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382 LEIPZIGER MONATSCHRIFT FÜR TEXTIL-INDUSTRIE. No. 12. mit den Schnüren des Dreherharnisches ver einigt zu werden. Etwas mehr Reibung unter den Schnüren dürfte hierdurch ja allerdings entstehen. Fig. 44 zeigt die Fadenpatrone für einen Jacquarddreher, bei welchem immer 2 Dreh- flechtung eines Drehergewebes, bei welchem die Fäden im Grund einzeln, in den Dreher figuren aber paarweise binden. Der Einzug in das Drehergeschirr hätte also so zu er folgen, wie dies die Skizze Fig. 48 angibt. Die Patrone Fig. 49 ist nach der Faden F/f/. 47. fäden und 2 Stehfäden einander folgen, weil die Drehfäden abwechselnd Links- und Rechts dreher sind, wie dies aus der Einzugs-Skizze Fig- 45 hervorgeht. Für die Patrone Fig. 46 ist daher folgende Lesung vorzuschreiben: Verflechtung von Fig. 47 ausgearbeitet und erfordert folgende Lesung: Dreherharnisch: Von Patrone Fig. 49 sind die Fäden 3, 4, 7, 8, 11, 12, 15, 16 usw. zu levieren. Kreuz ist zu schlagen. Schaltvorrichtung für elektrische Jacquard- oder Kartenschlagmaschinen von Julius Krüger in Friedenau. (D. R.-P. Nr. 190604.) Die vorliegende Neuerung betrifft eine Schalt vorrichtung für elektrische Jacquard- oder Kartenschlagmaschinen, bei welcher die zur Beeinflussung der Platinen oder Stempel in den Stromkreis eingeschalteten Elektromagnete zu Gruppen vereinigt und innerhalb der Gruppen parallel geschaltet, diese Gruppen von parallel geschalteten Elektromagneten aber hinterein ander geschaltet sind, wodurch infolge der Ver meidung des Vorschaltens von Widerständen an elektrischem Strom gespart wird. In der Abbildung ist die Erfindung bei spielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 das Schaltungsschema und Fig. 2 die Vorrichtung zur Schaltung und Übertragung des Stromes nach der gelochten Patrone auf die Magnete im Schnitt. Fig. /. + - in bezeichnet die gelochte Musterzeichnung oder sonstige Patrone (Fig. 2), welche zwischen zwei Reihen von Kontakten a und b hindurch- 4!>. geführt wird, sodaß der Stromkreis, in welchem die Kontakte a und b eingeschaltet sind, ge schlossen wird, wenn ein Loch zwischen beiden sich befindet. Die Kontakte b sind in den Stromkreis, welcher die Elektromagnete zur Beeinflussung der Platinen oder Stempel ent hält, eingeschaltet und einzeln isoliert in eine Platte c eingelassen, während die Kontakte a aus Metallhäkchen bestehen, welche einzeln um die gemeinschaftliche, aus nichtleitendem Ma terial bestehende Achse d beweglich sind- Um die Lochpatrone m zum Weiterrücken freizu machen, müssen die Häkchen angehoben werden, was z. B. durch teilweises Drehen der Welle d erfolgt. Dreher harnisch: Von der Zeichnung Fig. 46 die Fäden 1, 4, 5, 8, 9, 12, 13, 16, 17 usw. levieren. Kreuz schlagen. Grundharnisch: Von der Zeichnung Fig. 46 alle Fäden levieren; Punkt schlagen. Hinterharnisch: So wie bei Dreher harnisch. Patrone Fig. 47 zeigt die Fadenver- Grundharnisch: Es ist jeder Faden der rig. 49 zu levieren. Punkt ist zu schlagen. Hinterharnisch: So wie für den Dreher harnisch. Wie das Schaltungsschema nach Fig. 1 zeigt, sind das Fach in vier Teile und die ent sprechenden Magnete in vier Gruppen geteilt, von denen eine jede Gruppe wieder aus sechs parallel geschalteten Kontakten a und b, mit welchen sechs Elektromagnete für die Platinen oder Stempel verbunden sind, besteht. Um nun bei dieser Einrichtung an Strom für die