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Freiberger Anzeiger und Tageblatt : 27.10.1885
- Erscheinungsdatum
- 1885-10-27
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1878454692-188510276
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1878454692-18851027
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1878454692-18851027
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Freiberger Anzeiger und Tageblatt
-
Jahr
1885
-
Monat
1885-10
- Tag 1885-10-27
-
Monat
1885-10
-
Jahr
1885
- Titel
- Freiberger Anzeiger und Tageblatt : 27.10.1885
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Tie Rückreist -er Deputation nach Braunschweig j zur verfassungsmäßigen Behandlung zugekes. werden davon iZeugmß geben, daß auch diesmal der Finanzlage der Monarchie volle Rechnung getragen wurde. Tie Kriegsverwaltung nimmt von Ihrer, wie ich dankend anerkenne, stets bewährten Spfer- willigkerl d:e Mittel in Anspruch, um ohne Steigerung des GeiamnUrrsordernlsses die einer Abhilfe dringend bedürftige Lage der unteren Pssiziersch argen und Kadetten zu verbestern. Tie fortschreitende Entwickelung meiner Kriegsmarine auf Grund- nchmen. erfolgte gefiern früh. Nm den Bericht dieser Deputation ent- gegenzunehwen. versammelt stch am Mittwoch der braunschwei gische Landtag, der auch noch verschiedene Vorbereitungen zu treuen hat. Tem .Braunschweiger Tageblatt" zufolge sollte dem Staatsmmistrr Grafen Gorn - Lvisberg bei seiner Rückkehr nach Braunschweig eme volksrhümliche Svation dargcbracht werden. — Bei den am 23. d. M. im Großherzogthum Baden stattgeiundenen Kammrrwablen errang die nattonal- liberale Partei einen glänzenden Erfolg, was man dem Umstand zmchrerbl, daß auch ein großer Tbeil der katholi'chea Geist lichkit in Baden der Agitation der Zentrumsvar rer überdrüssig geworden ist. Es drangen nur fünf klerikale Abgeordnete durch, so daß die neue badoch« Kammer aus 45 Rational liberalen. eurem Lilden und ^Lammen 17 Gegnern, nämlich 3 Demokraten und 14 lkrramonranen. bestrben wird. Heu» begeht Geseralstldmarschall Graf Moltke 'einen 85. Geburtstag. Ter große Stratege gehört nicht zu Denen, welch« dre Gitter des Lebens mühelos pstückcn i er bar den Kampf um s Taiein in 'einer ganzen Härte durchkämvfrn müssen, bevor er sich auf die Höhe emporschwang, die er neben teurem Genie vorzugsweise »einem enernen Fleiß und seiner durch keine Hindernisse zu lähmenden Thatkrast verdankte. Seit dem 29. P Kober 1857 fungirt Moltke als Eh«f des Großen Genera'Nabes der Armee und hat als solcher Pläne für die Kriege der Jahre 1864. 1866 und 1870—71 ent worfen und durchgeführt. Las er für Deutschland gerbsn. sichen ihm dir allgemeinste Anerkennung. Geehrt und geliebt von iemrm Kaner und dem ganzen deutschen Polke, erfreu: sich der große Zeldmattchall cw.es glücklichen Erestenalrers und scm 85. Geburrsstst ist em Zreudentaz mr d:e ganze Seunch« Natton. Auf die Huldigungsansprachen der Präsidenten der öfter- reichifchen und ungarischen Trlegauonen La: Ka: cr Frau; Im ei am Sonnabend Folgendes erwredert: .Die Ver- sicherurrgen treuer Ergebenheit welche Sie mir ''oebrn ausge- 'orochrn. erfüllen mich mit aufrichtiger Befriedigung: empfangen S.e dafür den Ausdruck memer vollen kaiserlichen Huld. D:e Beziehungen der Monarchie zu den auswärtigen Machten sind dir freundschastlichstrn. Ter Bruch, mu wrlck em uns der Kaster und die Kasterm von Rußland in Kremsier erfreuten, eistchien als em werthvollcs Irrchen der Fortdauer jenes engen and vertrauensvollen Verhältnisses twi'ckm den Herrschern der drei großrn Nachbarreickc. deren Bedeutung für den Frieden Ler Monarchie und Europas ich Jbnen vor Jahresfrist anzukündigen vermochte. In dem ernsten Bestreben, den durch Verträge gewährleisteten Rechiszustand als Grundlage Les Friedens und der Srdnung austechtzuerhalren, finden wir die volle Mitwir kung der übrigen europäischen Mächte. Drese Emmüthigkeit zur Sicherung der großen Interessen des Friedens bildet das gewichtigste Unterpfand des Erfolges, in diesem Gerste ist mcrne Regierung bemüht, im Vereine mit den anderen Signatar- Mächten des Berliner Vertrages in Len Gebieten des Balkans die legale Srdnung wiederherzustellen, deren unerwartete Ver letzung für die Ruhe und Wohlfahrt der dortigen Völker ernste Gefahren heraufbeschwört. Tie Achtung vor den Verträgen und die Aufrechterhaltung der aus letzteren hervorgebenden Rechte und Pflichten waren die Voraussetzungen jenes Vertrauens, das Europa den Balkanvölkern entgegengebrachl hat. rndem es die Bedingungen eines ielbständigen politischen Staatslebens für die selben schuf. Tie Erhaltung des Friedens und die Wahrung der Internsten der Monarchie wird auch fortan die erste Auf gabe memer Regierung bleiben. Die Vorlagen, welche Ihnen läge der im vorigen Jahre festgestellten Prinzipien der Küsten- vertheidigung empfehle ich Ihrer wohlwollenden Fürsorge . . . Mi: Vertrauen und voller Zuversicht rechne ich auf die Hin gebung, die Einsicht und den pawiotstchen Eifer, mit welchem Sie meine Regierung in der Erfüllung ihrer wichtigen Ausgaben unterstützen werden. In Littem Sinne beiße ich Sie auf das Herzlichste willkommen." — Tas österreichische Abgeordneten haus genehmigte die Regierungsvorlage über die Hinausschiebung der Einstellung des Schwurgericht-Verfahrens bei anarchistischen Umtrieben nach langer Debatte in namentlicher Abstimmung mir 163 gegen 126 Summen und dürste zunächst eine kleine Pauie m 'emen Bcrarhungrn emtreten lasten. Ter deutsch^ österreichische Klub hat sämmflichen Rednern der Linken in der Adreßdebane den Tank vottrr. Tem Pariser Blatt .Scst" zustlge ''oll Ler französische Ministerratb über das Vorgehen der Prinzen von Srleans und ihrer Agenten bei den Wahlen ernstlich verhandelt und dre Frage erwogen haben, ob man Lie Prinzen, well sie Prätmdemenake vorgruommen bauen, auswnstn müsse. Lie der .Soir" wmen will, wurde die Enttcheidung vertagt, bis das Ergrbniß der administrativen Umersuchunz über die Wahlen vsrlieze: :m Prinzip« sei man aber darüber emiz gewesen. Saß m Bezug auf d:c im Best? der Prinzen befindlichen Güter keinerlei Scaucstranons- oder Kmsiskattonsmaßrcge! cinrreten solle. Ten unsicheren Anhängern gegenüber wollen die Minister dir größte Strenge walten laffm. Ter Minister Les Aus wärtigen zog Len Gebal: zweier m Disponibilität befindlicher Gesandten zurück, weil sie Las Lablmamstst Ler Kon'ervattven unterzeichnet Laben und ähnliche Maßregeln sind auch von Len anderen Ministern zu erwarten. Ter Gesandte Graf Sr Ballier verlangte aus Familienrücksichten Umwandelung seiner Tisvombllirät in P-nsion:rnng. Freneinet ha: ihm dabei den Dan! der Repubk! stör 'emen Patriotismus und stir Len Euer ausgesprochen, mit welchem er in ''einer dreißigjährigen Karr-.sre ost schwierig« und dclcka:e Missionen erfüllt Han König Alfons von Spanien ost ernstlich krank. Während aber »eine Leibärzte darauf dringen, daß der Monarch Len 8mtcr über m Nazza zubringe, räch der Minister Canovas von emcr solchen Rette ins Ausland aus politischen Gründen enttchicden ab. zumal sich dwZorllla'sche republikanische Aguattun täglich mehr geltend mach:. Am Freitag wurden in Madrid zwei Individuen bei der Vertbellung von republikanischen Pro klamationen bettonen und verhafte:. Obgleich d:e Lablbewegung m (singlanV bereit stark nn Gange ist, sehlt ihr noch die Mimurkung Gladstones, ohne welche die liberale Partei gegen die Agitation der Konservativen und Radikalen nicht aufkommen zu können glaubt. Wie es beißt, wird der volksthümkche Staatsmann Ende dieser Woche oder in den ersten Tagen des November ''eme Wähler in Midloth:an besuchen und damit das Signal zu einer größeren Regsamkeit Ler Geister hinsichtlich der Wahlfragen geben. Verde Häuier des dänischen Landtages beeilten sich, dem Ministerpräsidenten Estrup ihr tiefstes Bedauern über das gegen ihn vermchte Attentat auszudrücken : daß sich weitere vollwcke Folgen an das letztere knüpfen werden, scheint aber noch zweifelhaft. Am Sonnabend waren in Kopenhagen aller lei Gerüchte über die bevorstehend« Verhängung des Belage rungszustandes verbreitet. Stellenwette hieß es, daß die Truppen schon seit einigen Tagen konsignirr gewesen wären, weil man einen Putsch gefürchtet hätte: nach auswärts waren Nachrichten über Erzesse und Tumulte verbreit«; doch war nichts dergleichen begründet. Tagegen gewinnt es an Wahr scheinlichkeit, daß die Regierung Veranlassung nehmen werd«; den Ausschreitungen der Presse durch Zusatzbestunmungen zmn Strafgesetz scharf entgegenzutreten. Ter als Attentäter ver haftete 19 Jahre alte Schriftsetzer Julius Rasmussen hat« dem Tage vor dem Attentate der Schurig des Folkethi^ beigewohnr, dann am Tage darauf bis 1 llhr, gearbeitet ns ist daun mehrere Stunden herumflanirt, bis er am Nachmittig um 4 Nhr vor der Wohnung des Konsellvrasideuten Aufhel lung nahm. Als der Letztere um 4* . llhr aus dem Am- fterrum zurückkehrend, sich femer Wohnung näherte, trat der Attentäter auf ihn zu und fragte ihn: .Sind Sie Estruv'?' Ta er eine bejahende 'Antwort erhielt, zog er erneu klein« sechsläufigen Revolver hervor, richtete denselben gegen die Brust des Ministers und feuerte euren Schuß ab, welcher glücklicherweise imr den Rock des Ministers streute. Herr Estrup. erstaunt über diesen Angriff, stieß seinen Gegner zu rück und ries: .Sie sind verrückt ?" Tarans gab Letzte»! noch «neu Schuß ab, der indeß gänzlich fehl ging. Ta 8 noch ziemlich hell war, wurde der Austritt von verschiede«, Passanten bemerk, welche rasch Herbeiellten und den Verbrecher festhielren, bis Polizisten emtraien, die denselben verhaue». Ter Muttster selbst begab sich, nachdem er sich umgckleidet, zum Tiner beim Elatsrath Homblad, zu dem er emgelada war. Tie den Julius Rasmussen festnehmenden ML-m waren der Schiffskapttän Larien und der Großhändler Tam Worm. Rasmuffen, der von 'einen Freunden als cm cial- tirter Mensch geschildert wird, soll vor Lem Chef Ser Krimsal- polizei erklärt haben: Ich habe deshalb geschossen und des Attentat vollführt, well .ich etwas zum Nutzen der bedrohtw Freiheit thun wollte". Dem MimstervräsiSemen sind ans Anlaß des Verbrechens zahlreiche Glückwnnschadreffen ^ze- gangen: alle sind einig in der Verunheilung Les Verbrech«-. Tie türkisch«» Mmister und Sir Trummond Sali unterzeichneten Sonnabend Nachmittag Lie neue Konver-tM zwischen Ler Pforte und England. Tie Erstere verlauxe von dem Kabintt von Athen die Abberufung des griechisch« Koittulatskanzlers Zvgomala m Kreta, der m Sem Verdacht steht, dort d:e Agitation zu 'chüren. Tie Konferenz LerBot- 'chaster in Konstantinopel dürfte frühestens Mittwoch zmasser- ttc:en. Tie Verhandlungen zwischen den Mächten dauern roch inuncr fort. Wahrend man von Belgrad aus den Vormarsch größerer serbischer Truppentheile von Pirot nach der bulgarische» Grenze melde:, verlautet aus Nisch vom dortigen Hollen des Königs Milan, es werde der sttbttchen MobllmachÄg der Erfolg zugeschriebou, daß der Berlmer Vertrag anstccht erhalten bleibe und d e Bereinigung Pstrumelrens nn: Bulgarien rückgängig gemacht werde. L:e Ler Regierung Montenegros gemeldet wurde, feuerte am Freitag ein Albanese mehrere Revolverschüsir auf den Kriegsminister von Montenegro, Plamenatz. Sen Präsi denten der Grenzregulirungskommission ab, ohne denselben za verletzen. Ter Attentäter, welcher gestand. Laß er cm« Pcr- sckwörung angehöre. die nch gegen tue Grenzberichngimz ge bildet habe, wurde bald daraus erschollen. Vorurtheile. Roman von A. Lütetsburg. 31. Forttesung. Nachdruck verboten. T:r Häustr Les umcreu Stadnbr ls waren alt und mu Hoden E:cb«ln. aber außerhalb der ehemaligen Wälle gab cs hübsche Lohndämer. Villen. Gärten und Parkanlagen. Wok zog es vor. nn Freien zu blechen undEtte Hane -hm bcgestimmt, obwohl sie Alles st:ncm Ermessen anhemgab. Er wünschte ost. sie möge sich weniger nachgiebig und gefügig zeigen. Ihre Briese ;erg:«n immer ein rührend«- Eingehen au- Las. was er wollte, ohne Laß Lott L:es auffällig ge-'unden hatte. Envas mehr EnttLirkenbc: von Ettes Seue würde stör Las Verhälrmß bester gewe''eu ''ein. Ter Lwtrr verging iür Loli wotz Ler Vorbereitungen mr Ette s Ankunst entsetzlich langsam. Er hatte ein hüb'chcs ein stöckiges Haus wu geräumigem Garren ganlnher. Schöuhcr. Lu aus und Komfort vereinigten sich zu einem Meisterwerke Les guten Geschmacks. Und Wolf Hane jedes Smck gewählt. L:e Einrichtung bestimmt, ja eigenhändig Labe: muacwrrk, Alles zu arrangiren. Stürmisch klopste chm Las Herz bei dem Ee- Lcnken, welche llcberraichurg er Ler Geliebten bereiter, und wie sie Alles anstauncn und bewundern werde. Wol's Skrupel m Bezug aus Elie s Charaker waren schnell wieder befestig: worLen. nachdem Niemand mehr ''eme Bedenken nährte, nun er mch: mehr von der Unruhe geauält wurde, daß man ferne Gaum mir uußttcuttchen. argwöhnttchcn Blicken bewachten werde. Frohen Herzens schaute er m die Zukunft, und wenn ihn Stephanies Briefe, Lie mst kcmcm Worte Elses erwähnten, auch reizten, so sing er an, sich mit der Hoffnung zu ttöstcn, daß Ette selbst am besten im Stande sein werde. zeLes ungerechtfertigte Vorurrheil zu beseitigen. An ernem wonnigen Frühlingstage reiste Volf nach Mamz. Ette zu holen. Tie Welt war eitel Sonnenschein und Glück. Alles kündete Freude und Hoffnung. Ter Himmel prangte m reiner Bläue und die Knospen an Baum und Strauch schienen sehnsuchtsvoll zu schwellen, sich dem Kuffe Ler "Sonne zu erschließen. Zum Tbeil lag es schon w:e em grüner Hauch über den Bäumen, und der Wiesengrund prangte bereits, wie ein neuer buntgeblümter Teppich. Wolf hatte sich in die Wageneckc zurückgelehn: und Lie Augen geschlossen. So schön auch die wiedererwachende Welt war, die Bilder, die an feinem inneren Auge vorüberzogcn. erschienen ihm bei Weitem schöner und farbenprächtiger. In wenigen Stunden würde er Else in fernen Armen halten und sie nie, me mehr verlassen. Er wollte m:t ihr eine Rette machen, nicht nach Lem Süden, sondern nach Norden, um nicht einem großen Menschenftrvm zu begegnen, aber lucht auf lange Zett. Er ichn:« sich heimwärts, er wün'chte sie m Las Haus zu fuhren, das er zu ihrem Empfang bereit hielt, um Lor: mst ihr zu leben. Loli war voll guter Vorsätze und edler Entschlüsse, aber er durste den Neid der Götter nicht siirckren, sem Glück war nicht rem und ungerrübu Nur schwer war cs ihm mit der Zen gelungen, d:e düsteren Geister zu bannen, die schadenfroh den Samen der Zuuerracki: und des Mißtrauens m ''ein Her; zu ''äen bemüh: waren. Aber er durste ihr vertrauen, keine ALer Ler Mutter war auf Las schöne, schuldlose Mädchen ver erbt. und wo er Mängel und Fehler an ihr in engerem Zu sammenleben entdecken würde, da wollte er Wacht halten und diest Fehler zu bannen «uchen. Fräulem RoKrbacb war cm Bahnhof Lott zu empsangen. Er war enttäuscht. Ette nicht zu stben. er hatte sich den Augenblick vor d:e Seele gesührt. wo er ihr süßes Gesicht unter der Menschenmenge entdecken werde. Aber Fräulein Rohrbach ''agre ihm. Ette habe lieber vorgezogen, ihren Ver lobten -m Hause zu empsangen, da sie sich m einem Zustand der Aufregung besinde, m welchem sie n:chr für -ihre Ruhe ein stehen könne. Als er Lurch Las Thor m Len Garren des Rohrbach'- fchcn Haufes emwar und den Blick zu ihrem Fenster erhob, iah er, wie eme kleine Hand Len Vorhang zur Seite fchob. Fraulem Rohrbach iagre ihm, Laß Elfe zu ihm sir den Salon kommen werde, m welchen sie ihn führte und dann allem l:cß. Ewige Mumien vergingen. Loli stand w:e am Kohlen, die Äugen au? den Vorhang gerichtet, durch den sie ewrreten mußte. Ta hörie er ihren leichten Schratt — fo konnte nur sie gehen — und im nächsten Augenblick hielt er sie in fernen Armen. Als der erste Srurm der Freude oerrawchr war, fchob er die Eettcbre nur ''anster Gewalr von sich und fah ihr w das Gesichr. .Tu siehst bleich aus. Ette." fagre er mir ewiger Beforgmß, ihre schmalen Wangen und die tief liegenden Augen betrachtend. .Tu bist doch mchr krank?" Sie versuchte zu lächeln, ab«r das Lächeln mißlang und Thränen funkelten w ihren Augen. -Tw Trennung von T-ir. Lol'!" flüsterte sie mit heißem Erröthen. .Ist es nur das, mew Lieb," entgegnete er, sie abermals :n 'eine Arme ''ch!:eßend und fest und innrg an sich pressend, .dann werden L:c Ritten bald am Tewe Laugen zurückkehren. Jetzt lape ich Tich nie mehr allein." Lew« Stimme zittert« vor Lieb« und Leidenschaft. Sie 'ah ihn fragend an. Konnte sie Leun an feiner Liebe zweifeln? Lar nicht Alles Thor bei: und Seldstauälerei. womit sie sich dw Tage vergistrtc? Loll» sie Lens auch jetzt noch mich: lernen, ihn zu vvrstehcn? Ette brach in ein krampfhastes Schluchzen aus. sie lehnte Len Kopf an Volf s Schulter, und er fühlte, w:e ihr ganzer Körver unter der gewaltigen Erregung wie im Frebästost zwammemchauerte. Er stand ratblos und war w peinlichster Verlegenheit: er hatte sich die Stunde des Ledeifedcus anders gedacht. .Ette, was ist Dir? was hast Tu ?" wagte er endlich, während gleichzeitig eine bange 'Ahnung w ihm aufdämniertc. .Nichts — nichts! Nun ist Alles gut. Ich 'ehe. Du liebst mich doch. ü. Lott — nun möchte ich sterben!" .Sprich nicht vom Sterben, Ette. Tu ''ollst leben — leben und glücklich sein. Aber was bringt T:ck >'o außer Fassung, Kind'? Las hast Tu'? Ich verstehe kew Fort von Allen!." .Ich — :ch — dachte bisweilen. Tu liebtest müh nicht mehr." stammelte sie ntt erröihend. Im ersten Augenblicke konnte Loli sich eures Gefühls des Unbehagens nicht erwehren, als er aber dann m das schone, von Glück und Freude strahlende Gesicht blickt, schmeichelte cs ihm, sich ''o geliebt zu sehen. Er 'tloß Ebe in feine Arme und ''agre ihr, daß sie eine kleine Zweiflerin fei, obwohl sie niemals Grund dazu haben werde. Fiäulew Rohrbach halte es sich nicht nehmen lassen, für Ettes Braunoilette Sorge zu tragen, und sie hatte durch Eleganz und Kostbarkeit der'elbeu Len Bowe s gelitten, wie hoch sie das junge Mädchen schätzte, und wie sehr sie dasselbe liebte. Es war eine Toilette, ewer Fürstin würdig. Am Tage nack Lott's Ankunft und dem Tage vor des jenigen, an welchem die Trauung stattsinLen ''ollte. hatte Lols mit Ette noch eme Unterredung. Eist batte den dringenden Wunsch gehabt, bevor sie Loli s Gattin wurde, eme Aus söhnung mit Frau Hendrich herberzmühren. vielleicht auch Hans' Verzeihung zu erlangen. Ter Gedanke an den Letzteren, stm Urtheil über sie war immer ein dunkler Punk w ihrem Leben gewesen, und sie hätte ihn nur zu gern dwwtMräomt. Sie glaubte noch einmal io froh w die Welt 'chauen zu können, wenn sie sich mit ihm ausgeföhnt hatte, wenn er ihr gesagt, daß er ihr die Angst und Unruhe vergeben, die sie einst über ihn gebracht. Lott hatte davon nichts wissen wollen. Er :bellte ihr nur mit. Laß allerdings Frau Hendrich s Einwilligung zu ihrer Verbindung nothwendrg gewesen fei. aber nachdem er bitte er halten, lei kein Grund mehr vorhanden, in nähere Beziehungen zu :hr zu treten. Sie hatte großmütdig mr Ettes Tawschcm Sorge getragen. Sie hatte viel Mühe davon gebubt, manche unangenehme Schreiberei, und nur dadurch war cs ihr ge lungen, den Makel von Elst's Geburt zu? niergen Im i Uebr:gen wün'chte sie aber stlbst Ette 'v:'erziehe». z — Se. von Werms — Du, die königlich rung erhall Jahrhunder Bücherfch vordem Eix gewesen wc befinden siö zahlreiche k Menschastl Stiche und Majestät d Bibliothek, -W S S Hi Ta treibet verweht, d, Blätter ze: Erscheinen Alljährlich der unersrer wenn „zu i nung Grabi Herannahen jährten, Sck fie diese I verstimmt e zn werden und Bele, manchem vi Bild vor T die trostreic nichts anzu mit einer l ertönt von nichts auszu Wige Neu wahre Hy! zwei neue überwunden Herbsttage i Veihnachtsl Herzen. — Der haltenden h sehr starken gestern in Lirmesfestei wirklichen V saft allen S Wols hi Absicht, sie Bergangenhi an ihre srü sie gegen beobachtete. Else en war im ers nicht ein A Befürchtung in den Vor wenn sie in ihre Vergai dieselbe nick zum Berge! bente einen Rückkehr zu In ihr nnd kalt ar als sie ihm Vas sie zu nothwendig niß zu setze Wohl r n konnte n keinem Nan Forderung darum tade Er verf lvar nicht s Hermann Male gehö dürfe, und zufrieden n gelhan. U gelegen wm trachten mii Der al verborgen i °nf, und f Lieder zu geben, es fc vielleicht - Las das K Die Bl Meben. ^lse doch i , Nochen, u
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