-, Darlehens- und Personalsachen erledigt. Zu gestimmt wurde hierbei insbesondere der Einstellung der Schwester Henrich als Bezirkspflegerin. MWV.MlMl ßUMMWÜl M stß IN (Ohne Gewähr.) 1. Rinder: Ochsen: Auftrieb 49, geschlachtet 4. a) vollfleischige, ausgemäst. höchst. Schlachtwerte 1. junge 58—60 Pfg-, 2. ältere 51—55 Pfg., d) sonstige vollfleischige 1. junge 42—48 Pfg-, 2. ältere — — Pfg., o) fleischige — Pfg., 4) gering genährte — — Pfg-, k) Bullen: Auftrieb 40, geschlachtet 6. a) jüngere und vollfleischige höchsten Schlachtwertes 58-66 Pfg. b) sonstige oollfleischige oder uusgemästete 52—56 Pfg., e) fleischige — — Pfg. 4) gering genährte — — Pfg- 6) Kühe: Auftrieb 79, geschlachtet 17 a) jüngere oollfleischige höchsten Echlachtwertes 52—55 Pfg. b) sonstige oollfleischige oder ausgemästete 44—48 Pfg., e) fleischige 40—44 Pfg., 4) gering genährte 28—35 Pfg.
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)