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a, „hätte ich , gut bin, und ' üch «in klein rißt, Träume zen. Darum ... d stehe stlbst ops auf die ibar mit sich t glücklich, er Maria, und s nicht leug- lich, das mutz Die letzt« Illusion. 267 Marias Gestalt, und meine Hände fest in den ihren haltend, sagte sie zu Mutter Dorothee gewendet: „Das Glück ist zu mir gekommen, und nimmermehr lasse ich es von mir!" Dann strich sie mit der Hand über meinen Scheitel, und sich leicht über mich beugend, sagte sie mit Tränen des Glückes in ihren Augen: „Ja, Liebster, ich bin dein und du bist mein, das Feuer hat uns zusammengeschmiedet für Zeit und Ewigkeit. Aus heißer Lohe hast du mich dir gerettet. Hinter uns liegt der Stolz und die Irrtümer, die beinahe unserer Liebe Tod gewesen wären, ein neues Leben bricht herein, Licht wirds, gesunken ist die Nacht." In diesem Augenblick begannen in den umliegenden Dörfern die Osterglocken zu läuten, und unter den heiligen „Kurt Freimuth," murmelte sie, „erbarmen Sie sich meines armen Kindes, es hat keinen Vater und bald auch keine Mutter mehr." Dann fiel sie aufs neuern eine tiefe Ohnmacht. Der Förster und ich trugen sie in einer Trag bahre nach meinem Hause, und nach drei Tagen drückten wir ihr die müden Augen zu. Neben unserer alten Dorothee betteten wir sie zum letzten Schlummer. Jeannette erzählte uns in diesen letzten Lebenslagen, daß sie die ersten zwei Jahre ihrer Ehe wie in einem Para diese lebte. Ihr Gatte hatte bald nach der Verheiratung seinen Abschied nachgesucht und auch bekommen, so reisten sie durch die ganze Welt, bis auf einmal der Geldstrom ver siegte. Er hatte das Vermögen zum größten Teil verspielt. h doch täglich § i er liebte sie - - gebend Jean- nen Arm um :s war, wenn »edanken, und - zu pochen." > die alte Frau rrias Wange, würde, hätte n Gedächtnis, agen weiteten „Brederlow, sercr Stimme, Klängen derselben drückte ich den ersten Kuß auf Marias Lippen. So, mein lieber Freund, feierten wir unseren Verlobungstag, und sechs Wochen später führte ich Maria als mein liebes Weib in diese Räume ein. Nie hatte ich diesen Bund zu bereuen, denn die heilige, reine Liebe der Verlobten glüht noch heute in unseren alten Herzen, sie half uns des Lebens Lust und Leid mit Würde tragen. Nach diesen Worten erhob sich der Oberförster rasch und durchquerte mit langen Schritten das Zimmer. Dann blieb er vor dem Kapitän stehen, legte die Hand auf die Schulter desselben und sagte herzlich: „Lieber Seebär, ich danke dir, daß du meiner Erzählung so geduldig gelauscht hast; gestehe es, sie langweilte dich, du hattest etwas mehr Romantik erwartet?" „Im Gegenteil," bemerkte der Kapitän. „Deine Liebes und Leidensgeschichte mutet mich an wie eine Oase in der e konnte 4 einem öffnete sie die Augen uyd ein jähes Erschrecken ihre fieberheißen Wangen noch mehr erröten. ein für und wie , was es geliebte Mann t? Nein, du rich nicht ver- ich mich zum >eren flüchtete.^ unsinnige Lei- liebten Mann Glaube mir," t vor sich ge nfest vornahm, en. Das Feuer r Vorsatz nicht ich auch nicht rmen getragen nun," fuhr sie tter Dorothee, ich habe Kurt und werde ihn eine un;. Aristokratie angehören!" Ich ließ ihn kaum aussprechen, so eilig stürzte ich aus dem Hause und der Wohnung meines Försters zu. Mit klopfen dem Herzen betrat ich das Zimmer. — Konnte diese auf dem Sofa hingestreckte Gestalt wirklich noch zu den lebenden Menschen gezählt werden? — Mumienhaft war die Haut zusammengetrocknet, der Körper zum Skelett abgemagert und das sollte die kleine Jeannette söiu, das lustige Sonnen kind! Ein Schauder überlief mich. Da ' - - - - --- --- - machte Wüste. Sie zeigt mir, daß die Poesie noch nicht ganz gestor ben ist. Im übrigen kann ich nichts weiter sagen als: Du hast der Götter Gunst erfahren. Mir wurde nur der Wei ber Gunst zuteil, sie macht nicht glücklich, nein, sie brennt uns Herz und Seele aus, so daß wir, entnervt und blasiert, zu spät erkennen, daß unser Leben ein verlorenes ist." Ge dankenvoll starrte er eine Weile vor sich hin, dann sagte er: „Willst du mir nicht weiter berichten, wie das Schicksal mit der kleinen Jeannette verfahren ist?" Der Oberförster räusperte sich und erzählte dann: „Vor fünfzehn Jahren, an einem kalten, frostigen Herbsttage, kam eilig und aufgeregt mein Revierförster zu mir. „Herr Ober förster," sagte er, nach Atem schöpfend, „auf meinem Gange durch den Wald fand ich vor einer Stunde ein armes Weib ohnmächtig, vor Entkräftung zusammengebrochen, mit einem ungefähr drei Jahre altem Kinde am Boden liegen. Auf meinen Armen trug ich erst die Mutter, dann das Kind in meine nahe gelegene Wohnung. Meine Frau und ich gäben sich alle Mühe, sie aus ihrer Starrheit zu erwecken. Endlich erwachte sie, unruhig irrten ihre Augen von einem zum andern, dann murmelte sie: „Ich bin Jeannette von Breder low und will zum Oberförster Freimuth." — Die arme Frau »-.. ist wohl irre, fügte er noch hinzu, „denn dieses in die ürm- die alte Frau lichsten Kleider gehüllte Wesen kann doch nimmermehr der .. —... ———- i.- ste mit leiser seiner liebend -ttes ist?" bling weit von glückselige Idee muth, sondern »on Prillwitz." irischer Schlag, cüger hinüber, Er hat Jean- Der zärtliche Gatte wurde nun roh, die Schulden größer. Dann wurde ein Spielsalon etabliert, und Jeannette mußte der Köder sein, durch den die armen Opfer gefesselt wurden. Wenn sie nicht wollte, was ihr Gatte forderte, wurde sie mißhandelt. — Dann gings zum falschen Spiel über und als es entdeckt wurde, flohen sie über die Grenze. Eine Weile mußten dann gefälschte Wechsel die Lebensbedürfnisse des Herrn von Brederlow decken, und als auch dies ans Licht kam und die Verhaftung vor der Tür stand, hatte er noch so viel Kourage, sich eine Kugel vor den Kopf zu schießen. Jeannette blieb im größten Elend zurück. Wie sie die Mittel zu der Reise hierher beschafft hat, darüber schwieg sie. Viel leicht mußte sie das Mitleid fremder Menschen anrufen. Ihr Kindlein, die kleine Erika, ein Nachkömmling, nachdem vor Jahren zwei Kinder gestorben waren, blieb bei uns und wurde uns ein liebes Töchterchen. Sie ist heute achtzehn Jahre alt und die Braut unseres Sohnes. Ich kann sie dir nicht vorstellen, da sie sich jetzt in einer Pension befindet." Hier schwieg der Oberförster und auch der Kapitän stützte gedankenvoll den Kopf in die Hand. Da öffnete sich leise die Tür und Frau Maria betrat das Zimmer. „Was für ein Thema behandeln denn die Herren, daß darüber Esten und Trinken vergessen wird?" sagte sie lachend. „Wir sprachen soeben von den vier Elementen," antwor tete schnell der Kapitän, „und da behauptete nun Ihr Herr Gemahl, das Feuer hätte doch die größte Biydekraft, denn was durch dasselbe zusammengeschweißt wird, wäre gebun den für alle Zeit." In die seelenvollen Augen der Frau Oberförster blickend, sagte er: „Haben Sie denselben Glau ben, gnädige Frau?" — Frau Maria hob drohend den Zeigefinger gegen ihren Gatten und sagte schmollend: „Mir scheint, Alter, du hast aus der Schule geplaudert." „Hast recht, Mutting, aus der Schule des Lebens. Doch nun, mein Schatz," rief er fröhlich, „werden wir deiner Ein ladung zum Abendtische mit Vergnügen folgen. Einen guten Tropfen wird doch meine liebe Hausfrau auch kühl gestellt haben, denn heute ist ein Tag der Erinnerungen, der muß besonders gefeiert werden. Wir wollen die Gläser zusam menklingen lasten und ausrufen: Es lebe das Glück!' Es heißt nicht Rang, Stand, Ruhm, Glanz und Reichtum. Glück nennt man den Besitz eines Wesens, das mit uns gjaubt, liebt, hofft und duldet." „Ja," bestätigte der Kapitän, „der wahren, reinen, hei ligen Liebe, der treuen, ehrlichen Freundschaft wollen wir ein Gläschen weihen. — Bald, meine lieben Freunde," fuhr er ernst fort, „muß ich von euch, denn meine „Silvana" ruft mich. Aber ob uns auch Meere und Welten trennen, nicht wahr, ihr gedenkt noch manchmal des unsteten Gesellen, der es versäumt hat, das Echte von dem Unechten zu unterschei den und dadurch zu einem einsamen, liebeleeren Leben ver urteilt wurde." Die letzte Illusion. Skizze von Tharle» Paul Engel. l(A n den südamerikanischen Staaten, und insbesondere baues . . . Wenn die Hauptrolle von den Mitwirkenden aM in Mexiko, spielt sich häufig ein Drama ab, das, auch in verschiedener Weise gespielt wird, so wechseln doch gleich nicht neu, eine außergewöhnliche Zahl von Wieder- die Nebenrollen selten, ein Priester und ein Offizier Sc halungen erlebt. Das Stück ist klastisch und einfachen Auf- ledigen sie in fast immer gleicher Weise . . . Keinem Mit- üe Ferne, und mag er wohl en; ich stürzte ehört, an dein ugte ich meine Zittern durch