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April 1964, nachm. ,4 Uhr sollen in der Restauration „zur Keutralhalke" hier folgende daselbst eingestellte Pfänder, als: je eine Partie Zigarre«, Ansichtskarte«, Bartbürste«, Schnupftabak, Rauch tabak, Zigarette«, 4 Stühle, 2 Regale, 1 Ladentisch, 2 Hängelampe«, 1 Schreibe pult und dergl. mehr an den Meistbietenden gegen sofortige Barzahlung versteigert werden. Eibenstock, am 21. April 1904. — Der Gerichtsvollzieher des Königlichen Amtsgerichts. Die städtischen Fußwege betr. Durch stadträtliche Bekanntmachung vom 7. August 1903 sind all« Handlungen verboten worden, welche ihrer Ratur nach geeignet sind, die Kutzwege und Schnittgerinne zu beschädigen oder zu verunreinigen. Namentlich bestehen di« Fußweg« nicht für de« Fährverkehr. Die Erfahrung zeigt, daß diesen Vorschriften vielfach entgegen gehandelt wird. Die Fußwege werden häufig mit Handwagen und Kinderwagen befahren, die Schnittgerinne und Bordsteine von Lastgeschirren angefahren und beschädigt. Wir weisen deshalb aus obige Bestimmungen nochmals hin mit dem Bedeuten, daß wir Uebertretungen mit Geldbuße bis zu 150 M. event. mit Haft bis zu 14 Tagen be strafen werden. An die Grundstücksbesitzer, die mit nicht unerheblichen Aufwendungen die Herstellung guter vorschriftsmäßiger Trottoire haben ermöglichen helfen, richten wir das dringende Ersuchen, nicht nur darauf zu sehen, daß eine zweckwidrige Benutzung oder Beschädigung und Verunreinigung der Fußwege vor ihren Grundstücken durch deren Bewohner unter allen Umständen vermieden wird, sondern auch im allgemeinen die Polizei bei Durchführung der gegenwärtigen Vorschriften zu unterstützen und die Trottoire sauber und ordentlich zu halten. Eibenstock, den 18. April 1904. Der St ad trat. Hesse. Müller. Nrn. 101, 154 und 204 der Schankstättenverbotsliste sind zu streichen. Stadtrat Eibenstock, den 22. April IS04. Hess«. M. Zum Besuche des Präsidenten Loubct in Italien. In Rom rüstet man große Feste zu Ehren de» Präsidenten der französischen Republik Loubet, der den Besuch de» König» Viktor Emanuel in Pari» zu erwidern kommt. Auf italienischer Seite wird ohne Zweifel viel Herz bei der Sache sein. Auch in den Zeiten der Entfremdung und der wirtschaftlichen Befehdung unter Cri»pi war immer noch im Volke viel Sympathie für die romanische Schwesternation geblieben, außerdem sorgen die repu blikanischen Elemente in Italien dafür, daß e» an begeisterten Kundgebungen für da» Oberhaupt der französischen Republik nicht fehlen wird. E» ist aber nicht wahrscheinlich, daß die Regierenden über diesen Freuden den Kopf verlieren werden. Die in Neapel zwischen dem König und dem deutschen Kaiser gewechselten Trink sprüche verkündeten von neuem den Bund, in dem Italien zu den beiden mitteleuropäischen Großmächten steht. Der gegenwärtige Minister de» Auswärtigen, Tittoni, hat sich wiederholt mit größerer Wärme für da» Festhalten am Dreibünde ausgesprochen, als sein Vorgänger Prinelti, der trotz innerlicher Hinneigung zu Frankreich doch aus Vcrstandesgründen das Bündnis mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn in unveränderter Gestalt erneuerte. So weiß auch jeder verständige Politiker in Italien, daß ohne die Stellung des Königreich» im Dreibunde Italien von Frankreich um vieles weniger freundlich behandelt werden würde. Loubet wird sein Möglichste« tun, um die französisch-italie nische Freundschaft zu fördern. Aber für die Franzosen ist doch ein widriger Punkt bei dem Besuche in Rom vorhanden. Papst Piu» X. hat sich wie sein Vorgänger Leo XIII. geweigert, den Präsidenten der französischen Republik zu empfangen. Alle Versuche, darüber hinwegzukommen, daß sich der Vatikan hohen katholischen Gästen de» Ouirinal» verschließt, sind gescheitert. Herrscht auch in Frankreich ein antiklerikale» Ministerium, da» selbst vor ge waltsamer Vertreibung der Geistlichkeit au« dem Volksunterricht nicht zurückgeschrcckt ist, so ist und bleibt doch Frankreich ein durch und durch katholische» Land, da« höchst ungern auf eine Begrüßung de» Papste« durch sein Oberhaupt verzichtet. Kühne Propheten sehen mit Rücksicht auf da» französisch englische Abkommen und im Hinblick auf die bevorstehenden italienischen Feste schon eine neue Gruppierung, England-Frank- reich-Jtalien. Da« wäre also die alte Krimkrieggruppe, und da würde bedeuten, daß nicht nur der Dreibund in die Brüche gehen, sondern auch der Zweibund gelockert werden würde. In der Tat kann keine Pariser Versicherung, daß sich da» Versagen Frankreich» für den in Ostasien bedrängten russischen Alliierten und die gleichzeitige Annäherung Frankreich« an England in schönster Harmonie mit dem Petersburger Kabinett vollzogen habe, darüber hinwegtäuscheii, daß die Stimmung in Rußland für Frankreich mehr und mehr erkaltet. Wir lesen jetzt in russischen Blättern Artikel von einer Anerkennung de» Werte» der deutschen Freund schaft, wie sic seit Jahrzehnten nur selten zu finden waren. Die Neigung, französische Gelüste gegen Deutschland zu unter stützen, geht mehr und mehr zurück. Damit gewinnen wir reichlich, wa» wir etwa durch ein Abschwenken Italien» in eine andere Gruppierung verlieren könnten. Unsere Presse wird sich da« gegenwärtig halten müssen. Sie sollte namentlich ihre israelitischen Mitarbeiter, die gern ihre humanen Forderungen zu Gunsten ihrer Glaubensgenossen in Rußland den politischen Interessen de» Reiche« voranstellen, im Zaume halten und sich vor taktlosen Schulmeistereien, Witzen und Bildern hüten, die England gegen über so viel verdorben haben. Hat den Franzosen der ostasiatischc Krieg zu einer Annäherung an England und Italien verholsen, io soll un» eine Festigung der alten Freundschaft mit Rußland umso wertvoller sein. Tagesgeschichte. — Deutschland. Lu» Bari, 23. April, wird gemeldet: Infolge de« durch da« schlechte Wetter veranlaßten längeren Aufenthalte» de» Kaiser« in Gallipoli hätte Se. Majestät den im Reiseprogramm vorgesehenen Besuch von Bari und Umgegend ganz ausgeben oder wenigstens erheblich abkürzen müssen. Um die« jedoch zu vermeiden, bestimmte der Kaiser statt de» viel längeren Wege» über Genua die erheblich kürzere Reise über Venedig für die Rückreise zu wählen. — Die Kaiserin trifft am 29. April in Karlsruhe ein, um mit dem Kaiser, der über den St. Gotthard au» Italien zurückkehrt, wieder zusammenzulresfen. Von Karlsruhe au» setzt da» Kaiserpaar die Reise nach Mainz fort. — Der „Reichsbote" behauptet, daß eine Vorlage über die Bewilligung von Reichstagsdiäten im Zivilkabinett de» Kaisers liege. Graf Bülow habe sich ZentrumSabgeordnelen gegenüber »für da» Erscheinen einer Diätenvorlagc positiv ver bürgt mit dem Zusatz, c» käme ihm aus die Höhe nicht an, fall» die Diäten al» Präsenzgeldcr gezahlt würden.' Auch der „Deutsch. Tagesztg." wird e» neuerdings von unterrichteter Seite „als sehr wahrscheinlich bezeichnet, daß der Bundesrat demnächst, wenn auch vielleicht nicht in den nächsten Wochen, in die Lage kommen werde, sich mit der Frage der Gewährung von Tagegeldern an die Reichstagsabgeordneten zu befassen". — Ueber die R e i ch »s i n a n z r e f o r m ist in der Budget kommission ein regierungsseitig freundlich aufgenommener Kom promißantrag de« Zentrum« angenommen worden. Der Schatz- iekretär Frhr. v. Stengel drohte mit seinem Rücktritt, wenn die Ausgabe scheitere. — Oesterreich-Ungarn. Im ungarischen Eisen- bah »streik hat jetzt die Regierung ähnliche Mittel, wie sie vor einigen Jahren in Italien in gleicher Krise gut gewirkt haben, ergriffen: nämlich die Militarisierung de» Eisenbahndienste«. Die, italienische Regierung hatte damals jene Bediensteten, welche der Armee angehören, einbcrusen und sic zum Eisenbahndienst kommandiert. Derart wurde dieser Teil der Bediensteten unter die militärische Gerichtsbarkeit gestellt und konnte den Streik nicht fortsetzen. Unter den streikenden ungarischen Bahnbeamten be finden sich naturgemäß auch viele Angehörige der Armee. Am Freitag abend ist nun in Pest ein königlicher Befehl erschienen, durch welchen die im Dienste der ungarischen Staatsbahnen stehenden Offiziere und Mannschaften der Reserve und Ersatz reserve der gemeinsamen Armee und der Honvedarmee einberufen und zur Dienstleistung bei den Staatsbahnen eingestellt werden. Von den 37 000 Beamten und Angestellten der ungarischen Staatsbahnen gehören etwa 1I OOO dem Verbände der Armee an; man kann daher bei einer solchen partiellen Mobilisierung viele militärpflichtige StaatSbahnbeamtcn unter militärischem Kommando und militärischer Disziplin zur Rückkehr in den Dienst zwingen. — Pest, 23. April. Heute mittag erschien ein große» Polizeiaufgebot unter Führung de« Polizeichcf» Rudnah sowie zwei Eskadronen Husaren vor dem Lager der Aus ständigen. Der Führer derselben, Sarlah, wurde wegen Aufreizung und Maje- stätrbeleidigung verhaftet, weil er den königlichen Befehl betreff« Einberufung der Eisenbahner-Reservisten abfällig kritisiert hatte. Sodann hielt Rudnah an die Ausständigen eine Ansprache, in der er die begangenen ungesetzlichen Handlungen beleuchtete und er klärte, daß nunmehr da« Strafverfahren eingeleitet sei. Jeder ein zelne Anwesenvcmußtestch legitimierenund erhielt, fall» ergeftcllung»- pflichtig war, vom anwesenden Hauptmann de» ErgänzungS-Bezirk«- kommando seine Einberufung»ordcr, nach der er noch heute zur Truppe einzurücken hat. Hierauf wurde da« Lager der Aus ständigen für aufgelöst erklärt, wobei dieselben keinen Widerstand leisteten. — Pest, 23. April. Da« Streikkomitee der Eisenbahn beamten erklärte, daß die Ausständigen die Bedingungen der Regierung annehmen und unverweilt den Dienst auszunehmen beabsichtigen. E» wurde an den Handel»- minister eine Abordnung gesandt, um ihm diesen Beschluß bekannt- zugebcn. Die Antwort de« Minister« ist noch nicht bekannt. — Pest, 23. April. Die Reorganisation de« Eisen - bahndienste« macht sehr bedeutende Fortschritte. Morgen wird der Frachlvcrkehr wieder ausgenommen. E« werden nicht blo» Züge von Pest, sondern auch Personenzüge von der Provinz nach hier abgelassen. Viele Hunderte von Ausständigen haben sich wieder zum Dienst gemeldet, darunter 80 Lokomotivführer. Der Ausstand ist in völliger Auflösung begriffen. — Rußland. Durch den Krieg Rußland« mit Japan wird der russische Bauer ganz besonder« in Mitleidenschaft gezogen. Es haben auf dem platten Lande massenhaft Aus hebungen stallgefunden zum Ersatz für die nach dem fernen Osten entsandten Regimenter. Dadurch verliert die Landwirtschaft einen Teil ihre« besten Arbeitermaterials. Sie wird weiterhin betroffen durch die finanziellen Wirkungen des Kriege«. Eine Reihe von Gouvernements hatte in den letzten Jahren Mißernten zu ver zeichnen. Da» Finanzministerium bewilligte den geschädigten Bauern Zuschüsse, um sie vor dem Verhungern zu schützen und in den Stand zu setzen, sich Saatgut zu kaufen. Da nun an- gesicht« der in» Ungeheure wachsenden Kriegskosten alle anderen Staatsausgaben eingeschränkt werden, war er eine der ersten Maßregeln der Finanzverwaltung, den Bauern den Zuschuß zu kürzen. Sie murren nicht; geduldig, wie sic nun einmal sind, sehen sic in dieser Heimsuchung da« Walten des Schicksal», der Gedanke an Empörung liegt den Bauern fern. Wa» aber werden wird, wenn auch dieser Sommer eine Mißernte bringt, da» läßt sich nicht absehen. Der Bauernstand wäre dem Ruin nahegebracht und die Verproviantierung der Feldarmee würde kaum ander« sicherzustellen sein, al» durch ein Verbot der Ausfuhr von Brot getreide, da» sich auch für Deutschland empfindlich bemerkbar machen müßte. — Vom russisch-japanischen Krieg. Eine aus fällige Kundgebung verbreitet die offiziöse russische Telegraphen agentur au» dem Petersburger Blatt „Nowosti", welches schreibt: Die Möglichkeit einer Intervention im russisch-japanischen Konflikte seilen» Englands und dazu au» dessen eigener Ini tiative sei sehr erfreulich. Eine freundschaftliche Intervention Englands im geeigneten Augenblicke werde zweifellos sowohl Rußland wie auch England einen Dienst leisten. Sie werde mit einem Schlage eine Reihe von Streitpunkten hinsichtlich der Be friedigung legaler Ansprüche Rußland» im fernen Osten beseitigen und gleichzeitig eine feste Grundlage für eine volle Verständigung zwischen Rußland und England über alle Fragen schassen, welche zwischen ihnen diplomatische Mißverständnisse hervorgerufcn haben. Außerdem würde eine solche Intervention England au» der in jeder Beziehung unbequemen Lage ziehen, der Verbündete eine» Volke« zu sein, in welchem die gelbe Gefahr verkörpert erscheint, die allen europäischen Völkern droht. Durch den offiziösen Telegraphen wird jedoch bereit» eine Gegenstimme gegen die auffällige Begrüßung einer angeblichen englischen Intervention verbreitet, während zugleich weitere, wenig glaubhafte Behauptungen auflrcten, wonach der König von England persönlich sich um eine Vermittelung bemühe. Der Petersburger „Swejet" veröffentlicht mit Bezug auf die Gerüchte von einer englischen Intervention im russisch-japanischen Kriege einen Artikel, der wie folgt schließt: „Rußland hat niemals irgend eine Hilfe benutzt, obgleich e« oft den andern geholfen hat. Rußland verlangt keine Hilfe und keine Intervention. Nur da« Wort de» Kaiser» hat Bedeutung für Rußland. In einem Tele gramm an den Admiral Alexejew hat der Kaiser unseren Kampf mit Japan in folgenden Ausdrücken gekennzeichnet: „Dieser Kamps wird da- Uebergewicht Rußland« an den Küsten de« Stillen Meere« endgültig sichcrzustellen haben." Nun ist e», um die« Ziel zu erreichen, unerläßlich, Japan völlig zu besiegen, e« zu zwingen, sich endgültig zu unterwerfen, und ihm für eine Reihe von Jahren die Lust zu gewagten militärischen Abenteuern zu nehmen. Wenn wir nicht so handeln, werden wir jede Achtung im Osten verlieren, auch selbst dann, wenn wir Sieger sind. Der gegenwärtige Krieg läßt sich zusammenfassen in die Frage: Wer wird die Vorherrschaft an den asiatischen Küsten de» Stillen Ozean» haben, Rußland oder Japan? Sich darin zu teilen, und sich darüber zu verständigen, ist unmöglich. Eine Intervention würde also nur dem Prestige und der Ehre Rußland» Eintrag tun, ist daher unmöglich." Zwei japanischeOfsiziere, die in Verkleidung einen Anschlag auf die mandschurische Eisenbahn versuchten und von den Russen verhaftet wurden, sind zum Tode verurteilt und er schossen worden. Peter « burg, 22. April. Ein Telegramm de» Statthalter« Alexejew von heute lautet: Eine Reihe von Rekognoszier ungen am Jaluhat ergeben, daß da« japanische Geschwader