wenn sie beim Auslaufenlassen 25 cem liefern soll. Man füllt die Pipette durch Ansaugen ■ der betreffenden Flüssigkeit, bis dieselbe über der Marke steht; man verschliesst dann rasch mit dem Zeigefinger und lässt die Flüssigkeit langsam ablaufen, bis sie sich genau auf die Marke einstellt. Bezüglich der genauen Ein stellung gilt dasselbe, was später bezüglich der Ablesung an der Bürette vorgeschrieben ist. Nach dem Einstellen lässt man den In halt in ein Gefäss, in unserem Falle in das Titriergefäss, einlaufen; nach dem Auslaufen zählt man langsam bis 3 und streicht die Spitze an den Wandungen des Gefässes ab (die Pipette soll nicht ausgeblasen werden). 6. Eine Bürette. Für den vorliegenden Zweck halte ich die Form der sogen. Gay- Lussac-Bürette, welche in Fig. 4 dargestellt ist, für die geeignetste und zweckmässigste. Diese Bürette, welche zur Aufnahme der Natronlauge dient, besteht aus zwei in einem Holzfuss ruhenden kommunizierenden Röhren, von denen die weitere die Eintheilung trägt, während die engere oben mit einer Ausfluss spitze versehen ist. Die erstere ist mit einem Stopfen verschliessbar, durch welchen ein kurzes Glasrohr geht, an dessen oberes Ende ein kurzes Stück Gummischlauch gesteckt ist. Dio von oben (Nullpunkt) nach unten gehende Eintheilung der Bürette ist aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich. Die Graduirung besteht aus zwei Zahlenreihen; die Zahlen an der linken Seite geben die Anzahl ccm und die an der rechten die Hundertstel Prozent, ausgedrückt in Essigsäure, an. Für den prak tischen Gebrauch kommen eigentlich nur die letzteren in Betracht (10 ccm entsprechen 0,40 pCt. Säure). Wenn also nach der Titration in der weiter unten beschriebenen Weise der Flüssigkeitsspiegel bei 30 steht, so bedeutet dies, dass die untersuchte Brühe 0,30 pCt. Säure, berechnet auf Essigsäure, enthält. Es sind nur die ganzen Zehntel in Zahlen an-