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Auer Tageblatt : 04.07.1922
- Erscheinungsdatum
- 1922-07-04
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1735688886-192207042
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1735688886-19220704
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1735688886-19220704
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Auer Tageblatt
-
Jahr
1922
-
Monat
1922-07
- Tag 1922-07-04
-
Monat
1922-07
-
Jahr
1922
- Titel
- Auer Tageblatt : 04.07.1922
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ßKatze Zäh»«. Inträss h'. »Utlg «,:p»be- «q?fa«nit Mwk n über en und B «er- «nd Mr »ezchlt. ntspr^ al und Tier on auf ruf die l. Bon lapiickl- Er)ver- er Rest :ücklage sei her werden schäften Kosten ung se- che von den. ich bis /i Mil- ingsbe- nstalten üsfent- :d, dem rnmehr l Mark .922. en. Das ) die es Wieder »er, des rbrhalt, Staats» Staat-» ,nS, des sidenten ten, der hemnitz, Kr:is- )resden, rd des )er Ge» eichsrat. bisher chzah» Uhr in auf die :r Orts» udlöhiu. istunge,. bestehen rng des auf ein ;il- und - ^rn Be- Beihtl- hr her» ziehun» el und rmmen. st hatte icht ge» r nebst ivüvde S trabe I. sie er-r , such te aal daS nd ikape n hörte l ab^e- ALend, l seiner U Stock iS Kon- kannten xMchm n Gla» irnstetn lerhand n Kopf »HNSitS« n r«iöb ten mit August e Herr nd Uetz SS gab zu moi> e Linke Nr. 158 Aue« LaMalt und Anzeiger fit» da» Erzgebirge. Dtengta-, dsii Juli tv>S. fen bei Verpflegung Familienangehöriger in Krankenanstalten und Genesungsheimen auf vier Fünftel des V.'rpslegkosiensatzes im Krankenstift Zwickau und in Genesungsheimen auf vk Hälfte desjenigen im Genesungsheime NjSchhammer. Alle diese Mehrleistungen tragen der jetzigen GeUentwertung weit gehend Rechnung. Damit soll aber keineswegs.gesagt sein, daß die Barleistungen, namentlich das Krankengeld, a S aus» reichend anzusehen sind. Der Grund hierfür liegt bar n, daß die durch Gesetz festgelegtrn Grundlübne bet weitem nicht den jetzigen Löhnen entsprechen. Bei dieser Gelegenheit wird da rauf hingewtesen, datz die Mitglieder mit dem Zeitpunkte des Ausscheidens aus der Beschäftigung einen An» spruch aus die umfangreichen Leistungen der Familtrnhilfe nicht mehr haben. So werden an Ehefrauen und Kinder der Mit glieder gewährt freie ärztliche Behandlung und die Hälfte der kosten für Arznei und kleinere Heilmittel auf die Dauer vor» lS Wochen, eine Beihilfe bet Verpflegung in Krankenanstalten und Genesungsheimen in obenbezetchnekr Höhe sowie schließlich ein Sterbegeld für Ehegatten in Höhe der Hälfte und für Kinder bis zu 7 Jahren in Höhe von 12A und von über 7 Jahren >n Höhe von 80 v. H. des Mitgliedersterbegrldes. Schon dieser Leistungen wegen kann den Mitgliedern im eigenen Interesse nur empfohlen werden, sich bei Austritt aus der Beschäftigunei die Rechte an die Kasse durch Erklärung der freiwilligen M itglied'schaft zu erhalten. Diese Erklärung muß späte» 'lens binnen 3 Wochen nach Beschäftigungsaufgabe an Kassen» stelle mündlich oder schriftlich (Postkarte) abgegeben werden. Besichtigung des BethlehemftifteS Zwvnitztal. Der auf An regung des Pfarrers Leßmüller geplante Ausflug der kirchlichen tz-elferschaft des 1. Bezirkes nach Zwönitz, der die Besichtigung des Bethlehemstif tes Zwönitztar zum Ziele hatte, ist unter zahlreicher Beteiligung recht anregend verlaufen. Nach Xstündiger Wanderung vom Bahnhofe Zwö nitz über den Marktplatz nach Osten zu auf wunderschöner Straße, schaut, links an den Berg angelehnt, zwischen Grün hain und Elterlein, io geschützter Talgegend unmittelbar am Staatssorst, ein freundliches lichtes Häuschen hervor, dessen Giebel die Inschrift trägt: Bethlehemstift Zwönitztal. Es gehr nun links über eine Brücke, einen kurzen Weg durch Wiesen, und wir sind «MjZiele. Das Stift selbst gehört den Krttsver- einen für innere Mission der Ephorien Schneeberg und Stoll- berg und war vor seiner Einweihung ein unbewohnt stehendes Wirtschaftsgebäude. Im Jahre 1909 »wurde es eingeweiht und stellt sich, wie die übrigen,vielen Bethlehcmstrste unseres Sach senlandes, die überaus dankbare Aufgabe, kränkliche und schwächliche Kinder, sofern sie nicht an akuten oder ansteckender. Krankheiten oder an Krämpfen leiden, zur Kur und Pflege aus meist fünf Wochen aufzunehmen, um ihnen schon in der Jugend zu Körperkraft und Gesundheit zu verhelfen. Es war eine Lust zu sehen, wie die fünfzig guterholten und braungebrannten Pfleglinge unter Leitung umsichtiger Pflegerinnen in dieser köstlichen Luft so fröhlich sangen und spielten. Auf dem Nach hausewege sprach man prit Anerkennung von dem, was mar. in der kurzen Zeit gesehen hatte. Eine Sammlung der Teilnehmer ergab die schöne Summe von 430 Mark, die als Beitrag zur Unterhaltung^hes Stiftes dienen soll. "^rallsiegeloerschluß bei Postpaketen. Als Verschlußmittel für Wertpakete ivon mehr als KOO bis 3000 Mark werden vom 1. Juli an neben den bisher vorgeschriebenen Lacksiegeln auch Bleistegel und Stahlblechsiegel versuchsweise zugelassen. Nähere Aushmft erteilen die Postanstalten. Schwarzenberg, 3. Juli. verbotene Gedenkfeier. Am Sonntag sollte auf dem Für. stenbrunn bei Schwarzenberg in Verbindung mit dem i Wandertrefftag der Erzgebirgszweigvereine eine Gedenkfeier an die vor 100 Jahren erfolgte Einweihung des Gedenksteines am Brunnn in einfacher aber würdiger Weise abgehalten wer- den. Die Amtshauptryannschaft Schwarzenberg hatte ihr Einverständnis mit der Abhaltung der Feier erklärt. Auf Ein» spruch der unter Führung des Landtagsabg. Lehrer Schnel ler- Schwarzenberg stehenden Kommunisten ließ der Minister i des Innern, Lipinski, in letzter Minute noch die Feier unter- sagen. Die Vereine hatten keine Zeit mehr, diese Mitteilung z in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Infolgedessen Hatter. ! sich viele hundert Erzgebirgsfreunde ausgemacht, um am Fürs- tenbrunnen einen Wandertrefftag und eine schlichte, historische Feier mit zu erleben. Enttäuschte Gesichter gab es, als der Vorsitzende des Schwarzenberger Erzgebirgsvereines Studien rat Schramm von der ministeriellen Vorschrift Mitteilung machen n^ußte. Die vielen Teilnehmer zogen deshalb wieder , nach Hause. Den Erzgebirgsvvrctnen in Beierfeld,^ Grünhain, Raschau und Schwarzenberg, die die Feier vorbereitet hatten, sind mehrere Tausend Mart Schaden entstanden. Burgstädt, 8. Juli. Mordtat. In der Nacht -um , Sonntag wurde die 26 jährige Flora Wehrmann aus Bur- ! kersdorf an der Bah-strecke nach Cossen unweit der Thiemeschcu Ziegelei mit durchschnittenem Halse tot aufgefunden, lieber die Ursache des Mordes durchschwirren allerhand un kontrollierbare Gerüchte die Stadt. ES scheint sich um ein Liebes h,rama zu handeln, da die Ermordete ein Verhält nis mit einem verheirateten Mann gehabt hat, das nicht ohne Folgen geblieben war. Verschiedene Verhaftungen sollen schon vorgenommen worden sein. Dresden, 3. Juli. Die Dresdner Elternrats. Wahlen. Die Anhänger der christlichen Schule konn ten bet den am Sonntag durchgeführten Elternratswahlen neuerlich einen Sieg für sich buchen. 445 Vertretern der christ lichen Schule stehen nach vollendetem Wahlkampf 400 Vertreter der weltlichen Schule,gegenüber. Leipzig, 3. Juli. Die Ga st wtrtSange stellten sind fast ausnahmslos in den Ausstand getreten. Eine große Anzahl Gastwtütschaften, darunter der tzauptbahnhof, daS Central-Theater und der Kristallpalast, haben geschlossen. Die Angestellten fordern Verlängerung des bis jetzt gültigen Tarifs auf ein weiteres Jahr. Die Arbeitgeber wollen da rauf nickt eingehen. Sie verlangen von den Angestellten, daß sie von den Gästen auf Speisen und Getränk einen Aufschlag (?wdionungsgcld) verlangen sollen. DaS wird von den An gestellten abgelehnt, da sie es,ala ein verkappte« Trinkgeld an- sthem Bautzen, 3. Juli. Vt« aan - aussak! 7 nder Preis unterschied besteht -wischen den Städte«« Bantzen und Görlitz. Während B. Rindfleisch daS Mund in Bautzen 05 bis 70 Mark kostet, kostete es in Görlitz am Sonnabend 46 bi« 47 Mark, daS sind säst 85 Mark Unterschieb an« Pfund. Auch Grünwaren sind in Bautzen -um Teil uin da« Doppeln- teurer, al« in Görlitz. Da auch tn Löba >« die Preise ähnlich wie tn Bautzen sind, decken viele Löbauer Familien ihren Be darf tn Görlitz. Namentlich an Markttagen sind die Frübzüae von Löbau nach Görlitz außerordentlich stark besetzt, hauptsäch lich von Löbauer Hausfrauen, die in Görlitz ihre Einkäufe do. wirken. d An die sächsische Staatsregiernng zu Händen de» Herrn Ministerpräsidenten de» Freistaates Sachsen. Der Verein sächsischer Zeitungsvrrleger, dem bie Heraus geber fast sämtlicher sächsischen Tageszeitungen aller bürgerlichen Parteien und der Mehrheit«- fozialdemokralie »„gehören, fühlt du» VK>ttrs„is. bei seiner heutigen Beviannuluug seiner ttnirüsiung und leinen» Abscheu Au»druck zu geben über den an den, Netcheuntntster Rathenau begangenen Mord. Di« Versammlung hält all« terroristischen Akte und di« Anwendung irgendwelcher Gewalt mittel gegen politisch Andervdenkende tn jedem Falle für ver werflich nnd für ein Unglück für die Volksgesamtheit. Au« dieser Auffassung heraus erhebt sich aber auch ent schiedener Miberspnich gegen die Gewaltakte und Aus schreitungen, die in verschiedenen Städten im Anschluß an die Traucrkundgebung für den ermordrren Minister gegen Herausgeber und Redakteure einer Anzahl von Tageszeitungen und gegen Personen, die tn mehreren Fälle" sogar der Partei de» ermordeten Ministers angehören, br- gangen worden sind, wobei diese an Leib und Leben bedroht und körperlich mißhandelt worden sind. Dir Versammlung ist überzeugt, daß di« sächsisch» Staat», rrgierung mit ihr darin übeninstimmt, daß der Abscheu und dir Entrüstnng gegen Mord und Mordorgantsatlonen nicht dokUfnenttert wird durch neu« Grwalttatrn und daß di« sonst überall würdig verlaufenen Lrauerkundgebungen durch derartig, Ausschreitungen entwürdigt werden. Wir mißbilligen durchau» jede persönlich« Verunglimpfung von Staatsmännern und Parlamentarier««,, wie sed« Mehrung des Hasse» und seiner publizistischen Aeußerungen. Aber wir können der Meinung nicht beipfllchten, datz bedau«rn»wrrtr und ernstlich zu bekämpfend« Au»wüchsr der politischen Leidenschaft Akte der Lynchjustiz irgendwie rechtfertigen. Die Versammlung erwartet vielmehr von der Staats' regierung, daß sie di« Freiheit der Press« und das Leben der in, öffentlichen Interesse arbeitenden Männer schützt und so schwere Frirdensbrüche, wie sie tn Löbau, Bautzen, Ebersbach, Schirgiswalde, Bischofswerda, Neugersdorf und Zwickau vorgrkommrn sind, mit allen gegebenen gesetzlichen Mitteln ahndet. Erfahrungsgemäß reicht dazu das Eingreifen der Ortsbehvrde«, nicht aus. In dem Augenblick, da die Boiksgesanuheit aufgefordert wird, mit den schärfsten Aus- nahmebedingungrn di« Autorität de» Staates und die Sicher heit der an den höchsten Stellen imßStaatsdirnst dem Vater lande dienenden Männer zu schützen, muß auch dafür Sorge getragen werden, daß berechtigte Erregung und Trauer nicht mißbraucht werden zu Akten der Privatsach« des Terror» und der schwersten Verletzung der durch die Verfassung gewährleisteten Freiheit der Presse. kehle Drahtnachrichten. Eintritt d«r Unabhängigen in bl« Regierung. Ber.in, 4. Juli/ Das Nachrtchtenblati der Berliner Arbeiterschaft veröffentlicht den Briefwechsel der beiden .sozialdemokratischen Parteien über den eventuel len Eintritt der Unabhängigen in die Reichsregieruwg Ter Brief des Vorstände» der sozialdemokratischen RelchStagSfraktion, gez. Hermann Müller, lautet: In Besprechung der Vertreter unsere» Fraktionsvorstandes mit Vertretern Eures FraktionSvorftande« nach der Er mordung Rat-enau» erklärten unsere vertreier mehrfach, datz «ine dauerhafte Niederhaltung der Monarchisten nur möglich ist, wenn in Deutschland eine feste republikanische Negierung gebildet wird. Gin« Regierung, die wie die bisherige ohne feste Mehrheit ist und deshalb heut« nach links und morgen nach recht» Anschluß suchen mutz, um ihrs Vorlagen durch-,»bringen, wird die republi kanischen Einrichtungen in Deutschland nicht so stark sichern können, daß die Gegner der heutigen Staatsform ihre gewaltsamen Angriffe auf die Republik als erfolglos einstellen. Wenn nach der Ermordung Erzbergers nicht alle notwendigen Maßnahmen durchgefüh-rt wurden, so zweifellos deshalb, weil wir eine starke republikanische Regierung nicht hatten. Sine solche zu bilden ist unsere erste Pflichi. Wir stimmen darin mit dem allgemeinen deutschen Gewerkschaftsdund durchau» überein Wir fragen Euch deshalb, ob Ihr bei der neuen durch die Ermordung Rathenau» geschaffenen ernsten Titrmtion bereit seid, in da» Kabinett Wirth einzu treten? Wir bitten um baldige Antwort und bemerken, daß unserer festen Ueberzeugung nqch die Widerstände, die früher bei den anderen Koalition «Parteien vorhanden waren, fetzt M übedwinden sind, wenn wir den Wunsch nach Er weiterung derHkegierung nach link» aussprecken. — Da- Antwortschreiben der Zentralleitung der unabhängigen sozialdemokratischen Partei, gez. Cri'spten, lautet: An Beantwortung Ihre» Briefe» vom 1. Juli teilen wir Ihnen mit: Angesichts der gegenwärtigen außerordent lichen Situation sind wir bereit, mit Ihr-!:? Partei unter Hinzuziehung der gewerkkckaltlickon Tvikenoroa- nisationen über Vie Frage de« Eintritt« unserer Vttrtei in die Reichsregierung zu verhandeln. — Wie da« rlchtenblatt im Anschluß hieran mitteilt, verba nVel ten am Montag nachmittag Vie gewerkschaftlichen Svit- zenorganisationen und Vie beiven sozialdemokratischen -Parteien über den Eintritt der Unabhängigen in dhe ReiWregterung. Zwischen Ven verbandelnden vaneien habe beste« Einvernehmen geherrscht. A". Dt""«- tag sollen Vie Verhandlungen mit den bürgerlichen Kn, alitionSparteien ausgenommen werden. Billigung der bayerischen RegiernnqSpolitik. Münchens. Juli. Im Ministerrat berichteten, wie nicht- amtlich mitgeteilt wird, am Sonnabend Ministerpräsident Grat Ler'chenseld und Minister Schweyer über dos Ergebnis der Ministerbesprechnnff in Berlin. Es wurde di? Hnltnna de, bayerischen Regierung begründet und vom Ministerrat gebil ligt. Für die Haltung des bayerischen VerkreterS in Berlin wurden Instruktionen festgelegt. Die Haltung der Regierung wurde auch von den Führern der KoalitionSparteten einmütig gebilligt.. Zum Tode Voll«««. Berlin, 4. Juli. Die Laiche von VollmarS ist gestern nach- mittag in München eingetroffen. Die BeisetzungSseterlichkeiten die am Sonnabend nachmittag tn München stattftndn, werden sich, wie da» Nachrtchtenblatt mitteilt, zu einer großen Kund» aebung der Münchener Arbeiterschaft und der Führer de» deutschen Sozi^ldemokrati-e gestalten. «tne groM Schlacht In Lublin. Kaudon, 4. Jul« Blätteemeldungen zufolge begann As tern vo,mittag'IM Uhr in der Sackville-Strert i» Dublin eine große Schlacht um di« letzten Stützpunkte der irischen Re bellen. Der Kampf, in dem Maschinengewehre nnd Panzer» wagen in Tätigkeit traten, dauerte nachmittag an. Meldungen besagen, daß während einer Pause zwei Geistliche da» GraSham- Hot», in km fick de Valero befindet, verließen, wie erklärt wird, auf Anweisung. Tine weitere Meldung besagt, daß der Bürgermeister von Dublin, der bei den letzten Verhandlungs versuchen, die von do Valera verworfen wurden, gefangen ge nommen worden ist. , — -» Vermischtes. Ueterfalk «uf -ardsn. »egen 8 Utz«» gestsen abend »uede ««»tmtlian Hnptzsn kn de, «ätze sein« Wohnung am vschsberg« im »rnnewald »on zwei »kilnnmm überfallen nnd mit Totschlägern d,«bettetet, »«den trug fünf Kopfverletzungen davon «nd mußt« tzewutzkls» in fein, Wohnung gebracht »erben. Ein vermuUtche» Tlt» «arbe verhaftet. , Racheakt «karr Frau gyen den Ebemann. In der Nacht zu Sou»abend überfiel iir Halle die Gattin eine« Uhrmachern mit drei ihrer Verwandten ihren Ehemann, mit dem sie vor her tn Streitigkeiten geraten war, verprügelte ihn und fes sel t e ihn dann mit Stricken. Dann verschwand sie mit ihren Helfershelfern. Die Nachbarn holten die Polizei herbei, um den gefesselten und sehr -erschundenen Ehemann zu befreien. Auch ein Geschäft. Die Köln. Zeitung veröffentlicht die Erhöhung ihres Bezugspreises in folgender Form: Ein Mo natsbezug der Kölnische), Zeitung kostet 42 Mark, davon er- hält der Papi erfahrt kant 45 Mark. Mädchen von heut«. In einer Weimarer Zeitung ließ eine unternehmungslustige, junge Danie folgendes Inserat er scheinen: Junge, hübsche Dame, die berufstätig ist und Familie ernähren kann, sucht zwecks baldiger Heirat Bekanntschaft eines jungen Herrn, der kochen, haushalten usw. kanu, evtl, aus der Schokoladenbranche. Eine geheimnisvolle Geschichte. Eino Aufregung herrscht in Steinheid (Thür. Wald) darüber, daß vor drei Wochen die Insassen eines Autos am Zfetnbrnch versucht haben, zwei Mädchen abzufassen und jedenfalls zu verschleppen. An einem Tage voriger Woche früh gegen A4 Nhr ist nun dasselbe Auto wieder durch den Ort gefahren. In 'demselben wurden zwei Mädchen, die heftig weinten und sich herausstürzen wollten, gewaltsam von den Insassen fcstgehalten. (Die Angelegenheil erscheint doch noch sehr aufklärungsbedürftig.) Ein Diplomatenhotel in Washington. Meldungen aus Washington zufolge hat sich dort eine Gesellschaft englische, Kapitalisten zur Errichtung eines Rieseuhotels mih einen. Kapital von zwei Millionen Pfund Sterling gebildet. Das Hotel ist in erster Linie als Gaststätte für D i p l o m a t e n und andere offizielle Persönlichkeiten bestimmt. Ozeanflug eines Zeppelins geplant. Wie die EHIkago-Tri- bune meldet,hat der Direktor der Zeppelin-Gesellschaft, Ernst Erkener, ihrem Vertreter mitgeteilt, daß in zehn Monaten zum Ersatz für deu Amerika gehörenden zerstörten Zepvel n ein neues Schiff der 'amerikanischen Negierung zur Ver üguug gestellt werde. Eine deutsche Mannschaft werde da» Luftschiff nach Neuyork überführen. Babys Fingerabdruck. Die zwangsweise Abnahme von Fingerabdrücken bei allen Neugeborenen fordert de, Vorsteher des Neuyorker Hygiene-Institutes Dr. Royal S. Cope land, indem er verlangt, daß bei jeder standesaml- lichen Anmeldung zugleich die Fingerabdrücke der Babys mir ausgenommen werden sollen. Um den Nutzen seiner Methode, die, jeden Bürger gleich bei seiner Geburt mit einem unzweifel haften Zeugnis seiner Identität ausstattet, hat er an dem fünf Tage alten Sohn einer Mrs. Harrtet Kelly von dem Sachver» ständigen für Fingerabdrücke bei der Neuyorker Polizei diese Operation vollziehen lassen, und den Ausfragern wies er trium phierend das Geburtszeugnis des Babys vor, aus dessen Rück seite sich die Abdrücke seiner zehn Finger befanden.. Das Pub likum sollte immer mehr -erkennen, daß der sicherste Weg -ur Feststellung der Persönlichkeit tm Fingerabdrucke liegt, und datz diese Methode durchaus, nicht auf 'Verbrecherkreise beschränk, werden darf, sagte er. Die Aufnahme der Fingerabdrücke eines Menschen bedeutet ebenso einen Schutz für den Betreffenden elbst, wie einen Vorteil für das Publikum. Dieses Baby hm etzt ein Zeugnis seiner Identität, das unzerstörbar ist und ihm ür sein ganzes Leben bleibt. Die Abdrücke bleiben, ausgenom men, daß siei größer werden, ganz dieselben bis an sein Lebens- ende und können stets zur Identifizierung dieses Kindes ver- wendet werden. Besonders viel verspricht sich Copeland von einer Durchführung des Fingerabdruckverfahrens bei allen Neugeborenen für die Feststellung verlassener oder verloren ge gangener Kinder, die in Neuyork garnicht selten sind. Mann «nd Pferd von Bienen angesallen. In dem Orte Troussey im Departement Meusc wurde das Pferd eines mit Heu beladenen Wagens von einem Bienenschwarm überfallen, der es mit seinen Stichen so zurichtete, daß daS Tier in wenigen Minute» verendete. Der Fuhrmann der die Bienen nbwehrcn wollte, zog dadurch deren Wut aus sich und wurde gleichfalls so sehr gestochen, daß er istLeben s- gefahr schwebt. Glückliche Zuchthänsler. Nach den neuen Reformbestim mungen muß es im Neuyorker SiW-Sing-Gefängnis recht gemütlich zugehen. Die Zuchthausgefangenen dürfen Tennis spielen, das Kino besuchen und sich auf alle erdenkliche Art amüsieren. Ein Richter verurteilte neulich einett Llngeklagten zu 10 Jahren Zuchthaus wegen Totschlags. Der Verbrecher sprach seine lebhafte Genugtuung über das Urteil aus, vor allem in dem Gedenken an das vergnügte Leben, daS ihm be vorstehe. Den Gefangenen ist sogar die Möglichkeit gegeben, mit Baseball-Mannschaften der Hochschulen und Universitäten Baseball zu spielen. Dagegen find wir tn Europa doch sehr rückständig. Freiheit äer Presse. Der Verein sächsischer Zeitungsverleger hat in seiner außerordentlichen Hauptversammlung einstimmig folgende Kundgebung an die sächsische Staatsregierung be schlossen:
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