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kck m Au« Lktzeßtitt »mH Anßetz« Di da» Gchgeätrß^ Gonnabmd, ^en Iß. EstDeck^D 1DD» N da» Dtnfstzen» aubvetchend« staatlich»» Vkdnungbovaan» und feiner yrasilonskottegen »in, Ak fordert Mttdet, rhiEon I«in Gebrauch gemacht und be» Uktton»au»schuß dt» de» Verelendung de« mind»rd»mttt»lt»n an d»r»n A»ll» gefetzs woeden wär«. Li»» ist jedoch Klaffen d»r Ult»«»,, Vnvaltden-, Go»ial«entne«, fvwte nicht d«r -all. Maatttch» Machtmtttel st»nd»n nicht de» Krlegdrdtvttwen entg«gensteu»«njoll. iNd tvu», m«-r und vo« allem nicht «schtÄetttg. und in aubret» d« tn»befvnd,«e »»wünscht, di» kostenlos« Pevabretchung chendem Maß» »uv Verfügung. Ein Utnsetzen d»« noch von Mtitnaesfen an dtef» Rentner und Mttw»n. d»r»n «vtchandenan nicht ausreichenden und durch dt» vor« lautend» Versorgung mit kostenlosem Het-matevtal. di» » gänge demoralisiert«» Kräfte -litt» »w»is«ilo» zu einer «tnrtchiung von 1 oder 2 Wärme-allen in städtischen - »rneuten Niederlag« d«r Poltzet und damit zu «iner Gebäuden zum Ausenthalt der mittellosen Bevölkerung, stenlvs« Verabreichung Staätveroränetenlihung in Aue. Zu seiner 15. diesjährigen Stadtverordnetensitzung versammelte sich gestern Freitag nachmittag Uhr das Btadtverordnetenkollegium. Die Leitung lag in den Händen de» StadtverordnetenvorsteHer» Froh. Der Sitzung wohnten insgesamt 24 Stadtverordnete bet. Am «aisttsche waren neben Bürgermeister Hofmann acht Stawmitglieder erschienen. Auch die gestrige Sitzung stand wieder unter dem Zeichen der Teuerung und der Erhöhung für verschiedene Leistungen. Zuerst wurde die Gebühr für Abfuhr von Abortgrubeninhalt antragS- gemäß auf 120 Mark für 1 Kubikmeter erhöht. In einer der letzten Sitzungen wurden Vorschriften verab schiedet, die die Gewährung von Prämien bet freiwil liger Freimachung von Wohnungen vorsteht. Zu diesem Zwecke bewilligte das, Kollegium ein Berech- innngSgeld von 100 000 Mark, wobei es davon Kennt nis nahm, dcxß sich die beschlossene Einrichtung schon insofern als segensreich erwiesen hat, als drei Wohnun gen freigemacht worden lind. Dio Tagegelder und Reisekosten der Stadtvertreter, Beamten und Leh rer wurden den fetzigen TeuerungSverhäitnissen ange kratzt und entsprechend erhöht. In der Frage der Er höhung der Kohlen- Und GaSgeldbethilfen sowie der Beschaffung von Kartoffeln für Klein- und Sozialrentner wurde vom MV. Wilhelm der Antrag gestellt zu beschließen, die Beträge nicht wie vorgesehen nur zu verdoppeln, sondern sie zu verdrei fachen/ Diesem Anträge des S1V. Wilhelm, der in der neuerlichen Erhöhung der 'Kohlen- und Gaspreise be gründet ist, tritt das Kollegium unter Bewilligung der Mehrkosten von 75 000 Mark für die zweite Hälfte des laufenden Etatjahres bei. Die Erhöhung der Bezüge des Impf», Polizei- und Armenarztes, sowie dis.Schularztes findet die einstimmige Zustimmung der Stadtverordneten. " Bon Reich und Land wird nach gesetzlichen Vorschriften eine Woh nu ngSb au ab gab e erhoben. Die Gemeinden sind berechtigt, einen besonderen örtlichen Zuschlag bis zu 75 Prozent des - < FrledenSnutzungSwerteS von Gebäuden zu erheben., Der Stadtrat hat vorgeschlagen, diesen Satz auf,50 Prozent festzustellen. Diesem RatSbeschlutz tritt das Kollegium gegen vier Stimmen der kommunistischen Fraktion mit der Einschränkung bei, daß. die örtliche Wohnungsbau abgabe nicht schon vom 1. April 1922, sondern erst vom 1. Oktober 1922 an zu erheben ist, wie Stv. Bär be antragte/ Dieser Punkt der Tagesordnung zeitigte eine * ausgedehnte Aussprache, an der sich mehrere Stadtver ordnete und Bürgermeister Hofmann und Stadtrat Ziegler beteiligten/ Die Vergütungen an die Mannschaften der freiwilligen Feuerwehr für Teil nahme an Bränden und Wachen werden den Zettver- hältntssen angepaßt und entsprechend erhöht.. Wie be kannt, hat sich 'in Aue ein MuseumLvere i n gebt! det. der im Frühjahre dieses JahreS«im alten Stadt- verordnetensitzungSsaale eine Ausstellung veranstaltet hat, die das Interesse weitester Bevölkerungsschichten un serer. Stadt hervorrief. Ter Museumsverein denkt an die Gründung eines Stadtmuseums und an die Wieder- errichtung der Tausend-Güldenstube. UeberdieS plant e« «ine Feier aus Veranlassung der 750. Wiederkehr der Gtadtgründung, die auf den Monat Mai 1923 fällt. Tie weitgesteckten Ziele deS Veretns können un ter den jetzigen Zeitverhältnissen leider nicht zur Tat sache werden, weil sie enorm hohe Kosten verursachen. Der Rar hat aber vorgeschlagen, dem genannten Verein zur Verfolgung seiner Ziele den Betrag von zunächst 30 000 Mark zur Verfügung Lu stellen. Tas Kollegium tritt diesem RatSbefchlusse bei. Erhöht wurde die B e- triligungSsummv am Radiumbade Ober- schlvma auf 100 000 Mark. Um unserer Vtabtkg- pelle da» Weiterbestehen zu ermöglichen, wurde die städtisch« Unterstützung für diese» Unternehmen von bis her 50- auf 150 000 Mark für» laufende Etatjahr erhöht. Einer Erhöhung -e» Lich tstrompreise» und de» Kraft- strompreise» auf 44 Mark bezw. 85 Mark für eine Kilo- sivattstundv und de« Ga »preise» auf 22 Mark für 1 Kubikmeter wurde zugestimmt. Bei dieser Gelegenheit wurde festgestellt, daß zukünftig die Mieten für Gas- messe« unter 10 Flammen vollkommen wegfallen. Bet größeren Gasmessern soll sie bestehen bleiben und durch da» Werk selbst angemessen erhöht werden., Zn der Leppeltnstratze und Schneeberger Straße macht sich die Legung «lektrischer Lichtleitung nötig, Tie Ausfüh rung wurde unter Bewilligung der ant»ilig«n Mittel genehmigt, wobei Stadtverordneter SonntagPie nö tig» Legung elektrischer Leitung in der Mozartstratze anregt«. Die Verwendung de« Resttaufgelde« für die Schäferwi«se wurde nach.dem Vorschlag.-«» Finanzaus schuss«« beschlossen. > Einen breiten Raum in d«n» Verhandlungen der gestrigen Sladtverorbnetensitzuntz nahm der Antrag de« stellvertretenden Stadtverordnete ^Vorsteher» Arandt Gebäuden zum Aufenthalt der mittellosen Bevölkerung, di» sofortig« Erhöhung dir Unterstützuugsvttze unt»r Zugrundelegung d«e amtlich errechneten Extstenzmini- mum«. Den Antrag begründet« stellv. Dtadw.-Vorsteher ^Brandt in längeren Ausführungen. woraus Stadtrat Ziegler in längerer R«de di« »«llunguahm« des Nates kennzoichnete und in der «r betonte, daß der Aw- tragsteller zwar Forderungen aufgestellt, nicht aber die Mittel und Wege gezeigt Hube, wie man dt« geforderten Beschlüsse durchführen tönn«. Nach! feiner vorsichtig aufgestellten Rechnung betragen dt« Kosten^ wenn mau die gehörten Wünsch« durchführt, für da» Winterhalb jahr 1922 mehr al« 25 Millionen Mark. Lter Antrag kann also der Kostenfrage wegen nicht durchgesührt werden, er muß aber auch au« Gründen technischer Art scheitern. UeberdieS sei ein Teil der Forderungen bei un« durch früher« Beschlüsse schon durchgeführt. Stadt rat Ziegler ist der Meinung, daß man nicht mu ge nerellen Beschlüssen da» Richtige trifft, sondern daß man vielmehr weitherzige Stnzelbehandlung aller Anträge auf Unterstützung .bedürftiger Personen in» Auge zu fassen hat. Er bittet als Vorstand de» Fürsorgeamte» alle Kreise unserer Stadt, ihm solche Personen namhaft zu machen, die erhöhter Unterstützung bedürftig sind. Ten sicher gutgemeinten Antrag bittet er dem Fürsorge ausschuß als Material zu überweisen. Zur Sache spra chen noch Pie Stadtverordneten Brandt, Günzel, Colditz und Raabe', worauf man einstimmig be schließt, den Brandt'schen Antrag an den Fürsorge- aueschutz zur Vorberatung gelangen zu lassen, was schon in der nächsten Dienstag stattfindenden Sitzung de» ge nannten Ausschusses geschehen wird. Ter 10. Nachtrag zum OrtSgrundgesetz, der di« Rechte und Pflichten, die AnstellungSverhältnisse usw. der Beamten betrifft, findet die einstimmige Zustimmung der Stadtverordne ten, wie man auch der Erhöhung des TeuerungS- zuschlagk zu den Gebühren des Schornsteinfe- germeister« auf 1400 Prozent zustimmt. In ver schiedenen Stadtteilen ist neue Hauptwaf.serlet- tungzu legen. Dem Wasserwerk ist die Lieferung.von Röhren zu günstigen Bedingungen angeboten worden, weshalb man schon jetzt Anschaffung beschließt und 120 000 Mark Mittel aus dem Betriebsvermögen des Wasserwerkes Hierfür bewilligt. Tie außerordentlich reichhaltige Tagesordnung der öffentlichen Stadtverord- netensttzung war gegen V,10 Uhr beendet. Ihr folgte eine nichtöffentlich«, die gegen 10 Uhr geschlossen wurde. M; »äng» demoraltfterten Krä! . . I »rn»ut»n Niederlage d«r Polizei und damit zu einer ü. wetteren Schädigung der StaatSautorttät »«führt. Un- irr diesen Umstanden war da» Verhalten d»r * sächsischen Neaternng d»n Umständen an gemessen. Daß di» sächsisch» R«gi«rung im Fall» / »in»» weiteren Ausbrettung. der Bewegung alle» getan ' hätte um mit verfassungsmäßigen Mitteln, namentlich / den staatlichen Polizetorganen, d«r Lag« tzerr zu wer den, beweist der Umstand, daß sie, sobald ihr die Vor- Aäng« bekannt wurden, für all« Poltz«torgan« de» Lan de» Alarmbereitschaft ang»ordn«t hat. Vou Slaät uuä Lauä. Au«, 23. September 1S22. Flaggen heraus ergeht zur 6 0 - Jahrf -ster deS All gemeinen Turnvereins (D. T.) der Ruf. Nochmals ladet der Verein Freunde und Gönner der Turnsache zun. Jubiläum durch ein Inserat in diesem Blatte ein. Daraus ist gleichzeitig die Festfolge zu ersehen. Ueber den turnerischen Teil haben wir schon des öfteren geschrieben. Auch eine An zahl fremde Turner werden sich zg. diesen' Veranstaltungen hier etnfinden. Ihnen ein herzliches! Willkommen und Gut Heil. Aber nun: ein Turnfest ohne viel Fahnen und Häuserschmuck ist nicht denkbar. Freilich auf ein buntes freundliches Straßen bild wie in den Vorkriegszeiten wird man wohl verzichten müssen. Nicht tausend Hände werden sich regen und mir Gu rlandenbinden und Häuserschmücken sich beschäftigen. Die Not im Volle ist zu groß, sür die Feste fehlt die notwendige Stimmung. Doch hinweg einmal morgen mit den Alltags- sorgen. Betrachtet die Turner. Geht mit ihnen in Gedanken, seit bet ihnen und ihr werdet Freude empfinden an dem edlen Sport, der alles vergessen läßt, ja mehr: der erkennen läßt, was wir noch aus allem Elend gerettet haben, 'das uns niemand nehmen kann, unsere deutsche Art, die Geistes- und Körper betätigung und Uebung, die trotz alledem dem Volle noch voran ist. Vergeßt heute und flaggt und schmückt, vergeßt morgen und' seid frisch, fromm, fröhlich und frei wie eS die Turner sind. Das Juustizministerlum gegen, den Wucher. Ebenso wie die Regierung von Thüringen hat auch das sächsische Justiz ministerium umfassende Maßnahmen getroffen, um den sprung haften Preistreibereien der allerletzten. Wochen mit Nachdrucl 'zu begegnen. Es werden bei den Staatsanwaltschaften an den Landgerichten eigene Abteilungen gebildet, denen ausschließlich die Bekämpfung der Wuchervergehen im Einver nehmen mit den örtlichen Preisprüfungsstellen obliegt. Ihre Leitung ist besonders erfahrenen und vorgebildeten Beamten übertragen, die soweit erforderlich, von allen anderen Dienst geschäften entlastet werden. Dadurch wird nicht nur eine be schleunigtere Strafverfolgung der Ausbeuter und Schieber er möglicht, die neue Einrichtung gewährleistet vielmehr auch bit nötige Rücksichtslosigkeit im Kampf gegen alle die Kreise, die in dieser schweren Zett mehr dsnn je darauf auSgehen, sich auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen zu füllen. Der Präsident des Landeskriminalamte«. Da» Ministerium de» Innern hat den OberregterungSrat bei dem Polizeipräsi dium zu Dresden, Dr. Palitzsch, vom-1. Oktober 1922 ab -um Präsidenten de» neuerrichteten LanbeSkrtminalamteS ernannt. Abschaffung der Anklagebank. Wie der Telunion-Sach- sendtmst erfährt hat der sächsische JustiMtntster Dr. Zetgner ungeordnet, die sogenannte „Anklagebank" in Zukunft nur noch in den Fällen benutzen zu lassen, in denen diese zur Unter bringung von Angeklagten Verwendung finden muß, die eine» Fluchtversuche» oder -siner anderwetten Störung der Gerichts verhandlung verdächtig erscheinen. Die n»u,n Gehaltsaufbesserungen für Beamte und Staatsarbeiter, die »wischen der Retchsregierung und den Spitzänverbänden der Organisationen für September verein- bart worden sind, bringen eine DurchschntttSerhvhung der bis herigen Einkommen von 40 Prozent. Die Löhne der StaatS. arbetter werden um 24,80 Mark pro Stunde erhöht, und »war werden 22,60 Mark Zuschlag zum eigentlichen Lohn und 1,50 Mark zur Kinderbeihilfe gezahlt. In einer Besprechung der 1 Du"rchaÄAe Regelung be» »ebrlifM»,ntfchädtMN9 M Sachsen.^er LandvSausschuß d,< sächstschen Landwerkchat in seiner au» allen Dellen de» Lande« zahlreich besucht,n Mt - kiltedsrversammluna den bemerkenswerten Beschluß gefaßt, d e von den Landeasachverbänden ausgestellten Richtlinien fstrdtt Entschädigung der Lehrling« sür nicht gewährt, «ost und Woh nung durch die Tvwerbekammsr für leben Berufskollegen für rechtsverbindlich erklären.-n lassen. Die Gewerbekamm,rn er klärte, daß der Gewerhekammertag bereit» den Beschluß gefaßt habe, durch einen Nachtrag zu den Lehrlingsvorfchriften dn Kammern die Durchführung derartiger Anträge der Lande»- sachverbändv zu ermöglichen. Für da» Tischlergewerb» ist di» Regelung bereit» beantragt. Herbstanfang. Testern um v Uhr abend» überschritt di» Sonne in ihrer scheinbaren Jahreüwanderung mit ihrem Mtttilpunkt wieder den Aequator, um sich während der kom menden sechs Monate über der südlichen Halbkugel auf-uhat- ten. Dieser kalendarische Beginn de» Herbste» hinkt nach dem schlechten Sommer erheblich hinter den meteorologischen Ver hältnissen her, denn herbstliche Witterung herrscht schon sitt_ Wochen und hat un« im Grunde genommen schon «inen erheb lichen Teil de« Sommers verdorben. Der Gegensatz zwischen dem heißen, trockenen und ungewöhnlich langen Sommer von 1921 und drm Sommer in dickem Jahre ist außerordentlich groß, so bedeutend, daß sich in diesem Sommer ein ganz andere» klimatisches Bild als im vergangenen dargeboten hat. Christlicher Elternverein. Die christliche Elternveretnigung des Attertals eröffnete mit ihrer Versammlung am Donnerstag im Pfarrhaussäale nach -einer Sommerpause die Reihe ihrer Vereinsabende de« Winterhalbjahr». Der Besuch war auch sehr gut, besonders waren Vertreter aller Erwerbsklassen un serer Einwohnerschaft anwesend. Bet Beginn bezeichnete de« Vorsitzende Stadtrat Roßner den BersammlunaStag al» eia-rn wichtigen Erinnerungstag, da! an ihm vor 400 Jahren unser großer Reformator Luther dem deutschen Bolle die deutsche uebersetzung deS neuen- Testamentes gab. Hauptpunkt der Ver handlungen war'.eine Besprechung , wegen der jüngsten Verord nungen des Kultusministeriums über die Teilnahme von Ley- rcrn und Schülern an den sächsischen Sovderfeiertagen und über den Wegfall! von Gebet, Andacht und kirchlichem Gesang beim gewöhnlichen Schulunterricht. Eine vielseitige Aussprach; zeigte, daß sich über diese beiden, gegen die Reichsverfassung verstoßenden Anordnungen in der christlichen Bevölkerung eine herbe Entrüstung zeigt, die zu starker Verbitte rung führen muß. DaS Ergebnis d-r Besprechung war denn! auch der einmütige Beschluß, an da» Kultusministerium eine Protest-Resolution abzusenden, in der die etwa 4000 Mit glieder der Vereinigung fordern, daß die betreffenden Verord nungen schleunigst wieder aufgehoben werd-rn, weil man sonst für Aue eine ev.-luth. Bekenntnisschule fordern müße, ver schiedene innere Angelegenheiten -ergänzten die Beratungen, die mit Gebet eröffnet und. geschlossen, weiter aber durch Ge sänge umrahmt Hürden und äußerst anregend sür alle Teil nehmer Verliesen. Sine Handwerkeroerfammlung findet wie au» dem Inserat in vorliegender Nummer hervoraeht, nächsten Montag statt, die von der Wirtschaftlichen Vereinigung für Handel und Ge werbe einberufen und als wichtig bezeichnet wird. Bereit zu Ueberftundrn 1 Die staatlichen RuderSdorfer Kaliwerke, die einen großen Teil der Zuckerfabriken mit kalk versorgen, sind mit den Lieferungen start im Rückstände. Die Arbeitervcrtreter haben sich daher im Interesse deS Äolksaanzen unter Zurückstellen aller Bedenken bereit erklärt, bet de^'Beleg schaft für den Abschluß eines UcberzeitabkommenS einzutreten; es soll bis auf weiteres täglich, mit Ausnahme de» Sonnabend», eine Stunde länger gearbeitet werden. Die BelegschastSver- sammlung stimmte dem Abkommen zu. . llveaier, N-nrme, vergnSgungen, Kunst. Sarrasani in Zwickau nur noch wenia, Tag, 1 ES ist ein gewisses Ereignis, das Zwickau erlebt. Die berühmte Sarra- sani-Schau hat sich pompös entfaltet. Die Ueverraschungen sind imponierend, die ganzjrtsch erstandene Zeltstadt, die durch tausend fleißige Hände in Murm und Wetter auf dem Htnden- burgplatze ausgebaut wurde, macht großen Eindruck. Sarra- sanis prächtig; Löwengruppe ist eine Sehenswürdigkeit, um deren Willen man nach Zwickau pilgern sollte, denn wt« lange ist es her, daß wir große Raubtterdressuren nicht mehr gesehen haben! Die spanischen Kampfsttere, die vollblutmaulttere, die 40 Akrobaten in der! Luft, aus dem Turm eil, auf drm Podium, in der Manege l Und schließlich die Pferdedresiuren I AI» Sarrasani das letzte Mal in Zwickau war, war diese» Gebie, noch wenig ausgebaut. Aber nun hat der berühmte Ernst Schumann, der Altmeister der Drrssurkunst, seine Tätigkeit bei Sarrasani ausgenommen und Wunder entfalten sich. Die ganze CtrcuSgeschichte kennt nichts desgleichen, man muß da» sehen I ", Der romantische Abend von Lieselott und Conrad Berner am Dienstag, den 28. September im Bürgergarten verspricht ckuchin fstnem instrumentalen Teil Seltene» und Interessantes. Berner, der als der bedeutendste Viola dAmour» virtuose bezeichnet wird, bringt außer den Bortrügen au die sem Instrument mit einer Tonfülle auch da» Konzert do» Hexenmeister» Vagantn zu Gehör, da» durch sein» vielgerühmts Virtuosität uns vollendete Meisterschaft stet» erstaunliche Wir kungen auülüst. Lieselott Berner, oie stimmlich und künstlerisch hervorragende Sängerin bringt einen horrlichen Strauß schön ster Lied». Schwär,»nberg, »2. September. Die ans Sonntag ansesitzt, Gtadtverordnettnwahl findet nicht statt, nachdem di« städtischen Körperschaften Nvuau»schrei- bung der Wahl beschloss-rn haben, weil der Wahlvorschlag der Kommunisten -n spät otngogangon war. Di» Wahl soll jetzt am 29. Oktober stattfinden. Planen i. v» 92. September. Etnschränkunadel städtischen WohnungSbau-Programm». Lurch die ungeheure Steigerung der Kosten für Baustoff» und Löhne werden auch di» städtisch»» WohnunaSbauten stark betroffen. Wie in anderen Orten, wird sich^uch vet einem Teil, derselben dis Bauetnstellung nicht vermeiden lassen, wenn dt» erforder lichen Geldmittel nicht beschafft werden Kinnen. E» fallen deshalb zunächst nur dt» vorgeschrittenen Bauten vollständig fertjgaestellt werden. Simbach, 92. September. Der vaupttäter bei Setdedtebstahl» verhaftet, wie wir von unter- richtet« Seit« erfahren, ist der Haupttäter de» bet der Firma