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und denkt auch bereits an die Fabrikation i der anderen Nummern. Die Ware ist nur 60-fädig. Packung: 16 Pakete in einem Ballen = eine Pferdeladung. (Auch Oster reich-Ungarn liefert teilweise in 16 Paket- Packung.) Gebleichte Garne: Gefragt sind zwei Qua litäten, beide eindrähtig, stark gedreht (Hard- water und extrahard), Nr. 4—60; am meisten 30, 32 und 4, 6, 8; schwach gedreht (mule), Nr. 4, 6, 8, 16, 18, 20. Bezugsländer sind vornehmlich England und Italien, Österreich- Ungarn steht zurück, wiewohl gebleichte Garne gänzlich importiert werden; zwei cords sewing bilden 3—4 Proz. der ge bleichten Garne, Nr. 3—24, weiß, auch andere Farben. Durchschnittlicher Preis der ge bleichten Garne 13 Kr. pro 10 engl. Pfund. Farbige Garne: 3 Proz. des Rohgarn konsums, und zwar Rotgarne Nr. 8, 10, 12, 14, 24, 26 in 2 1 / a kg-Paketen für 16 Kr., 4 1 / 2 kg-Pakete für 28 Kr.; Nr. 14 geht auch indigoblau. Merzerisierte Garne importiert Deutsch land (wenig). Strickgarne aus Baumwolle: 10 000 Schach teln pro Jahr ä 300 g (12 Strähne) für 86 Para franko Belgrad oder Salonich, Nr. 10—14, alle Farben, am meisten schwarz. Aus Wolle: 12000 kg, ein Sechstel von Österreich-Ungarn, Nr. 2/14, 1/16, 1/14. Aufmachung: Pakete ä 5 kg. Preis pro kg: England 4,40—4,52 Francs cif Salonich; Österreich 4,60—-5,15 Kr. franko Uesküb. Farbige Sorten, za. 1000 kg, nur aus Österreich. Wollgarne für Gajtan-Fabrikation: Kon sum 30000 kg, zwei Drittel England, ein Drittel Österreich-Ungarn; dieses liefert qua litativ bessere, aber teurere Ware. Haupt sorten Nr. 12—16, 2—8fädig, rohfarben, weiß und braun. Aufmachung: England Pakete zu 10 Pfd., Österreich zu 5 kg (10 Strähne). Preis: England 4,50 Frs. pro kg franko Sa lonich; Österreich-Ungarn franko Uesküb 20 Centimes teurer. Leinengarne. Za. 2000 kg, in den Num mern 60—90, sowohl Webgarne als auch ge bleichte, 6-fädige Ware. Belgien und Eng land decken den Konsum. Seidengarne. Hauptbedarf für Sticke reien, dann für Schnurfabrikation und für Webzwecke. Zwirne. Konsum in Uesküb za. 3000 türk. Pfund; werden fast nur von England geliefert, wenig von Italien, Hauptsorten Nr. 10, 12, 40, 50, in allen Farben, am meisten schwarz und weiß. Aufmachung: 1 Paket mit 6 kleineren Paketen ä 1 Dutzend Spulen (Fadenlänge 200 Yards). Preise für schwarz und weiß pro Gros Nr. 20—50 29 Piaster Gold, Nr. 10—-12 37’/2—39 x / 9 Piaster Gold, farbige 36 1 / 2 Piaster Gold. Schnittwaren. Im Berichtsjahre war der Import nicht der Menge, sondern den Preisen nach erhöht; diese übersteigen die vorjährigen. Provenienz: England 40 Proz., Österreich-Ungarn 30 Proz., Italien 25 Proz. Zahlungsbedingungen: Salonich gibt Kredite bis zu 6 Monaten; direkt mit der Fabrik wird, wenn überhaupt, gegen Kassa gearbeitet mit 6 Prozent Skonto. Der Gesamtimport erreichte dem Werte nach beiläufig die Summe des Vorjahres mit 10 Millionen Kronen. Leinen waren. Der Absatz ist unbe ¬ deutend. Jutegewebe sind Salonicher Fabrikat, 32—36 cm breit, 12,15 m lang; Bedarf über 100 000 Stück zur Verpackung der Tabak ballen. Seidenstoffe sind im Rückgänge be griffen; an ihre Stelle treten in steigendem Maße Damentuche. Dasselbe gilt für Samte und Plüsche. Konfektion. Herren- und Damenwäsche kommt aus Österreich-Ungarn, Taschentücher aus Baumwolle, farbige, große Sorten, für 1500 L. tq.; Handtücher minderer Qualität, Servietten und Tischtücher ganz wenig. Baumwollene Wirkwaren kommen aus Italien, Deutschland (Konsum 300 L. tq.), Unterhemden (Preis 20—54 Piaster Gold pro Dutzend), Socken und Strümpfe (500 L. tq.) ebendaher (10—30 Piaster korr. pro Dutzend), schwarz und bleigrau. Baumwollene Vor hänge (500 L. tq.), meist roter Fond mit verschiedenfarbiger Bordüre, 15—140 Piaster pro Paar. Tischdecken, Möbelstoffe in den Dimensionen 120X60 — 80. Schals (Konsum 2000 L. tq.), 75 Proz. Baum wolle, 25 Proz. Wolle, in Rot, Kaffeebraun, Blau. Herren- und Damenkonfektion, und zwar Herrenanzüge in der Preislage von 10' bis 20 Kr., Damenblusen für 3—15 Kr., Damenjacketts 5—45 Kr. Hierin ist Öster reich fast alleiniges Bezugsland. Gesamt bedarf 3500 L. tq. Sonnen- und Regenschirme kamen für 10 000 Kr. aus Konstantinopel. Der Absatz in Hüten ist nicht nennens wert, dagegen werden für 8000 bis 10000 L.tq. Fez verkauft, fast ausnahmslos österreichisch ungarisches Fabrikat. Einigen Erfolg er zielten in diesem Artikel auch belgische Fabriken. Teppiche. Im allgemeinen nimmt der Konsum der europäischen Fabrikate zu; diese Ware steht zwar der einheimischen, serbi schen und bulgarischen an Qualität nach, ist aber billiger. Eingeführt werden haupt sächlich Wandteppiche um 400 Napoleondors aus Österreich-Ungarn und England; dieser Absatz wäre steigerungsfähig. Passementerien. Wollschnüre, soge nannte Gajtans, Bedarf 6000 L. tq. Diese werden größtenteils im Inlande erzeugt, Im port findet nur von Bulgarien statt. Dieser Artikel geht ingleichem Maße, wie dieNational- kleider außer Gebrauch kommen, zurück. Borten und Schnüre aus Baumwolle. Preis für 100 in Kr. 1,05—6. Packung: 1 Paket zu 12 Strähnen ä 2—4 m. Provenienz Deutsch land. Konsum 500—600 L. tq. Leonische Gespinste werden um 50000 Frs. eingeführt zu drei Viertel aus Deutsch land, einem Viertel aus Ungarn; 75 Prozent der Einfuhr sind Gold-, der Rest Silberfäden. Es werden vier Qualitäten gehandelt in den Nummern 8, 12, 16, 20, 30, 40, 50. Auf machung: Pakete zu 250 g ä 6 kleinere Pakete zu 16 Strähnen. Preis eines Paketes 6 Kr. Einfuhr von Textilwaren über Hankau 1906. Den bedeutendsten Einfuhrartikel Han- kaus bilden Baumwollwaren und Woll ¬ waren. Nach der Zollstatistik wurden ein geführt: 1905 1906 We rt in Mill. Hk. Tis. (1 Haikwan-Tael 1906 durchschn. 3,35 M.) Baumwollstoffe aller Art 7,3 8,9 Baumwollgarne .... 6,0 8,0 Woll- und Manufaktur ¬ waren aller Art . . . 0,7 1,0 Sie machen unter der Einfuhr fremder Erzeugnisse 42 vom Hundert aus. Über die wichtigsten Artikel gibt die nachstehende, der Zollstatistik entnommene Übersicht Aus kunft: 1905 1906 1000 Dutzend Baumwollene Unter ¬ • Menge 1000 Stück Wert 1000 Hk.Tls. Menge 1000 Stück Wert 1000 Hk. Tis. Shirtings, graue . . 737,6 2285,7 644,7 405,6 1547,2 , , weiße . . Bettüberzeug (Shee ¬ 557,0 1076,1 1319,7 tings) 146,7 465,2 150,3 446,2 Drilch (drills). . . . 190,6 683,0 287,1 986,3 Köper (Jeans) . . . 50,0 140,4 67,0 165,3 T-Tuch (T-Cloth) . Zitz und Shirtings, 88,0 167,4 106,0 184,0 bedruckt . . . . Möbelkattun, be ¬ 37,9 85,3 27,1 55,5 druckt Türkischrotstoffe, ge ¬ 31,6 64,8 38,4 71J färbt 59,8 126,1 64,5 135,9 Italians, gefärbt . . 246,7 1177,3 327,7 1524,6 Lastings, gefärbt . . Shirtings, Bettüber ¬ 125,1 379,6 155,8 439,3 zeug 7,3 29,8 15,1 59,8 Baumwollflanell . . Baumwollgewebe, ja ¬ 27,4 99,7 43,4 158,9 panisch . . . . 111,9 464,4 8,9 216,8 10,8 Samt und Velveteen 96,5 524,5 99,6 1000 Dutzend 1000 Dutzend Taschentücher . . . 51,2 18,7 47,5 13,8 Handtücher. . . . 38,4 18,2 61,9 54,2 Garn, gebleichtes: 1000 Pikuls 1000 Pikuls englisches . . . 3,7 135,9 6,0 198,5 indisches . . . . 51,8 1322,5 71,4 1774,7 4470,2 japanisches . . . 174,0 4542,2 175,9 jacken — — 1,2 2,6 1000 Stück 1000 Stück Baumwollene Decken 10,7 4,3 23,9 9,6 r> ’n j japanische ... 3,8 2,2 1,3 0,9 Shirtings, Köper (Jeans), T-Cloth, be- drückte und gefärbte Gewebe, Samt und Velveteen sind überwiegend englischen Ur sprungs; in Drilch und Flanellen beherrschen die amerikanischen Erzeugnisse den Markt, und in Bettüberzeug (Sheetings) halten sie dem englischen Erzeugnis die Wage. Von Kennern werden amerikanische Sheetings des besseren Rohstoffs und des besseren Gewebes wegen sogar vorgezogen. Bemerkenswert sind die Fortschritte der japanischen Erzeug nisse in Artikeln, die früher ausschließlich dem englischen und amerikanischen Wett bewerb vorbehalten waren. So sind in diesem Jahre japanische Shirtings, Bettücherzeug, Drilch, T-Cloth und Flanelle im Gesamtwerte von 36800 Haikwau-Taels (123200 Mk.) gegen 11500 Haikwau-Taels im Jahre 1905 auf den Markt gekommen. In Handtüchern aller Art und Baumwollgarn (graues und ge bleichtes) beherrschen die japanischen Er zeugnisse den Markt. Auch der Absatz niederländischer Erzeugnisse macht Fort schritte; es wurden im Jahre 1906 weiße Shirtings, Drilch, Jeans und Flanelle im Ge samtwerte von 109100 Hk.Tls. oder 365400Mk. eingeführt. In Drilch und T-Cloth finden auch die Erzeugnisse der indischen Webereien guten Absatz. Weniger Erfolg scheinen die neuerdings auf dem Markt erschienenen ita lienischen Erzeugnisse — Bettücherzeug zu haben. In weißen Shirtings und Flanellen sind erstmals auch französische Erzeugnisse auf den Markt gekommen. *