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Tagrdtstt j! 1«ss Inserate werden bis Vormittag« 11 Uhr angenommen. Preis für die Spaltzeile 15 Psg. Außerhalb deS LandgerichtSbczirkS 1b Pfg. »MW W dir WWicht» Md Wttslhea Br-Skdcll M Frrtvaz Md vam. »e*»«tworUiO« Lettuuq der Redaftisn: G-sr- »««khardt. ! Trfchemt jeden Wochentag AkenSS ^SUHr für den VS. Jahrgang. W WS. «'WÄ, Dienstag de» 4. Joli. MmmgdvnDeiTenmg. , v»s i» Smmdvuche a«f den Namen des Schankwirthtz Carl Heinrich Fröbel aus «i-vd»rf eiagetradeae Hsusgrundftück unter Nr. 61dl des Brandkatasters, Nr. 63a des Flurbuchs FMum 167 des Grundbuchs Pir FceibergSdvrf, — da 4,5 a.groß, mit 82,51 Steuereinheiten Attest »«d lscalgerichMch aus K-2VV Mk. — Psg. geschützt, soll im hiesigen Königlichen Amts- VA>G» Mv«M>site versteigert werden und es ist der 4. ÄnguLt 189«, »ormittags 11 Uhr tM- alS»Ä»rnelveternetn, d« st, G»pte«ber t»SS, Vormittag« 1« Uhr, als verfteigerungDLermin, dpe «. «eptemver 18VS, Vormittags 11 Uhr, als^stermin zu Verkündung de- Bertheilungsplan« mvmaumt wurden. > Bi« Nealberechügten werden cmfgefordert, die auf dem Grundstücke lastenden Rückstünde 0« «ederkehvenden Leistungen, sowie Kostenfordrrungen spätestens im Anmeldetermine anzumelden. Eine lleberstcht der auf dem Grundstücke lastenden Ansprüche und ihres Rangverhältnisses saun »ach de« Anmeldetermine in der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Amtsgerichts ein- Aehehe» werde«. zugelasseu, wer seine Bereitschaft zur Zuchlung oder Sicherstellung -«.Häßchendrn Bosümmungen gemäß nachwcist. Fmivorg» de« 24. Juni 189S. Königliche- Amtsgericht, Abth. I. Sa SV/SS Nr. 1s. Idi». V«x«I. Nicolai. Belauntmachung. Alle Firmen «ud Gewerke«, die im Auftrage der unterzeichneten Stelle Arbeiten anS- igefShrt bez. Lieferungen besorgt haben, werde« ersucht, ihre Rechnungen unter Beifügung der Anweisungen »ur Vermeidung der Ausschließung bei Vergebung fernerer Aufträge bis Mittwoch, den 13. IM 1888, oiecher av«tgeben. Freiberg, am L Jaki 18SS. Das «tadtbauamt. VSrM«r. R den 28. Juli 18VS, Vormittag» »/, Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 15. August 189«, Vormittags 10 /, Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 33, Termin anberaumt. Allen Personen, die eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für die sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 24. Juli 189« Anzeige zu machen. Königliches Amtsgericht zu Freiberg, Abth. Bekannt gemacht durch den Gerichtsschreiber: L. 16/99 No. 7. Sekr Xtoolst. Auf dem den Backverein für Brand und Umgegend, eingetragene Genossenschaft mit be schränkter Haftpflicht, betreffenden Folium 1 des hiesigen Genossenschastsregisters ist heute einge tragen worden, daß Ernst Louis Werner in Brand nicht mehr Mitglied des Vorstandes lfh und daß Raimund Moritz Kunze in Erbisdorf Mitglied des Vorstandes ist. Brand, den 29. Juni 1899. Da- Königliche Amtsgericht. Krasverßeigerung. Die GraSnutzung auf den Rodelandwiesen, der Teichwiese und der Leckenwiese deS Naun dorfer Forstreviers soll Donnerstag, den 8. Juli, von früh 8 Uhr an parzellenweise an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft: am Rodelandwege in Abtheilung 16 (Parzelle 43). Königliche Forstrevierverwaltung Naundorf, am 28. Juni 1899. In KleeS Gasthof zu Borstendorf kommen am 6. Juli nicht ^^*^**»""o* 376, sondern 2376 fichtene Klötzer zur Versteigerung. Koakursverfahren. Urber das Vermögen deS Zahnkünstlers Emil Lewiez, bisher zu Obrrbobritzsch wohn haft, jetzt unbekaemten AnstuHaktS, wird heute, am 1. Juli 1899, Nachmittags 1 Uhr, dasKonkurS- veAhre« eröffnet. Dec Kaufman« Angnst Straubel in Freiberg wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursftwderung« find bis zum t. August 189« b« dem Gerichte «ezamelden. SS Witt» znr Beschlußfassung über die Beibehaltung deS ernannte» oder die Wahl eines »ad «en Verwalte»«, sowie Lier die Bestellung eines Glälckigerausschssses und eintretenden Falles «er die in Z 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Die Hebammcustclle für den Hebammenbezirk Linda-Oberreichenbach ist zu besetzen. Bewerberinnen wollen sich melden bei dem Unterzeichneten. Ltnda, den 1. Juli 1899. Ummel, G.-B. Die Sparkaffe z« Lichtenberg verzinst alle Spareinlagen mit 3*/. vom Hundert und gewährt Darlehne gegen Hypothek, Bürgschaft, oder auch gegen Hinterlegung von Werthpapieren unter günstigen Bedingungen; sie expedirt für Einlagen und Rücknahmen attdieustags von 2—6 Uhr. Die Sparkafsen-Berwaltung. «rSaaol. OEM- Umschau. Freiberg, de« 8. Juli. Lar deutsche Kaiser hatte am Sonnabend Morgen in »Twavemünde ein« lange Unterredung mit dem Fürsten jBäsiaaxk, worauf der Letzte« nach Lübeck zurückfuhr. In Anwesenheit deS bayerischen Ministerpräsidenten, StaatS- ' Ministers Frhrn. v. Crailsheim als Vertreter des Prinz-Regenten fand am Sonnabend an der Nottmannshöhe am Starnberger See diefeierliche Enthüllung des Bismarck-Thurmes istatt. Um das Denkmal hatten die Studentenschaft und Veteranen- -v««me Aufstellung genommen, während den Platz vor demselben die Minister, sowie zahlreiche geladene Persönlichkeiten, Professoren, «Künstler, Offiziere füllten. Nach dem Vortrag einer von Paul sHeyst gedichteten Hymne hielt Freiherr v. Pechmann die Weihe- >rede. Hierauf übergab Professor v. Lenbach im Namen des BiSmarck-Benins das Denkmal der Stadt München, als deren Vertreter Bürgermeister v. Borscht dasselbe mit dem Gelöbniß übernahm, es für ewige Zeiten in Ehren zu hatten. Die koburgischeThronfolgefrage wird, wie ge meldet, so geregelt werden, daß der Neffe des regierenden Herzogs Alfred, der jetzt 15jährige Herzog von Albany, seinem Onkel dereinst in der Regierung folgt. Sollte die Regierung an "ihn fallen, bevor er großjährig geworden ist, übernimmt sein Vor- lmund, der Erbprinz von Hohenlohe-Langenburg, die Regentschaft. Im Landtag gab Staatsmini st er von Strenge zur Erläuterung der getroffenen Vereinbarungen nachstehende Erklärung ab: „Den Ihnen zugegangenen Vorlagen habe ich nur noch Weniges hinzuzufügen. In Folge des Verzichtes, welcher Ihnen vorgelegt ist, scheidet der zur Thronfolge der Herzogtümer nächst berechtigte Herzog von Connaught und sein Stamm von der Erbfolge aus. Es tritt daher ohne Weiteres aus Grund der bestehenden Staatshausverfassung an dessen Stelle der Stamm des jüngsten Sohnes deS Prinzen Albert, Hoheit, des Herzogs von Albany. Hiernach wäre nichts weiter erforderlich gewesen, alS diese Vorgänge dem Landtag zur Kenntmß zu bringen. Im Anschluß an die Verfassung beim Verzicht des Prinzen von Wales vom Jahre 1863 ist aber dem Wunsch des damaligen Landtags entsprechend die Veröffentlichung in der Gesetzessamm lung erfolgt und auch diesmal in Aussicht genommen. Hierzu wird die Zustimmung des Landtags erbeten. Der Verzicht des Herzogs von Connaught wird dadurch nicht erst wirksam, immer- hin erhält dieser dadurch eine wünschenswerthe Bestätigung durch die Autorität des Landtags. Ueber die Motive der Entschließung des Herzogs von Connaught habe ich meinen früheren Ausführ ungen nichts hinzuzufügen. Der Herzog erachtet auch seinerseits durch die Interessen der Herzogthümcr geboten, daß der künftige Thronfolger eine deutsche Erziehung genieße und erkennt den Wunsch als berechtigt an, daß derselbe Land und Leuten näher trrte, kann sich aber bei dem noch sehr jugendlichen Alter seines einzige« SohneS zur Trennung von demselben nicht entschließen und die Verantwortung für persönliche Aufsicht und Erziehung nicht aufgeben. Da er nun durch seine eigene Stellung genöthigt ist, den Wohnsitz in England beizubehalten, so sieht er sich in Wahrung der Interessen deS Landes genöthigt, dem Thronfolge recht zu entsagen. Die Herzogin von Albany, die Mutter deS jetzigen Thronfolgers, wird demnächst mit ihrem ebenfalls jugend lichen, einzigen Sohne nach Deutschland übersiedeln und seine Ausbildung und Erziehung dortselbst fortsetzen und persönlich über wachen. Ich halte mich für verpflichtet, bei dieser Gelegenheit hier öffentlich zu erklären, daß ich bei allen Mitgliedern der englischen KönigSfamilie, Ihrer Majestät der Königin voran, das vollständigste Berständniß und Entgegenkommen gegenüber den Interessen und Wünschen unserer Herzogthümer und eine An hänglichkeit an das Stammland deS verewigten Prinzen Albert gefunden habe, die mich zwar nicht überrascht, aber tiefbewegt hat und den engen Zusammenhang des Landes und der Dynastie ge währleistet.- — Die meisten Londoner Morgenblätter drücken, wie aus London drahtlich gemeldet wird, über diese Regelung der koburgischen Thronfolgefrage ihre lebhafte Befriedigung aus. „Morning Post" bezeichnet das Abkommen als das in jeder Hinsicht wünschenswertheste, daS erdacht werden könnte. Koburg sicherte sich den Prinzen, der jung und vielversprechend sei. Groß britannien behalte die Dienste und Person des Herzogs von Connaught. Man scheint sich in London von dem Wahne nicht frei machen zu können, als sähen es die Deutschen als besonderen Vorzug an, wenn ein englischer Prinz auf einem deutschen Herzogthrone sitzt. Ueber die Korrektur der Ausführungen des Präsidenten des Reichstags ist nichts Neues zu er fahren. Die Bemerkung der „Nationalzeitnng", daß ein Beamter des Reichstages diese Korrektur vorgenommen habe, ist selbst verständlich insofern, als er der ausführende Theil dabei gewesen sein muß. Wer aber diese Korrektur veranlaßt hat, darüber chweigt des Sängers Höflichkeit. Man kann nur von Gerüchten berichten, die im preußischen Abgeordnetenhause umlaufen. . Es wird erzählt, daß jener Beamte von einer sehr hohen Stelle zu seiner Eigenmächtigkeit veranlaßt worden sei. Die „National liberale Korr." meint: „Hat dieser Beamte es auf eigene Faust gethan, so bleibt die Frage ein Internum der Reichstags verwaltung, die dem Präsidenten untersteht. Sollte aber die Anregung dazu an diesen Beamten von irgend einer Stelle außerhalb des Reichstags gekommen sein, so würde diese Korrektur nicht ausreichen. Da in parlamentarischen Kreisen allerlei unkontrolirbare und unliebsame Versionen darüber um laufen, so Würde eine Klarstellung angezeigt sein." — Die „Deutsche Tageszeitung" bemerkt hierzu: „ES ist selbstverständ lich, daß auf Aufklärung der Sache gedrungen werden muß, und wir sind überzeugt, daß der Präsident des Reichstags dafür sorgen wird, damit das peinliche Gefühl der Unsicherheit, welches jetzt herrscht, beseitigt werde und die Würde des Reichstags keinen Schaden leide." — Wenn lieber der Reichstag in anderen, wichtigeren Fragen von nationalem Interesse mehr auf seine „Würde" als nationale Vertretung des deutschen Volkes halten wollte!! Noch Niemand hat sich bisher gegen die „Würde" deS Reichstags so schwe r versündigt als der Reichstag selbst! In parlamentarischen Kreisen wird daS Gerücht verbreitet, der preußische Finanzminister habe Herrn v. LucanuS den Rath gegeben, auf den Kaiser dahin einzuwirken, daß die Kanal vorlage „wegen ihrer zweifelhaften Aussichten" auf eine spätere günstigere Zeit vertagt werde. Ob der Finanzminister sich in diesem Sinne wirklich geäußert hat, entzieht sich natürlich der Kenntniß. Die unter Vorsitz des Kommerzienraths ServaiS abgehaltene HauptversammlungdeS Vereins zur Wahrung der gemein samen wirthschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen genehmigte in Sachen der Verstärkung des Schutzes der Arbeitswilligen folgenden Antrag: „Der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen Interessen in Rhein land und Westfalen bedauert die ablehnende Haltung, welche große Parteien des Reichstages gegenüber dem in dem Gesetzentwurf betreffend den Schutz deS gewerblichen Arbeitsverhältnisses seitens der Reichsregierung bekundeten Bestreben, die Arbeitswilligen in ihrem guten Rechte zu schützen, eingenommen haben. AuS der praktischen Erfahrung seiner Mitglieder heraus erklärt er ange sichts des in bedauerlicher Weise zunehmenden Terrorismus der agitatorischen Elemente, durch den die auch vom Verein stets hochgehaltene Koalitionsfreiheit der Arbeiter sin einen KoalitionS- zwang umgewandelt ist, der die Arbeitsgelegenheit verkümmert und das Nationalvermögen auf das Schwerste schädigt, strenge Bestimmungen behufs des Schutzes der Arbeitswilligen für durch aus nothwendig. Er hat deshalb das Vorgehen der Verbündeten Regierungen mit besonderer Befriedigung begrüßt und giebt der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, daß sich nach erneuter Prüfung der einschlägigen Verhältnisse in der Herbsttagung des Reichstages eine Mehrheit zur Erreichung des genannten Zweckes finden werde." — Die rheinischen und westfälischen Industriellen rechnen sich bekanntlich zu den Nationalliberalen. Eisi hübsches Beispiel davon, wie Sensationsnachrichten im Auslande verbreitet werden, bildet eine Notiz, die der „Adelaide Observer" unter dem 11. April telegraphisch aus London erhalten haben will. Sie lautet in wörtlicher Ueber- setzung: „Die von Deutschland ergriffenen strengen Maßregel»