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o! und angenommen. ^8. /l Dottnrrstag, den 10. Januar. -<l-. Öhr für jene Klagen au- den Herzogthütarrn hätten. So ßtel ur- chs.chi-s, nu ID Ul gegen den Buchhändler vr. Heiberg in der betreffenden PetitionS- ängelegenheit, sowie den damit in Verbindung stehenden Fall Görke's, der verhaftet wurde und im Gefängniß sein Leben endete, weil er eine zu Gunsten der, Freilassung Heiberg'S abgefaßte Petition un- tLrzeichuet hatte, hlkb nicht unerwähnt. Der ganze Zustand ließe -sich, wäre die Sache nicht zu ernster Natur, von der humoristischen Seite äüffaffen. Sei es doch vorgekommen, daß man in Schleswig den Verkauf von Streichhölzchen, die mit weiß, blau und roth ge färbtem Zündstoff versehen waren, confiscirte, und drei Mädchen, - die bei einem Schulfest in dieselben, bekanntlich die schleswig-hol steinischen Landessarben, gekleidet waren, auseinander trieb. Der Schandau, 6. Januar. Heute Vormittag gegen 16 HA blieb die Eisdecke der Elbe von Königstein bi- an die böhmische Grenz« stehen, wodurch der Verkehr zwischen beiden Ufern der Elbe zur Zeit unterbrochen worden ist. Dresden, 7. Jan. Auf der Tagesordnung der 2. Katnuter befand sich der Antrag der früheren Staatsmmister Abgg. vr. Braun und Georgi, Schleswig-Holstein betreffend, wel- ckert«Mrlich1»Bp. Alsetüti EU-i» EAU ? II nii TrschEk -- 'jeden Wochentag früh ^Uhr. Inserate tyer- . h« f-iq" Rächmichlg». chS Mr für die Nchst- ü ^scheinende Nummer . 1861 i'iDUD StaatSMinister v. Beust erwiderte: „Je gewisser ich voraus« zuse-en Ursache habe, daß der soeben vernommene Antrag in Vieser hohen Kammer allseitigen und ungetheilten Beifall- sich zu erfteatn hat, um so weniger glaube ich einen Zweifel darüber bestehen Es sen Ku sollen, daß der Antrag den Anschauungen und Absichten der Regierung in der Hauptsache entspricht, und die Regierung daher keinen Anstand zu nehmen hat», ihr volle- Einverstäudniß daussi ju erklären. ES ist bekannt, daß der Bund in der nächsten Zeit einen entscheidenden Entschluß in der Sache zu fassen hat, indem MWze AntraaS der großherzoglich oldenburgischen Regierung, „ . ..n im Widerspruche mit dem letzten BundeSbeschl^ffe vom 8. MärK v. I. ergangener Erlaß der dänischen Regierung „ „ ' " "" ",k der vereinigten Ausschüsse ... Bundesversammlung, binnen Kurzem zu erwarten steht. Die k. preußische Regierung hat in dankenswerther Weise nach porgäü^t- genr Einvernehmen und syl Einverständnisse mit Oesterreich den Bskathungtn dieser Ausschüsse verstärkten und energischen Nachdruck gegeben. Die Eröffnungen- welche sie darüber den deutschen Re« giernngen gemacht hat, haben überall Anklang und Zustimmung gefimden, uitd cs unterliegt daher kaum einem Zweifel, daß der AuSschußberkcht im gleichen Sinne ausfallen und der Beschluß entsprechenden Inhalts sein werde. ES steht daher auch zu er warten, daß die k. preußische Regierung, welcher in dieser Frage vorzugsweise die Führerschaft zufällt, dem zu fassenden Beschlusse gleichen Nachdruck zu geben wissen werde. Wenn dieselbe, uE- schadet einer unerschrockenen Versolgung des zu erreichenden Zielt-, nicht ohne gewissenhafte Erwägung und Berücksichtigung aller etü- schlagenden Verhältnisse vorangeht, so verdient ein solches Ver? fahren nicht allein Rechtfertigung, es verdient Anerkennung, UNd dec Gedanke eines Vorwurfs liegt deshalb gewiß jeder deutschen Regierung fern, sowie derselbe von Seiten des deutsche» Bolte rn in hohem Grade ungerechter sein würde. Auf der andern Seite muß ich jedoch hervorheben, daß die Schwierigkeiten, die zu bewältigen, daß die Bedenken, die zu überwinden, daß die Kämpfe, die auszufechten sind, daß dies Alles einzig und allem außerhalb Deutschlands, nicht innerhalb Deutschlands liegt, daß die Bundesverfassung, welches immer ihre Mängel sei» mögen, i» Vieser Frage nie ein Hemmniß gewesen ist und cs auch jetzt nicht ist, und daß Preußen sicher sein darf, in dieser Frage alle deutsche» Regierungen mit sich zu sehen, nicht nur in dein Ginne, daßRe bereit sind- mit ihm zu stimmen, sondern auch mit ihm zu Handels und wenn eS gilt, mit ihm ins Feld zu ziehe». Ich »ehe nicht an, dies im Namen der diesseitigen Regierung zu erklären und, bin überzeugt, daß ich mich keinem Dementi aussetze, wnrn -rch Gleiches von allen deutschen Regierungen behaupte.. (MtM faches „Bravo " aus der Mitte der Kammer.) tu" .il? cher lautet: „Die Zweite Kammer wolle im Verein mit der Ersten die StaatSregierung ersuchen, im Bundcswege auf ebebalhige Herstel- ,lu-ig dcS in dem.Friedensschlüsse mit Dänemark und zu dessen unterm 26. Juli 1852 von Seiten des Deutschen Bundes gcueh- migter.BetanntmachM 28, Januar 1852 verbürgten Rechts- zustanheS in den Hcrzoatbümern Holstein und Schleswig hinzüwir- ken, auch eintretendeu Falles ihre Bereitwilligkeit zum Anschlüsse maLL bL Zwangs. h«s hekanchn ÄntmWr M- Äbg. Di-. Braun begründete diesen Antrag iu der ihm eigenen vo-n^^Marr" »""^eraauaeiwr Erlaü maßvollen ernsten Weise. Er gab. zunächst, gestützt auf die offi. a'ea?b'en ätte der Bericht ciellcu Docnmcnte des Deutschen Bundes und der dänischen Regte« ruug. eine klare Geschichse .dieser traurigen Frage seit dem Jahre Bundesversammlung binnen Kurzem 1846 bis gus die neuesten Beschlusse des Bundestags. - Er hob besonders hervor, welche Versprechungen" den SchleSwig-Holsteinetn von dfr gfnqnnteu Regierung in Bezug auf die zum Theil gleich- maßige Gesetzgebung gemacht worden , und erhob die Frage, wie die dänische Regierung diesen Verheißungen nachgckommen sei. Der Redner schilderte speciell die Zustände in den Herzogthümern und die daselbst erfolgten Maßnahmen, die einen Zustand, einen Hruck herbeigeführt hätten, wie er nirgends in. der gesitteten Welt existire. Gegen alles Recht habe man die Domänen ich Betrage von 50 Mill. Lhlrn. für dänisches Eigenthum erklärt, alle deutsch« gesinnten Beamten habe, man durch dänische ersetzt, ja man sei so gar so weit gegangen, dqß,.man zu Werkzeugen dieser antideutschen Agitationen Geistliche gebraucht, die deshalb mit dem Namen „schwarze Gensd'armen" belegt worden seien. Nicht genug ! Deut schen Geistlichen, habe man "verboten, ihren eigenen Kindern Unter richt zu ertheilen, und die schleswigschcn Advocatcn habe man bis auf wenige Ausnahmen ihrer Stellungen enthoben. Das Vereins recht, die Presse sei unterdrückt und geknebelt. Man sei sogar so weit gegangen, Vereine von nicht politischem Charakter/, wie die 1815 gestiftete Bibelgesellschaft, den Alterthumsverein und den -Verein gegen Verbreitung der Lungenscnche beim Vieh, aufzuheben. Nur bei zwei Erzeugnissen der Presse, die von der dänischen Re gierung jährlich mit 4000 Thlrn. unterstützt werden, habe man eine unbeschränkt« Bekämpfung des DeulschthumS zugegeben und dasselbe mit Koth bewerfen lassen. Auch die bekannten Gewaltmaßregeln ' Redner geißelte hierauf die Politik Frankreichs und England«, ' "j llIf«welche - auf dis Schmerzensfchreie in Italien lauschten,' aber kein Dreien, 8. Januar. Seine Königliche H-beit der Kron- L jür jene Kia^ Prinzess heule früh '/,7 Uhr nach Berlin gereist, träfen dort Mittags ^st, Deutschland sei sem eigener bester Freund .dies «»V" B«l2 Uhr ein, und wurden von Sr. königl.. Hoheit dem Kron- ^lk ''"^ ^glerungen sich zu "^mcn. (Brävo.) püme» Friedrich Wilhelm cmpfangcg. Im Pahnho^ war außer d.« KL b« drei« »raae seinem «ekubl auf. der k. sächsischen Gesandtschaft der Gouverneur Feldmarschall von WrangZ" anwesend, und zur Dienstleistizug Generalleutnant von Schlemüller. Um l Uhr wurde der Prinz von Ihren Majestäten empfangen und begab sich sodann nach Sansouci. hahe die Bitterkeit die sich bei dieser Frage seinem Gefühl auf« gedrängt, unterdrückt, und er hoffe, daß der Antrag den Bckfall der Regierung und der Kammern erlangen werde. ES werde sich bald entscheiden müssen, oh das kleine Dänemark dem groGn Deutschland mit über einer Million Soldaten Trotz bitten könne. Keine Gelegenheit- sich die Sympathien des deutschen Volt» zu gewinnen, sei für den Deutschen -Bund günstiger, als ein entschie denes Vorgehen in der schle»>pig-holsteinischen Frage. ll. Tageblatt. Freiberger AWt-er" - MMatk deszu Freiberg, sowie der Kömgl. MichtSäMter und ' der Stadträthe zu Freiberg, Sayda und Arand. - -