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reit' ergerMMer »88, — SV. Donnerstag, den 23. Apr^ Ium Geburtstage Sr. Majestät des Könrgs ü » :rstag Nach- L. L. si c Dem Könige (L 8 X e- >-i /- 8> c.. S, e. I e^. s Gaffer iiußerß LZ §« 4 ) p . April IM d Fra«. I n 15,o ' L 8.« ' R. 885, :rlasse«e«. virdBlumen- Kenl schasset dem König im j«öet«de« Khar Kin inniges Davkkied der -Lieöe empor; Das drang schon so oft zu dem strahlenden Kyrou And vot dort des WotkeS ureigensten Lohn. Kent tönt's Lis nach Wätschland, so weit das und fern: Kluck aus Dir, du Sachsens yesstenchtender Ster»! ' ?! ' 1 W H >e. - nahm Volt Zaul Wieda an 1885, ilie Pilz. ster. 'lpril 1885: istagsfeitt stverehrim e«. errn Hos- vom Kgl. «n- Frä« »onnement 4 ZK. Rathschlusft Tod gestnn msere innig- allen theil- reundcn an- 4 4 's t! »kn Dach- N-- s«„r, .» »,m DI» »» »»- Die Aergstadt, die treue, in LieVe gedenkt, Sie hat ihre Wanle«, die alten, geschmückt. Sie j-Lett im Sestschmnck nnu wahrhaft vegkumr, Ai-l Kause-d- sseye« t«« Kimmel -in.uf And rufen: „Hott s-g<- den König. Hluck ans. Mo -Liebe nicht »"-«t, wir^» Das Wort, doch Schlacht, !d sanft nach , Schwieg«- er Johan« n 75. Lebens en und Be- er Geburtstag unseres allgeliebten Königs und Herrn ist für ^7? das ganze Sachsenland stets ein hoher Festtag, an dem stch Millionen aller der Segnungen bewußt werden, die sie ihrem so hochbegnadeten und allgemein verehrten Monarchen ver danken. Nicht nur das sächsische Heer bückt mit freudigem Stolz auf den heldenkühnen Führer, der als echter deutscher Herzog in so mancher Schlacht muthig voranging, sondern jeder brave Deutsche verehrt den kühnen Sachsenfürsten, der, wie sein Ahnherr, Albrecht der Beherzte, des Reiches Sturmfahne hineintrug bis in die Mitte des feindlichen Gebietes. Aber nicht nur im Krieg, sondern auch im Frieden hat sich unser König trefflich bewährt und treu und gewissen haft zu allen Zeiten gehalten, was er im Herbst des Jahres 1873 bei seiner Thronbesteigung mit folgenden Worten versprach: „Da gegen versichern wir die Einwohner unseres Königreiches unserer au Handhabung von Recht und Gerechtigkeit und Beförderung der Wohl fahrt und des Besten des Landes unausgesetzt gerichteten landesväter lichen Fürsorge, werden auch die Verfassung des Landes in allen Stücken und ihren Bestimmungen während unserer Regierung beobach ten, aufrecht halten und beschützen." Sachsen erfreut sich eines streng konstitutionellen Regiments, denn sein Herrscher schätzt und achtet die Verfassung und ehrt die Volksvertretung, indem er stets in höchst eigener Person unter dem Schmettern der Fanfaren den sächsischen Landtag im Thronsaale des königlichen Schlosses zu Dresden eröffnet. Wenn schon der hochselige König Johann die Einigung Deutsch lands mit Freuden begrüßte, so hat sich König Albert dem deutschen Kaiser noch inniger angeschlossen und dessen Freundschaft und Ver trauen in so hohem Grade erworben, daß man allgemein den säch sischen Monarchen als einen der hervorragendsten Rathgeber des greisen deutschen Heldenkaisers ansieht. Die öfteren Reisen unseres Königs nach Berlin, seine hervorragende Theilnahme an allen Festen der preu ßischen Köniasfamilie, sowie an den Hofjaaden in Königs-Wuster hausen und Letzlingen, beweisen das innige Verhältniß zwischen dem deutschen Kaiser und unserem Landcsherrn, der auch zu seinem Vetter, dem Kaiser von Oesterreich, in so freundschaftlichen Beziehungen steht, daß ihn dieser regelmäßig zu den Gemsjagden in Steiermark einladet. Als echter Sohn Johann des Weisen zeigt unser König das regste Interesse für die Leipziger Universität und alle Bildungsanstalten des Landes; er fördert die bildenden Künste mit solchem Erfolg, daß nicht nur die Dresdner Bildhauerschule ihren alten Ruhm bewahrt sondern auch die Malerakademie neuen Aufschwung »ahm. Unter seiner Regierung ist das Kunstgewerbe wieder prächtig aufgebläht und um Industrie und Handel zu beleben, zeigte unser Monarch stets das . Be'treben, die Fortschritte der Technik kennen zu lernen. Dieser l Wissensdrang brachte den König bekanntlich zu Mhlau m die augen- ! scheinlichste Lebensgefahr, aber Gottes Hand bewahrte ihn dort wie bei ' dem Niederwald-Attentat sichtlich vor der drohenden Gefahr. Erst vor kurzer Zeit berichteten wir, daß Se. Majestät bei der Rückkehr von Freiberg nach Dresden selbst die Lokomotive seines Zuges bestieg, den Maschinenführer und Heizer bis auf's Kleinste über die Handhabung der Maschine befragte und erst dann nach dem Salonwagen zurückkehrte. Unser König liebt es, zwanglos und herzlich mit seinemVolke zu verkehren und in seiner schlichten Lebensweise den Soldaten oder den Waidmann zu bekunden. Die herzliche Milde hindert aber nicht, daß sich seine Gerechtiakeitslicbe zur Strenge entschließt, wo das Unrecht klar am Tage liegt. Wo unser König von der Schuld des Verbrechers über zeugt ist, bleibt er unbeugsam und läßt stets der strafenden Gerechtig keit den Lauf. Bei jeder Gelegenheit bezeugt er seinen echt kirch lichen Sinn, aber auch Duldsamkeit und vorurtheilsfreie Gesinnung, die viel dazu beigctragen hat, daß unser Vaterland von dem sogenannten Kulturkampf verschont blieb, welcher den inneren Frieden anderer deutscher Lander so empfindlich störte. Bekannt ist das glückliche Familienleben unteres Königs, das ein treffliches Vorbild für das sittliche Verhalten aller seiner Unterthanen bietet, die zu ihrem Landesvater und ihrer ^-sE^r mit aufrichtiger B cmporschaucu. Der sitt- bildet steA die sicherste Garantie der Volks wohlfahrt, deshalb danken wir der Vorsehung an dem heutigen Taae S-rm de? -Em König und Htück auf! 16. :rschied sanft lOV» Jahre», >t April 188s, üialnek. ed sanft und i Leiden, nn- au Amalie Neher, m eilnehmenden übt anzeigen. .April 1885. erlassene«, erstag Nach- und Tageblatt.^ «WM ft- di. ft-tzW. M men undbcE Verantwortlicher Redakteur: 38. Jahrgang i Erscheint jeden Wochentag Abmds */,7 Uhr sür den »0 andern Tag. Preis vierteljährlich 2 Mark 25 Pf., < «/I- v iV» zweimonatlich 1 M. 50 Pf. und einmonatlich 75 Pf. ' - vort. ärl Gutzkow. , Direktor. s.