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1861. 204 Sonnabend, den 31. August. 6 Theil de» Rückgrath» und- gemachte Vergiftung-Versuch zur Abuttheiluga gelangen. Auch die l für da-, was er gewesen. M öffentl.chen Blättern früher mehrfach Mr°Ane Tödlung de» Pesth, 29. August. <Dr. I.) Der Lomitat«au»schnß beschloß in ein»» am Montag abgehaltenen Generalversammlung, gegen die LandtagSauslösung Protest einzulegen uud eine Aufforderung an all« Lom,täte, zu gleichem Vorgehen. Die Hoskanzlei erklärte diesen Polytechniker- Braunstein kommt jetzt zur Schlußverhandlung, so daß die Dauer der nächsten Sitzung voraussichtlich mindestens 14 arbeitender Maurer eilte von der Treppe auS nochmals zurück, um seine Uhr zu holen, die andern Schlasgenossen, wovon einer eben falls bedeutende Brandwunden erhielt, warnten; er erlag seinem Geschicke. Schrecklicher Anblick des auS der Asche gezogenen Leichnams. Nur die Brustrippen, ein der Stumpf eine- Oberschenkel- zeugten für » uru,«.»,. Auch eine Kuh verbrannte mit, während ziemlich spät erst zwei in demselben Stalle befindliche Ziegen gerettet wurden. Bruchsal, 25. August. Der Anfang der nächsten Schwur gerichtssitzung, welche an interessanten Straffällen alle frühem Sitzungen überbieten wird, ist auf den 23. September festgesetzt. ES kommt darin insbesondere das Attentat gegen Ge. Mai. dm König von Preußen zur öffentlichen Verhandlung, indem Oscar Becker nach dem Antrag deS Staatsanwalt» wegen beendigten Mordversuchs, also nicht wegen hochverrätherischen Angriffs gegen den Deutschen Bund, bereit- vor da- Schwurgericht verwiesen ist. Außerdem wird ein vollendeter Raubmord, ein Giftmord, ein Tod^ schlag und der am grobherzoglichen Hofmarschall v. Baumbach Tage betragen wird. Heidelbera, 22. August. Sin merkwürdiger Fang ist heute früh j« Neckar gemacht worden. Neuenheimer Schiffer hab,» nämlich ein 4 8«ß lange« Krokodil än» Land gezogen und halte» Tagesgeschichte. Freiberg. Oeffentliche Gerichtsverhandlungen den 2. Sept. Vormittags 10 Uhr: Verhandlungstermin in UntersuchungSsachen wider August Fürchtegott Herrmann aus Frauenbach, wegen Dieb stahls. Vormittags 11 Uhr: Verhandlungstermin in Unter suchungssachen wider Friedrich Leberecht Wolf aus Zug, wegen Diebstahls. Dresden, 29. August. (Dr. I.) Ihre Majestäten der König und die Königin sind mit den Prinzessinnen Sidonie und Sophie auf der Rückreise aus der Schweiz heule Nachmittag 4 Uhr im hiesigen Leipziger Bahnhofe eingetroffen, wurden daselbst von den hier anwesenden Herren Ministern, dem Gouverneur und der Generalität, sowie den Spitzen der städtischen Behörden empfangen, begaben Sich sodann ohne Aufenthalt mittelst Extrazugs nach Niedersedlitz und von dort nach Pillnitz. Aus dem Plauenschen Grunde, 26. August. Gestern Nach mittag verunglückte in dem Windbergschachte des Pottschappeler ActienvercinS der bejahrte Bergarbeiter Johann Friedrich Gotthelf Sparrmann auS Ntcdergorbitz durch Einbrechen der Kohlendecke, welche ibn augenblicklich erschlug und verschüttete. Sparrmann war früher seit einer Reihe von Jahren bereits 10 Mal bei ähnlichen Vorkommnissen beschädigt und verletzt, aber immer wieder hergestellt worden. Leipzig, 29. August. Einer Bekanntmachung des StadtratbS zufolge wird die diesjährige, auf Mittwoch den 4. Sept, fallende Feier des Constitutionsfestes abermals auf Sonntag den 1. Sept, verlegt. Die Feierlichkeiten werden in einem dreimaligen Abblasen der Melodie „Nun danket Alle Gott" von den beiden Haupt» thürmen, in dem Läuten aller Glocken und in einer Reveille der Communalgarde bestehen. Zwickau, 28. Aug. (D. A.Z.) Den Herren Schubert und Haustein hier, welche wegen ihrer Betheiligung an den Ereig nissen de- JahreS 1819 von der Advocatenliste gestrichen worden waren, ist durch Verordnung des GesammtministeriumS die Advo- catur wieder verliehen worden. Desgleichen find den Advocaten Heubner und Steinert hier, welchen auS gleicher Ursache die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen worden waren, dieselben durch Verordnung der Areisdirection wieder ertheilt worden. Oelsnitz, 28. Aug. Heute Morgen nach '/,3 Uhr schreckte uns ein ungewöhnliche» Feuerflgnal. Der Sturmglocken noch ent- dedrend, hatte das zufällig hier coucertirende Corps der Bockwa- Oberhohndorfer Bergleute es für Pflicht erachtet, in allen Theilen der Stadt Alarm zu blasen. Es brannte in der Kirchgasse und die vor zwei Jahren stehengebliebenen 7 Häuser der Altstadt lagen in kurzer Zeit in Asche. Ein Vorbau der Kirche stand schon in Flammen; »och gelang eS der überaus großen Thätigkeit einzelner Kühnen, da- vor Kurzem erst wieder vollendete Kirchendach zu erhalten. Leider ist ein Menschenleben zu beklagen. Ein hier Beschluß für ungiltig und hat der Statthalterei aufgetragen, die Sitzungen des ComitatSauSschuffeS zu schließen, auch hat dieselbe eine Untersuchung durch einen königlichen Commiffar ««geordnet. Berlin. Die hiesige Börsen-Zeitung schreibt unterm 28. Aug.: „Es dürste in dem gegenwärtigen Augenblick von Interesse sein, daran zu erinnern, daß König Wilhelm I. einer der ersten Unterzeichner für die deutsche Flotte war. Am 2. Juni 1848 fand nämlich in der Uall ok commvrce zu London eine zahlreiche Ver sammlung zu Gunsten der deutschen Flotte statt. Wie die Zeitungen damals berichteten, erinnerte unser zu jener Zeit in London lebender Dr. Hübner, von der Versammlung zum Vorfitzenden gewählt, die deutschen Zuhörer daran, daß fle überall dem Vaterlande angehören, und erklärte den englischen Zuhörern, unter welchen sich namentlich auch Vertn er der Friedensgesellschaft befanden, daß die deutsche Flotte von ihnen unterstützt werden müsse, weil fie Kriege abru« wenden berufen sei, zu welchen die maritime Wehrlosigkeit Deutsch lands dessen Feinde herausfordere. Er la- dann ein Schreiben de» Hrn. v. Bunsen vor, durch welches der Prinz von Preußen die Subscription mit 1000 Pf. St. eröffnete. Einige Anwesende protestirten gegen die Subscription, weil der Kronprinz bekanntlich als ein Gegner der deutschen Einheit-bestrebungen betrachtet wurde. „Nachdem aber", heißt e» in einem der damaligen Berichte, „der Vorsitzende auSeinandergesetzt, daß ein Fürst Gegner der Einheit sein müsse, solange das Volk den Handlungen selbst, welche fie bezwecken, Widerstand entgegensetze, wurde die Subscription ein stimmig angenommen und dem Prinzen der Dank der Versammlung votirt." " Nürnberg, 26. August. Der König hat gestattet, -aß im nächsten Jahre die Generalversammlung de- CentralvereinS der - Gustav - Adolf - Stiftung in Nürnberg gehalten werde. Für diese» Jahr findet die Versammlung bekanntltch vom 27. bi» 29. August in Hannover statt. Ludwigsburg, 26. August. Ein Drama, da» schon seit Monate» hier und auSwärt» die Gemüther in hohem Grade beschäftigte, hat heute früh seinen Abschluß gefunden. Um 6 Uhr wurde nämlich dem Obersten deS Artillerieregiments, v. Gr., das Urtheil in der Untersuchung verkündigt, welche an Pfingsten diese» Jahre» wegen grober Vergehen gegen die Sittlichkeit von einem Militärgericht gegen ihn eingelritet worden war. ES lautete auf Verlust sammt- licher Ehren- und Dienstrechte und eine Zuchthausstrafe von sech» Jahren. Eine Stunde darauf wmde er von dem Gefängnisse aus der Schloßwache, wohin er zu Anhang des vorigen Monat» gebrächt worden war, in einem geschloffenen Wagen, von zwei Landjägern begleitet, nach Gotteszell abgeführt. Amtsblatt des König!. Bezirksgerichts zu Freiberg, sowie der König!. GerichtsLmter und der Stadtrache zu Freiberg, Sayda und Brand. Pre«, . L- vierteljährlich 18 Ngl. Inserate werde» bi« gespaltene Zett« oder deren Raum mit 5 Pf. berechnet. r.^E ^-Freiberger Av dm bi» Nachmittag» mH , Mr sür die nächst- Tageblatt.