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02-Abendausgabe Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 02.01.1905
- Titel
- 02-Abendausgabe
- Erscheinungsdatum
- 1905-01-02
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id453042023-19050102026
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id453042023-1905010202
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-453042023-1905010202
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Leipziger Tageblatt und Anzeiger
-
Jahr
1905
-
Monat
1905-01
- Tag 1905-01-02
-
Monat
1905-01
-
Jahr
1905
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Die Di 21 Oktober, Staatsbahn; Usirup-Toft- April, SchleSwig-Iatrup, 31,5 km, Provinz Hannover: (Münder-) 15. Oktober, Wahnebergen-Rethern, 20. 20 20. 5. 5. 6. 28. ... , !1. Erfurt, Kgl. Eisenbahndircktion, Wirtschaftsverpachtung. 13. 13. 1-1. -° - 14. Plotzensee, Strasgefangnis, Bckleidungsstoffe usw. Tarifwesen. — Nikderschlrsischer Steinkotzlciwerkehr nach den sächsischen StaatSeisenbaluie». Tie im Ausnahmetarif für den vorge nannten Verkcbr in Abteilung II enthaltenen ermäßigten Frachtsätze für Ebersbach trans, und Warnsdorf trans, kommen auch im Jabrc 1005 für nach Stationen der Böhmischen Nbrd bahn bestimmte Sendungen schon bei Aufgabe dieser Sen dungen zur Amvcndung. — Im Rheinisch und Frankfurt-Sächsischen Verband treten die abgeänderten Entfernungen für Bedburg des Di rektionsbezirks Köln in dem vom 1. Januar 1S05 gültigen Nachtrag VII zum Tarifheft 1 vorläufig nicht in Kraft. u. Ausnahmetarife für hannoversches Petroleum. Für die Beförderung von Rohpetroleum in Ladungen von mindestens 10 000 l<8 oder bei Frachtzahlung hierfür treten mit Gültig - leit vom 1. Januar 1905 im Verkehr von den Stationen Burg dorf, Celle, Peine Schwarmstedt und Wietze-Steinfördc nach Stationen des Tircktionsbezirks Essen, sowie sämtlichen Kölner Bahnhöfen des Direktionsbezirks Köln ermäßigte Aus nahmefrachtsätze in Kraft. aktien II Lit. und L eine Dividende von 0.(12) Proz. " ' ' ge- !5 025 vorzutrageu, wurde von der Generalver sammlung angenommen. *— Die Schodnica-Aktiengesellschaft für Petroleumindu strie iu Wien unterhandelt der „Zeit" zufolge wegen lieber- nähme der Drüsinger Petrolcumraftinerie, eines Unternehmens, das für 13 000 1 eingerichtet ist und eine Kartellquote von 3500 t hat. Verficherrrngrrveseir. tm. Vaterländische LebenSversicherungSgesellschaft in Elber feld. In der Generalversammlung wurde die vom Aufsichtsrat voraeschlagene nach den Vorschriften des seit zwei Jahren eingerichteten Aufsichtsamts für private Versicherungen erforderliche Abänderung der Statuten genehmigt. X. Hamburg-Bremer Feuerversicherungs-Gesellschaft in Hamburg. Die Gesellschaft har aus Anlaß ihres 50 jäh rigen Bestehens eine Festschrift veröffentlicht, die ein interessantes Bild ihrer Entwickelung gibt. Die -Schrift macht Mitteilungen über die Gründung der Gesellschaft, die unter Beteiligung sehr bekannter Persönlichkeiten in Hamburg und Bremen erfolgt ist und der alsbald die Ausdehnung des Geschäftes nach Uebersee folgte. Diese begann in St. Thomas, wo noch heute eine Agentur besteht, die aber ganz unbedeutend geworden ist. In den ersten Jahren folgte auch bereits eine weitere Kapitalserhöhung, späterhin die Errichtung weiterer Agenturen an überseeischen Plätzen, sodann auch die Ertei lung einer Konzession für Preußen, der dann die Gründung einer Tochteranstalt zur Rückversicherung folgte. 1871 wurde das amerikanische Geschäft ausgenommen, und zwar in Chi- cago nach dem großen Brande, der einen Teil der Stadt ver nichtete. Im Jahre 1882 übernahm der jetzige Generaldirektor, S. von Dorrien, die Leitung der Gesellschaft, und unter seiner Führung wuchs sowohl das überseeische Geschäft, wie auch namentlich das inländische Geschäft. Zehn Jahre später wurde eine zweite Rückversichcrungsgesellschaft gegründet. Im wei teren Verlauf ihrer Tätigkeit nahm die Gesellschaft auch an den Bestrebungen zur Verbesserung des Geschäftes durch Bildung von Tarifvereivigungen Anteil. Ihr jetzt verflossenes 50. Jahr ist durch die großen Brände in Aaleftmd und Baltimore be dauerlicherweise stark beeinflußt worden. Tic beiden Brände kosten ihr reichlich (4 Million Mark für eigene Rechnung. Dadurch wird, wie die Festschrift sagt, das Resultat wesentlich, aber nicht übermäßig ungünstig beeinflußt. Wie enorm das Geschäft der Gesellschaft gewachsen ist, zeigt eine der Festschrift beigegebene Tabelle, der zufolge in den Jahren 1855 bis 1903 die Versicherungssumme von 45,5 Millionen Mark auf 3543,7 Millionen Mark wuchs, die bezahlten Schäden für eigene Rechnung von 58 850 auf fast 5 Millionen Mark, die Totalreserven von 46 947 auf 6 829 184 Die Dividenden waren seit Jahrzehnten sehr beträchtlich, seit 1872 betrugen sie nur einmal unter 10 Proz. und bewegten sich sonst zwischen 11(4^ und 23 Proz. Für die beiden letzten Jahre wurden 18 Ptvg. bezahlt. Somit stellen die ersten 50 Lebens jahre der Gesellschaft eine große erfolgreiche Arbeit dar. von New Uork 278 000, Ausrralien 5000, Westindien 4000, zusammen 287 000 Lstrl. Ausgeführt wurden nach Bombay 83 800, Hongkong 56 935, zusammen 140 235 Lstrl. — Zu fuhren von mexikanischen Dollar» fanden nicht statt; die Notierungen sind ganz nominell. ? Kein, neue türkische Anleihe. Die „Frkf. Ztg." meldet aus Konstantinopel: Ein der Finanzkommission sowie dem Finanzminister übermitteltes kaiserliches Jrade verfügt, daß die Verhandlungen mit den französischen oder anderen Gruppen wegen Aufnahme einer neuen türkischen Anleihe gänzlich einzustellen sind. Infolge dieser Verfügung wurden die Verhandlungen mit der Ottomanischen Bank und dem französischen Syndikat abge brochen. --- Ne« Korker Banken. Der Ausweis zeigte eine Sur« pluSreserve von 13 683 OlkO Dollars, d. i. eine Abnahme um 1 563 000 Dollars. Tie Vorschüsse erhöhten sich ui» 9 271 000 Dollars, ebenso die Depositen um 9 933 000, während die Bar- bestände um 1 850 000 Dollars sich verminderten. 8 Da» Schatzamt der Bereinigten Staaten van Amerika icbließr, wie die Lononer „Mornina Post" aus Washington ineldet, für das vergangene Jahr mit einem Defizit von 22 Mill. Dollars. ES ist wenig Hoffnung vorhanden, cs wäh rend dieses Jahres zu verringern; die Aussicht auf eine we,. rere Vergrößerung des Defizits ist so drohend, daß der Kon- greß ernstlich erwägt, dieses Jahr keine Neukonstruktion für die Marine in den Etat aufzunehmen. Braugewerbe. »cd. Die Aktien-viervrauerei, Aktiengesellschaft, in Witten berg hat das Geschäftsjahr 1903/04 mit einem Verlust von 12 712 abgeschlossen. d) Aktiengesellschaft zum Betriebe von Brauereien in Neu- Ruppin. In der Generalversammlung wurde die Perteilung von 4 Proz. Dividende genehmigt. Zum Zwecke des Erwerbs größerer Kunden und für den Vergröße- rungSbau des SpezialauSschankes der Gesellschaft des Kaiser- Dilhelm-ZelteS, wyrde beschlossen, das Aktienkapital auf 500 000 zu erhöhen. — Die Dortmunder Birtoriabrauerei in Dortmund hatte 'm Jahre 1903/04 76 781 (73 760) bl Absatz. Der Rein- gewinn einschließlich Vortrag beträgt 224240 (188 520) Mark wovon 120 000 für 8 Proz. (wie i. V.) Divi- dcnoe, 35367 zur Abschreibung für Anleihekostcn, 6356 Mark als Einlage in die Reserve II, 15 000 zur Dotierung des Rücklagefonos, 19 879 zu Tantiemen und 27 637 als Vortrag dienen. Verschiedene Indnstriegesellschafte«. § Die Leipziger Tüngerexport-Aktiengefellschaft in Leipzig teilt uns (etwas verspätet) mit, daß sie für 1904 wieder 7 Vroz. Dividende wird verteilen können. Danach korri giert sich unsere Schätzung von gestern früh, die auf 7—8 Proz. gelautet hatte. *— Nossener Papierfabriken, Aktiengesellschaft, in Nossen. Auf der zum 18. Januar einberufenen außerordent- lichen Generalversammlung stehen folgende An- rräge auf der Tagesordnung: Bericht des Vor landes über die jetzige Lage des Unternehmen. Beschluß, fassung über die vom Vorstand vorgeschlagene Sanierung des Unternehmens durch Herabsetzung des Grund kapitals und dessen Erhöhung durch Zuzahlung auf die Aktien. Eventuell: Beschlußfassung über den Antrag des Aufsichrsrats und Vorstands auf Ver äußerung des Gesellschaftsvermügens im ganzen, Auf lösung der Gesellschaft und Wahl von Hiqui- d a t o r e n. u Deutsche Grammophon Aktiengesellschaft. Der in der Generalversammlung vorgelegte Geschäftsbericht wurde genehmigt, ebenso die Bilanz nebst Gewinn- und Ver- lustrechnung; die Versammlung hat ferner dem Gewtnn- verteilungsvorschlaae der Verwaltung zugcstimmt und die Di vidende auf 20 Proz. festgesetzt. C^r Verwaltung tvurde Entlastung erteilt. Die Iveiter noch zur Beratung stehende Statutenänderung wurde von der Tagesordnung abgcsctzr. — TaS Schicksal de» Kölner Helios ist auch gestern noch nicht entschieden worden. Die Beratung, die gestern in Köln stattfand, mußte abgebrochen werden und soll heute fortgesetzt Werden. Inzwischen wird dem „B. T.* von zu ständiger Seite erklärt, daß die Siemensgruppc keine Obligationen dcS Helios besitze. Eine gleiche Erklärung liegt von der Allgemeinen Elrktrizitätsaesellscbaft noch nicht vor, indes wird dem genannten Blatte bemerkt, daß auch diese keine Obligationen gekauft haben dürfte. TeS weiteren wird die von Direktor des Helios, Pfankuch, verbreitete Version als unrichtig angesehen, daß die Darmstädter Bank und die Handelsgesellschaft verlangt haben, der ObligationSbesih ihrer Klientel solle zu Einstandspreisen von den Bankgläubigern de» Helios übernommen werden. Dagegen sollen die Darmstädter Bank und die Handelsgesellschaft bei dem Verlangen beharren, daß die Obligationäre vor den Bankgläubigern bevorzugt werden. Nachdem 80 Proz. der Masse des Helios auf beide Gläubiger verteilt sind, sollen die Obligationäre ein Vorrecht auf die letzten 20 Proz. haben. Wird diese For- derung von den Bankgläubigern bis heute vormittag nicht ak- zeptiert, so liegt die Gefahr vor, daß der heute fällige Coupon unbezahlt bleibt. *— Bom rheinisch-westfälischen Zementsyndikat wird dem „Hann. Tour." zu der beabsichtigten Verlegung des Sitzes von Bochum nach Düsseldorf mitgeteili, daß mehrere Mitglieder de» Syndikats mit diesem Vorhaben an die Düsseldorfer Stadtverwaltung herangetreten sind und eine be. deutende Zementfirma ihren Beitritt zum Syndikat direkt von dessen Verlegung nach Düsseldorf abhängig gemacht hat. Nur eine, allerdings einflußreiche, Firma verhindert noch die Per- wirklichung des Projekts. Die Stadt Düsseldorf hat dem Syn dikat das weiteste Entgegenkommen zugcsagt. VV. Eine neue HeringSfischereigesruschaft in Emde«. Zu den bisherigen drei Heringsfischereigesellschaften konnnt im Frühjahr bekanntlich noch eine vierte, die Aktiengesell schaft Großer Kurfürst. Sie wurde mit einem Aktien, kapital von 1 000 000 gegründet und pachtete am Emdener Binnenhafen auf 50 Jahre ein 3 ks großes Areal. Sie wird ihren Betrieb zunächst mit 10 Stahlsegelloggern aufnchmen und hat mit deren Fertigstellung die Emdener Nordseewerke und eine dortige Privatwerft beauftragt. Jeder dieser Logger wird einschließlich der Dampfwinden auf 32 000 veran schlagt; daS Fangmaterial kostet pro Schiff etwa 10 000 und zwar müssen die Netze größtenteils alljährlich ersetzt werden. Auch in Leer und, wie verlautet, auch in Norden geht man damit um, demnächst Herinnsfischereigesellschaften zu gründen. — Zuckerfabrik Stuttgart in Stuttgart. Im Jahre 1903/04 wurde ein Bruttogewinn von 172 200 (371 967) erzielt. Nach Abschreibungen von 23 091 (24 435) -ik, Dotierung des Reservefonds II mit 7455 (17 376) und nach Tlbzug der Tantiemen und Gratifikationen verbleiben einschließlich 185 036 (92 386) Vortrag 303 225(342 836) Ueber. schuß. Der Antrag des Aussichtsrates, den Priorität?- -. -- -- und den Stammaktien eine solche von 8 (11) Proz. zi währen, sodann den noch verbleibenden Rest von 18 (185 036) " . . - Innen- «nd Auhenhanöel. dl. Zollrückvergütung in Dänemark. In bezug auf die Zollberechnung für wieder zur Einfuhr in Dänemark gelangende Waren, die entweder in Dänemark produziert oder früher in Däne- mark eingeführt waren und vorläufig ins Ausland zur Weiter verarbeitung ausgeführt wurden, sind folgende Bestimmungen fest gesetzt: Neue Waren, die ins Ausland ausgpführt wurden, um dort Veränderungen unterworfen zu werden, werden bei ihrer Wieder einfuhr in Dänemark genau wie andere Waren tarifiert, indessen kann ein Zollabschlaa eingeräumt werden, der dem Zollbettag sür die Waren in dem Augenblick, wo sie zur Einfuhr kommen, ent spricht. Der Abschlag kann jedoch nur sür solche Waren in An spruch genommen werden, bei deren Ausfuhr ein entsprechender Antrag gestellt worden ist, der die Bewilligung gefunden bat. Ausfuhr nach den Bereinigten Staaten von Amerika Aus dem Konsulatsbezirk Köln sind im. letzten Vier teljahr 1904 Waren im Werte von 775 079 Dollars nach den Vereinigten Staaten ausgeführt worden gegen 571 613 Dollars in derselben Zeit des Vorjahres, mithin 203 466 Dollars mehr. An der Ausfuhr waren hauptsächlich beteiligt Anilinsalze und Farben mit 390 742 Dollars, Mineralwasser mit 76 678 Dollars und Wein mit 58 566 Dollars. Für das ganze Jahr 1904 stellt sich die Ausfuhr auf 2 599 557 Tvllars gegen 3 865 077 Dollars im Vorjahr oder auf 1 275 520 Dollars weniger. dl. Aollzahlungen ist Chile. Nach einer Verordnung des Finanzministeriums sind vom 1. November 1904 die Aus fuhrzölle für Salpeter und Jod zu 60 Proz., vom 1. Dezember zu 50 Proz. und vom 1. Januar 1905 zu 40 Proz. in Wech seln auf London mit 90 Tage Sicht zu entrichten. Ter Rest ist in einheimischer Goldmünze zu zahlen. Diese Mitteilung gibt Anlaß, daran zu erinnern, daß es sehr wünschenswert wäre, wenn die Reichsregieruna auf dem Vertragswege erreichen könnte daß March wechsel auf Deutschland ebenso zur Zollzahlung zugelassen werden wie Sterling, wechsel. Eine derartige Zulassung unterliegt vom Stand- punkte der chilenischen Regierung aus gar keinem Bedenken, da die deutsche Goldwährung ebensogut ist wie die englische, und außerdem z!vei deutsche Banken im Lande tätig sind, bei denen sie diese Wechsel los werden kann. Die Zulassung der deutschen Valuta rechtfertigt sich aber durch den außerordent lich großen Anteil, den der deutsche Handel und das deutsche Kapital am Geschäft in Chile haben. Wünschenswert ist sie im Interesse der Hebung der internationalen Bedeutung der Markvaluta und weil sie für die deutschen Interessen eine Kostenersparnis resp. einen Mehrgewinn bedeuten würde. Transportwesen. 8 Grütze Leipziger Straßenbahn. Vom 26. Dezember 1904 bis 1. Januar 1905 wurden 180312,99 ^l, seit 1. Januar 4896 703.04 (4 645 330,24) vereinnahmt. Im Jahre 1904 wurden vereinnahmt 4804 646,34 (4 556 639,79) .X 8r. Dre-bner Straßenbahn. Eigene Linien Vom 25. bis 31. Dezember 104 055^5^, fest 1.Januar 5 212 792,60(5029 057,80) Mark. — Pachtlinie Lbßnitzbahn. Vom 25. bis 31. Dezember 5211,15 >l, seit 1. Januar 270 867.80 (247 630,10) Lr Deutsche Ltraßenbahngesellschaft t« Dre»pen. Vom 25. bis 31. Dezember 62224,27 .X, seit 1. Januar 2 70186t»,02 <2605171,141 — Pachtlinte Habsburger Straße- Deubrn. Vom 25. bis 31. Dezember 5310,75 cki, seit 1. Ja- 9. 9. io. 10. Tossau, Architekt Schultz, Eisenbetöndecken. 10. Colmar i. E., Reg.-Äaumstt. Schütz, Rolläd 10. Osnabrück, Garnisonverwaltung, P> 10. - ' - - - - - 10. 11. 11. 12. 12. 12. 12. Vermischte». § K. F. Köhler in Leipzig zeigt an, daß er seinem bis herigen Bevollmächtigten Richard Knauth Prokura er- reilt hat. *— Die Affäre Horn kommt nicht zur Ruhe. Es handelt sich bei dieser Angelegenheit bekanntlich darum, daß die Liquida toren der Dresdner Creditanstalt behaupten, Kommerzien rat Horn — der frühere Direktor des Instituts — habe sich auf illegale Weise Kenntnis von den Vorgängen bei der Liquidation be- chafft. Dieser Tage wurde berichtet, daß bei Horn eine Haus- uchung in bezug auf die frühere Tätigkeit Horns als Direktors tattgefunden habe. Horn dementierte das. Dr. Getz <Liquidator der Creditanstalt) hielt seine Nachricht, daß bei Kommerzien rat Horn eine H a u s s u ch u n g stattgefunden habe, aufrecht. Horn sei von der Dresdner Creditanstalt wegen Hausfriedens bruchs verklagt worden. Kommerzienrat Horn, der zurzeit in Berlin anwesend ist, fand sich gestern auf der Redaktion des „B. T." ein und gab folgende Erklärung ab: „Es handelt sich bei dieser Klage darum, daß die Liquidatoren behaupten, ich hätte mir unbesugterweise Notizen über Vorgänge bei der Liquidation mit Hülfe eines Kassenboten, der im Hause der Creditanstalt wohnt, beschafft. Es ist richtig, daß ich diesen Boten mehrfach in der Creditanstalt ausgesucht habe. Indessen geschah daS, weil ich mit ihm private geschäftliche Angelegenheiten — der Bote ist seit vielen Jahren mein Hausverwalter — zu erledigen hatte. Notizen über Vorkommnisse bei der Liquidation habe ich mir nicht gemacht. Tas Material für meine Ausführungen über die Abwicklung der Liquidation, die ich in der lebten Generalversamm lung gemacht habe, habe ich vielmehr zum Teil von dem Liqui dator Getz selbst erhalten, zum Teil von Aktionären, zum Teil aus Zeitungsberichten. Die gerichtlicherseils ungeordnete Durch suchung meiner Wohnung hat sich auf Notizen, die ich mir in der Creditanstalt gemacht baben soll, erstreckt; sie ist resultatlvs verlaufen. Wegen der Durchsuchung habe ich Beschwerde er hoben." Das Dementi Horns war also nur ein Spiel mit Worten. r. Branntweinrrzeuquns und Berbrauch im Monat No vember im Königreich Sachsen. Erzeugt wurven 14 574 -bl Alkohol ( im Vormonat 5212); steuerfrei abgelassen wurden 7864 bl (8295); davon vollständig denaturiert 3569 bl (2962); in den Lagern und Reinigungsanstalten verblieben am Schlüsse des Berichtsmonats 19 600 bl (15 721); nach Versteuerung in den freien Verkehr gesetzt wurden 9603 bl (8990). *— Der neue Zolltarif und daS System der Einfuhrscheinc. Bisher ist noch immer keine Gewißheit darüber vorhanden, wann die neuen Handelsverträge und mit ihnen die lwbcrcn Sätze des neuen Zolltarifs in Kraft treten, sollen. An den deutschen G e t r e i d e m ä r k t c n wird diese Ungewißheit an dauernd als eine Geschäftsstörung empfunden. Nachdem es kürzlich in Blättern offiziöser Richtung hieß, der neue Zoll- tarif würde erst nach dem 1. Jauar 1906 in Kraft treten, herrscht, wie das „B. T." ausführt, seit einigen Tagen an den Produktenmärkten wieder die Auffassung vor, daß die Regie rung, nachdem das Parlament die Handelsverträge genehmigt hat, im Interesse der Agrarier eventuell auch früher die neuen Zollverträge in Kraft treten lassen könnte. Eine an die Acltcstcn der Knufmannscbaft in Berlin gerichtete Auslassung des Reichskanzlers hat leider auch keine bestimmte Erklärung darüber enthalten, an welchem Zeitpunkt die neuen Verträge iu Verdingungen im Januar. Leipzig, Eisenbahnbaubureau, Gebäudeabbruch. Naumvurg a. S., Rcg.-Baumstr. Seeling, eisernes Gitter. Dessau, Garnisonverwaltung, Geräteauktion usw. Leipzig, Stadt. Gartcndirektion, eiserne Einfriedigungen. Wurzen, Stadtbauamt, Granitbordsteine. Hamburg, Finanzdeputation, eiserne Rohrstückc. Sooden, Salzamt, Jutcsäcke. Berlin, Kgl. Eisenbahndirektion, Holzschwellcn. , Rolläden. . etrolcum. Hamburg, Finanzdeputation, Korbrohr. ft Altona, Proviantamt, Säcke. Tresdcn, Städt. ^wächauamt. Erd-, Maurerarbeiten-usw. Cbarlottcnburg, Stadt. Gasanstalten, Putzlappen. Leipzig, Städt. Hochbauamt, eiserne Zellen; Stcmmetzarb. Cbarlottcnburg, Städt. Gasanstalten, Weichblei. Magdeburg, Kgl. Eisenbahndircktion, Geräte. Saatfeld a. S., Betriebsinspektiou, eiserne Ueberbautcn Essen, Kgl. Eisenbahndirektion, Bekleidungsstückeverkauf. Hamburg, Finanzdeputation, eiserne Ueberbautcn. Dresden, Städt. Tiefbauamt, «chlammeimer. Charlottenburg, Städt. Gasanstalten, Petroleum. Plagwitz (Boberft Provinzial-Jrrenanstalt, Anstaltsbed. Eisenach, Betriebsinspektion, Bettungsmaterial. 14. Breslau, Kgl. Ellenbahndirektion, Betriebsinventarlen. 16. Königsberg i. Pr., Kgl. Tisenbahndir., altes Oberbaumatz 16. Stettin Kgl. Eisenbahndirektion, Eisenkonstruktionen. 17. Delitzsch, Strafanstalt, Wirtschaftsbeöürfniffc. 17. Wilhelmshaven, Kaiserliche Werft, Fette und Oelc. 17. Stolpmüude, Hasenbauinspcktion, Äranitwcrksteine. 18. Cbarlottcnburg, Städt. Gasanstalten, eiserne Röhren usw. 18. Altona, Kgl. Eisenbahndirsktion, Karren, Geräte. 19. Berlin, Kgl. Eisenbahndircktion, Zughaken usw. 19. Magdeburg, Kgl. Eisenbahndirektton, Betriebsmatcrial. 19. Sulzbach, Kgl. Bcrginspcktiou V, Zündstroifcn. 19. Altona, Kgl. Eisenbahndirektion, Jnventarien. 20. Leipzig, Eisenbahninspektion 1, Erdarbeiter, nsw. 20. Berlin, Feuerwehr, Bekleidungsstücke. 20. Berlin, Kgl. Eisenbahndircktion, Mineralschinieröl. Köln, Kgl. Eisenbahndircktion, Segeltuch, Lciuloand usw. Darmstadt, Großh. Bürgermeisterei, Schmieröl. Millingen, Oberförsterei, Grenzsteine. Magdeburg, Betriebsinspektiou 5, Bauarbeiten. Kastel, Kgl. Eisenbahndircktion, altes Werkstattmaterial.' Berlin, Kgl. Eisenbahndirektion, Lein- und Terpentinöl. Berlin, Kgl. Eisenbahndirektiou, Bleiweiß, Mennige usw nuar 199 849,90 (184 233,08) — Pachtlinie Loschwitz- Pillnitz. Bom 25. bis 31. Dezember 1943,35 seit 1. Januar 116101,50 X seb. Hallrsche Stadtbahn in Halle a. V. Dezember-Ein nahme 46 567 (ft- 44 022) Gesamteinnahme im Jahre 1904 603 148 (ft 38445) sck. Hallrsche Straßenbahn in Halle a. D. Dezember- Ein nahme 30 961 (ft- 2873) .L. Gesamtcinnahme im Jahre 1904 378 909 (ft- 35 793) <4. VII. Drntschlaad» neue Eiseabahaen »»» 1904. Im Jahre 1901 wurden tm Deutschen Reich« nachstehende Eisenbahnen dem Betriebe übergeben: In der Provinz Preußen: Pogegen-Laugszargen, 22.1 Iu», am 1. Mat, StaatSbahn. In der Provinz Posen: Gosthn- Gostkowo, 27,1 Irw, am 1. Oktober, Privatbahn. In der Provinz Schlesien: StegerSdors-Löwenberg, 2b bm, am 27. Juli: Chrtsttan- stadt-Arünberg, 29,8 Irm, am 1. August; Tchwetdntd-Charlottenbrunn, 21.2 tun, Kleiwttz-Idaweiche, 20,7 km, und Friedeberg a. OuctS-Lande-- grenze (Richtung auf Heinersdorf), 7,S km, am 1. Oktober; Lorenzdorf- Neuharnmer a. Queis (Teil von Lorenzdorf-Sagan), 9,7 km, am 1. No vember, sämtlich Staatsbahnen; Chropaczow-Lipptne, 3,3 km, schmal spurig, am 1. Oktober, Privatbahn. In der Provinz Branden burg: die Brandenburger Städtebahn Treuenbrietzen-Neustadt a. d. Dofse, 12S,S km, am 2S. März, Privatbahn; Forst-Guben, 30,8 km, am 1. Juni, und Treuenbriezen-Beelttz, 20,1 km, am 1. Oktober, Staats bahnen; Brandenburg-Roskow, 19,1 km, am I. Oktober, Privatbahn. In der Provinz Sachsen: Dankmarshausen-Heringen, 1,8 km, am 1. April, Ouerfurt-Bitzenburg, 15,9 km, am 1. Juli, Jlmenau-Ttuper- bach, 9,8 km, am 15. August, weiter bis Schleußtngen, 22,1 km, am 1. Novemöer, sämtlich Staatsbahnen; Gardeiegen-Calve, 21,6 km, am 25. März, Privatbahn. In der Provinz Schleswig-Holstein: Ktel-Oslerrönfeld, 30,8 km, am 15. lund, 35,1 km, schmalspurig, am 2. am 15. April, Prtvatbahnen. IN dir Grotznenndorf-Lauenau, 8,1 km, am 15,8 km, am 20. Oktober, Staatsbahnen; Celle-Wittingen, 50,5 Km, am 16. August, Privatbahn. In der Provinz Westfalen: Hamm- Oestinghaufen, 25,5 km, schmalspurig, am 1. April, und PieSbergc-Rhetne, 5 km, schmalspurig, am 16. Mai, Privatbahnen; Herford-Kirchlengern, 9,5 km, am 1. Juli, Borken-ToeSseld, 31,1 km, und Oerlinghausen- Btelcfeld (Rest von Lage-Bieleseid), 11,5 km, am 1. Oktober, Staats bahnen. In der Rhetnprovinz: Rheinhausen-Trompet-Mors, 9,4 km, am 6. April, und Mörs-Cleve, 51,3 km, am 15. August, Cobienz- Mayen-Ost, 37,0 km, am 1. Oktober, sämtlich Staatsbahnen, Kalden kirchen-Brüggen. 12,5 km, am 1. April, Privatbahn. In der Provinz Hessen-Nassau: Wilhelmshöhe-Naumburg (Hessen), 33,6 km, am 1. Avril, Privaibahn. Im Grotzherzogtum Hessen: Butzbach-Lich, 19.3 km, am 28. März, Hctzbach-Beerselden, 5,1 km, am 1. Mai, Fret- weinheim-Ntederingelheim-Partcnheim, 21,5 Km, am 24. Oktober, sämtlich Privatbahnen; Bischofsheim-Mombach (Mainzer Umgehungs bahn), 13,1 km, und Mainz-Kurve, 6,6 km, am 2. Mai. In den Reichslanden: Deutsch-Oth-Berg, 4,8 km, am 1. März, Ltocourl- Chkteau-Salins, 23,2 km, am I. Mai, und Metz-Liocourt, 34,9 km, am 1. Dezember. In Baden: Vtllingen-Türheim, 5,7 km, am 1. August, Staatsbahn. In Württemberg: Metzingen-Urach, 16,4 Kilometer, am 1. April, Laupheim-Schwendi, 16 km, am 17. Mai, Rotz- berg-Wurzach, 11 km, am 21. Juni, Staatsbahnen. In Bayern: Ranna-Auerbach, 8 km, und Landau-ArnStorf, 25,5 km, am 1. Januar, Bayreuth-Hollfeld, 32,7 km, am 12. März, FrenSdorf-Burgebrach, 9,7 Kilometer, am 1. Mai, München-Giesing-Aying, 21,5 km, am 6. Juni, Memmingen-Legau, 16,9 km. am 23. Juni, Neustadt a. Aisch-TemantS- fürth-Uhlfeld, 15,4 Km, am 12. Juli, Pressath-Eschenbach (Oberpfalz), 11.4 km, am 20. Juli, fortgesetzt bis Kirchenthumbach, 9,8 km, am 7. Dezember, Nabburg-Oberviechtach, 29,0 km, am 18. August, Dolling- Riedenburg, 23,0 Km, am 1. Oktober, Passau-Hauzenberg, 25,1 km, am 15. November, sämtlich Staatsbahnen. Im Gebiete der Pfälzischen Bahnen: Rohrbach-Homburg, 13,1 km, am 1. Januar, fortgesetzt bis Glan-Münchweiler, 21,8 km, ferner Altenglan-Lauterecken, 19,4 km, Odernheim-Bad Münster am Stein, 16,4 Km, am 1. Mai, endlich Bie bermühle-Waldfischbach, 5,2 Km, am 1. Juli. In Oldenburg: Lohne-Dinklage, 8 km, am 15. November, Staatsbahn. In Braun schweig: (Braunschweig-Nordbahnhof)-Brunsrode-FIechtvrf-FallerS- leben, 1V km, am 1. Oktober, Privatbahn. Die Gesamtlänge der vor stehend aufgeführten Linien beträgt 1340 km, davon sind 825 km TtaatS- bahncn und 515 km Privatbahnen, von letzteren 70 km schmalspurig. .Im Jahre 1903 wurden dagegen eröffnet 8 20 km (5 , km Staats-, 233 Kilometer Privatbahnen), 1902: 970 km (697 km Staats-, 273 km Privatbahnen), 1901: 1230 km (678 km Staats-, 552 km Prtdatbah- nen). Es ist also im Jahre 1904 der Bahnbau ganz besonders rege gewesen, namentlich in Bayern, das 228 Km Staatsbahnen und in der Pfalz 78 km Privatbahnen fertiggestellt hat. Im «onigretch Sach- seu pal re, Bahnoau mii Rückstau aut b,e UtnanUage ganz ruhen müssen. — ^Lie 6proz. mexikanischen SubsidienbondS der Veracruz- bei den L Gom- Verg- und Hüttenwesen. *— Au» der Wittener Stahlröhrenindustrie wird dem „B. T." geschrieben: Die Werke der S'.ahlröhrcninduftric sind sür lange Zeit hin mit Aufträgen versehen. Diese Gelegenheit will anscheinend die Wittener Stahlröhrenwerkc- Attiengesellschaft benutzen, um ihre Etablissements ducch Ausgabe von 300 000 neuer Aktien zu ver größern. Bei dieser Gelegenheit will inan anscheinend auch die Aktien, die bisher nur an der Frankfurter und Düsseldorfer Börse notiert wurden, an der Berliner Börse einführen. In diesem Zusammenhänge sei erwähnt, daß in Witten demnach st ein neues Stahlrührcnwerk ins Leben gerufen werden wird, und zlvar durch den Gründer der Wittener Stahlröhrenwerke, Ingenieur Aldermann. Dieser betrieb seit Jahresfrist bereits ein Stahlröhrenwcrk, das außer halb des Kartells stand, infolge Fehlens eines genügenden Be- triebskavitals aber in Konkurs geriet. Aldermann hat nun in einem kapitalkräftigen Großindustriellen einen Teilhaber ge sunden, mit dessen Hilfe das neue Werk gegründet werden soll. ' *— Klagen über daS Kohlenkontor. Aus Süddeutsch land wird dem „B. T." geschrieben: Obwohl der Absatz der rheinisch-westfälischen Koble nach Süddeutschland wesentlich dazu Leigctraaen yctt, daß eine weitere Einschränkung der --Förderung umerbleiben konnte, hat das Kohlenkontor den süd- deutschen Abnehmern für außervertragliche Winterliefcrungen einen höheren Preis abverlangt. Daraus kann man ersehen, .wie stark sich das Kohlenkontor fühlt. Nun hat bekanntlich das Kohlenkontor eine Neueinteilung der einzelnen Absatzbezirke durchgeführt, tvaS für viele Händler den Verlust einer großen Anzahl von Kunden zur Folge hatte. Außerdem wandte sich daS Kohlenkontor auch an Sewstverbraucher mit einem Bedarf von 80 bi» 40 Wagen und an Händler mit einem solchen von über 100 Wagen behufs direkter Lieferung. Unter diesen Um- Ständen ist e» leicht begreiflich, wenn die von diesen Maßregeln .bettoffenen Händler nicht die gleichen Mengen abgeschlossen haben wie sonst, zumal da das Kohlenkontor mit der Perfektio nierung der neuen Schlüffe drängte. Im Bewußtsein ihrer Macht sachten die Herren in Mülheim aber nicht daran, daß ' durch solche Behandlung die Händler keine besondere Lust haben werden, Ruhrkohle zu beziehen. Wenn eS dem englischen Wett bewerb bi» jetzt noch nicht gelungen ist, auf dem süddeutschen Markte größere Erfolge zu erzielen, so hat dies seinen Grund einmal darin, daß der größte Teil der Industrie bereit» im Frübjabre feste Jahresabschlüsse gemacht hat und durch die , Verkaussbedingungen des Kohlenkontors gezwungen ist, auch «inen eventuellen Mehrbedarf von diesem zu nehmen. Ferner trägt hierzu da» Fehlen großer Lager englischer Kohle auf den hauptsächlichen Umschlagplätzen Mannheim, GustavSburg, Mainz, Frankfurt bei. Dieses Hindernis dürfte aber bald be seitigt sein, denn schon beginnt eine englisch, amerika nische Gesellschaft in Rheinau ein großes Depot zuerrichten, und andere werden bald nachfolgen. Ist nun unsere Industrie einmal sicher, beim Bezüge englischer Kohle durch Einstellung der Schiffahrt und andere Zufällig keiten nicht in Verlegenheit zu kommen, dann dürfte sie eng lische Kohle den Herren an der Ruhr eine Konkurrenz bereiten, die ihnen sehr unangenehm werden kann. DaS Kohlenkontor, daS ja schon bei seiner Gründung ausdrücklich erklärte, nur mit großen Händlern arbeiten zu wollen, macht demnach den tteineren Händlern sogar durch Offerten an den Konsum Kon kurrenz. Unter diesen Umständen ist die Heranziehung der englischen Konkurrenz für die süddeutschen Händler einfach ein Gebot der Selbsterhaltung. <4 Jlseder Hütte, Aktiengesellschaft, in Groß-Jlsedr. Auf Grund ihrer Mutung wurde der Gesellschaft vom Lbcrbcrgamt Clausthal ein Feld auf Eisenerze im Umfange von 2 188 978 qm verlieben. Die Verleihung ist bezeichnet ..Bällen V", daS Feld ist gelegen in den Gemarkungen Klein- Ilsede und Peine, Regierungsbezirk Hildesheim. fi Eisenmarkt in Middlcsborouqb. Roheisen lll ist weiter gestiegen. 4000 t wurden für Philadelphia gekauft. Hämatit bei besseren Aussichten für Stahl (4 5 höher. Im ganzen herrscht znversiwtliche Stimmung für daS diesjährige Geschäft. Fertigeisen und Stahl fest. Kraft treten sollen. Tine viel erörterte Frage ist gegenN»rttg die, wie nach Inkrafttreten der höheren Zollsätze die Rück vergütung für nach dem Auslande ausgeführte» Getreide ge handhabt werden wird. Augenblicklich gewährt die Regierung für Getreide, das exportiert wird, einen Einfuhrschein, der die zollfreie Einfuhr eines gleichen Quantum» Getreide gewähr leistet. Diese Einfuhrscheine brauchen aber nicht von der ex portierenden Firma benutzt zu werden, sie können vielmehr auch an der Börse verkauft werden. ES wird dann für ie 1000 Kg ausgeführten Weizen oder Roggen der Zollsatz von 35 pro 1000 lc« auf den Einfuhrschein bezahlt. Nach dem neuen Zolltarif werden aber die Zollsätze für Weizen und Rog gen mindestens 55 resp. 50 per 1000 icg betragen. Auf Ware also, die nach oem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs exportiert wird, mühte demnach ein Einfuhrschein über 55 resp. 50 ,/k pro 1000 Ic« ausgestellt werden. Bei Hafer wäre die Differenz noch größer. Die Höhere Rückvergütung nach In krafttreten des neuen Darifes ist selbstverständlich, soweit es sich bei der Ausfuhr um einheimisches Getreide handelt. Was geschieht aber mit ausländischen Produkten, wenn sie wieder zum Export' gelangen? Werden vor dem Inkrafttreten des höheren Zolltarifs größere Mengen ausländischen Getreides importiert, als für den einheimischen Konsum erforderlich, so wird für diese eingeführren Mengen Weizen oder Roggen ein Zollsatz von 35 »L pro 1000 lc« von den Importeuren ent richtet, während, falls nicht «ondeiBestimmunaen getroffen werden, für die nach Inkrafttreten des neuen Zolltarif» wieder zum Export gelangende Waren den Exporteuren eine Rückver gütung von 55 resp. 50 pro 1000 lca gewährt werden müßte. Es wäre sehr erwünscht, daß über die Stellungnahme der Regierung zu dieser Frage bald eine Aeußerung erfolgen würde, damit der Handel nicht in der Voraussetzung, die höhere Rückvergütung zu erhalten, falsche Dispositionen trifft. K. Die SplrituSproduktion Norwegen« zeigt in dem Jahre 1903/04 gegenüber dem Vorjahre eine ganz beträchtliche Stei gerung, indem 4 013 913 Liter lOOproz. Spiritus fabriziert wurden gegen nur 3 141 600 Liter i. V. In Betrieb waren 24 Brennereien gegen 23. Wie früher ist von der aus sämt lichen Brennereien bestehenden Vereinigung ein gewisses Quan tum Spiritus zur Ausfuhr oder zur Denaturierung festgesetzt worden, das sich für den in Betracht kommenden Termin auf 20 Proz. der Produktion belief, mit Wzug des Quantums, das weniger als im festgesetzten Höchstbetrage fabriziert wurde, sowie unter Hinzurechnung dessen, was darüber hergestellt wurde. Das zur Ausfuhr oder Dena- trierung kommende Quantum belief sich auf 809 600 Liter gegen 322 320 Liter. Der Preis des Spiritus betrug 2,74 bis 2,77 Kronen und wurde nach der am 10. Dezember be schlossenen Steuererhöhung auf 3,02 Kronen ver Liter von 100 Proz. festgesetzt. Der Absatz des Branntweins erfolgt durch einen von der Branntwein-Vereinigung bestellten Ver käufer. Im laufenden Termin 1904/05 wurden von den 20 Brennereien, die den Betrieb eröffnet hatten, bis zum 30. November 1904 734 436 Liter zu 100 Proz. hergestellt. ?. Die wirtschaftliche Bedeutung der Insel Sachalin. Nach Mil teilungen englischer Blätter bieten die Amerikaner Japan, >alIS e4 rym befchieden sein sollte, in den Besitz der Insel Sachalin zu gelangen, eine jährliche Pacht von 50 Millionen Dollars an. Mag diese Angabe richtig sein oder nicht, jedenfalls zeigt sie, welche Naturschätze dies« Insel bvi Sie ist auch wirklich reich an Wäldern und Weiden; die Wasser, die sie umgeben, sind übervoll von Fischen; in ihrem Innern finden sich grohe Lager von Steinkohlen. Aber alles das will noch nichts sagen gegen die groben Aussichten, die sich dem Erforscher der Naphttzaquellen und der Bedingungen ihrer Ausbeutung eröffnen. Die Gewinnung von Stein kohle, die keinen groben Aufwand erfordert, bat dort schon 1-,<0 Sc gönnen. Tic Naphtha hat aber noch keine industrielle Ausbeutung gr funden. obgleich bei den gegenwärtigen Verhältnissen alle Grundlagen dazu vorhanden sind. Tie geologischen Untersuchungen deS Verg ingenieurs A. S. Bazewitsch im Jahre 1884 bestätigten das Vorhanden sein ergiebiger Naphthaouellen aus Sachalin; auch Platonow hat jetz: fcstgeslellt, dah der Vorrat an Naphtha auf Sachalin Sie Vorräte aller Navblbalagerstätten in Amerika übertrifft. Tie Napbtbasch!ch!sn Ii:aen haupisächlich in der Nähe der Flüßchen Nutow und Boatafhn; hier fiüv gegen sieben Naphthaseen gefunden worden, von denen einer einen Raum von 800 Ouadraifaschen (gleich 3640 Quadratmeter) einnimml: die Seen haben viele Bassins, von denen manche in Fontänen springen. Der ganze navhthahaltige Streifen breitet sich, der geologischen Struktur nach zu schließen, von Norden nach Süden auf 400 Werst aus. Tonga mutz, alles in Betracht gezogen, die Naphtha auf Sachalin auf Mri liardcn von Pud berechnet werden, und die Aussichten für die hier zu entwickelnden Industrien sind sehr günstig. DaS Hernusbringen de: Naphtha aus den Lagerstätten ist bei deren Charakter sehr einfach. Tie Ausführung der nötigen Bauten kann nicht teuer zu stehen kommen da billige Arbeiiskräfte in der Person der Verbannten und Chinesen am Platze vorhanden sind; Maschinen können aus Amerika bezogen werden. Die Entwickelung der Naphthaindustrie auf Sachalin würde in ökonovu scher Beziehung eine wichtige Rolle für Rußland spielen: sie würde di russische Kriegs- und Handelsflotte im Stillen Ozean mit Heizmaterial versehen und so die englische und japanische Kohle verdrängen, würde den russischen Einsluß und die Handelsverbindungen im Osten verstärken, würde den russischen Handelsschiffen und östlichen Eisenbahnen maNen haste Frachten liefern, den Verbannten einen großen Erwerb bringen und endlich der Staatskasse eine bedeutende Einnahme ans Bergwerks abgnben, Jndiisiriesteuer und Akzise von fertigem Petroleum schaffen. und Parific-Eisenbabn gelangen von jetzt ab Bankfirmen Alsberg, Goldberg L Co. und Wertheim pertz in Amsterdam zur Rückzahlung. dl. Danziger elektrische Straßenbahn in Danzig, videndc für 1904 wird auf 5(4 (5) Proz. geschätzt. - *— Zusammenschluß von Segelschiffsreedereien. Aus Stockholm schreibt man der „V. Zkg.": Tie gedrückte Lage im Frachtverkehr zwischen den Ostseehäfen hat schon vor einiger Zeit in den beteiligten Rccdereikreisen den Gedanken zu einem Zusammenschluß rege gemacht, und dieser Plan ist nun zur Ausführung gekommen. In einer in diesen Tagen in Limhamn abgehaltenen Versammlung von norddeutschen, schwe dischen, dänischen und finnischen Jnteresssen- ten wurde ein Reedereiverein gegrüdet, der eine Erhöhung der Frachtsätze im Ostseeverkchr bezweckt. Der neue Verein richtet sich insbesondere gegen die Schiffsmakler, denen man zum Vorwurf macht, daß sie die Frachtsätze bei jeder Gelegenheit herabzudrücken suchen. Eine Hauptaufgabe des Rcedercivereins soll daher die Festsetzung von M i- nimumfrachts ätzen sein. Die. Zahl der im Augenblicke dem Verein angehörigen Segelfahrzeugc, 450, ist übrigens noch recht gering, denn im Frachtverkehr der Ostsee sind Tau sende von Segelschiffen beschäftigt. Im übrigen soll der Ver ein alle diese Schiffahrt betreffenden Interessen wahrnehmen. Auch ist die Bildung eines Unterstützungsfonds in Aussicht ge nommen. > /
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