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W, 1858 Montag, den 26. April. wilder ein. (Dr. I.) r: ier: oßoiM re, My l Fkklbnz aari^ . ,-i- 'tun..". Amtsblatt des Königl- Byirlisgtrichts M Freiberg, sowie der Königl. Gerichtsömter und -er StadtMhc M Freiberg, Sayda und Brand. ibst deglietii. illch. n: g geb>«i- m gnjn eit, keiiW Ihne,, "kN M rige Sm «yrsta«^ wütziD ein lhT aller Ä Ihne«, l Familli und da men > Herzol rne neq^ stcii >m inkbarket! rden imS sehen zu e h^steS n möge, re Me, hei Sn- Mittags ungefähr 3 Acker; Le! Wurzen am 16. April Mit tags, theils in der Püchauer Nittergutswaldung, theilS in da- siger StaatSwaldung und mehreren Privatholzungen, zusammen gegen 80 Acker Haide, Reißig, Schlagholz re. Chemnitz. Zu der Concurrenz um den Ehrenpreis für den Flachsbau im Jahre 1857 traten vier Bewerber auf. Herr Gutsbesitzer Krcysel zu Marienberg erbaute auf 150 Q.-R- Fläche bei einer Meereshöhe von 1500 Fuß auf 9 Metzen Saamen 4215 Pfund in Schrägen getrockneten Flachses; Herr Gutsbe sitzer Friedemann in Langenleube Oberhain erbaute auf gleich großer Fläche bei einer Meereshöhe von 750 Fuß auf 12 Metzen Aussaat 3790 Pfund; Herr Gutsbesitzer Jungnickel in Schlettau bei Annabcrg erbaute bei einer MeereShöhe von 1950 Fuß auf 6 Metzen Saamen 2934 Pfund und Herr Gutsbesitzer Buder in Dittersbach bei Bernstadt erbaute bei einer Meeres höhe von 850 Fuß auf 7'/, Metze Saamen 2631 Pfund. Der den Ehrenpreis gewinnende Concurrent, Herr Anton Kreysel, hatte als Vorfrucht Kraut mit Stallmist gedüngt. Die Rog genstoppel ward im Herbst 1856 sechs bis acht Zoll tief umge brochen, der Acker Anfang Mai 1857 einigemal geeggt, der Saamen mit doppeltem Strich untergebracht. Düngung: 6 Ccntner Holzasche, Saamen: Rigaer. Zwickau, 20. April. Gestern früh 7'/, Uhr ist auf der Zwickau-Schwarzenberger Bahn zum ersten Mal ein Probezug, bestehend aus der Locomolive „Schwarzenberg" und drei Lowries, unter Leitung des Herrn Beiriebsoberinspectors Lieutenant Braun aus Leipzig und unter Betheiligung der HH. Oberingenteur Sorge, Bahnhofstnspector Wilcke und vieler andern dazu ein geladenen Perscnen, vom hiesigen Bahnhofe aus direkt nach Schwarzenberg abgegangen. Die Fahrt ist ohne alle Unfälle von statten gegangen, und Abends 5'/, Uhr trafen sämmtliche Theilnehmer an derselben wohlbehalten auf hiesigem Bahnhofe Tagk8geschichte. Dresden, 23. April. Das G-burtsfest Sr. königlichen Hoheit des Kronprinzen wurde heute iu stiller Zurückgezogenheit von Seiten der königlichen Familie gefeiert. Ihre königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin dintrten bei Ihren königlichen Majestäten. — In der heutigen Sitzung der Ersten Kammer war Ge genstand der Tagesordnung der Bericht der zweiten Deputation über das Budget deS Departements und der Finanzen. Im Verlaufe der Debatte fand sich auch Graf von Nietsch zu der Frage veranlaßt, ob es wohl gerathen sei, den fiskalischen Berg bau in seinem bisherigen Umfange fortzustcllen. Ungerechnet des Aufwandes für die Bergakademie, den man als wissenschaft lichen Zwecken gewidmet betrachten könne, würde dem Staate das Berg- und Hüttenwesen, Einnahme und Ausgabe einander gegenüber gestellt, jährlich noch 12,000 Thlr. kosten, wenn der Betrieb des tiefen Stöllns nach dem Negierungsvorschlage mit verstärkten Mitteln fortgesetzt werden solle, andernfalls aber nur 18,000 Thlr. einbringen. Der königl. Commissar geh. Finanz- rath tzreieslcben bemerkte hierauf, die wenigen im Besitze deS Fiscus befindlichen Berggebäudc bildeten meist kein nutzbares Eigenthum, sondern eine zum Vortheile des Privatbergbaues übernommene Last. Der Umfang des Betriebs bei der Genc- ralschmelzadministration aber hänge nicht vom Staate, sondern vom Betriebe der Privatbergwerke ab. Zu einem Ueberschuß Von 18,000 Thlrn. bei einem, mehr volkswirthschaftlichen Zwecken dienenden Betriebe könne man sich schon gratuliren, wenn letz terer nebenbei die Kosten einer solchen Anlage wie des tiefen Stöllns trage. Vicepräsident Freiherr v. Friesen hebt ebenfalls die volkswirthschaftliche Wichtigkeit des Bergbaues hervor und weist übrigens auf mehrere beim Finanzministerium in Wegfall gekommene Geschäftsbräuchen hin. Nach dem Schluß der all gemeinen Debatte fand noch eine Debatte über die einzelnen Positionen nur betreffs des Oberbergamtcs und des Postulats für den tiefen Stölln statt. Bezüglich des ersten: wollten Se kretär Wimmer und Vicepräsident Frhr. v. Friesen die Frage wegen Aushebung, beziehentlich Umgestaltung desselben offen ge halten wissen, wobei Letzterer die Gründe gegen Unterlassung der Fortuntcrstützung des Bergbaues durch den Staat zu ent wickeln Gelegenheit nahm, Graf Rietsch aber bemerkte, er habe bloö von Einschränkung deS Staatsbergbaues gesprochen, Bür germeister Clauß, Kammcrherr v. Watzdorf (der Referent) und geh. Fiuanzrath Freiesleben endlich sich gegen oder bedingt ge gen Aufhebung des Oberbergamts aussprachen. Bezüglich des liefen Stöllns befürworteten Kammcrherr v. Bcschwitz, Bürger meister Clauß und Kammerherr v. Zehmen die möglichste Be schleunigung des Baues, während Staatsminister Behr bemerkte, daß im Hinblick auf die gewünschte Herabsetzung der Steuern die Negierung bei ihrem Widerstande gegen die von der Zweiten Kammer bereits beschlossene Ermäßigung deö Postulats auf den bisherigen Betrag nicht beharren zu müssen geglaubt habe, und der Referent den darauf basirten Deputattonsvorschlag rechtfer tigte. Die Bewilligungen erfolgten sämmtlich in Uebereinstim- mung mit der Zweiten Kammer, beziehentlich den Regierungs postulaten. — Durch die seit mehrern Wochen andauernde Trockenheit sind mehrere Waldbrände begünstigt worden. Es liegen in dieser Beziehung folgende Nachrichten vor: Bei Werdau sind am 16. April Mittags circa 20 Acker Haide und alter Bestand in dem k. Staatswalde auf Langenbernsdorfer Revier vernichtet worden; bet Saida am 16. April Nachmittags eben falls 20 Acker mit fünf- und sechsjährigem Bestand; bei Dahlen am 11. April ein Acker; bei Bautzeu am 16. April Berlin, 22. April. Heute Vormittag fand vor den dazu ! eingeladencn Mitgliedern beider Häuser des Landtags, welche zahlreich erschienen waren, eine Vorstellung der Feuerwehr auf ihrem Uebungöplatze in der Breiten Straße statt. Unter dem Kommando des Chefs dieses Instituts, Branddirectors Seabell, führten die Mannschaften, welche zum Schein alarmirt wurden, l in erstaunlicher und laufbewanderter Schnelligkeit und Gewandt heit die verschiedenen Exercitien und Turnübungen, welche diesen vorangcheu müssen, aus. Zufällig entstand während dec Vor stellung wirklich Feuer in der Dorotheenstraße und das In stitut konnte somi: gleich praktisch seine Schnelligkeit der Bereit schaft zum Löschen bewähren. Ein Theil der in Parade ge standenen Mannschaft saß in einer Minute bereits gerüstet auf den Wagen, welche der Brandstätte zueilten. — Große Sen sation erregt hier die Ergreifung des Mörders, welcher am 11. d. M. auf der Landstraße hinter Oranienburg einen Han delsmann erschossen und beraubt hatte. Die Entdeckung, auf welche die Behörde einen Preis von 100 Thlr. gesetzt hatte, er folgt« durch ein Dienstmädchen. Der Mörder ist ein 21jähriger, bisher unbescholtener Buchbindergcsell, Namens Radicke. Man fand bet ihm auch das Doppelterzerol, mit welchem er den Mord verübt Hatte. Der Mörder soll rin knabenhaftes An sehen haben. Bei Zell in Württemberg dauert ein Erdhrand bereits 3 Wochen. Durch getroffene Maßregeln, namentlich durch einen 12 Fuß tiefen Graben, der um die Brandstätte gezogen worden ist, hat man der Weiterverbrettung vorgebeugt, doch kann der Brand LiS zum Herbst noch ««dauern. Die Brandstätte Hat sich bis jetzt etwa 2 Fuß gesetzt. Kob«rg, 21. April. In diesen Tagen ist die weibliche Bevölkerung der hiesigen Stadt durch die Nachricht in eine Nudtl» itei«. en. Hirse. mit Ul' Karichl- mit M z Meißen, m.) «ui rein d<l i im N' ------ Freiberger Anzeiger ------ dm bis Nachmittag- und gespaltene Zeile, oder z Uhr für di-nächst. ' deren Kaum mit-5 L, Tageblatt.