Suche löschen...
Auer Tageblatt : 16.12.1928
- Erscheinungsdatum
- 1928-12-16
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1735688886-192812162
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1735688886-19281216
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1735688886-19281216
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Auer Tageblatt
-
Jahr
1928
-
Monat
1928-12
- Tag 1928-12-16
-
Monat
1928-12
-
Jahr
1928
- Titel
- Auer Tageblatt : 16.12.1928
- Autor
- Links
- Downloads
- Einzelseite als Bild herunterladen (JPG)
-
Volltext Seite (XML)
t. Veilagß z« Nr. Sß» de« «u»r Lagebiati-t und Anzttg«» Mr da» Erzgedk-«. «snntag, d«« Iß. Hß-«»t«« IS». M« »It ««rä« ick? »m, !«. »W>>» s»ch. Der Mensch -er veraangenhett lebte mechr der Lllaemein- hvdt, mehr einer «rohen Lebensaufgabe »kn der -uverfichMchen Gewißheit, daß filme geistige PeLönlichkett unzerstörärr fit. heul« ist dl« Mehrzahl unserer Mitmenschen ängstlich ihrem eigenen lieben Ich zugekehrt. Mit dem Schwinden de« Glau ben« an den Fortbestand »ihre« geistigen Dasein« nach der kör perlichen Auflösung ist dde Sorge um di« Erhaltung der leib lichen Gesundheit gewachsen. Der Gedanke an den Tod er weckt wieder Grauen. Gar zu gern möchte man zuverlässig wissen, wie alt man werden könne. svr Dr. Christoph ik oder di« Kunst, - „Die Der Königlich Preußische Leibarzt Profess, Wilhelm Hufelcmb sagte in seiner „Makrobbomi da« Leben zu verlängern" vor etwa hundert Jahren: Kunst, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu ver kürzen? Die Weisheit kommt ungefähr der Antwort gleich, die heutzutage Aerzte auf die Frage „Wie alt werd« ich? gern geben, nämttch „So alt wie dein« Blutgefäße." Dieser Be scheid ist so aufschlußreich wie jener »bekannte Ausspruch „Du lebst so lange, wie du issest." Gern möchte un« die medizinische Wissenschaft auch glau ben machen, daß es ihr gelungen sei, den Durchschnitt des menschlichen Lebens zu verlängern. Die Statistik belehrt uns, daß dre Menschen zur Zeit Friedrichs deS Großen durchschnitt lich 31 Jahve alt wurden, im Jahr« 1670 aber 40, ISIS schon KO, und heute werden sie angeblich 60 Jahre alt. Somit hätte sich in den letzten zweihundert Jahren da« durchschnittliche Al ter fast verdoppelt. Di« Zweifler dürften nicht ohne Grund über diese Berechnungen lächeln. Um wieviel glänzender stellten sich die Erfolge der Medizin erst dar, wenn man da« durchschnittliche Lebensalter der Deutschen während He« Dreißigjährigen Kriege« al« Anfangszahl gewählt hätte! Zugegeben, daß e« der neueren Wissenschaft und ihren Schutzmaßnahmen gelungen ist, Seuchen möglichst zu beschrän- ken und die Säuglingssterblichkeit ein zudämmen, — KrebSer- krankungen und Äderverkalkungen fordern jährlich ungezählte Opfer. Merkwürdig ist dabei, daß dies« beiden Krankheiten, die schlimmen neben der Tuberkulose, einander auSschließen. An »diesem Punkte sollte di« Krebsforschung und -bekämpfung «insetzen; denn Krebs wie Aderverkalkung sind offenbar Folge erscheinung irgend einer Störung der inneren Drüsentätigkeit. Die Anlage zu diesen Erkrankungen ist erblich. Jetzt gerätst Du gewiß in große Aufregung, Leber Leser, besonders, wenn die Eltern und Großeltern an einer dieser Krankheiten gestor ben find. Aber sei unbesorgt! Diese liebel verschonen oft ein« Geschlechterfolge oder treffen in der nächsten nur den männ lichen oder weiblichen Teil oder einzelne Nachkommen. Ja, unter veränderten Lebensbedingungen braucht die Anlage nicht zu einer Erkrankung zu führen. Die medizinische Wissenschaft läßt uns also bis jetzt voll kommen im Stiche, »wenn wir sie fragen: „Wie alt werde ich?" Die Frag« ist ja auch zu persönlich, als daß ein« Wissenschaft, die es nur mit allgemeinen Erkenntnissen zu tun hat, daraus zu antworten vermöchte. Aber es gibt doch einen Weg, der Natur dieses Geheimnis abzufragen. Vor langen Jahren las ich einmal irgendwo, man solle die Lebensalter seiner beiden »Eltern und der vier Großeltern zusammenzäblen und durch sechs teilen, dann er gebe sich die voraussichtliche Dauer des eigenen Lebens. Das ist jedoch leider «ne Art von Wahrscheinlichkeitsrechnung, die mit der Tatsache. dcch Geschwister selten im gleichen Lebens-' jahre sterben, und mit den Gesetzen der Vererbung nicht über- einstinrmt. Der Nachkomme ist nämlich keineswegs das »Ergeb nis einer Mischung von gleichen Teilen Mutes seiner Vorfah ren. Me oft sehen Kinder nur -dem eitlen Elternteil ähnlich! Oder sie zeigen in den Gesichts-ügen und »der Gestalt eine auf fallende Uebereinstimmung mit irgend welchem Vorfahren einer früheren Ahnenreihe. Hier liegt der Schlüssel zur Lö sung des Rätsels. So alt wie der Vorfahre »wurde, dem du körperlich und seelisch gleichst, so alt kannst auch du werden. Ist es verwunderlich, daß sich gerade viel Aerzte mit Familien forschung befassen? Zur Feststellung der Erbeigenschaften, die jemand von seinen Ahnen bekommen hat, gehört nämlich eine möglichst weit zurückreichende Familiengeschichte, eine genaue Kenntnis des körperlichen und seelischen Bildes der einzelnen! Glieder unserer Ahnentafel und schließlich einiges Wissen von den Gesetzen der Vererbung. Damit ausgerüstet vermag sich jeder die Frage: „Wie alt werde ich?" selbst zu beantworten. Das Ergebnis ist untrüglich, — vorausgesetzt, daß dich kein Dachziegel erschlägt und kein Kraftwagen vor der errechneten Stunde in ein befferes Jenseits befördert. woher stammt -er Name Nobel! Die jährliche Verteilung des Nobelpreises, so lesen wir in der „Frkf. Ata/, macht den Namen des »berühmten schwedischen Erfinders Alfred Nobel immer wieder zu «wem der meistge nannten. Um so merwüvdigsr ist «S, daß er fast immer falsch, nämlich mit der Betonung auf der »ersten Silbe ausgesprochen wird. Daß der Name richtig auf der zweiten Silbe betont wird, hängt mit seiner Entstehung zusammen. Die schwedischen Familiennamen sind meist »erst im sted- zehnten Jahrhundert entstanden. Vorher hatte man sich mit dem eigenen Vornamen und dem des Vaters begnügt und sich Eric Larsson, Gustaf Carlsson usw. genannt. Unter einfache« vern Verhältnissen hatte das auch »genügt. Je mehr sich jedoch da« politische, wirtschaftliche und »geistige Leben Schweden- entwickelte, »desto stärker empfand man das Bedürfnis nach unterscheidenden — manchmal auch nach dekorativeren — Bezeichnungen, denn es gab natürlich viele, die z. B. Erie Larsson oder Per »Svensson hießen. Das fanden auch die im siebzehnten Jahrhundert immer zahlreicher die aufblühenden Universitäten beziehenden Studenten, und es half nichts, »daß sie ihre und ihrer Väter Vornamen latinisierten. »Der Adel hatte sich die Familiennamen in der Regel nach seinem Wap pen »gebildet; die jungen Bauernsöhne, die zur Universität zogen, nannten sich nach ihrem Heimatsort. Das »war um so gegebener, als di« Studenten sich an der Universität sowieso nach ihrer Herkunft in Landsmannschaften teilten. Als im Jahre 1682 ein Sohn deS Ältesten bekannten Vor fahren Alfred Nobels die Universität Upsala bezog, nannte er sich PotruS Olavi NobsliuS nach fiirrer Heimatgemomde Nöbbe- töv in Schonen. Sein »Sohn Olof behielt den Namen NobeliuS bei, und erst sein Enkel Immanuel stieß di« »lateinische Endung ab, al» er Kriegsdienste nahm. Im Heer waren die gelehrten, lateinisch klingenden Namen nicht beliebt. Er nannte sich Nobel!. Noch Alfred Nobels Vater, Immanuel d. I., schrieb sich so; sein Paß nach Finnland aus dem Jahre 16S7 zeigt den »Namen »In diefir Schreibweise. Später ließ er ein l wog, und seitdem schreibt sich d« Familie: Nobel. Die Aussprache ist jedoch noch immer wie bei der älteren Schreibweise, das heißt. M» PsttmwitH dav »UW», „sammelt" Briefmarken, «ingekfibt in dick« Alben, Photoara- phien, Münzen, AnsichtSkavwn und leider auch Bücher, ^t« Frage, ob das deutsche Buch zu teuer ist, hänat zunächst un- lHst «r M trennbar mit der Frage zusammen, ob genügend deutsche Bücher «kauft werden/ Dies« Fra« müßte ich?chon al, Ser- A^Kl?"dorben, leger auf jeden Fall verneinen. Aber auch «in Außenstehender , ""vtmu'scher und vor sieht, wenn er sich ein wenig mit dieser Frage beschäftigt, daß Der Franzofi geh! !m Ausland, be onderS in Frankreich, bedeutend mehr Bücher ^trag, da er geheftet« gekauft werden. Vor allen Dingen herrscht aber in Frankreich E stellt bei zwei Bü Gebunden oder ungebunden? Ernst Stohwolt, der bekannt« Verleger heft«, auf schlechterem Papi«, größtenteils auch »weniger schön schreibt dem „Berl. Logeblatt": gedruckt, in gehastetem Zvstvick «so bedeutend billiger. Er „Der Deutsche bat «inen Ha-na zum „Mumifizieren". Da« drückt sich nicht allem darin au«, daß »er alle« da«, tvu» an Bildung aneignet, fein geordnet in seinem Gehirn ver- Öl wahrt, und «S leider dann nur führ feiten in einer spritzigen „^5 und amüsanten Unterhaltung zur praktischen Anwendung gekauft werden. Bor allen Dingen herrscht aber in Frankreich ufA ste^t ki ein viel größeres Interesse für moderne Literatur. Welche« find liest M^jedem die hauptsächlichsten Gründ« dafür? ES gibt zweifellos zurzeit in Frankreich ein bedeutend um fangreicheres literarisch-interessierte- Publikum. Ein Beweis Der deutsche Bücherkäufir stellt aber auch d«n ihn nicht in- dafür ist, daß beispielsweise di« französische Literaturzeitung tevessierenden Roman in sein« Bibliothek und ärgert sich 20 „L«S nouvelleS littSratreS" in einer Auftage von fast hundert- tausend Exemplare einwöchentlich »erscheint, da« deutsche Gegen stück zu diesem Blatt, „Die literarische Welt", Hot aber heut« erst «m Fünftel diefir Auflage. Di« Gründe dafür »liegen in dem Umstande, daß «S in Deutschland »nur ein ganz geringe« ltterarisch-gefillschaftlicheS Leben gibt, da« in Frankreich Stoff zu An«kdoten und amüsanten Geschichten eben für dies« Zet- tung gibt. Der eindeutigste Unterschied zwischen »einem deutschen Bücherkäufer und einem französischen Bücherkäufir besteht darin, daß der Deutsche für einen Roman, «inen Novellenband, eine Biograph!«, ja sogar ab und zu für einen Vedichtband »lie ber vierzig bis sechzig Prozent mehr auSgibt, um da« von ihm zu erwerbende Buch säuberlich „»mumifiziert", also »in Leinen ge wickelt oder gebunden, zu erwerben, statt daß er daS Buch ge heftet kauft und sich dadurch schon bei drei Büchern mindesten- ein« »mehr kaufen kann. Der Franzos« kauft dasselbe Buch ge- t »gar »nicht dran, «« »gebunden zu kaufen. M« einfach« Folge ist an einem praktischen Beispiel zu er- klären: Der Deutsche geht in «inen Laden, kauft vier Bücher wir «imnal dreißig Mark, natürlich in Leinen gebun- uno amuiuEn Eryaccuna zur pr«mw«n NNW«I»UN« - V EsioME.Er geht mil diesen vier Bünden ö" nach Haust, liest fie alle sorgfältig durch. Nehmen wir an, daß ^annwelt^^rieinmrcken^ kn^n"d?cke^Awen^ Motoar^ darunter «ln Roman ist, der ihn nicht interessiert. Da «r einen so hohen Prei« angelet hat, und da er bekanntlich fihr gewis- .. aber auch dies«« Buch und quält sich bi« durch. Die Lust am Romanlestn ist ihm für einige Zeit verdorben, und er wird beim »nächsten »Einkauf noch mißtrauischer und vor sichtiger, al« er schon war. )t in «inen Laden und erhält für denselben vrvrstet« Bücher kaust, etwa sechs Bände, liest fie zwei Büchern fest, daß fie ihn nicht interessieren, . c Band etwa 20 Seiten und läßt die beiden Bände, »da er fie ja nicht für di« Ewigkeit „mumifiziert" aufbewahren will, in der Metro liegen und kauft andere Bücher. , . .rgert sich 20 » Jahre lang immer wieder über den „langweiligen" Roman, den er da »stehen hat, und für den «r da- „teure Geld" angelegt hat. Da« ist ein« sehr natürliche Erklärung für den wesentlich stärkeren Bücherabsatz in Frankreich. Die Folge ist, daß di« Bücher in höheren Auflagen gedruckt werden können, und das wiederum ist ausschließlich da- verbilligend« Moment bei der Herstellung de« Buche«. Statistisch ergibt sich di« Tatsache, daß in Deutschland von allen Romanen, Novellenbänden, Biogra phien durchschnittlich nur etwa fünf Prozent vom Gesamtum satz geheftet gekauft werden. Di« Nutzanwendung lautet also: Der Bücherkäuker soll nicht einen so übertriebenen Respekt vor dem Buche haben. Er soll sich entschließen können, ab und zu d«n Roman, der ihm nicht gefällt, in den Papi«rkorb zu werfen. Ersoll sich darüber klar sein, daß er, wenn er für zweihundert Mark Bücher im Jahr kauft, er fast zwei Drit»tel »mehr erwerben kann, wenn er sie geheftet statt gebunden kauft. ^uo I. Lrrssd., Sk ^u« IS«. Schlimm „Warum weinst du, Kleine?" — „Ich habe Mutti ver loren." — „Wo wohnt ihr?" — Ich weiß «S »nicht, wir sind gestern umgezogen." — „Wie heißt du?" — „Da« weiß ich muß. Er »bekannte sich indessen einstimmig zur Ansicht, daß man niemals eine »Kalenderreform irgend welcher Art in der Praxis verwirklichen könne, bevor sich di« beteiligten obersten Kirchenbehörden nicht geeinigt haben. Schließlich wurde »die Einsetzung eine« Sonderkomitves be schlossen, »dem der Ausschuß empfahl, sich nach dem Grundsatz zu richten, daß eine Abänderung der bestehenden Traditionen nur dann in Erwägung gezogen »werden darf, wenn die Oef- finvlichkeit diese Abänderung ausdrücklich verlangt. Dank der angestellten Erhebungen konnten außerordentlich reichhaltige Unterlagen zusammengestellt werden. Aus den verschieden sten Kreisen in zahlreichen Ländern »liefen 185 Reformvor- schlüge beim Sonverkomitee ein. Daraufhin begrenzte das Sonderkomitee die aufgeworfenen Probleme und »legte »drei große Reformgruppen m den Grundlinien fist; hierbei »berück sichtigte es sowohl den eigentlichen »Wert der »Reformvorschläge als auch die Aussicht auf »ihre Annahme in der Oeffentlichkect. In der ersten Gruppe der Reformvorschläge wird lediglich die Herbeiführung einer »relativen Gleichmäßigkeit der vier Quartale angestrebt; drei Quartale sollen »aus zwei Monaten zu »dreißig und aus einem Monat zu einunddreitzig Tagen »be stehen, während das vierte Quartal einen Tag mehr hat; in der zweiten und dritten Gruppe der Reformvorschläge ist die Ein fügung eines besonderen Tages ohne Wochentagsnamen (zwei Tage für die Schaltjahre) und die Schaffung eines ewigen Kalenders vorgesehen. Das Komitee hat keine bieser Gruppen von Reformvor schlägen bevorzugt. Seiner Ansicht nach kann man das Problem der Kalenderreform nicht abstrakt »behandeln und lediglich die theoretischen Vorteile der einzelnen Reformvor- schläge abwägen; »man »muß vielmehr berücksichtigen, welche Aussichten »für die Verwirklichung der »Vorschläge bestehen, und sich hierbei streng an die Wünsche der Oeffentlichkeit halten; auch soll darauf Rücksicht genommen werden, ob die einzelnen Reformen »genügend vorbereitet sind. Nach Ansicht des Ko mitees gibt es zwar gegenwärtig starke Propagandabewegun gen zu Gunsten einer Kalenderreform, doch mutz man »immer hin feststellen, daß die Oeffentlichkeit noch nicht dazu bereit »ist, eine sofortige »Reform in einem bestimmten Sinne anzu-nehmen oder zu fördern. So hielt es denn daS Komitee für notwendig, daß die be teiligten Kreise in den einzelnen Ländern die Unternehmungen in Zusammenarbeit mit dem Völkerbund fortsctzen sollen; zu gegebener Zeit würde dann der Völkerbund in der Lage fim, die Maßnahmen zu erwägen, die man ergreifen könnte, uur eine internationale Einigung zu »erzielen; zuvor müßte er sich indessen davon überzeugen, daß die Voraussetzungen für eine derartige Einigung in den einzelnen Ländern in ausreichendem Maße geschaffen wurden. Nach Kenntnisnahme deS Berichtes deS SonderkomiteeS empfahl »der Verkehrs- und Transitausschuß die »Einsetzung von nationalen Studienkomitees, denen es obliegen soll, di« erfor derlichen Untersuchungen fortzusetzen. Seitdem das Soriderkomutee zu dem Problem der Kalen derreform Stellung genommen hat, scheint da- Interesse an einer Kalenderreform in den einzemen Ländern zugenommen zu haben. In den Bereinigten Staaten »erscheinen z. B. zahl reiche Artikel Über dieses Problem in den Zeitungen und Zeit schriften; ein nationales Studienkomitee würbe unter »dem Vorsitz des Herrn George Eastmcmn gegründet, das aus einigen besonders maßgebenden »Vertretern der amerikanischen Gesell schaft besteht. Auch in Ungarn wurde ein nationales Studien- kommitee »gegründet. Weitere Gründungen sind angekündigt. Im Volkerbundsfikretariat liegen zwei Sonderrund schreiben vor, die vor allem für di« Mitglieder des Derkehrs- und TransttausschusfiS sowie für di« Behörden und Verbände bestimmt sind, di« sich für die Ersetzung von nationalen Studienkomitees für oie Kalenderreform interessieren. Das Sonderrundschreiben Nr. 1 enthält eine Ueberstcht über die Nachteile des gegenwärtig »gültigen gregorianischen Kalenders, ferner Reformvorschläge »und schließlich Angaben über Ein setzung und Aufgabe ver nationalen NtudienkomiteeS. Das Sonderrundschreiben Nr. 2 erteilt Auskunft über die inter- nationale Tätigkeit, die »in der letzten Zeit entfaltet wurde, und über die Einsetzung der nationalen Studierckomddse». mtt Moto»- U5ut TtäKäckt cias »rLiLKckAe Wie steht es um die Kalenderreform? Bor »einigen Jahren sah sich der Völkerbund veranlaßt, sich mit dem im hohen Maße internationalen Problem der Kalenderreform zu »beschäftigen; dieses Problem wurde übri gens schon recht lange vor der Gründung des Völkerbundes aufgeworfen. Tatsächlich ist »der Kalender keine unabänderliche Einrich tung. Im Laufi der Zeiten wurde er oft geändert. Der grego rianische Kalender, der reformiert werden soll, stammt erst aus dem 16. Jahrhundert (1582). »Er wurde erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts von Deutschland und Holland, erst 1701 von der »(protestantischen) Schwei-, 1752 von England und ein Jahr später von Schweden angenommen. Bulgarien, Grie- chenlano, Rumänien, Jugoslawien und Rußland haben erst nach dem Weltkrieg 1014/18 den julianischen Kalender auf,ge geben. Di« türkische Zeitrechnung richtet sich erst seit »dem Jahre 1S27 nach »dem gregorianischen Kalender. Schon in der Zeit von 1900 bis 1914 »beschäftigten sich nicht weniger als vier Kongreffe mit diesem Problem. Erst fand im Jahre 1600 die, Evangelische Konferenz von Eisenach statt; dann tagte im Jahre 1910 das ständige internationale Komitee der Handels kammer und »der »Handels. und Jndustrieverbänd« in Lvndon; im Jahre »1914 hielt »die gleiche Bereinigung in Paris einen Kongreß ab und beauftragte die schweizerische »Regierung mit der Einberufung einer internationalen Konferenz, ebenfalls im Jahre 1914 wurde auf Veranlassung der Jndustriebörfi in Lüttich ein Kongreß abgehalten, auf dem sich maßgebend« Ver treter aus Reliaions-, Wissenschafts-, Handels- und In« dustriekreifin versammelten. Nach dem Kriege lebte die Be wegung wieder auf. Diesmal war es der Kongreß des Inter nationalen Astronomieverbcmdes, der im Jahre 1919 einen Sonderausschuß für die Prüfung der Kalenderreform einsetzte, in dem Kardinal Mercier den Vorsitz führte. Im Jahre 1921 tagte in London der Kongreß der internationalen Handels kammer; 1922 hielt der Internationale Astronomieverband einen weiteren Kongreß ab. Unter diesen Umständen befaßte sich auch »der Verkehrs-, und Transitausschuß des Völkerbundes auf Veranlassung eines fiiner Mitglieder (Herrn Van Eysinga-Holland) mit dem, Problem der Kalenderreform. Er bekannte sich zur Ansicht, daß eS für das Wirtschaftsleben und für den internationalen Verkehr von besonderem Jntereffe sein dürfte, wenn der gre gorianische »Kalender so abgeändert würde, daß die Zeitberech nung einheitlicher und zugleich rationeller wäre. Bei der Durchführung der »Untersuchungen wandte der Ausschuß »dis Jnformation-methoden (Rückfragen und Erhe bungen) »an, die »dem Völkerbund bei der Prüfung internatio naler Fragen immer als Richtschnur dienen. Im Verlaus einer vorläufigen Prüfung stellte der Ans chuß fest, daß »der Kalenderreform, in rein dogmatischer Hin- icht, keine derartigen Schwierigkeiten im Wege stehen, daß man >ie Reform von vornherein als undurchführbar betrachten Eia liebem? ken. Ai sparniffe einer D sie »die i Salz wi dem in: cen einem < gen" di« mit nie Deiwel-I et-ui wel Wei bleibt sic len zwei Schubfa» der Hein spätesten jammen Schubfa, was ihr würde, > Worten nigkeit! alles ist lich scho muß ja» Adam v nogram: Frau Ei vielmehr viel GÄ Der gut Mann? eine Br sich ja d erschiene konnte r renS . . nicht »so leicht nc Mit büchse, s muh, w« nach den wie im ! umgehen hätte, t hatte, k Sparbüt Logik hö Ein etwas ei erlebt. Dok Lärm fi Blick in » Ueberstüi Hausschu und eilbk abfällen Hahn stel war der viel zu i Schi die Tür Qualm z in den r! Das Aber dic neben dc und — c tiger Qu Bretterw »daS im Z rage aufs statt dies such doch Stallung Eimer n den Br« Bei: Frau, di hatte, zu nur: „H fürs Was jchlüsfili Eimer w Das fitzt maß gesichtS f Eimern l den. Sc übermitte „Abc eilte Hau kann «S Dock darauf, st vor und » zu holen, flur, riß au» der < SchlcUe »l den Bvai Qualm m ttülttsn,
- Aktuelle Seite (TXT)
- METS Datei (XML)
- IIIF Manifest (JSON)