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M, 1858 Donnerstag, den 17. Juni. 136. r l6. Juni ruft, dadurch die persönliche, die Glaubens- und Gewissensfreiheit der ! weiteres eingetreten, da man das Verfahren lm Walde von Katholiken mehr beeinträchtigt ist als je. Leider kann ich Ihnen l! Vesinet in dir Kategorie des TodtschlagS zählte; wenn aber der Welt, i hier sage inten, von ed nehmm chäf-r. mz. Uhr. , Preis vierteljährlich 1L Ngr. Inserate werden die gespaltene Zeile oder deren Raum mit S berechnet. Paris. Was ich Ihnen von dem Gesundheitszustand des Hrn. v. Pöne vor einiger Zett mitgetheilt, bewährt sich vollkommen; Lie Wunden heilen, das Fieber hat aufgehört und der Mitarbeiter des Figaro ist, wenn nicht alle Zeichen seiner sein. Denn wenn einer von dem Augenblick, wo er getroffen wurde, 40 Tage und länger lebt, so kann nach der Vorschrift der Thäter nicht mehr auf Todtschlag angeklagt werden. Ein mil dernder Umstand ist somit für den Lieutenant Hyenne ohne Aus Bingen vom 8. Juni schreibt man: „Die Anstände, durch welche der Bau unserer protestantischen Kirche bis- derLiebe uns be- geörun- rch aus ¬ rau. Stuttgart, 9. Juni. (D. A. Z.) Es wird sich immer deutlicher herausstellen, daß durch Vereinbarung mit Rom die katholische Kirche als solche an Freiheit gewonnen hat, daß aber ndorf. nunmehr gehoben; der Gustav- U„zte trügen, ein geretteter Mann. Diese unerwartete Wen- Ädolf-Vercm steuert ^^'^00 Fl. zu dem Baue bei. Die Grund- Dinge ist nicht nur von Wirkung auf die öffentliche ! Meinung, sondern muß nach der französischen Gesetzgebung auf abgehaltenen Hauptversammlung de>. Gustav-Adolf- Anklage gegen den Lieutenant Hyenne von erheblichem Einfluß ' ' u. üchs Amtsblatt -es Königl. Bezirksgerichts zu Freiberg sowie -er Königl. Genchtsamter un- -er Sta-triithe M Freiberg Say-a un- Kran-. eige. isen gute e Aich- ). d. M. iurletz- . Göpel, ztlich te- ident vr. prochmm Denen, chmückte» sei hier- esprochen. uni 18Ä. iebenen. tin, Tage5geschlchte. Leipzig, !3. Juni. Wie das „Lcipz. Tgbl." mittheilt, ist der Wagenwärter bei der sächsisch-bayrischen Staatsbahn, NamenS Wilde, welcher den vorgestern Nachmittags 5 Uhr hier angekommenen Güterzug als Bremser begleitet hatte, dadurch dnunglückt, daß er an der unweit Konnewitz befindlichen stei- nemen Brücke unvorsichtiger Weise von seinem Sitze aufgestan- tm war. Er ist dadurch mit dem Kopfe an die Brücke ange schlagen und wurde bei der Ankunft des Zuges hier mit zer schmetterter Hirnschale auf dem Wagen liegend gefunden. Er ist denselben Abend noch gestorben. — Die hiesige Universität zählt gegenwärtig 839 Stu- dirende (638 Inländer und 201 Ausländer). Es studiren da- »n 205 Theologie (darunter 33 Theologie und Philologie); 31s Jurisprudenz (darunter 56 Jura und Kameralia); 185 Medicin; 12 Chirurgie; 24 Pharmazie; 37 Naturwissenschaft (Chemie und Physik); 15 Philosophie; 20 Philologie; 14 Mathematik; 9 Kameralia. Im vorigen Semester betrug die Zahl der Studirenden 850. AuS dem Boigtlande. (Dr. I.) Nachdem sich der Mona^ Mai durchweg kühl gehalten und gegen Ende hin sogar noch einmal Lust zum Schneien gezeigt hatte, begann der Juni sofort mH wahrhaft tropischer Hitze und häufigen Gewittern. Von letzter» hat das am 11. l. M. von Norden nach Südwest ziehende an Gebäuden und Saaten nicht unerheblichen Schaden ange- üchiel und sogar ein Menschenleben gefordert. Die Fluren der Dörfer Weisensand, Rvtscheu und Mühlwand haben durch den Hagel viel gelitten, sowie auch die Fenster in der Spinnerei deS Henn Gareis in Weisensand tüchrig mitgenommen wurden. I« Radewischer Walde schlug der Blitz in eine sehr alte Fichte und zerspaltete den großen Baum ziemlich ganz. Neben diesen traurigen Nachrichten ist aber die erfreuliche Thatsache hervor- zuhüm, daß die Früchte allenthalben sehr schön zu Felde stehen und einen sehr reichlichen Erntesegen versprechen. SuS Lissa vom 11. Juni wird geschrieben: „Auf der Lissa- Glogauer Zweigbahn, etwa eine halbe Meile jenseit Frau stadt, fand durch den vorgestrigen Glogauer Abendzug das zwei jährige Kind eines Bahnwärters auf eine schauderhafte Weise seinen Tod. Das Kind spielte in der Nähe des Schienenstranges, «iS eben der Zug ankommen sollte. Der in seinem Berufe beschäftigte Vater trat an seinen Posten und sah mit Schrecken sein Kind auf der entgegengesetzten Seite deS Stranges auf die Schienen kriechen und sich auf die Mitte des Gleises htnstellen. In seiner Todesangst hatte er noch so viel Besinnung, dem Zugführer mit der Mütze zuzuwinken, daß er den mit voller Dampskraft ankommenden Zug zum Stehen bringe. Dies war leider nicht mehr möglich, trotz des dem Maschinisten ge gebenen Signals, und wenige Secunden darauf zog der unglück liche Vater sein entsetzlich zerfleischtes Kind als Leiche unter den Rädern Ler Maschine hervor." hierfür bereits einen Beleg mittheilen. In der Oberamtsstadt N. lebt ein Handwerksmeister friedlich unter der protestantische« Bevölkerung. Die Richtung, di« sich jetzt im KatholtciSmur kund giebt, sagt ihm nicht zu, er hält sich fern davon, ohne je doch aus der katholischen Kirche auszuschetden. Auf einmal er scheint in seinem Hause der Kaplan deS Dorfes, wohin die we nigen Katholiken der Oberamtsstadt kirchpflichtig sind, inquirirt ihn, warum er die katholische Kirche nicht besuche und von der: Beichte keinen Gebrauch mache; er möge lieber ganz aus der römisch-katholischen Kirche austreten. Der Bedrängte ließ den. Kaplan reden und blieb nach wie vor katholisch, ohne jedoch- den Gottesdienst des Kaplans zu besuchen oder zur Beichte zm gehen. Nun kam auf Veranlassung des Kaplans eine Vorla dung vor das Stadtschultheißenamt, dann vor den Kirchencon- vent. Der Mann leiste» aber der Vorladung keine Folge- Hierauf erhielt er von dem Kaplan ein Schreiben, in welchem sieben Fragen in Betreff seines Glaubens, seiner Ueberzeugung, der Befolgung der kirchlichen Gebote rc. an ihn zur sofortige« Beantwortung gestellt wurden. „Wollen Sie", lautet die letzte: Frage, „falls Sie die Lehre und Gebote der katholischen Kirche nicht anzuerkennen und zu befolgen vermögen, aus freien Stücken etwa aus derselben auSzuscheiden sich entschließen? Von Beant wortung insbesondere dieser letzten Frage wird es abhängen, ob es noch für nöthig erachtet wird, gegen Sie wegen fortgesetzter Renitenz gegen das katholische Pfarramt eine Klage (beim Bischof> anhängig zu machen." Ob sich der HandwrrkSmann bemüßigt haben wird, hierauf zu antworten, werden wir bald erfahren x vielleicht auch bald, ob die katholische Kirchenbehörde in Würtem- berg es wagen wird, Jemand zu excommuniciren, weil er kn Glau- benssachcn vielleicht ähnlich denkt wie der Landesfürst, aber sich- nicht veranlaßt findet, deshalb seinen katholischen Heimatschei«' zu zerreißen. In diesem Falle aber müßte Excommunication auf Excommunication folgen, denn es ist gewiß richtig und- wohl zu sagen erlaubt, daß kein gebildeter Katholik mehr a« alle Dogmen glaubt, welche die katholische Kirche aus derer Mittelalter in die Gegenwart gerettet hat, und kein gewiffen-- hafter Katholik mehr Dinge mitmachen kann, wodurch er siH ! in Len Augen jedes Kindes zu einem Heuchler stempeln würde- Den Hamburger Nachrichten schreibt man aus Tirol vom 8. Juni: „Wie verlässig verlautet, so hat Lie lächerliche Kapuzinade, welche Pater Burgstatterbei seinen MissionS- predigten in Feldkirch gegen Alexander v. Humboldt losgelassen, höhern Orts einen sehr bösen Eindruck gemacht, und zwar nicht sowohl weil die Ordensobern die Ansichten des Paters, nicht theilten, als vielmehr weil sie es für unklug halten, gegen l den von der öffentlichen Meinung der ganzen eivilisirten Welt hochgefeierten Heros der Wissenschaft so ungescheut ihr Urtheil preiszugeben. Es heißt daher, daß Pater Burgstatter's Thätig- keit für die nächste Zeit eingeschränkt werden würde, um der verletzten öffentlichen Meinung eine scheinbare Satisfaktion zu geben." ppschch. nnabaü Mittag, a Haupt, zen eike tilde. ----- Freiberger Anzeiger da bi« Rechmittag« , Uhr für di« nächst- - ^7- Tageblatt.