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Jnsertionspreis: die kleinspaltige Zeile 12 Pf. Im amtlichen Teile die gespaltene Zeile 30 Pf. Lrlrzr.-Adrksse: Amtsblatt. Verantwortlicher Redakteur, Drucker und Verleger: Emil Hannebohn in Eibenstock. Fernsprecher Nr. LIO. S1. Jahrgang. ' ' LOS Donnerstag, den 1. September Wie jagt und wie stürmt jetzt die ganze Welt Nach des Lebens Genuß und Freude, Wohin auch das prüsende Auge fällt. Ist der Mensch dieses Trachtens Beute. Schon geht mehr und mehr verloren der Sinn Für alles Erhabne und Schöne, Es schwinden die Ideale dahin, Es verstummen des Glaubens Töne. Was hoch uns gestanden, ziehn in den Staub Die Spötter mit frevelnden Händen Und wissen als Gabe für diesen Raub Nur Zwietracht und Mißgunst zu spenden. Den Braven selbst, denen das Vaterland In des Krieges blutigen Tagen Um die Siegerstirne den Lorbeer wand, Wolin sie die Erinnrung versagen. Sedantag. „Drum senke dich nieder, o Sedangeist, In die Herzen vom deutschen Volke, Durchbrich, von warmer Liebe umgleist. Die über ihm lagernde Wolke; Führ ihm seine Helden vors Angesicht, Die einst für des Vaterlands Größe Auf ewig schieden von Leben und Licht In dem wilden Schlachtengetöse!" „Sprich zu dem Volke vernehmlich und laut. Daß jeder den Tod nur erlitten. Weil fest er aus die Erhaltung gebaut Von dem, was er blutig erstritten! Das ist unsres Reiches herrlich Bestehn Auf der Väter bewährten Bahnen, Des Einheitsgedankens mächtiges Wehn Und der Vaterlandsliebe Mahnen!" — „Für den Jüngling zurück zu deutscher Art, Die Maid zu dem häuslichen Treiben, Gib der Mutter Kraft, daß stets treu bewahrt Den Kindern der Glaube mag bleiben. Mach die Männerbrust frei von Haß und Groll, Von zweifelndem Grübeln und Schwanken Und sorg, daß wie früher die Seele schwoll. Für Kaiser und Reich ohne Wanken!" Dann zieht wie des jungen Morgenrots Schein An dem heutigen Sedanlagc In alle Herzen die Liebe ein Und vereint sie zu einem Schlage Für des Reiches Blühen und Herrlichkeit In der alten gut deutschen Treue, Und ehrt so, von schönstem Danke geweiht. Die Taten der Väter aufs neue! Flurschäden betreffend. Die Abschätzung der durch die bevorstehenden Truppenübungen entstehenden Flur schäden wird vom 20. September ab erfolgen. Alle Grundstückseigentümer oder Pächter, welche Entschädigungsansprüche erheben wollen, haben diese bei dem Gemeindevorstande oder Gutsvorsteher anzumelden. Eine Aberntung der beschädigten Feldsrüchte ist nur erlaubt, nachdem sie von dem Gemeindevorstand oder Gutsvorsteher ausdrücklich gestattet worden ist. Erfolgt die Ab erntung ohne diese Erlaubnis, so laufen die Eigentümer Gefahr, für die behaupteten Be schädigungen keine Vergütung zu erhalten. Es haben deshalb die Beschädigten unmittelbar nach Eintritt der Beschädigung die Entscheidung des Gemeindevorstands (Gutsvorstehers) darüber einzuholen, ob und inwieweit die Aberntung der beschädigten Felder stattzufinden hat. Die Aberntung wird dann angeordnet werden, wenn bei dem Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen würde Ordnet der Gemeindevorstand die Aberntung vor dem Eintreffen der Einschätzungs kommission an, so wird von ihm unter Zuziehung zweier unparteiischen Ortseingesessenen der Umfang des Schadens sestgestellt. Erst nachdem diese Feststellung erfolgt ist, darf mit der Aberntung begonnen werden. Da übrigens erfahrungsgemäß die sichtbaren Spuren minder schwerer Beschädigungen besonders in Kartoffeln und Klee innerhalb zweier Wochen zuweilen fast völlig verschwinden, empfiehlt es sich, namentlich vereinzelte beschädigte Stellen in großen unübersichtlichen Flur stücken sofort nach Eintritt der Beschädigung durch Stangen, Strohwische, Pflöcke und dergleichen kenntlich zu machen. Schwarzenberg, den 20. August 1904. Königliche Amtshauptmannschaft. I. A.: »i». Jani, Regierungsassessor. Sch. FourMverabreichllng an die berittenen Truppen. Nach Mitteilung der 3. Infanterie-Brigade Nr. 47 zu Leipzig vom 24. August dieses Jahres haben die berittenen Truppen die Fourage nur aus Manöoer-Proviant-Acmtern zu empfangen. Dies wird hiermit den mit Einqartierung belegten Gemeinden zur Kenntnis gebracht. Königliche Amtshauptmannschaft Schwarzenberg, am 29. August 1904. 004. II. Demmering. B. Nachdem die Stelle eines Friedensrichters für Hundshübel durch die Versetzung des Herrn Oberförster Harter zur Erledigung gekommen ist, wird bis zur Neubesetzung mit den friedensrichterlichen Geschäften für Hundshübel Herr Friedensrichter 41>>i«o in Eibenstock betraut Eibenstock, am 29. August 1904. Königliches Amtsgericht. Aste Rechnungen über bis End« August ausgeführte städtische Arbeite« (Accord und Tagelohn), sowie über Lieferungen u. s. w., sind bis spätestens 18. Sep tember d. I. an die Stadtkasse einzureichen. Eibenstock, am 29. August 1904. Der Stadtrat. Heste. Bg. Tagesgeschichte. — Deutschland. Der Kaiser wohnte am Sonntag der Nagelung und Weihe einer größern Anzahl neuer Fahnen und Standarten und der Weihe einiger altern Fahnen im Berliner Zeughausc bei. Die alten Fahnen der Linien regimenter, an deren Stelle die neuen geweiht werden, sind zum größtenteil im Fahnentuch im Krieg 1870/71 stark beschädigt worden und tragen alle mit Ausnahme de« Infanterie-Regiment» Nr. 162, da» erst später errichtet worden, da« eiserne Kreuz in der Spitze. Da» Jägerbataillon Nr. 6 hat noch eine besondere Auszeichnung, ein vom Herzog von Sachsen-Altenburg am 30. Januar 1872 ge schenkte» Band de» sachsen-ernestinischen HauSordcn» mit Ver zeichnung der Schlachten und Gefechte, an denen da» Bataillon im Kriege gegen Frankreich teilgenommen hat. — Berlin, 30. August. Der Kronprinz Friedrich August von Sachsen wird am l. September von Kamenz in Berlin eintreffcn und an der am 2. September statlfindenden großen Parade teilnehmen. — Belgien. Bei dem Brande der Antwerpener Petroleum tank» sind nach den bisherigen Feststellungen zwölf Personen umgekommen. Der angerichtete Schaden wird auf sieben Millionen geschätzt. — Südafrika. Johannesburg, 29. August. Ein gewisser Kemp, ein Vetter de« General« gleichen Namen«, hat jenseits von Spelonken (Distrikt Zoutpan-berg) einen ver grabenen Schatz im Werte von Million Pfund Sterling entdeckt, der vor dem Einrücken der Armee de« Lord« Robert« au« Pretoria entfernt worden ist. Auf die Regierung entfällt die Hälfte de« Schatze«. — Vom russisch-japanischen Krieg. Der japa nische Angriff auf Kuropatkin» Armee ist seit einigen Tagen im Gange. Von allen Seiten drängen die Hcere-massen Kuroki«, Nodzu» und Oku» unter ununterbrochenen Kämpfen gegen die russische Hauptftellung bei Liaujang vor, wo nun um die Ent scheidung de« diesjährigen Feldzuge» gerungen werden wird. Die Russen haben alle ihre vorgeschobenen Positionen, darunter auch da« »ielumstrtttene Lntschantschang, nach zähem Widerstande geräumt und ihre vorher getrennten Heere»telle jetzt in den Feld befestigungen um Liaujang vereinigt. Groß ist bereit« die Zahl der Opfer auf beiden Säten. Mit vielen andern Offizieren ist der russische Generalmajor Rutkow«ky sowie Oberstleutnant von Raaben gefallen. Petersburg, 29. August. Der Generalstab erhielt von General Kuropatkin ein Telegramm, worin er mitteilt, daß er alle russischen Truppen, die bisher südlich von Liaojang standen, nordwärts dieser Stadt zurückgezogen habe. Am Sonntag morgen, al« die Schlacht bei Liaojang wieder ausge nommen wurde, griffen die Heere der Generale Kuroki und Nodzu den linken russischen Flügel an, während General Oku gegen den rechten Flügel der Russen vorging. Die Verluste auf beiden Seiten während der dreitägigen Kämpfe werden aus 6000 Mann geschätzt. Petersburg, 30. August. Ein Telegramm des General leutnants Ssacharow an den Gencralstab von heute meldet: In der Nacht auf den 30. August stellten die Japaner gegen alle unsere Stellungen eine zahlreiche Artillerie auf und begannen die vordersten Stellungen bei Liaujang anzugrcisen. Seit b Uhr früh ist ein äußerst heftiger Artilleriekampf im Gange. Bi« 9 Uhr morgen» war sestgestellt, daß die Haupionstrengungen der Japaner auf da« Zentrum unserer Stellen gerichtet sind. Die Verluste durch da« Shrapnellseuer sind bei einigen Truppenteilen recht bedeutend. Gegenwärtig, um 9 Uhr morgen«, befinden sich die Japaner in unmittelbarer Nähe unserer Vorhut. Petersburg, 30. August. Die „Russische Telegraphen- Agentur" meldet au« Mukden vom 30. August: Nach Gerüchten wogt bei Liaujang ein hartnäckiger Kampf seit dem frühen Morgen. Alle Angriffe de» Feinde« gegen unsere Flanken wurden ab geschlagen ; e« heißt, die Japaner hätten mehr al« zehn Kanonen verloren. Einzelheiten fehlen. Liaujang, 30. August. Die Entscheidung-schlacht begann heute 4 Uhr früh. Seither dröhnt unaufhörlich der Kanonendonner und rollt da« Gewehrseuer. Die Höhen ring«um gleichen feuerspeienden Bergen. Die Japaner begannen den An griff östlich von Liaujang läng« de« Taitseho, wurden aber dort zurückgeschlagen. Jetzt ist da« Feuer südlich und südwestlich von Liaujang besonder« heftig; einzelne Schüsse sind nicht mehr zu unterscheiden. Da« Whborg'sche Regiment, dessen Ehef Kaiser Wilhelm ist, wird soeben im Anmarsch auf da« Schlachtfeld ge meldet. Die Stimmung der russischen Armee ist voll ernster Zu versicht. Die Gesamtzahl der Streiter von beiden Parteien wird auf mehr al« eine halbe Million geschätzt. Die Schlacht wird vielleicht mehrere Tage dauern. Tokio, 30. August. (Meldung de« Reuterschen Bureau«.) Die japanischen Verluste bei Anptng betragen ungefähr 2000 Mann an Toten und Verwundeten. Die Verluste der Russen sind gleichfalls sehr groß. Die Japaner haben bei Anping und bei Anschantschan je 8 Kanonen erbeutet. London, 30. August. „Daily Telegraph" berichtet au« Tschifu: Nach zuverlässigen Nachrichten ist der allgemeine Angriff der Japaner auf Port Arthur mit schweren Verlusten zurückgeschlagen worden. Die Japaner eroberten nur zwei kleine Fort», wahrscheinlich die 2(', Kilometer nordöstlich von der Stadt gelegenen Fort» 10 und II. Man glaubt, daß die Japaner dieselben unter dem Feuer der anderen Fori» nicht werden hallen können. Die Hoffnung der Japaner, die Festung jetzt sofort zu erobern, soll erschüttert sein. E» wird berichtet, daß die Verteidigungsanlagen vorzüglich und die Verluste der Angreifer außerordentlich schwer seien. General Stössel zeige eine sehr ruhige Haltung. Locale und sächsische Nachrichten. — Eibenstock, 31. August. Wie au» dem Anzeigenteil ersichtlich, gibt die z. Zt. sich in Aue aushallende Theater gesellschaft Ochcrnal morgen abend hier ihre 1. Gast vorstellung. Ueber die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft entnehmen wir der „Olbernhauer Zeitung" folgende Notiz: „Wenn wir zurückblicken auf die Leistungen de« Ochernal-Ensemble« während seine» fast vierteljährigen Gastspiele«, so muß vor allem dankbar konstatiert werden, daß die Direktion bemüht war, die hiesigen Theaterfreunde auch mit den neueren und neuesten Erscheinungen unserer Bühnenlitcratur bekannt zu machen. Mit anerkennens wertem Fleiße ist e» auch durchgesetzt worden, daß immer andere Stücke zur Vorstellung gebracht und wenige nur wiederholt wurden, so daß man auch mit dem Wechsel de» Repertoir» zufrieden sein durfte. Wa» die Leistungen de» Ensemble« anbelangt, so kann man gleichfall« einverstanden sein. Wir stehen nicht an, hier anzuerkennen, daß feiten« einzelner Darsteller zuweilen Hervor ragende« geleistet wurde. Seiten« unserer hiesigen Theaterfreunde hat die Gesellschaft auch reiche Unterstützung erfahren, so daß der Besuch der Vorstellungen während de« Gastspiele« mit wenig Su«nahmen al« gut bezeichnet werden konnte. Wie wir h»ren, geht dar Ensemble jetzt nach Aue, wird aber »oraurstchtlich nächsten Winter oder im Frühjahr wieder in unsere Stadt kommen und dann sicher wieder freundliche Ausnahme finden. — Die von der Direktion für ihr erste» Auftreten gewählte Fulda'sche Novität „Die Zwilling«schwester" hat kürzlich erst in Schneeberg guten Anklang gefunden, und e« erwartet die Gesellschaft daher von ihr hier den gleichen Erfolg.