10 zwischen 60 und 70 in der Mitte swischen dem 3. und 4. Zwischentheilstriche ab, zo bedeutet dies 0,67 pCt. Was die Einstellung der Flüssigkeit auf den Nullpunkt und die Ablesung an irgend einem an deren Punkte anbelangt, so ist zu erwähnen, dass die Flüssigkeit in dem Bürettenrohre keine ebene Oberfläche bildet, sondern sich an den Glaswandun gen in die Höhe zieht und infolgedessen ihre Ober fläche schalenförmig vertieft ist. Diese Form der letzteren bezeichnet man als Meniskus. Betrachtet man das Flüssigkeitsniveau gegen das Licht oder gegen einen hellen Hintergrund, so erscheint das selbe als eine sichelförmige dunkle Fläche, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist. Es ist sehr wichtig, dass die Einstellungen und Ablesungen immer in genau derselben Weise ausgeführt werden. Zu diesem Zwecke ist es nothwendig, das Auge nicht zu hoch und nicht zu tief zu halten, weil sonst Ungleichmässig keiten in der Ablesung entstehen. Die richtige Stellung des Auges bei der Ablesung ist aus Fig. 6 zu erkennen; es muss sich also das Auge genau in der gleichen Höhe mit dem Flüssig keitsniveau befinden. Ferner liest man so ab, dass der Ablesungsstrich den unteren Theil der sichelförmigen Fläche tangiert (ebenfalls aus Fig. 6 ersichtlich). Um aus der Bürette Natronlauge ausfliessen zu lassen, nimmt man dieselbe in die rechte Hand und neigt sie nahezu bis zur wagerechten Stellung, wobei das schwächere Rohr mit der Ausflussspitzo nach unten gerichtet ist; die Lauge wird alsdann Tropfen für Tropfen abfliessen (siehe Fig. 7). Man