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Amts- und Anzeigeblatt für den Bezirk des Amtsgerichts Eibenstock und dessen Umgebung : 27.11.1900
- Erscheinungsdatum
- 1900-11-27
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id426614763-190011271
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id426614763-19001127
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-426614763-19001127
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Amts- und Anzeigeblatt für den Bezirk des Amtsgerichts ...
-
Jahr
1900
-
Monat
1900-11
- Tag 1900-11-27
-
Monat
1900-11
-
Jahr
1900
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— Ein Telegramm au» Tientsin meldet: Der Boot- verkehr mit Peking Hai wegen Eise» aufgehört. Die Eisenbahn wird wahrscheinlich bi» Weihnachten ferliggesteUt sein, bi- dahin sollen Wagenzüge benutzt werden, welche drei Tage gebrauchen. Eine au» Infanterie und Kavallerie bestehende Expedition ist von hier ausgebrochen, um die Umgegend zu rekognoSztrcn. Locale und sächsische Nachrichten. — Am Dienstag Abend vergangener Woche haben wiederum Bubenhände einen Bahn fr edel in der Nähe des neugebauten Gasthofes in Neuheide verübt. Daselbst war ein 27 Kilo schwerer Stein zwischen die Schienen gelegt worden. Glücklicher« weise hat der an der Lokomotive angebrachte Räumer den Stein erfaßt und so die böse Absicht der oder des Frevlers vereitelt und ein Unglück verhütet. Der durch den Stoß an der Lokomotive entstandene Schaden ist nicht bedeutend gewesen. — Dresden, 24. Novbr. Der Hausirer Adolf Weiße, Hierselbst Ritterstraße 4, II wohnhaft, stürzte sich heute gegen Mittag aus der dritten Etage in den Hof und war sofort todt. In seiner Wohnung fand man seine Ehefrau todt vor. Man vermuthet, daß Weiße seine Frau in der Nacht nach vorherge gangenem Streit erschlagen hat. — Leipzig, 22. November. Zur Leipziger Central bahn Hofs frage erfährt das „Leip;. Tagebl." Folgende-: Be kanntlich hat Preußen der sächsischen Staatsregierung ein Projekt eingereicht und betreibt neuerdings die Vorarbeiten wieder em siger. DaS der sächsischen Negierung unterbreitete Projekt stellte einen Gemeinschaftsbahnhof in Leipzig dar, der allerdings für Sachsen unannehmbar war, weil man dadurch im eigenen Lande benachtheiligt worden wäre. Allerdings kann bei dem Bau eine- CentralbahnhoseS in Leipzig nur ein Gemeinschaftsbahnhof ver standen werden, wie ihn Sachsen und Bayern bereit- in Hof besitzen, doch glaubt man in wohlinformirten Kreisen, daß Leipzig zwei Hauptbahnhöfe, einen sächsischen und einen preußischen, er halten wird. Die preußische Regierung beansprucht in Folge ihrer vier Bahnhöfe in Leipzig (Magdeburger, Thüringer, Ger liner und Eilenburger Bahnhof) den Hauptantheil. so ähnlich wie in Görlitz. So soll nach dem preußischen Projekte ber preu ßische Güterbahnhof dort errichtet werden, wo jetzt der Thüringer Bahnhof steht, also so ziemlich im Stadtinnern, während der sächsische Güterbahnhof hinaus nach VolkmarSdorf zu liegen käme. Schon hieraus geht hervor, daß das Projekt unannehmbar ist. ES dürfte demnach bei zwei Hauptbahnhöfen in Leipzig bleiben, und jedenfalls wird schon in der nächsten Landtagssession eine Vorlage bezüglich der Erbauung eines sächsischen Hauptbahnhofes zur Berathung gelangen. Dieser sächsische Hauptbahnhof soll auf dem Areale de- Dresdener Bahnhofes, da, wo jetzt die Werkstätten stehen, errichtet werden, während dieselben hinaus nach Engelsdorf verlegt werden. Hierzu ist bereits die erste Rate vom Landtage bewilligt worden. Der sächsische Güterbahn hof würde dann in die Nähe der jetzigen äußeren Tauchaer Straße (bei Neustadt) zu stehen kommen. Der preußische Haupt bahnhof soll auf dem Areale des Magdeburger und Thüringer Bahnhofes erstehen. Die preußische Regierung hat hierzu bereits viel Land und auch eine Anzahl sehr werthvoller Häuser ange kauft. In der Mitte dieses Komplexes liegt jedoch noch da- dem sächsischen FiSkuS gehörige Zollgebäude. Jedenfalls giebt eS noch auf beiden Seiten mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden, bis die Leipziger BahnhosSfrage endgültig gelöst ist. Thatsache ist jedoch auch, daß Herr Generaldirektor v. Kirchbach in letzter Zeit mehrfach in Leipzig war, um in der Bahnhofsfrage zu unter handeln, woraus sich ebenfalls ergeben dürfte, daß die Frage nunmehr endgültig in Fluß kommt. — Frankenberg, 23. November. Der überaus heftige Sturm, der am gestrigen Bußtag herrschte, hat geradezu furchtbare Verwüstung in den prächtigen Staats- und Privat waldungen angerichtet. Die Zahl der umgebrochenen Bäume läßt sich daselbst in die Tausende beziffern. Erschreckend groß ist auch der Windbruch in den Augustusburger StaatSforsten gewesen. Tausende von Klaftern repräsentiren die vom Sturm umgebroche- nen Stämme. — Aus dem Vogtlands, 22. Novbr. Der heftige Sturm, welcher am Bußtag gehaust hat, hat überall ganz bedeutenden Schaden verursacht. So wurden in Treuen, von umgeworfenen Essenköpfen und Gartenzüunen abgesehen, ein neues Zinkdach einer Fabrik, ca. 180 Quadratmeter, mitsammt den Oberlichtfenstern gänzlich abgehoben und fortgeführt, das Haupt gebäude einer Fabrik völlig abgedeckt, von einer Seilbahn circa 50 Meter Dach abgehoben und eine Anzahl Schuppen usw. über den Haufen geworfen. Eine fast neue Scheune ist vom Sturm vollständig weggefegt und das Stroh in alle Winde verstreut wor den. Auch in Falkenstein wurde eine Scheune fast abgedeckt. Der Sturm hat besonder- auch den Waldungen großen Schaden zugefügt ; in Massen liegen abgebrochene Aeste, ja ganze Bäume umher. 15. Iiehrmg 5. Klasse 138. Königs. Sachs. Landes-Lotterie gezogen am 22. November 1900. 10.000 Mark auf Nr. 465. 5000 Mark auf Nr. 81028. 3000 Mark auf Nr. 1785 7443 12376 13029 19674 22379 25158 28736 35268 36257 37701 39874 42368 43329 43581 43723 45564 47265 50156 51925 53570 54316 57926 58678 63387 63908 64728 65464 66436 67487 67604 68042 68340 71092 74824 93258 95603 98280. 1000 Mark auf Nr. 7770 10016 11093 11190 12045 13353 13526 16379 16544 17369 19039 2231k 22706 25068 29375 30308 31417 34099 37923 38804 40771 44151 45796 46434 48636 52383 54735 55820 56301 58669 63182 63286 64884 69939 72390 78052 80678 81522 83462 84787 85830 86775 88184 90387 91274 93370 94482 95779 95971 96046 97173 98111. 500 Mark auf Nr. 1131 4078 7080 7262 11980 12201 13772 15491 16162 23591 26160 27999 30098 30566 31864 32546 34730 35157 35961 37856 38175 39186 39488 40709 44055 47070 48349 48768 54039 56150 57965 60122 62059 62572 64678 66451 72298 73498 74735 78427 80310 81313 86582 87760 88597 88900 90650 93935 96708 97445 9782998619. 300 Mark auf Nr. 788 1523 2885 2991 3367 3660 3717 5377 5973 7436 9506 9949 10939 11483 11570 11969 12106 12280 13052 13382 14030 14061 14239 15190 17090 17705 19115 21793 21992 2-435 22483 23986 24453 24676 25414 26221 27784 28182 29684 31368 33075 33446 36211 36219 36650 37807 38384 38638 38736 38749 38848 41074 41840 43064 43217 45508 46514 48029 51347 52328 53110 54030 54131 54376 55924 56604 58699 59039 62523 62706 62761 62769 64182 64824 65603 66639 67280 68432 69690 70515 71686 72565 75642 76204 76667 77151 77169 78545 78923 79029 79452 79895 81219 81438 81598 84259 87726 87909 88867 88952 89728 90586 91029 91393 91951 93200 93734 93951 94094 94422 95402 96639 98784 99718. 16. Ziehung, gezogen am 23. Novbr. 1900. 300,000 Mark auf Nr. 81218. 5000 Mark auf Nr. 83470. 3000 Mark auf Nr. 7654 8175 8401 9500 12157 12995 14052 16034 17107 17869 20017 23033 24131 25012 26296 26454 34401 34505 35798 37330 37620 38710 39051 42146 45968 47769 48269 52528 56934 60030 60295 60394 60715 61866 62343 69526 71628 74667 76057 76742 80227 84029 86854 87084 87489 87778 88064 88895 92984 98549. 1000 Mark auf Nr. 1623 14518 14820 17346 20744 20908 21960 22114 29146 36041 40923 41552 44720 44832 5157» 53624 54725 55159 55325 56096 59668 61941 62933 67397 68719 69383 74007 74646 75687 78704 79200 79663 80747 81325 84940 91294 95260 96104. LOO Mark auf Nr. 2832 3145 3709 5515 5884 7469 7857 9767 10106 N800 13249 13877 18228 19494 22158 22735 24452 25870 25898 26254 29168 31695 32601 35288 37577 39541 41314 42579 42698 42892 43829 44314 45444 46037 48128 50061 51917 5L570 52896 53434 55457 55573 61511 61940 66997 67571 68691 70497 70661 72182 72214 73231 73594 73690 73775 74109 74409 75133 76402 78089 78472 81242 81343 82268 84978 85665 85956 86189 87406 89328 90754 90756 92561 93872 96741. 300 Mark auf Nr. 266 878 1409 2506 4672 5411 6263 6530 7780 9787 9841 10086 10861 11992 I221K 12653 13779 18846 14818 16923 17088 I7I13 17959 I853L 19706 20186 22345 25596 26180 28266 31514 32930 33553 33683 34766 35461 36147 36237 36657 36658 37350 37824 38514 41626 41764 42795 43371 45642 46601 47226 48862 49018 49805 52352 52551 52559 53536 54101 54393 54396 54910 54933 55355 57012 57424 58399 59558 59783 60490 60810 62357 62844 62845 63633 63745 64866 65605 66089 66522 67492 67562 69085 69115 69582 71461 723L8 72458 74477 76624 76826 78001 78351 80537 83630 84100 84300 84965 85873 86094 89197 89679 91448 92033 92454 92686 94059 94102 95459 96871 98444 99651. Oeffentliche Sitzung des Bezirksausschusses der Königlichen Kmts-aupLurauuschaft Schwarzenberg, am 19. November 1900. 1) Der Bezirksausschuß beschließt nach öffentlicher mündlicher Verhandlung auf das Gesuch der Gewerkschaft St. Christoph in Breitenhof um Er- laubniß zur Errichtung einer Arsenkiesausbereitungsanlage daS Gehör pleiterer Sachverständiger, insbesondere auch der König!. Gewerbe inspektion Aue, 2) stimmt wegen Wahl der Mitglieder für die Einschätzungskommission der Sachverständigen zur Feststellung der Entschädigung für die wegen Seuchen getödteten Thiere, der Sachverständigen zu den Bezirksschätz- ungs-Ausschüssen bei der staatlichen Viehversicherung, sowie wegen Feststellung der Tage zur Offcnhaltung der Verkaufsstellen für den ge schäftlichen Verkehr den Vorschlägen der Königlichen AmtShauptmann- schaft zu, 3) genehmigt das Verzeichniß der Gemeinden, in welchen bei Bauten von der Baupolizeibehörde Ausnahmen von den Bestimmungen in W 94 bis 138 des Allgemeinen BaugesetzeS bewilligt werden können, nut den beschlossenen Abänderungen und den Entwurf einer Bekanntmachung, Arbeiterschutz bei Bauten betreffend, entsprechend dem Minifterialent- wurfe und gemäß der beschlossenen Zusätze und Abänderungen. 4) Wegen Vergebung der Zinsen der Dr. Arthur Esche-Stiftung sollen An träge bis zum 10. Dezember d. Js. bei der König!. Amtshauptmann schaft eingehen und erklärt der Bezirksausschuß zu der veränderten Be- zirkseintheilung des Fleischbeschaubezirkes Ober- und Niederschlema durch Trennung der Orte und Erhebung zu 2 selbstständigen Schaubezirken sein Einverständniß, erkennt den in Sächsisch Halbmeile bis zur Landes grenze noch Goldenhöhe führenden Weg als öffentlichen, sowie die Flurstücke Nr. 531, ingleichen den in Frage kommenden Theil des Flur stückes Nr. 488 des Flurbuches für Schönheide als öffentliches Wege areal an und genehmigt die Uebernahme einer bleibenden Verbindlich keit auf die Gemeinde Schönheide betreffs des Flurstückes Nr. 531 für diesen Ort. 5) DaS Regulativ über Erhebung einer communlichen Gewerbesteuer von Gast- und Schankwirthschaslsbetrieben in Oberpfannenstiel soll zur anderweiten Beschlußfassung zurückgegeben werden und bezüglich des Gesuches des Vorstandes deS Sächsischen Landesverbandes gegen den Mißbrauch geistiger Getränke wird beschlossen, von einem Beitritt als Mitglied des genannten Vereins abzuseben. 6) Die Gesuche Bier- und Branntweinschanks in der Schießhalle durch Albin Meichsner, d. Emil Blechschmidts in Muldenhammer um Uebertragung der Franz Leistner in Oberstützengrün ertheilten Erlaubniß zum Bier- und Branntweinschank, o. Karl Leistners in Zschorlau um Uebertragung der der verehel. Leistner ertheilten Erlaubniß zum Bier- und Branntweinschank, >1. Gustav Louis Berndts in Remtengrün um Erlaubniß zur pacht weisen Ausübung des Bier- und Branntweinschankes und zum Tanzhalten im Hause Nr. 63 in Sosa, 6. des Braucreibesitzers Beck in Lauter um Erlaubniß zum Gast- wirthschaftsbetriebe. Beherbergen und Tanzmusikhalten, s. der Firmen Günther und Richter in Bockau um Erlaubniß zum 8- der Gebrüder Toelle in Blauenthal um Uebertragung des Karl Friedrich Jacob daselbst ertheilten Erlaubniß zum Betriebe der Gast- und Schankwirthschaft sowie zum Tanzmusikhalten auf Christian August Mothes in Eibenstock, Ii. Franz Ludwig Bretschnciders in Unterstützengrün um Erlaubniß zum Bierschank, i. Wilhelm Eduard Leistners in Oberstützengrün um Uebertragung der Friedrich Hermann Werner daselbst ertheilten Erlaubniß zum Ic. Franz Rudolphs in Breitenbrunn um Uebertragung der dem Richard Günther daselbst ertheilten Erlaubniß zum Bier- und Branntweinschauk und I. Gustav TrommerS in WolfSgrün um Uebertragung der Friedrich August Unger in Sosa ertheilten Erlaubniß zum Gasthofsbetriebe, B'herbergen, Krippensetzen und Abhaltung öffentlicher Tanzmusiken werden zum Theil in beschränktem Umfange bez. bedingungsweise genehmigt während 7) die Gesiuhe N' d k b ' Kl ' d. Moritz Ungers in Lauter um Uebertragung der ihm ertheilten Erlaubniß zum Kaffeefchank sowie um Erlaubniß zum Bierschank auf seinen Sohn Friedrich Adolf Unger, o. Emil Weidauers in Zwickau um Erlaubniß zum Ausschank von Kaffee, Likör, Wein und Biere in dem von ihm neuzuerbauenden 6. Johannes Bochmanns in Grünhain um Erlaubniß zum Klein handel mit Likören, Rum rc. im Mangel örtlichen Bedürfnisses bez. des Gesuches unter d mit Rücksicht auf persönliche Verhält nisse abgelehnt wurden. 8) Auf die Gesuche der Verleger deS Nachrichtsblattes für Johanngeorgen stadt und des Eibenstocker Amts- und Anzeigeblattes um Bestellung ihrer Blätter zu Amtsblättern für die Amtshauptmannschaft war der Bezirksausschuß nicht in der Lage, beifällige Entschließungen zu fassen. 9) Die Kosten für den Druck der Anschläge, Maßregeln gegen Verbreitung der Lungentuberkulose betr., werden auf die Kaffe deS BezirksverbandeS übernommen. 10) Auf das Gesuch der Firmen Wenzel und JunghanS in Rittersgrün um Erlaubniß zur Verbreiterung des Betriebsgrabens wurde beschlossen, die Anlage bedingungsweise zu genehmigen, über den Widerspruch der König!. Generaldirektion der Sächs. Staatseisenbahnen zwar die Kgl. Straßen- und Wasser-Bauinspektion zu hören, im Uebrrgen aber den Widerspruch als verspätet zurückzuweisen. 11) Zur Dismembration nachgenannter Grundstücke und zwar: Blatt 311 des Grundbuches für Raschau, Blatt 25 für Oberstützengrün, Blatt 98 für Niederschlema und Blatt 20 des Grundbuchs für Schönheiderhammer werden die erforderlichen DiSpensati. nen ertheilt. 12) Der HauShaltplan für die Kasse des Bezirksverbandes auf daS Jahr 1901, daS Abkommen wegen Arealabtrerung der Bezirksanstalt zum Eisenbahnbau und die provisorische Anschließung der Anstalt an die Wasserleitung der Stadt Grünhain genehmigt, das Verzeichniß über aus Anlaß deS StaatseisenbahnbaueS gewährte Entschädigungen an den Bezirksverband angenommen. 13) Von dem Ableben des BczirkSstraßenmeisterS nimmt der Bezirksausschuß Kenntniß, bewilligt der Wittwe einen Monat Gnadengehalt und Pension und übernimmt die Kosten bei Zuführung entwichener Häuslinge in die Bezirksanstalt auf das Conto der Ger.eralunkosten. Bor hundert Jahre». 27. Ko»,«Ser. Staaten Europas 18 00(11). Fortsetzung der Zusammenstellung: Neapel 1800 O M-, 4'/, Mill. E., 34,000 Mann Soldaten; Portugal 1900 O M-, 4 Mill. E., 39,000 Mann; Sardinien 2634 O M.. 3 Mill. E., 36,000 Mann ; Schweden 14.350(7 M., 3 Mill. E., 50,000 Mann; Venedig 835(7 M , 2'/. Mill. E., 12,000 Mann; Vereinigte Niederlande 625 (7 M-, 2 Mill. E., 47,000 Mann; Dänemark 7900' ' M., 2'/, Mill. E., 76,000 Mann; Kirchen staat 900(7 M., 2^4 Mill. E., 5000 Mann; Schweiz 955 (71 M., 2 Mill. E., 13,400 Mana. Größere deutsche Staaten sind sodann: Pfalzbayern 1109 L M. mit 2'-« Mill. E.; Chursachsen 720 O M. mit 2 Mill. E.; Churbraunschweig 570 (7 M. mit fast 1 Mill. Einw. und Württemberg 200 O M. mit 600,000 E.; die HeereSmacht ist bei den kleineren Staaten nicht mehr angegeben. Was unS bei diesen Zusammenstellungen besonder- auf fallen muß, ist die verhältnißmäßig große HeereSmacht m einigen Staaten (Preußen, Niederlande, Portugal, Schweiz u. A.), deren Einwohnerzahl viel geringer, al» die der damaligen Großmächte. ES seien nun hier noch zum Vergleiche für die beiden Zusammenstellungen (cf. 28. November) die Be- völkerungSnffern einiger europäischer Staaten der Jetztzeit in abgerundeten Millionen beigefügt: Großbritannien 38, Italien 30, Deutschland 55, Frank reich 38, Rußland 100, Türkei 10 (40 Mill, weniger als 1800 in Folge der LoSreißungen), Oesterreich 41, Spanien 17, Dänemark 2'/, Millionen (fast genau wie 1800). 28. KovemVer. Staaten Europa- 1800 (III). Von der Duodezstaaterei in Deutschland wird man sich leicht einen Begriff machen können, wenn wir hier eine Anzahl dieser „Staaten" mit Quadratmeilen und Einwohnerzahl aufführen. Zunächst einige geistliche Staaten: Cöln 365 (7 M. mit 538,000 Einwohnern; Mainz 175 (7 M. mit 400,000 E.; Würzburg 95 (7 M. mit 263,000 E.; Salzburg 240 (7 M. mit 260,000 E.; Trier 150 Hl M. mit 200,000 E.; Bamberg 65 O M. mit 180,000 E.; O-nabrück 56 (7 M. mit 120,000 E.; Paderborn 55 OM. mit 100,000 E.; Fulda 40 (7M. mit 80,000 E.; Hildesheim 54 l7 M. mit 70,000 E.; Speyer 20 (7 M. mit 40,000 E.; Passau 15 (7M. mit 25,000 E. Wie man sieht, sind die geistlichen Staaten zum Theil gar nicht einmal so klein. Nun aber die weltlichen. Zu den „größeren" gehören: Hessen-Cassel 260 (7M-, Heffen-Darmstadt 100 (7 M.» Mecklenburg-Schwerin 240 Hl M.; unter den kleinen aber finden sich Staaten, wie: 5 verschiedene Anhalt mit 11 -13(7 M. und je 22- bis 24,000 E., Meiningen 20 (7 M. mit 40,000 E., Coburg-Saalfeld 16 (7 M. usw. Und doch waren das immer noch Staaten, die so „groß" waren, daß sie als hervorragend aufyeführt wurden, während die meisten übrigen Staa ten wegen ihrer Kleinheit in der damaligen Zusammenstellung keine Auf nahme fanden, Wohl auch dem jeweiligen Statistiker nicht einmal alle be- kannt waren. Gin Ehrenwort. <17. Fortsetzung.) »Sic haben natürlich die Forderung abgelehnt?" fragte Trautmann und empfand nie deutlicher al« eben jetzt Winzcek« männliche, kraftvolle und doch fo milde Persönlichkeit. .Selbstverständlich! Aber wenn die Leute mir au« der Arbeit gehen, — Sie wissen, wie wichtig mir gerade jetzt ihre Hilfe ist, — so gerathe ich in die unangenehmste Lage!" »Aber Sie bekommen ja leicht andere Arbeiter wieder", tröstete Trautmann. .Ja wohl, solche, die Keiner brauchen kann, und die keine Ehre im Leibe haben, gut genug für den .Kunstreiter"! E» ekelt Einen, wenn man an der Gemeinheit nur vorüberstreist, und heute hat mich auf der Station ein Kerl insultirt! — .Dieb" hat er mich geschimpft und seine Kameraden stimmten ihm zu. Da« rührt keinen vernünftigen, ehrlichen Menschen? Ja, vor einem Jahr hält' ich keine Minute darüber nachgedacht, aber man bewirft mich mit Schmutz, und ich bin ein reinlicher Gesell!" .Da« kann ich Ihnen nachempfinden, Winzcek, und ich bin der Meinung, daß Sie sich dagegen wehren sollen — und de« halb kam ich gleich heute zu Ihnen!" sagte Trautman«. .Wehren Sie sich gegen solche« Gelichter?" .Ja, wenn e« meine Ehre antastet!" .Der Kerl hat die Ausrede der Trunkenheit. — Und dann — Dieb! Da« ist ja Unsinn! Der .Kunstreiter" ärgert mich viel tiefer, und daß ich einer war, hab' ich eingeräumt." »Man hat inzwischen auch erfahren, daß Sic vermuthlich au» der Fusch stammen!" „So? Das ist ja interessant!" .Der Apotheker Bükcrt ist in Hartenhcim gewesen und Hai gehört, daß ein gewisser Max Winzcek in seinen Jugendjahrcn ein gefährlicher Pascher war, einen Grenzjäger erschoß, flüchtig wurde, hernach bei einem vornehmen Herrn in Wien, einem General, Stallknecht wurde, diesen bestahl, eingesteckt wurde und nachher verschollen ist!" „Nun, und wa« soll das?" - „Man kombinirt, daß der Reitknecht in die Manege seinen Weg fand, Kunstreiter wurde — und —" .Und nun als reicher Grundbesitzer — ha ha ha! Da ist ja der reine SensationSroman! Und der Lumpcnheld soll ich sein?" ries er, blaß bi« auf die Lippen. .Ich hielt e« für da« Beste, lieber Winzcek, Ihnen reinen Wein einzuschenken." .Und dafür danke ich Ihnen von Herzen. Wa« finden Sie eigentlich an mir, Trautmann, daß Sie blindlings zu mir stehen? Ich habe mich da» jedesmal gefragt, wenn Sie dieser ganzen Schaar gegenüber Partei für mich nehmen. Ich konnte Ihnen nie Lieber lhun, mich nie auch al« Ihr Freund zeigen." .Doch, da« können Sie!" rief Traulmann. „Deshalb kam ich zu Ihnen. Lösen Sic mich von dem Versprechen, Ihre Sache bei Ulla zu führen. Daß ich e» vergeblich versuchte, wissen Sic, aber Sie müssen auch wissen, daß mein eigene« Herz dabei ver loren ging. Ich liebe die» Mädchen eben so sehr al» Sic und ich muß von der übernommenen Pflicht frei werden." .Da« ahnte mir! Da» hab' ich kommen sehen!" .Sic? Mir selbst kam die Erkenntniß meiner Liebe wie ein Blitz." .Und Ulla?" fragte Winzcek mit flammenden Augen. „Sic hat nie ein andere« Wort von mir gehört, al« da« eine« Freunder." .Wie ich da» Mädchen kenne, wird e« jetzt für mich Partei nehmen," sagte Winzcek leise zu sich selbst. .Da« thut Ulla von Truhn schon; Sie kennen sie genau." .Ja, ich kenne sie, sic ist wie Maria war!" erwiderte der Andere mit tiefem Sinnen. Der Diener meldete das Abendessen. Nach demselben wollte Trautmamn gehen. Wie schon ost begleitete Winzcek ihn ein Stück. Beim Abschiede drückte er Trautmann die Hand. „Glauben Sie an mich, Trautmann! Und wenn ich Ihnen gegenüber nicht so offen bin, wie ich sein sollte, denken Sic nicht schlecht von mir." Er war sehr bewegt; in dem Hellen Mond schein erschien sein Gesicht wie verzerrt. ,E« kleidet mich, den Jüngeren, schlecht, daß ich Sie um Offenheit bitte, Winzcek. Ich glaube aber in der Thal, daß c« Ihnen wohlihäte, sich auszusprechen, und Sic könnten meine» Schweigen« sicher sein." .Da« weiß ich, Trautman«, Dank und abermals Dank!" Damit stürzte er fort. Al« Trautman« an de» Landrath« Wohnung vorübcrging, sah er Licht hinter dessen Fenstern, er war also zurück. Von allen Bekannten, die der Assessor sich in Tristlebcn ge wonnen hatte, fehlten nur noch Oberförster« und Fidc«. Er sprach am Hause vor und fragte die ihm öffnende Dienerin, ob Nachricht über die Rückkehr der Herrschaft gekommen sei. .Uebermorgen, Herr Assessor!" war die Antwort, und er sah, da« Mädchen glaubte, die Liebe mache ihn ungeduldig. * * * Andern Tag« war er zur Prinzessin geladen, die ihn be klommen empfing; Baron Luyken und Ulla kamen dazu. Die Letztere trug da« Kreppkleid, welche« O»kar ihr gekauft und worin Trautmann sie noch nie gesehen hatte; die Trauer kleidete sie wunderschön. Sr sagte sich: .Hat sie die frühere Herbheit ver loren, oder war dieselbe nur Schein? Oder bist D« so blind vor Lieb», daß Du sie nur in diesem Lichte stehst?" Um so freudiger durchzuckte e« ihn, al» die Prinzeß scherzend sagte: .! dem die und stehe Wi- daß die da« wollt Im war, kalt „Ich glai Nach Prinzeß und erzäl um dem nähern, man von so bereit« gelassen h .UM diese Part so wird sollen wir .Mc Gräfin K .Da an den T Herr Wi Ichl-il ga: gangendei die Nheus noch Metz! „Uni .Ja, hier von zeß. .M an sein kc Ich glaub Verirrung, .Hol Hoheit m überzeugt, .Abe Meute?" .Ich .O, da« könne .Ern Der flüchten i spielten, 1 Kaffeetisch Man gut hinzu! Gespräch .Ich für diesen eingenom« Frau bei sammen?" Aber ich bitte, < Die „ES die man t .Für dem Herr, .Sin zäh im j zwingend. .Sch bestimmt," Wie Am < .Mei ratheten j hat mir d< von mir i chischen § und dann ist ihre L gegeben si ich ihn ni. Mit sofort in an mich! E« si dem Stiidt Alle! Tage verla .E« i dem Muni er bei hies nun Iretbei Vernünftig, Und i u. au«Oest Herren hä Schuidbuch In d Reise zurüe de« Orkane Hitzen über laden wir abscheulich, förster. 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