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7K7 Albert» bahn. arren mit Rum-, chn. We — und andere ihm seinen naturgemäßen Einfluß in Europa und stellen eS Frank reich gegenüber in entschiedenen Nacktheit. Doch bringen sie auch viele Vorlheile mit fick. Die Zersplitterung in viele kleine Staaten fördert die Bildung, verhindert die Eintönigkeit. Wichtiger ist, daß die Einzelstaatcn selbst gar keine Lust haben, auf ihre Autonomie zu verzichten, daß die große Masse des deutschen Volkes beileibe nicht lüstern ist, in einem großen Staate aufzu gehen, der Berlin oder Frankfurt zum Mittelpunkt hätte, »nd daß die versckiedenen Residenzen nicht gern zu Provinzstädten herab sinken möckten. Von nationalen Antipathien gar nicht "zu reden. Preußen ist in Süddeutschland wenig beliebt. Bayern z. B. würde schwerlich ohne Widerstand preußisck werden wollen, und darin allein liegt ein guter Grund, weshalb die Fürsten sich zweimal besinnen würden, ehe sie Frankrcick um Schutz bitten würden. Das hieße ja die Sympathien ihrer eigenen Untcrthanen versckerzen. Und weshalb sollten sie sich Frankreich in die Arme werfen? Preußen ist nicht stark genug, das Ziel seines Ehrgeizes mit Waffen gewalt zu erkämpfen, und Oesterreich ist noch stark genug, um das Verschlingen der Nachbarn zu wehren, ohne daß diese erst französische Hilfe erkaufen müßten. Don den Würzburger Conferenzen bis zum VaterlaudSvcrrath ist ein weiter Weg. Die dort versammelten Fürsten haben ihre Interessen wahren wollen, wie cs von Preußen und Oesterreich ihrerseits geschehen war. Das Recht dazu wird ihnen Niemand absprechen können, und wär' es, aller Wahrschein lichkeit nach auch klüger von ihrer Seite, einem Vorschlag beizu- treten, der dem durch Preußen empfohlenem nahe käme, so müssen wir andererseits dennoch die Annahme abweiien, daß sie mit wahnsin nigen Plänen für einen neuen Rheinbund umgehen." St. Petersburg, 19. Juni. Die heute erschienene „Nordische Biene" meldet, daß bis zum 30. Mai in Podolien in 141 Ort schaften mit zusammen 71,000 Einwohnern, Bauernrevolten statt gefunden hätten. Die Ruhestörung sei nur durch Mißverständnisse hervorgerufen worden, und sei die Ruhe nach Erscheinen neuer Verordnungen wieder hergestellt worden. verurtheilt. * „Gott vertheilt gnädig seine Gaben", fiugt Correntin in „Dinorah". In der Lotterie der bei Kroll in Berlin auSgesteütttt national-ökonomischen Gegenstände gewann der König eine Küchen waage und ein Dutzend Küchenmesser, die Königin ein Paar Hühner, der Kronprinz einen eisernen Bouillontopf, eine Schneider- Mamsell einen, schwarzbraunen Zuchthengst, (den sie sofort an einen Gutsbesitzer für 100 Fricdrichsd'or verkaufte), ein Literat eine Wurst-Stopfmaschine und ein Stutzer einen mit Bienen dicht be« setzten Bienenstock. Dnantwortl. Redakteur: I. S. Wolf. gefaßt, und die Frau von dem französischen Consul als ein „schlechte» Subject" bezeichnet. Die saubere „Familie" wird den italienisch«« Behörden auSgeliefert, und Mr. John wälzt die ganze Schuld «f seine Begleiterin, deren Opfer er sei und die nie seine GatM ge wesen. Seine OrdenS-Bänder erklärte er für einen Schmuck zur Ehre des neuen Italien. Er wurde zu zwei Jahren Gefängniß „Die RbeinbundSgelüste wären wichtig, wenn fie wahr wären, Gläubiger kommen in Massen auf» Land. Aber die Drei waren und wir wollen natürlich nicht für die geheimen Wünsche vost Mit dem ganzen Raube abgereist, wurden jedoch in Graubünden einigen zwanzig kleinen Fürsten Bürge sein. Wabe mag es sein, gefaßt, und die Frau von dem französischen Consul als ein „schlechte» daß die kleinen deutschen Fürsten mit Besorgniß den Bemühungen " " "" ' - - — --- folgen, die darauf hinauögehen, fie ihrer Hoheitsrechte zu Gunsten Preußens zu berauben, aber ckaraus folgt noch lange nickt, daß sie sich Frankreich in die Arme werfen wollen. Ihre Lage ist eine außerprdentlich Peinliche. Vor ihren Augen entwickelt fick eine Be wegung, deren Erfolg sie offenbar um ihre souveräne Macht, wenn auch nicht um ihre souveränen Titel bringen würde. Nun beschränken sich die Pläne der Unionsmänncr vorerst allerdings auf die Errich tung einer Centralgewalt zur Leitung der diplomatischen und Heercs- angelegcnheiten, aber gleichzeitig verlangen fie. ein Parlament in Frankfurt, das die ganze Nation vertreten und in allen Angele genheiten von nationaler Bedeutung den Ausschlag geben soll. Einer derartigen Versammlung gegenüber würde die Gewalt der Fürsten zu einem bloßen Schatten zusammenschrumpfen. Der König von Preußen würde Kaiser von Deutsckland, die übrige» Fürstenhäuser würden mediatisirt werden. Mit der Ausficht aus ein solches Schicksal sind die deutschen Souveräne zu entschuldigen, wenn sie es abznwenden versuchen. Im Uebrigen ist eS gar nicht ausgemacht, daß ihre Degradirung Deutsckland gar so sebr zu Gute kommen würde. Allerdings sind die bestehenden GebielSeintheilun- gen in vielen Beziehungen ungeschickt und hemmend. Sie hindern Deutsckland am entschiedenen und thatkcäftigen Handeln, rauben Von Tharaud nach Dresden : kj Uhr Morgen«, jS Uhr Vormittag», 3 Uhr Nachmittags, 7z Uhr Abends.— Von Dresden, nach Tharand: 74 Mr Morgens, 2 Uhr Nachmittags, 4 und 8z Uhr Abend». Lwil Lietrsok empfiehlt 1VMsckIü«sch«ok'elseukeiler-, ^eicischlösscheL-I^sxer- n. Üöhmisohe» Zier, hlvubrchersoho« nuä Dniwbnvder I^uxerbivr iu Orixinsi^ebiuäsll. ävr 2iexvlei ävs kittvrxures itloiu- rv rrtters stark, bei LwU Vie vsierscste Lier'diiesterlLxv von Osvsist 1Vvi»rt »m- »stehlt . 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Es handelt sich um Schwindeleien eines Engländers, Namens John William Hulme, bis zu 80,000 Gulden. Er war im Juni 1859 in Mailand mit einer Dame und einem Mädchen angekommen, die er für Weib und Tochter ausgab, und nahm seine Wohnung im Hotel Marino. Die Frau kaufte bei dem Mantillenfabrikanten Borchi für 11,000 Gulden, bei dem Leinenhändler Rigamonti für 29,000, bei dem Goldschmied Vigatli für 9000 Gulden. Auch die Tochter requirirte ein Piano und einen Lehrer dazu. Dann kamen der Corsetmacher, der Fri seur rc. daran, und „Graf" Hulme wollte zahlen, Wald es genehm sei. So kam der August heran, mit ihm große Hitze und das noch größere Bedürfniß nach einer Villa. Graf Hulme fand eine nach seinem Geschmack am Comosee, und dingte bis zu 120,000 Gulden. Jetzt wird flott gelebt, Bälle, Soireen, Wafferpartien jagen sich. Aber Bäcker, Schlächter, Krämer und Bootsmann schreiben vertrauensvoll mit guter Kreide an. So kam der Septbr. Alles war aus Wechsel gekauft. Es sollte bezahlt werden. Seine Neue Kinderwagen . . _ . mit guten und ordinären Gestellen, empfiehlt in Auswahl Korbmacher, Fleischeraasse Nr- 667. - - MS MA-.-,»,— , «„ragrabe, empfiehlt sein reichhaltige» Hager tu Kun?" «Al ^G-l^tttie- u. Ku^waaren, Eiseü- u. Stahlwaarm, Ler^ Gummiwaaren, lackirt« Blechivaareuz ° Steinas «nd GlaSwaaren, Brücken- Tafel-' Stangl-,^Na.wn«-' und Balk.nwaagni, Tapeten, «ußteppiche, bunt. Nenster-Rouleaur, Goldleisten, Spiegel, Photogen, Stearinkerzen «. — Preise fest und billig. ' , Ort-kaienLer. StaatS-Telegraphen-Bureau täglich geöffnet von küh 7 Uhr R» Abends 9 Uhr. Reisegelegenheiten. Posten. Nach Siebenlehn, Nossen, Döbeln: Früh 34 Uhr. — Nach Tharand: Früh 3 Uhr 40 Min. u. Lj Uhr, Vorm. 11 Uhr 20 Min., Nachm. 4 Uhr S Min. — Nach Brand, Großhartmannsdorf, Lengefeld, Heinzbank, Ma rienberg, Wolkenstein, Annaberg: Nachm. 1j Uhr — Nach Oederan und Chemnitz: Früh 6 Uhr, Mittags 11 Uhr 4S Min., Nachm, ^Mhr Sü Min., Nacht» 12Uhr 30 Min. — Nach Großhartmannsdorf». Spida: (von da nach Olbernhau und Zöblitz) Sonntags, Montag», Mittwoch», Donnerstag» Sonnabend» und Sonntag» Nachm. 44 Uhr. — Nach Frauenstein: täglich Nachm. S Uhr. Au» Chemnitz 64 u 1iz Uhr Vorm., 5j Uhr Nachm., 104 Uhr Abend».— AuS Tharand 84 Uhr Vorm., 3, 5 Uhr Nachm., S4 Uhr Abends. Reck fährt täglich 12j Uh, nach Chemnitz «Nd »um Anschluß der Albnt»- bahn früh 5z und Mittag» 114 Uhr nach Tharand und von Tharaud zurück früh 8 Uhr und Nachmittag» 21 Uhr. — Rülke fährt täglich «ach Tharand »um Anschluß der AlbcrtSbahn früh 5z und Mittag» 11j Uhr und von Tharand zurück früh 8 Uhr, Nachmittag» 2z Uh».