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392^ LawstLvverdv - MNSvam. Die Sammlungen bleiben, wie alljährlich, vom 4. d. Mts. bis znm 15. Septechber geschlossen, dagegen bleibt das LvslllwttsdnrvLll Kr Unn8tLvvordllvdv kraßon an Wochentagen von 12—1 Uhr geöffnet. Hierdurch werden alle Buchbindergehülsen Mld Gesellen, mit Ausnahme Derjenigen, welche die Erklärung vom 9. Apr l o. nicht unter, zeichnek haben, zu dem am Montag den 6. d. M. Nachmittag- 4 Uhr in der Restauration von Aewoel, Poststrabe Nr. 17,zu verabsolgendea Areitler sreuudlichst eingeladen. Wer heilt durch Sympathie Ctzilepfte ck Ahrrffe» unter k. X. durch die Ariiale Dieses Blatte». Univerfitätsstrasze 21. Wo kann ein j. Mädchen aus ans«. Familie unentgeltlich das Koche» erlerne»? Gest. Offerten 1. 6. ss 10. Exped. d. Bl. erbeten. Milllisllilht-Gesuchs Eine Käserei von 4—800 Liter Milch täg lich wird »um l. October gesucht. Kaution nach Wunsch. Gesällige Offenen nebst Preis angabe au I>. tztz«iiol>, Vder-Lchönbrunn bei Nicolau»dori in schles. Für Gewerbetreibende. Ducht. Kaufmann erbietet sich zur dtScr. Führnng der Bücher u. Korrespondenz (englisch ». franz.) zu belieb. Zeit. Ges. Adr, oud IV. li. 526 in die Exp. d. Bl. erb. Ist eS mäglich. Jemanden von einem kropf- Lhnlichen Halse zu befreien, dann ist vielleicht auch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, ein verhärtetes Gewächs wegzubringen, beide sind langjährige Leiden; Belohnung in beiden Fällen nur nach glücklich vollendeter Befreiung. Adr. U. „lliUke" Filialed. Bl-, Kattmrinenstr.18, erb. Dem vanadareiscndcn Herrn vr. chrnelL, Lpamer's Verlag, znm hrntigeu Lage die herzlichsten Glnckwniischr. Tic Canadier. Wenn d. Dame, Reseda in Hand, in Folge Briefes d. 29. vom Paulin. u. d. Schule gehend, da war, bitte Sonnt., Mont. od. DienSt. früh z. selb. Zeit am selb. Ort, wurde abgehalten sie anzusp. Sons» bitte Nachr. u. dcr, in mein. Briese angeg. Lhiffre. r."». II 4. bittet l(7 ll. »1. Brief hauptpcstlagernd nochmals abholeu, da gest. Abend nicht Ivreche» können. Uninimeri» dis jetzt «och nicht ein- Garde. Kümmern »«gehen» absrnden. W» g, Antwort liegt u. ihrer Chiffre Hauptpostamt. Sl. k. jj: 1V. Brief liegt lagernd unt. erster» Buchst, u. O Da werde ich sein, wenn e- Zeit ist, O O wovon wir gesprochen haben. Zweck. O li. ll. 2. Brief abholen. D. Lb. z. I. brg. ich d. Opf.; i. Ungls. Lär, bin ganz allein, bald komme oder Brief. Des feinste Speiseöl (Jungseröl). das edelste aller Oele zu Salaten u. Mayon naisen re. bezieht die Traguerie zur Flora, UniversitätSslraße Nr. 1 und verkauft dasselbe in Flaschen ä 2 15 100 und 50^. A Il<dteI W«Ne-ri>« am See emps A § insbesondere seinen w. LanLSleiiieii. ? l. 4. kolil, Besitzer, ö Die berühmte Landmandeikleie. welcher so viele Damen ihren zarten und weißen Dein» rerdanken und jetzt ärztlich empsohlen wird, ist nur echt zu haben bei Lmll Veerllng, Grimmaische Str. 26. Sie drei Gesellen. Drei Burschen zogen in die Stadt jur stterderftrahe 'nein. .jerriss ne Stieseln Jeder hat, Wie kann da- ander- sein? Und müd' und matt war'n sie vom Laus, Desect die Kleider schon, So suchten sie die Herberg' aus Je nach der Prosessiou. Sie halten schnell auch Umschau nun, Woll'» wandern nicht aus'- Neu', DaS Gluck ist günstig, denn zu thuu Kriegen sie hier alle Drei. Ein neuer Anzug wird bestellt, Drei Stutzer wie »och nie, Doch Jedem ein Paar Stieseln fehlt, Jetzt heißt-: „Wo kaust man diel" Sie denken an den Laden schier. Damals, o welche Pracht, Als eingcwandcrl sie allhicr Dort — tzterdcrftrahe 8. „Der Nachfolger von krleckrlch 8t»«rd", Sprach Einer, „da- ist schön. Denn solche Läden ich mir merk'. Zu dem woll'n wir hingch'n!" rrikärick 8t»erA 8 GttbttAraße 8. § 4kile wird nusmerksam gemacht aus den billigen Berkaus wenig getragener tztarderobe (je». Art), darunter einfache und hochelegante Promenaden- und ICrsellschasrskleider, bei Kran NerlOv, Härtels«. 12, l. tM" Eingesandt "HW Lisch» u Hängelampen, BelruchtungS- HZlaswaaren re. kaust man nirgend» diiliger als Brüderftr. 5» im AnSvcrkaus. Kiesernadeldampsbäder. «»«» ^Ill<len8tel». Leipzig, Schletterstr. 5, Nähe d.Bayer. Bahnhof. Durch tausendfache An erkennungen bestätigt: Sictxrste Hilfe bei Rheu matismus, Gicht, Zahn-, Hüsten- u.Rückenschnicrz, Hämorrhoidal-, Nerven-, Drüsen-,Magenleide» re. Einreibungen Hierzugrat. Kieiernadel-Aechcr allein echt zu Hab. -Fl.öO^. (Eingesandt.) 8tSt8 äL8 Neueste vnä Lilllxstv in ÜLvä8v1wdeL u. VrLVLttsv erhält man bei ir Handlchuhsabrik. Aathorinrnstraße 3. Wetterbeobachtung. Schafstädt, »Uhr .de« 3. August. Nachmittag» ll Uhr. Wind Nordwest, schwach, W tier schön, Temperatur 12 Gr. R. Wärme, Walken in der 2. und 3. Schicht vorhanden, Stömung Nordnord west sehr schwach, keine Gestaltung im Aus lösen begriffen, demnach wird da- bereit- seit einigen Tagen eingetretene Erntewetter die nächsten und noch mehrere Tage andauernd sein, hierbei Wind« schwach und in der Rich tung mehrmals wechselnd, auch Temperatur über normal sich wieder steigern, demzufolge wird auch ein großer Tbeil von der in An- griff genommenen Ernte gut eingeheimst werden. Hier in dcr Quersurter Gegend ist nian seit 3 Tagen mit dem Einheimsen der Ernte in voller Arbeit, auch nicht vom Regen gestört worden, auch ist hier allgemein eine gute Ernte vorhanden; überhaupt wird die diesjährige Ernte vielfach unterschätzt, Io daß die bi- jetzt herauSgegebeuen Erntebrrichie nicht wahrheitsgetreu, vielmehr nur von de» Ortschaften, wo eS dünn gestanden oder auch von Trockenheit gelitten, geschrieben worden und nicht auch die Ortschaften, wo eS sehr gut gestanden, mit herangezogen. Vortrag den 8. August: Lauchstädt. F. W. Stannebein. Vers. 3 Uhr Insel Bue» Rcriro. LWMiMlliM L IkMmmiil Diejenigen College», die an der Fahrt Dienstag Nachmittag 2 Uhr theilnetimen wolle», werden ersucht, aus dem Waageplatz zu sein; Fahrt durch Johannavark und Linie. tvnotunto. Wl.-Nkru'rllllnler«. Montag, den 6. August e. ManaiS-Bersammlung im Restaurant Iohanne-gasse 21. Ausnahme »euer Mitglieder. 1». V. HmMWüchMInV O»rl Vertvl Ass»r1e Ovrtvt xeb. >-t0»!«« Vermählt«. I-eiprizx, äen 4. äuxuet 1883. Heute winde un« ein kräsligcr Knabe ge- ' ust boren . ugu Emil Zacharias und Frau gev. Prcyssing. Statt jeder des«n»errn Meldung. Haute Abend '/«l0 Ubr starb nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Naler, Schwieger- und Großvater, dcr Rentier Gotthold Spiegel im K3ien Lebensjahre. Die- zeigen tiefbetrübt an Halle a<S., den 3. August 1883. die trauernden Hiuterbltebeuen. Da- Begrädniß findet am Montag, den 6. dss., Nlichmiitags 4 Uhr vom Trauerhauje aus statt. Heute früh 5 Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unser herzensguter Gatte, Vater, Sah», Bruder und Schwager, der Schriftsetzer Herr Mett tteek, im vollendeten 43. Lebensjahre. Mit der Bitte um stilles Beileid zeigen die- allen Theilnehniende» tiesdcirül t an Bolkiiiarsbors, 4. Angnst 1>>83. die trauernde» Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag, den 6 d., Nachmittags 4 Uhr von» Trauerhause, Elisa- bethstraße 6, statt. Heute Morgen 5'/, Ubr verschied nach langem Leiden »iiicr guter Vater, Schwiege» und Großvater, Bruder, Onkel und Schwager in seinem 64. Lebensjahre. DicS zeigen nur hierdurch iiefbeirübt au dir trauernden Hinterbliebenen. Leipzig, ani 4. August 1883. Tie Beeidigung findet Montag Nach mittag 3 Uhr von der Lcichenualle des neuen Friedyoss aus statt. Heute srüh 2 Uh verschied nach kurzem aber schweren Krankenlager mein lieber Galle ?r. Auz. 5si»nidt. Diese Nachricht zeigen schmerzersüllt nur hierdurch an die tieftraiiernde Wittwe nebst Hiurrrlasscnc». Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Uhr vom Krank nhause aus statt. Am Sonntag, den 29. Juli, endete schnell »ud unerwartet das junge Lebe» nuscrcr guten Hcrmme. Für die herzliche Th-ilnahme und den reichen Blumenschmuck ihres SacgeS sagen wir Allen den herzlichsten Dank, Gohlis, 4. August >883. Die tieslrauernde Familie Müller. Heu:e wurde uns ein munterer Junge geboren. Leipzig, den 4. August 1883. 1)r. M-. Robert Frcnkel, Anna Frenkel geb. Reichel. Die glückliche Geburt eine- kräftigen Jungen zeigen dochcrsreut an 4, August >883. Oscar «läset und Fra« geb. Alluer. Tank. Zurückgekebrt von dem Grabe unseres thcurcn Entschlafenen Jshaun (Cat lieb Schneider sagen wir liebe» Verwandten und Bekannten, sowie dem Landwirthschailliche» Verein nn der mittleren Parlhe >ür die ehrenvolle Be gleitung, de» reichen Palmen- und Blumen, schmuck, insbesondere Herrn Pastor Schmidt für die trostreichen Worte hierdurch uniern kerz- lichsten Dank.—Crottendorf, am Begräbniß:ag. Tie trauernden Hintrrlaffenc». Diesi-elieuLt reixs iah nn, <In»s mein lkeurer Lrucler <Z»rL VLLuvrt in Halls »!8. vorgeetern »au st vereckieüen ist. I-etpalg, äen 4. Xuxuet 1883. Für die innige Theilnahm- > die trösten me. den reichen Blumenschmuck »nd die tröst nben Worte des Herr» Pastor Sell bei dem Begrädniß unsere- tbeuren Gatten und Vater-, Schwieger- und Großvater«, J»tz. Christ. Frätzlich, sag« hierdurch ihre» herzlichen Dank Leipzig, den 3. August 1883. die trauernden Familien Fröhlich und Sretzschmar. Für die innige Iheilncibme, den reichen Blumenlchmuck und die tröstende» Worte de- Herrn Diak. 0r. Bin kau bei dem Begräb- niffe unsere- lieben BaterS und Großvater- jagt herzlichsten Dank Gustav Strempel, C garrensabeikcint, nebst Hinierlasseue». Leipzig, den 4. August 1883. Für die un- bei dem Verlust unserer lieben Kinderchen bezeugte Theiliiahme, die unseren tiefgebeugten Herzen sehr wohl getha» knt, sowie für de» Blumenschmuck sprechen Allen wir unfern herzlichsten Dank aus. GohliS, den 4. August 1883. Obcrserretair kaulu, und Frau. Verlobt: Herr Kaufmann Lurt Locser in Chemnitz mit Frl. Eiise Hanke das. Herr Paul Hübner. Lehrer in Schellenberg, mit Frl. Jenny Thiele das. Herr Gustav Wagner in Görlitz Mit Frl. Margarethe Stolvnei in Chemnitz. Herr Wild. Unterdörser, Architekt u, Bauingenieur in Dresden, m t Frl. Clara Höhmann in Glauchau. Herr Egbert von WolffcrSdorff, Seeondelieutenaiit im Kgl. Sachs. 4. Jiiiant -Regim. Nr. 103, in Marienberg, mit Frl. Hildegard v. Gutbier in Dresden. Herr Paul Palichke, Kaufmann in Zittau, mit Frl. Jenny Eckardt daselbst. Vermählt: Herr Max Händel in Lnnbach in« Frl. Laura Lcetzschinar das. Geboren: Herrn Apotheker Müller in Dresden zwei Töchter. Herrn Leopold Batschit in Zwickau eine Tochter. Herrn B Rockitroh in «nnaberg ei» Zwillingspaar. Herrn Felix Meßdorf in Annaberg eine Tochter. Herrn Gymn.-Oberlehrer Walz in Greiz ein Soda. Herrn Archidiak. G. Rosenkranz in Radederg ein Sobn. Gestorben: Herrn Herrmann Schröpel'S in Dresden Sohn Richard. Herrn Kaufmann Enge!'« in Dresden Sohn Jgnatiu«. Herr Gottfried Hiller. FuhrwerkSbesitzer in Weiii,»- dorn. Herrn August Rüdiger'S in Zwickau Tochter Hannchen. Frau Adelheid vcrw. Lehrer Rüdinger geb. Multzsch i» Bautzen. Herrn H. Löftnitzer'S in Bautzen Sobn Erich. Herr» BahnhojSinsp. Nicolai'- >» Bautzen Sohn Eberhard. Herrn Max Uhlig'S in BurkhardSdors Tochter Martha. Herrn G H. Hulschenreuter's in Chemnitz Sobn Curt. Herr Carl Heinrich Bauer, k. Brandversich.- Jnspeclor in Plaue b. Flöha. Frl. Wilbelminc Ulbricht in Frankenbcrg. Herr Friedrich Hermann Thiele, Restaurateur in Fraiikc»- berg. Herr Christian Gottlieb Schmelzer in Neicheubach. Frau Christiane Wilhe niine Eidner geb. Petzold in Rcichenbach. Herr Carl JuliuS Frolscher in Freiberg. Frau Johanne Christiane Wahl geb. Rötzsch in Freiberg. Herrn Hermann Opitz' in Frciberg Sohn Clinche». Frau Gertraud Werner geb. Clauß in Grimma. Herr Carl Friedrich leichmann in Grimma. Frau Noi. vcrw Kunath auS Böhlen. Herrn Gustav Dolliicr's in Plauen i. B. Tochter Carola. Herrn F. E. Seivel's in W-'ischlitz Sohn Friedr:ck>Wi!helm. Herrn Einil Bürmann'S in Niedersährc Tocl ler Anna. Herrn Adolf Bastam's i» Glauchiu Tochter Emma. Herrn Robert Reimann'S in Glaucha» Sohn Paul. Frau Auguste Seßner in Pirna. Frau Henrilte Pvinmrich geb. Eisold in Radederg. Frau Augusta Edrig geb. Fröhlich IN Adors. Fr. Lölrstine Hellge geb. Wohlsarth in Neukircheu b. Borna Tie vorrdig»»g »»»eres in den Morgen,künden de» brntigen Tage» »er- storboilen College» 4ll>e-i-t »vvk erfolg»Moqtag. den«. August, Nachmittags 4 lllir vom Trancrlianse ans, Volkmarsdorf, Cllsabethftraste «. Leipzig, 4. Angnst >883. vl« »ltgllecker cker Lreltdopk L llllrtel'seden 0klleio. risvkerlLSlMKSdnä Tcmpcwlir des Wassers 14". Illnnxl»«, k« I, t^Ol, - ILt» u FiioHe reii von8-'/.In.4-9 Uhr. Damenv. 1-4Uhrtäglicti. Wannen- u. Hansbäder zu icker Tageszeit. Danic»: Dienst.. Donnerst, u. Sonnab. v. '/.9- ',,11U.Mo»t°g.M,NW.,Freitags.' .2-'/,.>Uhr. Sopdlvu-Saä. Wannen- u. Cnr-Bädcr. Saubere elegante Einrichtung. ^IltpliLl NLlllll Psst'tratzc 7. Tagt, geöffnet von Morgen- bis Abends. Sonntags bis Mittags. Lannencurbäder genau nach ärztlicher Verorkmmg. SiiML-8Lck, 8cl»rrln»»>»»i'i>!n uuä Neilenhaä OliO Damen: Dienst.. Donnerst.. Lonnav. 9- au . '-,11. Monrag.Mittwoch.Freiiaa' Lpeisronit. 1. N. H. Montag: Linsen mit Sckiweinefleisch. T. V- Steiniger, Hosmann I Nachtrag )um politischen Tagesbericht. * Das Programm sür die Kaiserbegegnung in Ischl ist wie solbl festgestellt: Kaiser Wilhe im reist am Dienstag Nachmittag von Gaste in ab, übernachtet in Salzburg und trifft Mittwoch, den 8. August, mittelst Separatzuges um 8Uhr srüh in Iscki ein. Kaiser Franz Joseph fährt seinem Aliiirten bis Ebensee entgegen und findet dort die erste Begrüßung statt. Die beiden Monarchen begeben sich gemeinsam nach Ischl, woselbst sie am Bahnhose, dcr festlich decorirt wird, von der Kaiserin Elisabeth erwartet werden. Das österreichische Kaiserpaar geleitet den Kaiser Wilhelm sodann ins Holet „Kaiserin Elisabeth", wo derselbe den Obersthosmeister Prinz Hohenlohe, den Gencral- lieutenant Baron Hosmann und den Bürgermeister von Ischl empfängt. Nachmittags wird Kaiser Franz seinen hoben Gast persönlich zum Galadiner in dcr Kaiserdilla zu Ischl abholen. Zu der Tafel wird nur die unmlttklbare Umgebung beider Monarchen zugezogen. Nach dem Diner unternehmen beide Monarchen gemeinsam eine Spazier fahrt nach Lausen und AbenvS findet im Ischlcr Sommer» thealer eine Balletvorstellung statt, der die beiden Kaiser beiwohnen werden. Ein Souper beschließt den Tag. Vor aussichtlich wird die Bevölkerung von Ischl und Umgebung durch Freudenseuer aus den umliegenden Höhen und durch Veranstaltung einer Serenade auch ihrerseits ihrer Freude über die Monarchen-Entrevue Ausdruck geben. Am Donners tag Borniittag treffen beide Kaiser wieder zusammen, sodann erfolgt um 3 Uhr Nachmittags die Abreise des Kaisers Wilhelm und wird der österreichische Kaiser ihn bis Strobl begleiten. Kaiser Wilhelm begiebt sich sodann über Passau direct ohne Wagenwechsel nach Schloß BabelSbera, wo sür den 10. August die Ankunft festgesetzt ist. * Am Freitag bat im Kieler Wahlkreis die engere Wahl sür den Reichstag stattgcsundcn. Ein Privat telegramm der „Dossischen Zeitung" aus Kiel meldet darüber Bi» jetzt sind hier bekannt 6698 Stimmen sür Hänel, 7542 sür Heinzel. Fast alle ländlichen Districte sehlei» noch. Die Socialdemokraten haben satt überall bedeutend gewonnen, werden aus 9000 Stimmen kommen, waS ohne die Hilfe der Conscrvativen niemals möglich gewesen wäre. Nichtsdesto weniger gilt beim Kieler ComiiS Hänel'S Wahl sür sicher. — „W. E.-B " bringt folgende Meldungen vom Freilag und Sonnabend: * Kiel, 3. August. Bei der beute im 7. SchleSwig-Holsteiiischrn Wahlkreise siattgckabten RcichStcigSstichwahl wurden in der Stadt Kiel für Hänel (Forlschr.) 3146, sür Heinzel (Socialdem.) 3622 Stimmen abgegeben. (Wiederholt.) * Kiel, 3. August. Reichstagsstickiwahl. In Ncumünfter wurden sür Hänel 84l. sür Heinzel 1174, in Rendsburg für Hänel 718, für Heinzel 602, in Nortors sür Hänel 249, sür Heinzel 18, in Garden für Hänel 399, sür Heinzel 1089. in Preetz sür Hänel 325, sür Heinzel 341, in Hobenwestedt sür Hänel 257, sür Heinzel 29, ia Ellerbeck sür Hänel 83, sür Heinzel 320 Stimmen abgegeben. *Siel, 3, August. Reichstagsstichwahl. B>S jetzt sind sür Hänel 8483, sür Heinzel 8266 Sliminea gezählt. * Kiel, 4. August. RetchslagSwahl. Bl« Mittag wurden sür Hänel 11.399, für Heinzel 8571 Stimme» abgegeben. Ergebniß von 63 Wahlbezirken steht noch aus. * In WandSbeck starb am 3l. Juli der Kaufmann T. Schmidt. Dcr Verstorbene ist in Flensburg geboren und war viele Jahre hindurch, vo» 1833 b>S 1852, Mit bürger und einer der ersten Kaufleute von Kiel. Große kaufmännische Befähigung und rastlose Unternehmungslust gab um die Milte des vierten Jahrzehnts seinem Geschäft, welche» er mit den bescheidensten Mitteln begonnen hatte, einen großen Aufschwung. Ein scharfer Verstand und patrio tischer Gemeinsiiin machte ibn zu einem einflußreichen Mit glied«: der städtischen Verwaltung. An der nationalen Er hebung Schleswig-Holsteins von I8l8 »ahm er den lebbastcstcn Antbeil, ivurke Mitglied der Provisorischen Regie rung und war während der Jahre staatlicher Selbstständigkeit der schleSwig-holstcin ischc» Hcrzogthümer ein» der arbeitsamsten und angesehensten Mitglieder deS Landtages. Seine Theilnabme an der Erhebung mußte er mit schweren Opfern in geschäftlicher Beziehung büßen. * AuS Petersburg geben der Wiener „Politischen Eorrcspondcnz" die folgenden vom 31. Juli dalirlen Mel dungen zu: DoS durch einige ausländische Blätter verbreitete Gerücht vom bevorstehenden Rücktritte de- Ministers de» Aeußern, Herrn v. GierS, ist. wie bereit- aus telegraphischem Wege ongezeigt wurde, absolut falsch. Es wäre keine schwere Ausgabe, Ursprung und Motive dieser Gerüchte zu ergründen, da un- hier die Leit fäden, mit Hilfe deren diese kleinen Ränke inscenirt werden, wohl- bekannt sind: welchen Nutzen vermöchte aber solch' eine Untersuchung zu biete»? Sie unterbleibe denn, und gesagt sei nur, daß der Rück tritt deS Herrn v. GierS sicherlich das allcrinopportiinstc Ereignis» wäre, das sich derze t nur deiiken läßt. Rußland ist in der Thal fest entschlossen, in der znwartendcn Haltung, die einzunehmen ihm nicht ohne bedeutende Schwierig- ketten gelungen ist, der eS aber im Augenblicke ganz unbestreitbare Borthcile dankt, anszuharren. Dank seinem Systeme der Regungslosigkeit ist Rußland in gewissem Sinne, wie man in unseren diplomatischen Kreisen mit Befriedigung hervorbebt, zum Pivot sür die Gestaltung der internationalen Bcr- hältniffe geworoen, ein Umstand, dem e» in der Gegenwart eine Art vrivilegirter Stellung z« danken hat und der ihm große Chancen deS Erfolge- sür die Zukunft verbürgt. Damit aber die Früchte dieser seiner augenblicklichen Haltung nicht gefährdet werden, ist r- nolhwendig, daß seine passive Unthätigkeit auch nicht einen Augenblick lang sich verleugne und daß eS sich au« der Rolle de- gleichgiltige« Zuschauers bei allen rund umher in Europa eiittretenden Ereignissen durch keinen Zwischenfall beraiislocken lasse. Nun ist aber gerade Herr v. Gier» der allergceignetste Mann, um diese Politik zu führen, die bei ihm Sache der Ueberzeugung ist, da er, sowie Fürst Gort schakoss nach Beendigung des Krimkrieges, nach den Enttäuschungen von 1878 zunächst eine Aera der inneren Sammlung als da» sür Ruß land absolut erforderliche Heilmittel ansieht. Er ist eS, der da durch da» kaiserliche Cavinet tnciugurirte System der Politik nach Außen verkörpert, eia System, von dem sich zu entfernen für das Labiint auch nicht der leitcste G-und ex>stirt. Folgerichtig ist und bleibt er der Mann der Situation, und Jene, die seine Stellung als erschüttert schildern, befinden sich in einem Irrtbum, wie er schwerer kaum gedacht werden kann. Mit viel mehr Berechtigung ließe sich seine Stellung als eine durch die derjenige« Verhältnisse befestigte bezeichnen. Mil Unrecht macht man übrigen- da und dort Herrn v. G! er eilten Vorwurf daraus, daß er die Bildung der „Triprl-Alllanz" nicht vereitelt habe. Die Bildung dieser letzteren ist die erste der Operationen z» der Löiung de« Problems der Gestaltung der ruro- päischcn Verhältnisse und mit der zweiten wird schwerlich vorge gang.n werde», ohne daß sich Rußland mit unter den Faktoren befindet. So lange Rußland eS versteht und e« vermag, sich außer halb der Combinativnen zu erkalte», !o lange ist aber da» System der Allianzen unvollständig. Sei» Fernbleiben statuirt ein unde- kaniitcS X, währcnd gerade sein erklärter Anschluß da oder dort die Situation definircn würde. Faßt man die Stellung des Herrn v. GierS unter diesem Gesichtspunkte aus, als die Stellung eines Staats mannes, in dessen Hände die Lösung eines Problems von jo unge heuerer Bedeutung gegeben ist und der seinem Staate von heute auf morgen eine entscheidende Rolle zuzuweisen vermag, dann wird man wohl da»»-, abgehen, sie alt compromittirt oder bedroht zu bezeichnen. Er genügt übrigen-, die Persönlichkeiten, die man als eventuelle Nachfolger des Herr» v. Gier- dezeichneie, ein wenig i»s Auge zu fassen, um ernste Geister von der Sinntosi. keil dcr in Rede stehenden Gerüchte zu überzeugen; den» alle iiamhast ge machten Persönlichkeiten sind im Augenblick durchaus uinuögliche Landidaten. WaS Diejenigen betrifft, die für da» kürzlich zwischen Rußland und dem Vatikan geschlossene Concordat w bitteren Tadel haben, so ist wohl das beste Mittel, sie zum Schweigen zu bringen, der Hinweis auf die Schwierigkeiten, mit denen die preußische Politik m dieser Richtung zu kämpfen hat. Immerhin besser begründet erscheinen di« Vorwürfe, welche die russisch« Presse dem Ministerium de« Aeußereu in den letzten Tagen dahin gemacht hat, daß die Ersetzung de» Herrn Joni» in Celiiije Herr» Kojander, viSder erstem Secrrtair der Gesandtschaft in D-eking. anvertraut wurde. Ta läßt sich vielleicht tragen, ob der neue Ministerrestdent in Monte negro aus seinen Posten die wünschrnswerthe Erjahrung mitvrinqt. Jeder Diplomat soll da« Terrain kenne», aus dem er sich zu de- wegen hat, und bei der Entfernung und Ersetzung von diplomatischen Vertretern müßte man immerhin anders Vorgehen, als wenn e- sich um Posten in den administrativen Departements handelt Cs wäre aber unbillig, sür diese Art des Vorgebens auescyließlich den Minister deS Aeußern verantwortlich zu machen, der hierin vielmehr dem aus allen Gebieten unsere» Slaatolebens eingebürgerte» Systeme folgt. Unter den russische» FunctionSren hcrrtchl ewiger Wechsel. Besonder« bedauerlich ist letzierer Umstand, soweit eS sich uni da» Heer handelt, iiidem jede» Augenblick ein »euer Chcs an die Spitz« eines IruppcnkörpcrS tritt, der kein Vertrauen fette»- der Mannjchast genieße» lann und lange braucht, um die envünscrte Autorität zu üben, weil er scme Subalternen nicht, diese ihn nicht kennen. Der Kriegsminister General Vannowskq ist seit einigen Tag«, leidend. Er hütet da» Zimmer, hat alle Beschäftigung eingestellt und man behauptet, daß seine plötzlich« Erkrankung auch durch andere als pathologische Gründe veranlaßt sei. Es heißt, daß cs sich um die Wiederkehr de» Generals Miljuti« aus den Posten de« Krieg- minister» handle. " Aus die Deutschen sind die Nüssen sebr schlecht zu sprechen. Man schreibt un» darüber aus Sl. Petersburg, 30. Juli: „Gestern. Sonntag, producirte sich >m Vauxball von PawlowSk. einem dem Großfürsten Eonslantin gehörigen, 3 Werst von TsarSkozc-Sclo eitlsernkc» Bergnüg»»gsorte, ein deutscher Sängerchcr. Eine ungeheure Mcilicbciimassr, welche von den Rennen in TsarSko>e-Sclo kam, füllte den Garten und den Saal deS BauxhaU, wo allabent lich ein vorzügliches Orchester spielt. Der erste Theil deS Programme» deS teulschen SängerchorS wurde rubig und ohne Zwischenfall angchört; doch als ob während der Zwischenpause rasch eine Art Abrede im Publicum getrosten worden wäre, erhob sich bei der Wieder ausnahme des Gesanges ein unbeschreibliches Lärmen und Zischen und bald ivar kein anderer EhoruS vcriiebmbar als dcr seindseliger Zurufe, unter denen der Ruf: „Hinaus mit den Deutlchen" üderwog. Wahrheit gebietet zu con- statiren, daß eine kleine Minorität im Namen der Ordnung gegen die brutale Störung prolcstirle; vergeblich, der Lärm dielt an, bi» man vom Gesänge abließ. Ein Obrenzeugc hält r» sür angezeigt, die» als Zeichen dcr Zeit zu melden Musik. Neues Theater. Leipzig, 4. August. Die lange vorbereitete Aufführung von Hcctor Bcrlio;' Oper: „Benvenuto Cclliiii" erfolgte gestern als Novität unter Mitwirkung deS Herrn Anlon Schott in der Titelrolle und ist als ei» hochbedcutcndcö Ereigniß, für dessen Zuttandekonimcn dcr Dircclion des Sladltbeatero bereitwillige Anerkennung gezollt werden muß. anzusebe». Beklagenömerth ist nur. daß die ersten Darstrllunaen dieses Werke» in eine Zeit fallen, zu der rin großer Theil deS musikalischen PublicumS von Leipzig entfernt ist, der deshalb nicht Theil nehmen kann an diese» Ausführungen, die sür Jeden, mag er angehören, welcher Partei er wolle, von höchstem Inlereffe sein müssen. Die Oper, aus de» Theater zetteln als „komische" bezeichnet, wirb von Berlioz ^semi- seiia" genannt, und gewiß viel richtiger, da, trotz verschie dener kölnischer Seenen der Inhalt derselben doch keineswegs hervorragend komisch ist und wirkt. Da wir sür dies« Be zeichnung kein paffender deutsche- Wort haben, so erscheint eS jedenfalls angemessener, daS triviale „komisch" fortzulaffen. Da voranögcsetzt werden kann, daß der Inhalt der Oper den Allerwenigsten bekannt »st, so sei derselbe zunächst in dcr Hauptsache hier mitgctheilt. Bcnvenuto Eellmi, der berühmte Goldschmied und Erz- gießer, liebt Teresa, die Tochter deS Schatzmeisters des Papste-, Balducci. und wird von ihr wieder geliebt. Teresa ist indessen einem ander» Bildhauer.FicramoSca, deriprocheil.einem geckenbasten Menschen, de» sie begreiflicher Weise nicht mag. Tie Liebende», die sich deS Abends i» dem Hause Baldticc 's treffen, dcr znm Papste berufen ist. verabreden eine» Flucht versuch für den folgenden Abend, den letzten deS Carneval». Ter Fluchlplan ist solgenvcr: Teresa soll mit ihrem Vater zum Schluß de- EarncvalS z»m Platz Eolonna gehen, wo e ne lustige Oper ausgesübrt wirk, die die Aufmerksamkeit de» Allen sür kurze Zeit von Teresa ablenken wird. Cellini wird dann in dem allgemeinen Maskengewühl als weißer Mönch in Begleitung eines i» schwarzer Kapuzinerkutte gelleirrten Freun des erscheine» und Teresa nach ToScana entführen. Diese Ver abredung bat FicramoSca. der inzwischen cingetreten ist, »nd sich schleunigst verborge» hat, imt angebört. und beschließt natürlich, diesen Plan zu kreuze». Unerwartet kelttt der Vater zurück, wundert fick, daß Teresa noch aus ist, sinket endlich, während Ecllini, »»gesehen von ihm. jcisc eiiischliipsl, FicramoSca i» dem Zimmer seiner Tocl kcr und ruft im Verein mit derselben die Nachbarinnen und die Dienerschaft zusammen, um ihn für daS freche Eindringen zu züchtigen. Fie»an,oSca wird von de» Weibern umringl und »ach dem Garten geschleppt, wo man ibn über Nacht »iiter einen Springquell cinschließt. Damit schließt der erste Act. Der zweite spielt zunächsl aus dem Hose einer Taverne cincn Tag später. Z» Ecllini. der aujänglich allein ist. ge sellen sich bald seine Gcbilsen und Freunde, die. an- der Mrinschenke kommend, lärmend nach mehr Wein verlange». Der Wirlb so, dort erst sür den bereit» gruoffcnr» Wein Zahlung, die Niemand zu leisten im Stande ist. Znm Glück stellt sich bald als Abgesandter de- Papste». Ascanio, ei» Lebrling Cell»,,'-, ein. der einen Beutel nnt Gold mitbringt, den er dem Letzteren überliefern soll, sobald ders lbe sich durch einen Etv verpflichtet, den G»ß der PerscuS-Ztalu«, deren