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s N Tageblatt M Mtzblatt G S«^n,«l»«^g HA. Z ! »»—»»«^. VoI»fm,nd-ch«»beiI. . für Lie kal.un- ÄMschmZeWen m Ms.Grvnhain .KattsnLttinSoham» -MWnM1.LSßvitz.MuMW.-Zchneebsrg.SchwavenbeG bM-M-mse» Sk. ZS8. Oeffentliche Sitzung des Bezirksausschusses findet statt Freitag, den 21. November 1913, nachmittags 2 Uhr im Tanke beD amtshanptrnannschaftlichen Dienftgebäudes. Zwickau, den 14. November 1913. Königl. Amtshauptmaunschaft. Dienstag, de« 18. November 1913, Vorm. S Uhr soll tm Versteigerung»- lokale des hiesige» Königl. Amtsgericht» 1 Fahrrad mit Freikauf gegen sofortige Barzahlung öffentlich versteigert werden. Aue, am 17. November 1913. Der Gerichtsvollzieher deS Königl. Amtsgerichts. Schulgeld Ane. Da» am 15. November 1913 fällige Schulgeld für Realschule, Bürger schule«, Fortbildungsschule und Handfertigteitsunterricht ist bi» spätestens zum 30. November 1913 an unsere Stadttaffe, Stadthau» Zimmer 25, zu bezahlen. Aue, den 15. November 1913. Der Rat der Stadt. Oeffentl. Stadtverordnetensitzung Schwarzenberg Donnerstag, den 2«. November 1913, nachmittags von '/«? Uhr, im Sitzungszimmer de» Ratskeller». Tagesordnung: I) Gewährung von Vergütungen für Beaufsichtigung der Arbeiten der Ginebnung der Erlaerstraße betr. 2) Die Gewährung des Veteranenehrensolds an den Invaliden Ernst Schmidt hier. betr. 3) Die Bauplatzfrage über die Realschule betr. ' " ' Gemäß § 23 des Anlagen-Regulativ» werden die f Steuerpflichtigen darauf aufmerksam gemacht, daß es ihnen frei steht, zum Zwecke der Einschätzung für das Jahr 1914 dem Gemeinde rat bis Ende dieses Monats ihr Einkommen anzuzeigen. Niederschlema, den 15. November 1913. Der Gemeinderat. Kirchenvorstandswahl in Schneeberg. Die Ergänzungswahl für den Kirchenvorstand findet am 1. Adventssonntage,; den 39. November d. I., von 11—12Uhr in der Superintendent«» statt. ES scheiden au» die Herren Oberlehrer Dost, Kaufmann Eckel, Stadtrat Leibiger,! Bürgermeister vr. von Woydt. Die Ausschetdenden sind wieder wählbar, doch Haven 1 die beiden letztgenannten Herren eine Wiederwahl abgelehnt. ! Im Kirchenvorstande verbleibe« die Herren Stickmaschienbesitzer Brenner, Bäcker-i meister Fischer, Oberjusttzrat Or. Gilbert und Seminaroberlehrer Semtn. Diejenigen Hausväter der Kirchgemeinde, welche in die Wählerliste ausgenommen! find, werden aufgefordert, in der oben angegebenen Zeit je einen mit vier Namen he-j schriebenen Stimmzettel persönlich abzugeben. I Wählbar sind nur selbständige Hausväter der Kirchgemeinde von gutem Rufe, bewährtem christliche» Sinne, kirchlicher Einsicht und Erfahrung, welche da» 30. Lebens jahr vollendet haben und keinen der Gründe gegen sich habe«, die vo« der Aufnahme! in die Wählerliste ausschließen. Schneeberg, den 15. November 1913. Der Kirchenvorstand. c Oberpfarrer Thomas, S. WkkWlU Wf Mcklskl WKW«. ; Im Gasthofe znr „Glashütte" in Crottendorf sollen am Montag, do« 24. November 1913, von Vorm. 10 Uhr an, nachverzeichnete Holzer versteigert werden: 9846 Klötzer, 1147 Derbstangen, 16720 Reisslängen, 13,0 rm Nutzschett«, 51 rra Nutzknüppel, 144,5 rill Brennscheite, 203,5 Brennknüppel, 77,5 rrn Zacken, 389,0 rin Brennäste und 547,0 rm Stöcke in dH« Abteilungen 6, 7, Ik/IH 1», 19, 84, 25, 30/32, 34, 37, 43, 44, 54, 58, 76 und 77. , Königliche Forstrevierverwaltung Königliches Forstrentamt Crottendorf. Annaberg. , Oeffentliche Sitzung der Stadtverordneten zu Schneeberg! Donnerstag, den 20. November 1918, abends 0 Uhr. Schutz der Arbeitswilligen. Der seit langer Zeit bei Ausständen seitens der Strcik- führer und der Streikenden gegen Arbeitswillige ausgeübte Terrorismus gestaltet die Frage, wie dem zu steuern sei, immer dringlicher. Die Arbeitgeber wie die Arbeitnehmer, die sich nicht die Freiheit des Selbstbestimmungsrechts vollkommen nehmen lassen wollen, haben hieran das gleiche Interesse. Den zuständigen Stellen entsteht hier eine wichtige Auf gabe, an deren Lösung mitzuarbeiten vor allem eine ernste Pflicht der bürgerlichen parlamentarischen Parteien ist. Be kanntlich hat die konservative Fraktion des Reichstags den Anstoß zu der Erörterung dieser Frage gegeben. Jetzt haben auch die sächsischen Nationalliberalen in einer ebenso klaren wie entschiedeneil Resolution zu der Angelegenheit Stellung genommen. Der geschäftsführende Ausschuß und der Vorstand des Nationallllberalen Landesvereins für das Königreich Sachsen hielten am gestrigen Sonntag in Dresden Sitzungen ab, die nach einer uns zugehenden Mifteilung aus dem ganzen Lande sehr stark besucht waren. In der' Vorstandssitzung wurde zum Arbcitswilligenschutz nach eingehenden Aussprachen mit allen gegen eine Stimme nachstehende Resolution angenommen: Der Vorstand des Nativnalliberalen Landesvereins für das Königreich Sachsen hält eine Verstärkung des Schutzes der Arbeis- willigen für dringend nötig. Dieses Ziel wird zwar in erster Linie ans dem Wege der Selbsthilfe, besonders durch Ausbau der Arbeitgeber- und der nationalen Arbeitnehmerverbände anzu- streben iein. Aber auch eine tatkräftige und rasche Anwendung der den öffentlichen Behörden zur Verfügung stehenden Macht mittel muß gefordert werde». Namentlich ist zu verlangen, daß die Polizeibehörden den Zuwiderhandlungen der Streik posten gegen Sicherheit, Ruhe und Bequemlichkeit des Straßen- verkehr» mit Entschiedenheit entgegentreten und das nicht allein eine fortgesetzte Belehrung der ausführenden Polizeiorgane über Hre Recht« lind Pflichten, sondern auch eine besondere Ausbildung gaeianitn Beamten für Bekämpfung von Streik-- ausschrettunaen stattfindet. Die örtlichen und lande-rechtlichen Polizeworlchriften über die Sicherung de» Verkehr» auf öffentlichen bttab« und Wegen sind zu übervrüsen und, soweit erforderlich zu ergänzen. Weiter ist auch «in« A e n d «runa des bestehenden ReichSrechtS anzustreben und nicht bloß b« Arbeiterstreiks, sondern auch auf anderen Gebieten und nicht allein bei gewerblichen, sondern ebenso bei politischen Kämpfen dem mit Recht beklagten Mißbrauch der Macht der Organisationen «uPegenzuttrtm. Dits« Amdmeng hat di» Freiheit des Koalitiousrechts nicht anzutasten, sondern sie vielmehr gegen Zwang jeder Art zu schützen. Sie muß paritätisch sein und darf nicht auf dem Wege der Ausnahmegesetzgebung statt finden. Sie ist namentlich auf Ausbau der Strafvvrschriften über Nötigung und Bedrohung sowie auf Verleihung der Rechtsfähigkeit ünldie Berufsvereine unter Haftbarmachung für die von ihnen verursachten wirtschaftlichen Schädigungen zu richten. Besonderes Gelvicht ist auch darauf zu legen, daß Handwerker, Kleinhändler und Kleingewerbetreibende vor Absatzsperrc und vor ähnlichem verwerfllichem Boykott bewahrt werden. Die Fahrt der Linienschiffe „Kaiser" und „König Nlbert" im Atlantischen Ozean. Als kürzlich gemeldet wurde, daß die Linienschiffe „Kaiser" und „König Albert" in Begleitung des kleinen Kreuzers „Straßburg" zu einer langen Fahrt von meh reren Monaten Dauer im Atlantische» Ozean abkom» mondiert seien, wurde diese Meldung in einzelnen Blättern lebhaft erörtert. Auf der einen Seite wurde« allerlei marinepolitische Bedenke» ob dieser „Absplitterung" laut, sie fanden aber wenig Echo. Auf der andern Seite er» blickte man in der Entsendung zweier Großkampsschiffe ein erfreuliches Anzeichen einer günstigen internationalen Lage und einen von England entsprechend zu wertende» Beweis, wie frei Deutschland von den hinterlistigen Angriffs» gedanken ist, die ihm in einer gewissen ausländischen Presse so oft angedtchtet werden. Weitere Kommentare und Deutung-versuche dieser Fahrt unterblieben, bis jetzt auf einmal eine Korrespondenz mit einer politischen Er klärung eigener Art für diese Reise herauskommt: Sie meint, die beiden Linienschiffe sollten Lissabon und Angola anlaufen, und erklärt, sie sei nicht im Zweifel, „daß die Reise mit zur äußern Aufmachung der Uebev» nähme unserer neuen mtttelafrtkantschen In« teressensphäre gehört, wie denn überhaupt zurzeit regierungsseitig alle» geschieht, um di« öffentliche Meinung in Deutschland für di« Bedeutung der großen Aktion möglichst günstig zu stimmen und so lange vermißte welt politisch» Erfolge zu konstruieren." Diesen Versuch hochpolitischer Zwischendouterei weist Graf Reventlow i« der Deutschen Tageszeitung mit de« folgenden Worte» zurück: Wir möchten es «her bedenklich hätten, derartige An« nahmen in die Welt zu fetzn. ES erscheint völlig auS - 0«schlossen, Hatz die Regierung einen derartigen Aw«» «W MWMM VWchM »vnnt«. Jrgytki« «Lgf nur Halbwegs vernünftiger innerer oder äußerer Zusammenhang, aber zwischen deutsch-englischen Verhandlungen oder einem möglicherweise schon geschlossenen Abkommen und der Linien-! schiffsreise ist uns völlig unerfindlich. Was sollen die Schiffe- in Lissabon? Sollen sie demonstrieren, drohen oder in Lissa bon ein Ultimatum stellen? Und was sollen sie in Angola? Wir wissen keine Antwort darauf zu geben. Selbst wenn — was zweifellos nicht der Fall ist — eine politische Besitz-, nähme oder Teilung der portugiesischen Kolonien bevorstände, hätte ein Auftrumpfen mit zwei Linienschiffen sicherlich nichts den geringsten Zweck; es wäre auch so kindlich und sinnlos, daß schon deshalb nicht davon die Rede sein könnte. Andrerseits kann es aber sicher nicht nützlich, sondern nur schädlich sein,, wenn durch solche Annahmen und Gerüchte dieser Ozeanfahrt ein politisches Gepräge vor der internationalen Oeffentlichkett' gegeben wird. In Ueberelnstimmuttg hiermit wird der j„Kölnischen, Zeitung" auS Berlin telegraphiert: Angesichts der politi schen Ausdeutung der Angelegenheit durch jene Korrespon denz möchte ich die richtigen Mutmaßungen deS Grafen Reventlow aus eigener Wiffeuschaft ausdrücklich bestätigen. Die angeblichen politische» Zusammenhänge mit afrikanische« Kolontalfragen kommen bet dieser Ozeanfahrt der Linten- schiffe „Kaiser" und „König Albert" gar nicht in Frage. Diese lange Fahrt zweier Turbinenschiffe soll, wie schon mit geteilt wurde, der Erprobung ihres Verhaltens unter den Bedingungen einer solche» Fahrt —- der schweren atlantischen Dünung, dem Kohlenverbrauch und so weiter — dienen. Ihr Zweck ist also ein wesentlich technischer, der Ausbildung der Mannschaft dienender- welche Häfen zur- Kohleneinnahme angelaufen werden, kann natürlich kein Außenstehender wissen. Das hindert aber nicht, daß man mit aller Bestimmtheit sagen kann, daß die Annahme, jener Korrespondenz, als handle «S sich um eine Fahrt! gewissermaßen im Dienste afrikanischer Kolonialfragen, irrig und irreführend ist.! Vagesgelckiedte. Deutsch!»,,-. Kiel, 16. Nov. '(Der Kaiser in Kiel.) Gestern mittag fand die Vereidigung der Marinerekruten in de» ExerzierbauS der 1. Matrosendivision tm Beisein iw» Kaiser» statt. 9000 Rekruten hatten den Soldateneid zu schwären. Die feierliche Handlung, der auch Prinz; Adalbert beiwohnte, begann mit Ansprachen de» Marine» oberpfarrer» Philippi an die evangelischen und de» Stationspfarrer» Reuter an die katholischen Rekruten,! worauf die Abgabe der Eidesformel erfolgt«. Nachdem! -er Kais,, die Front der Mannschaften «-geschritten und