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01-Frühausgabe Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 25.10.1900
- Titel
- 01-Frühausgabe
- Erscheinungsdatum
- 1900-10-25
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id453042023-19001025015
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id453042023-1900102501
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-453042023-1900102501
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Leipziger Tageblatt und Anzeiger
-
Jahr
1900
-
Monat
1900-10
- Tag 1900-10-25
-
Monat
1900-10
-
Jahr
1900
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8410 welche mit sechs verschiedenen Sorten von Champagner und vielem sonstigen Wein hinuntergespiilt werden sollen. Diese Be- wirthung der 1500 Bolunteers giebt einen Begriff von dein, was diesclben hier auszuhalten haben weiden. So feiert die Hauptstadt Großbritanniens verfrühte Sieges feste, und das Volk ist froh, eine Ablenkung von dem ärgerlichen Thema von nicht enden-wollendem Guerilla-Krieg zu haben, der noch tagtäglich schwere Opfer fordert und den Ruhm der bri tischen Waffen nicht gerade vergrößert. - - Deutsches Reiche Berlin, 24. October. (Die Deutschen in Ungarn und der.Kampf gegen das Polenthu m.) Die „Köln. Volksztg." nimmt die Verfügung der Pester Unterrichts commission über die Absetzung des obligatorischen deutschen Sprachunterrichts vom Lehrplane der städtischen Volksschulen zum Anlaß, den nationalgesinntcn deutschen Kreisen, — oder, wie das rheinische Blatt sich ausdrückt, den schwarz-weiß-rothen Jingos —, den Vorwurf zu machen, daß sic an der Bedrückung der Stammesgenossen in Ungarn selbst Schuld trügen. Zum Zeugniß dessen beruft sie sich auf die magyarische Presse, die erklärt habe, Deutschland habe kein Recht auf Berücksichtigung seiner V o l k s s p l i t t e r im Auslande, wenn es gegen die eigenen sprach lichen Minderheiten so rücksichtslos vorgehe. „Es ist bedauerlich", so ruft pathetisch das Polenblatt am Rhein aus, „daß wir nicht in der Lage sind, diese ausländischen An griffe zurückweisen zu können. Oft genug ist gewarnt worden, aber die Haiatisicn wollten sich nicht belehren lassen." Die Logik des rheinischen Blattes läuft also darauf hinaus, daß die Ungarn erklärten: „Haust Du meinen Polen, hau' ich Deinen Deutschen." Aus diesem Satze aber ergiebt sich schon der erste Grund, weshalb die Logik des polenfreundlichen Organs eine völlig verkehrte ist. Denn der in Deutschland angeblich unter drückte Pole ist für den Magyaren gar nicht „mein Pole". Der Ungar ist als Abkömmling der finnisch-tartarischen Rasse mit den Polen auch nicht im Entferntesten rasse verwandt, während der Deutsche im Reiche der Stammes bruder des Deutschen in Ungarn ist. Während also der Ungar nicht die mindeste Veranlassung hat, sich darum zu bekümmern, wie die Polen in Deutschland behandelt werden, hat der Deutsche im Reiche ein sehr gutes Recht, die Unterdrückung des Deutsch- thums in Ungarn mit bitteren Empfindungen zu betrachten. Es ist also vollkommen verkehrt, die ungarischen Magyarisirungs- bestrebungen gewissermaßen als eine Revanche für die den Polen in Deutschland zutheil werdende Behandlung anzusehen. Die Ungarn haben lustig darauf los magyarisirt, als in der Aera Caprivi die Polen mit Sammethandschuhen ungefaßt wurden, ja, sie haben schon vor Jahrzehnten, als man in Deutschland noch ganz kosmopolitisch dachte, den „Schwob" zu unterdrücken, bezw. zu magyarisiren versucht. Im Uebrigen aber ist ein sehr wesentlicher Unterschied zwischen der inneren Berechti gung der Magyarisirungsversuchc in Ungarn und der Germa- nisirungsbestrebungen in Deutschland vorhanden. Es seien nur einige Unterschiedsmerkmale angeführt: Der Deutsche in Ungarn hat einen wesentlichen Antheil an der kulturellen Ent- Wickelung des Landes, während von der Culturthätigkeit der Polen in der Ostmark wohl selbst die „Köln. Volksztg." nicht viel wird erzählen können. Die Deutschen bilden innerhalb des deutschen Reiches mehr als neun Zehntel der Be völkerung und haben, wenn man so sagen darf, schon Kraft des Gesetzes der Schwere das Recht, zu verlangen, daß die kleine Minderheit sich ihnen assimilre, während die Ma gyaren nur rund 8 Millionen von den 19 Millionen der Be völkerung Ungarns ausmachen, so daß sie gegenüber der Ge- sammtheit der übrigen Rassen im eigenen Lande nur eine Minderheit d a r st e l l e n; unter diesen nichtmagyarischen Rassen ist wiederum die deutsche mit mehr als 13 Proc. der ungarischen Gcsammtbevölkerung die wichtigste, während die Polen kaum 5 Procent der Gcsammtbevölkerung Deutschlands ausmachen; Deutschland steht für sich allein, Ungarn aber steht unter der Regierung eines Königs aus deutschem Geschlecht und befindet sich in der Union mit einem Staate, in dem die deutsche Bevölkerung mit mehr als 8 Millionen den größten Komplex der zahlreichen Rassen in Oesterreich ausmacht. Zum Schlüsse aber die Hauptsache: noch niemals ist es einem Deutschen in Ungarn eingefallen, auch nur einen Qua dratkilometer des Landes von dem unga rischen Staate losreißenzu wollen, während noch vor wenigen Wochen ein polnisches Blatt wieder einmal offen er klärt hat, daß die Polen die Losreißung der Ostmark von Deutschland anstreben. In Deutschland ist also die Germanisirung ein Gebot der Staatsraison, in Ungarn ist die Magyarisirung ein chauvi nistischer Sport. * Berlin, 24. October. Ern st von Wildenbruch, der seit geraumer Zeit der RechtSabtheilung des Auswärtigen Amts als ständiger Hilfsarbeiter angehört«, hat sich genöthigt gesehen, mit Rücksicht auf seine in jüngster Zeit leider schwankende Ge sundheit seine Entlassung aus dem Amte nachzu suchen. Bei der Genehmigung dieses Gesuches ist ihm, wie be kannt gegeben, der Kroncnorden -weiter Classe verliehen worden. Graf Bülow nahm Veranlassung, dem Dichter seine besondere Anerkennung in einem Schreiben auszusprechen, in dem er ihm be zeugt, daß er eine „Zierde des Auswärtigen Amts" gewesen sei. Wildenbruch hatte auch als Beamter den Muth seiner Meinung, das zeigte er bei zahlreichen Gelegenheiten, bei spielsweise als es hieß, das Hoftheater in Hannover sollte auf gelöst werden, als es galt, die Umsturzvorlage und die lex Heinze zu bekämpfen, und noch in den jüngsten Tagen durch einen Auf satz Uber die Theatercensur. In seinen Mern fließt, wie er selbst gelegentlich hervorhebt, H o he nz o l le r n b l u t. Sein Vater wa-r der Sohn des Prinzen Ludwig Ferdinand von Preußen und der Henriette Fromm und wurde am 4. April 1810, sieben Jahre alt, von Friedrich Wilhelm HI. unter dem Namen v. Witvenbruch geadelt; er hat sich als General und Diplomat, zuletzt als Gesandter in Konstantinopel einen angesehenen Namen gemacht. Ernst v. Wildenbruch, der Sohn, ist ebenfalls Officier, ebenfalls Diplomat, aber der Schwerpunkt seiner Thätigkeit lag immer artf dem Gebiete der Kunst. Augenblicklich weilt der Dichter in Italien. Geboren ist Ernst v. Wildenbruch am 3. Februar 1845 zu Beirut in Syrien, wo sein Vater damals Konsul war. 1857 nach Deutschland iibergefiedelt, besuchte er die Gymnasien zu Halle und Berlin und kam dann in das Kadettencorps, aus dem er 1863 als Officier in die Armee übertrat. Doch nahm er schon 1865 seinen Abschied, machte ober die Kriege von 1866 und 1870 mit. Von 1867 bis 1870 fiudirte er in Berlin die Rechte, wurde Referendar am ApellationSgericht in Frankfurt a. O-, 1876 Assessor und im folgenden Jahre Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt. Im Jahre 1888 wurde er Legationsrath, 1897 Geheinter Legationsrath mit dem Range eines Rathes dritter klaffe. Die philosophische Facultät der Universität Jena machte ihn im Jahre I88S zu ihrem Ehren doktor. * Berlin, 24. October. Heber die Bewegung der größeren Einkommen in Preußen von 1892 bis 1899 sind der „Statist. Corresp." folgend« Angaben zu entnehmen: Die Zahl der physischen Personen mit einem Einkommen von mehr als 3000 ist im Berhältniß zur Gesammtbevölkcrung in den Städten von 2,01 auf 2,16 Procrnt und auf dem Lande von 0,44 auf 0,47 Procent gestiegen. Zerlegt man diese größeren Ein kommen in drei Gruppen bis zu 9500 ost, von 9500 bis 100 000 und über 100 000 so zeigt sich, daß alle drei Gruppen von 1892—1895 gesunken, dann aber gestiegen sind, wobei di« Ver mehrung bei den größten Einkommen „Zwar wohl stark, aber nicht besonders ausfällig" war. In der Gruppe von 3000 bis 9500 Mark Einkommen betrug der Satz in Hunwertthcilen der Be völkerung in den Städten im Jahre 1892 1,61, i. I. 1895 1,60 unld 1899 1,73, «ruf dem Lande 0,38, 0,37 und 0,41. Im ganzen Ktzwtt ist der Proomtsatz in den sieben Jahren 0,87 auf 0,97 gestiegen. Bei den Einkommen von mehr als 9500 bis 100 000 Mark betrug in den Städten der Satz im Jahr« 1892 0,39, im Jahre 1895 0.37 und im Jahre, 1899 0,41, auf dem Lande 0,05, 0,05 und 0,06. Im ganzen Staat betrug der Procentsatz 1892 und 1895 0,18, 1899 dagegen 0^1. Bei den Einkommen mit über 100 000 -4k ergifbt der Vergleich mit Hunderttheilen der lAevöllerung keine Aendcrung, da di« absoluten Zahlen zu gering ind. Auf 1 Million Einwohner kamen im Jahr« 1892 55,46, im Jahre 1895 nur noch 51,63, dagegen 1899 70,83 solche sehr große Einkommen. Einkommen von mehr als 500 000 waren im Jahre 1892 103, 1895 97 uns 1899 148 vorhanden. Davon betrugen mehr als ein« Million Mark im Jahre 1892 31, im Jahre 1895 25, im Jahre 1899 49- Die Anzahl dieser größten Einkommen ist also, wie das bei dem wirthschaft- lichen Aufschwung« der letzten Jahre nicht anders zu erwarten war, beträchtlich gewachsen. (-) Berlin, 24. October. (Telegramm.) Die „Nord deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt: Der Reichskanzler und Ministerpräsident Graf v. Bülow hat in der gestern unter einem Vorsitze abgehaltenen Sitzung des StaatSminifteriumS nach warme» Worten der Anerkennung für den Fürsten zu Hohenlohe - Schillingsfürst in einer ängeren Ansprache auf die Rothwendigkeit einer einheitlichen und geschloffenen Regierung hingewiesen als einer un erläßlichen Vorbedingung für diejenige Stetig keit und Zielbewußtheit in der inneren Politik, die das Land verlange und brauche. D Berlin, 24. Octobcr. (Telegramm.) Der Neichs- änzler Graf v. Bülow stattete beute Morgen dem hier wieder eingetroffenen Fürsten zu Hohenlohe einen längeren Besuch ab. (-) Berlin, 24. October. (Telegramm.) Der „Reichs anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisberigen Unter- taatSsekretärS Frhrn. v. Richthofen zum Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. L. Berlin, 24. October. (Privattelegramm.) Die dereitS im Auszuge telegrapbisch mitgetbeilte Auslassung der „Nat.-Ztg." über das von der „Leipz. Volksztg." veröffent lichte Schreiben des Herrn Bucck lautet wörtlich: Das von focialdrmokratijcher Seite veröffentlichte Schreiben deS Herrn Bueck ist, wie wir bereits andeuteten, echt und der darin erwähnte Vorgang läßt sich nicht in Abrede stellen. Er ist, wie wir erfahren, bereits gestern im Staatsministerium zur Sprache gekommen. Näheres über den Zweck der finanziellen Inanspruchnahme des Centralverbandes deutscher Industrieller durch das Reichsaint des Innern ist uns nicht bekannt; aber es unterliegt keinem Zweifel, daß Graf Posadowsky persön lich die Verantwortlichkeit dafür zu tragen hat. Es ist unbegreiflich, daß ein Beamter in der Stellung deS Staats sekretärs des Innern für zulässig halten konnte, für irgend einen agitatorischen Zweck der Regierung von einem privaten Inter- essentenverein Geld zu verlangen, vollends in einer Angelegen, heit, in der dieser Verein so sehr Partei war, wie bei dem Versuche gesetzgeberischen Vorgehens gegen Ausschreitungen bei Streiks; dadurch mußte doch geradezu der Anschein einer Abhängigkeit der Regierung von den Großindustriellen in derartigen Fragen hervorgerufen werden. Es ist lache» lich, wenn der „Vorwärts" von einem „Panama" spricht: die persönliche Ehrenhaftigkeit deS Grafen Posadowsky ist über jeden Verdacht erhaben. Was vorliegt, ist ein im ve» meintlichen öffentlichen Interesse begangener Mißgriff unver zeihlicher Art. Wenn dadurch rascher, als rS erwartet wurde, ein Personenwechsel an der Stütze eines wichtigen Reichsamtes herbeigesührt wird, so dürfte dies für den neuen Kanzler im jetzigen Augenblicke eine ernste Unbequemlichkeit sein, die man gern vermeiden würde; aber sie wird sich wohl kaum ver meiden lassen." — Am vergangenen Sonntage starb in Berlin der am 1. April 1895 in den Ruhestand versetzte Reichsgerichtsrath I-r. Alexander Achilles. Der Verewigte wurde am 6. August 1833 zu Werben, Kreis Osterburg, geboren, nach vollendetem Studium im Mai 1856 bei dem Kreisgericht in Erfurt als Auscultator eidlich verpflichtet, im März 1858 zum Appellationsgerichts-Referendarius und im September 1861 zum Gerichtsassessor ernannt. Nachdem er längere Zett al- Hilssrichter beschäftigt gewesen, wurde er vom 1. März 1867 ab bei dem Stadtgericht in Berlin als Stadt richter angestellt, nach vorangegangener Ernennung zum Stadt- gerichtsrath am 24. Oktober 1874 der in Berlin zusammrngetretenen Commission zur Ausarbeitung des Entwurfs eine- Deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches als Hilfsarbeiter überwiesen und unter Belassung in dieser Beschäftigung 1879 zum Landgcrichtsrath in Berlin und 1882 zum Oberlandesgerichtsrath in Celle ernannt. Während der Fortdauer der Beschäftigung an den Beratbungen der Commission für die zweite Lesung des Entwurfs als Commissar der Reichs-Justizverwaltung erfolgte am 1. Oktober 1891 seine Be- förderung zum Reichsgerichtsrath. Bei seinem Ausscheiden wurde ihm vom Kaiser der königl. Kronen-Orden zweiter Classe verliehen. * Göttingen, 23. Oktober. Der deutsche Gymnasial» Derein hat kürzlich au alle Gymnasien ein Rundschreiben erlassen, in dem er u. A. Folgendes ausführt: „Um die Angriffe abzuwehren, denen das humanistische Gymnasium in jüngster Zeit wieder ausgesetzt ist, und die staatlich berufenen Hüter der ererbten und bewährten nationalen Erziehung in der Arbeit wie im Kampfe für deren Erhaltung zu unterstützen, richten wir an alle Freunde der klassischen Sprachen und der auf sie gegründeten Geistesbildung die Bitte, sich durch Unterschrift öffentlich unserer Erklärung an zuschließen." Diese Erklärung, die auf der diesen Sommer ni Braunschweig abgebaltcnen Versammlung deö deutschen Gymnasial-Berein» gefaßt ist, hat folgenden Wortlaut: 1) Der deutsche Gymnasial-Berein erklärt sich gegen di« Ve» allgrmeinerung deS Lehrplans des sogenannten Reformgymnasiums und gegen die Einführung des gemeinsamen lateinlosen Unterbaues für die neunclassigrn höheren Schulen, wünscht vielmehr, daß das Gymnasium in feiner Eigenart von unten bis oben erhalten bleibe, insbesondere auch, daß das Zeitmaß und der Lehrplan deS griechischen Unterricht- als eines Pflichtfaches nicht geändert werde. 2) DaS Gymnasium hat nicht daS Recht, sondern die Pflicht, für die akademijchen Studien die allgemeine Vorbildung zu geben, und ist mit Rücksicht auf diesen Zielpunkt organisirt. Sollte diese Ausgabe der Lberrealschule und dem Realgymnasium bei der jetzigen Organisation dieser Anstalten gleichfalls übertragen werden, so ist vom Standpunkte d«S Gymnasial-Verein- gegen die Ein räumung der eMsprechenden Rechte kein Einspruch zu erheben. An der Ueberzeugung des Verein» von der besonderen Mission des Gymnasiums und specirll des griechischen Unterrichts für da nationale Bildungsleben wird dadurch nicht» geändert. (-) Essen, 24. Oktober. (Telegramm.) Die Prinzen Adalbert und Eitel Friedrich sind heute Vormittag kurz vor 14 Uhr hier eingetroffen. (7) Cassel, 24. Oktober. (Telegramm.) Bei der Reich« tagS-Stickwahl im Wahlkreise Hofgeismar- WolfShaaen-Rinteln haben nach den bisherigen Fest stellungen LippoldeS (cons.) 3262 und Vogel (Antisemit) 4817 Stimmen erhalten. (-) Hamburg v. d. H, 24. Oktober. (Telegramm.) Der Kaiser körte gestern Abend hier den Vortrag de« Wirk!. Geheimen Raths vr. von Lucanu«. Zur Abendtafel waren der Intendant von Hülsen und Banraty Jacoby geladen. (Fortsetzung in der 1. Beilage.) )ie Unannehmlichkeiten, welche Hautstörungen, wie Pusteln, Haut- röthe, Schuppen, Sommersprossen, aufgesprungene .Haut und viele andere, besonders de» Damen bereiten? Wie leicht sind diese Störungen zu vermeiden, wenn mau sich des hierzu am besten ge eigneten Mittel», der Pat. Myrrholin-Seise, bedient. Alle Haut leidende sollten nicht säumen, Vie von einer großen Anzahl hervor ragender Professoren und Aerzie erprobten Pat. Myrrdvlin-Seife i» täglichen Gebrauch zu nehmen. Die unübertroffenen antiseptischen, conservirendru und heilenden Eigenschaften de» MyrrholinS be rechtigen dazu, der Pat. Myrrholin-Seise unter den hygienische» Toileticseisen den ersten Platz cinzuräunirn. Ein Versuch wird da alles benötigen, llcberall, auch in den Apotheken, erdälttich. Wer erkältet ist. 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Bekanntlich wird diese weitverbreitetste und tückischeste aller Krankheiten durch den von Professor Koch entdeckten Tuberkel bazillus hrrvorgerufen, dessen Einbringen besonders bei solchen Individuen zu fürchten ist, die zu Erkältungen neigen und häufig von Erkrankungen der Alhmuugsorgane heimgesucht werden. Hier heißt es den Hebel anzusetzen, um schwererem, unheilbarem Siech- thum vorzubeugen. Ta es ein wirkliches Mittel gegen Tuberkulose bisher nicht gab, so war man gezwungen, zu den von der Natur elbst gelieferten einfachen, aber äußerst wirksamen Heilstoffen zurück zugreifen, und unter diesen verdient der russische Knöterich unein geschränktes Lob. Eine Abkochung desselben ist das beste Bo» beugunqsmiitcl gegen die Lungenschwindsucht, weil sie die Krankheiten der Luftwege, die Vorboten dieser mörderischen Seuche, schon häufig nach kurzem Gebrauch beseitigt. Tie ärztliche Wissenschaft huldigt heute mit Recht der Krankheitverhütungstheorie und deshalb möge ein Jeder, der von Luftröhren- (Bronchial-) Katarrh, Lungenspitzen- Affectionen, Kehlkopsleiden, Asthma, Athemnoih, Brustbeklemmungen, Bluthusten, Heiserkeit und Husten rc. belästigt wird, von Herrn Ernst Weidemann, Liebenburg a. H., eine Broschüre ve» langen, in welcher dieser eine eingehende Beschreibung deS Gebrauchs und der Wirksamkeit des russischen Knölerichthee liefert. Dieselbe wird gratis und franco versandt und kann aufs Wärmste em pfohlen werden. Um den Patienten den Bezug dieser Pflanzen in wirklich echter Form zu ermöglichen, versendet Herr Ernst Weidemann den Knö- terich-Thee in Palleten ct 1 Jedes Packet trägt eine Schutz marke mit dem Buchstaben R. IV., so daß sich Jeder vor werthlosen Nachahmungen schützen kann und wolle man jedes Packet ohne den Namen L. VVoickemann zurückmeisen. Um im Publikum Vertrauen zu erwecken, haben sich auch Nachahmer gefunden, welche die Weide- mann'sche Broschüre theilweste abgedruckt habens!) und damit ihren angeblich russisch:» Knöterich in den Handel bringen wollen. Depot -ei I-. Uitlilk, Dresdner Straffe 4. vUliselie KliiMeit I , xliU»r«o<te Lrlolxe erriete. 2u lieben in ^potbeiren u. Oroxerien. Lauer L Oi«., Lettin 80. 1K. I. ü. 8Mr KLuixl. AotmLdeltadttk LH88tvUMKSdLll8 mIIMilWei' MittliigzelniMtungen Orimmaiseke 8lr. 10. „Itsll-Sclisll-Eeill" ^.nslcnnttel I^ökrspl. 1 (Rorkel's Restaurant) besorgt uett I8SV Llrmittelunx iu jecker^rt Vorkommu. ob In- ock. .4uslanck; ebenso: Aetmlictt ilu-lcM u. Oescbäktsverkältnisss (Ilitjsikt, Vel-Aanxenb., Ruf, Tüebtißkeit, Odaraicter, Kauf, Letkeilixuox). Rink. Oreckitnusk. 2 Telexr. oä. Lilausk. kost, ckopp. kreis u. vepescksu. Xbonnem. dillilrer. äckressen u. ^xeoteobesclinkfunx, luterveniren etc. ^uskUkrlicks krospecte gratis. Lunckenrefereuren aut tust aUe8tLäte ru.IeäermanusRinsickt. 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AuSkunftSftelle der königlich sächsischen Staatseisenbahnen in Leipzig (Grimmaischr Straße 2) und die Auskunstsstelle der königlich preuhischen TtaatSeisenbahn- verwaltung (Brühl 75 u. 77, Creditaustalt, pari, im Laden), beide geöffnet an Wochent. v. 8 Ubr Bonn, ununterbrochen bis 6 Uhr Nachm., Sonn- u Festtags 10^,—12 Uhr Borm., geben unent- zeitlich Auskunft a. im Personenverkehr über Ankunft und Abgang der Züge, Zuganschlüsse, Reiserouten, Billetpreise, Reise- erleichterungen, Fahrpreisermäßigungen rc.; d. im Güterverkehr über allgemeine Transportbedingungen, Frachtsätze, Kartirungen rc. Fundbnrean dcrkönigl.sächs.StaatSeisenbahncn (LinienLeipzig- Hok, Leipzig-Chemnitz u. Leipzig-Meuselwitz) Bayer. Platz 2, park. (Bayer. Bahnh., Abgangsieiie, 1. Geb.) in d. kgl.Vahnhoss-Jnspection. AuSkunftSftelle für See-SchifffahrtS- nnd Reise-Verkehr. Relief-Weltkarte der Hamburger Rtzedereien: F. W. Graupenstei», Blücherpl. 1. UnentgeltlicheAuskunstserth.: Wochent.9-12u.3-6U. Hanpt-Melde-Amt des VczirkS-CommandoS Leipzig» Ricolai- kirchhof 2, I. Stock, Zimmer 1. Meldest.: Wochentags 9—1, Sonntags 11—12. An Len hohen Festtagen, sowie au den Geburts- tagen des Kaisers und Königs bleibt das Hauptmeldeamt geschlossen. Die städtische Tesinfeettons-Auftalt, Gustav Adolph-StraßeNr.2, übernimmt die Tesinfeclion von Pferde- und Rinderhaaren, Schweinsborsten und Schwrinswoile gemäß der vom Bnndesrathe am 28. Jan. 1899 erlassenen Verordnung. Patent-, Gebrauchsmuster-uMarken-AnskunftSftclle.Brühl3 (Tuchhalle), I. Exped. Wochentags 10—12, 4—6. Frrnspr. 682. OeffentUche Bibliotheken: Universitäts-Bibliothek. Die Bibliothek ist an allen Wochen- tagen geöffnet: Früh v. 9—1 u. (mit Ausnahme deS Sonn abends) Nachm. v. 3—5. Der Lesesaal ist geöffnet: Früh v. 9—1 u. (mit Ausnahme d. Sonnabends) Nachm. v. 3—6. Die Bücher-Ausqabe u. -Annahme erfolgt täglich früh v. 11—1 u. (mit Ausnahme des Sonnabends) Nachm. v. 3—5 Uhr. Stadtbibliothek. Der Lesesaal ist geöfs. tägl.10—I, außerd. Dienstags u. Freitag- 3—6, Mittwochs u. Sonnabends 4—8; die Bücherausgabe Miltw. u. Sonnab. 4—7, an d. übr.Tag. 11—l. Bibliothek der Handelskammer (Neue Börse, Tr. ö, I.): Bücherausgabe u. Benutzung des Lesesaals v. 9—12 u. 3—7 U. Vorlegung der Patentschriften v. 9—12 u. 3—7 U. ebenda. VolkSbibliothek II. (Schillerst!. 9, p.) 7V«—9'/« Uhr Abends. Pädagogische CentralbibUothek(ComeliiuSstiftung),Kramrrstr.4,I, geössn. Mittw. u. Sonnab. v. 24'/,. Lesehalle v. 2'/,—8 U. geöfsn. Musikbibliothek Peters (Königsstr. 26) ist an allen Wochen tagen von 11—1 und 3—7 Uhr geöffnet. Bücher, Mnsikalten und Musikzeitungen können im Lesezimmer unentgeltlich studirt resp. geleirn werden. VolkSbibliothek de» GewerbcvereinS L.-Eutritzsch. Geöffnet jeden Mittwoch von '/„9 Uhr Abends an im Rathhaus zu L -Eutritzsch. „Bolksbureau". Auskunflsstellef.Arbeiterversicherungs-,Gewerbe-u. ähnI.Sachen Elsterstr.14, p.l. Geschäfts-. L*/z—7'/2. Sonnt.11—l Uhr. Städtisches Museum der bildenden Künste und Leipziger Knnstverei» (am Augustusplatz) geöffnet an Sonn- und Feier tagen '/,11—3 Uhr, Montags 12—4 Uhr, an den übrigen Wochen- tagen 10—4 Uhr. Eintritt in daS Museum Sonntags, Mittwochs und Freitags frei, Montags 1 Mk., Dien-tagS, Donnerstags, Sonnabends 50 Pfg., an den Meßsonntagen 25 Pfg. Der Ein tritt in den Kunstverein beträgt sür Nichtmitglieder 50 Psg. Grassi-Mnseum. Museum sür Völkerkunde geöffnet an Sonn. ».Feiertagen v. 10'/,—3 Uhr, an den übrigen Tagen v. 10—3Uhr. Montagsgeschlossen. Eintr.SonntagS,MittioochS,Freitags frei, Dienstags,Donnerstags, Sonnabends 50anMeßwnntagrn 25^. Grassi-Museum. Kunstgewerbe-Muscum geöffnet wochentäglich (ausgenommen Montag-) von 10—3 Uhr, an Sonn- und Feier- tagen von 10'/,—3 Uhr. Eintritt Dienstag», Donnerstags und Sonnabends 50 sonst frei, an Meßsonntagen 25 /H. Biblio thek wochentäglich auch von 7—9 Uhr Abend- und unentgeltlich. Da» Anlikenmuseum der Universität ist, mit Ausnahme d. Uni- versitätsserien, jed. Sonntag v. 11—1 Uhr v. Publicum unentgeltlich geössn. Zugang v. d. Universitätsstr., Albertinum, Erdgeschoß rechts. Sammlungen de» Vereins sür die Geschichte Leipzigs JohanniSplatz 8, II. (Altes JohanniShoSpital). Geöffnet: Sonntags u. Mittwochs von 11—'/,1 Uhr. Eintritt 30 /H. Kinder 10 Museum von Kriegserinnerungen de» Verbandes deutscher Kriegs- Veteranen i. „Tivoli",Zeitz.Sir.32. Geössn. alle Wochent. v. 8-1 u.3-6. Hiftor.Mnseum ».Völkerschlacht n. It.Rapoleon» l.(8000Num.) Im Gasthaus Napoleonstrin, einzig dastehend. Tägl. von früh geössn. Iost'S Ausstellung, Stötteritz, am Bahnhof. Reichhaltige histo- risch interessante Seltenheiten auS der Zeit Napoleon'» I. und der Leipziger Völkerschlacht, in 9 Räumen zu be sichtigen. — Täglich geöffnet. — Katalog daselbst. — Halte stelle der Rothen elektrischen Straßenbahn vor dem Hause. Monarchenbügel bei MeuSdorf. Prächtige Aussicht auf die Schlacht- selderv.1813. Juterrss.Samml.von Erinnerungen and.Völkerschlacht. RcncS Theater. Besichtigung desselben Nachmittag- von 2—4 Uhr. Zu melden beim Theatrr-Inspector. RcneS Gewandhaus. Täglich von früh 9 Uhr bis Nachmittags 3 Uhr geöffnet. Eintrittskarten 4 1 pr. Person (für Vereine und auswärtige Gesellschaften bei Entnahm« von wrnigstrns 20 BilletS '/, .^l pr. Person) sind am Westpottal zn lösen. Del Veechio'S Ausstellung für Kunst aller Art und Seit, Markgrasenstr., Im Dodel'schen Hause, neb. d. Leipzig. Bank. Geössn.: Wochentag» 9—7, Abds. elrktr.Beleucht., Sonn-«.Feiertag-11—2 U. Gemälde-Au-stelung Mttteutzwetz-Windsch, Grimm. Str. 25, Aufgang Ritterstr. 1—3, I., täglich von Borm. 9—7 Uhr Abend«, Sonn- und Feiertag- von Bonn. 11—3 Uhr Nachmitt, geöffnet. Deutscher Vnchgrwerbeveretn. Ständige buchgewerbliche Aus stellung mit Mascknnenmarkt, Deutsche» Buchgewerbemoseum. Wochentäglich von 9—6 Uhr, Sonntag« von 11—6 Uhr geöffnet. Da- Lesezimmer des Buchgrwrrbemusrums an Wochentagen (mit Ausnahme von Montag) von 11—3 Uhr und Abend« von 7 bis 10 Ubr, sowie Sonntags von 11—L Uhr geöffnet. Eintritt frei. Reue Börse. Besichtigung Wochentag» 9—4 Uhr, Sonntags '/,>1—1 Uhr. Eintrittskarten zu 50 beim Hausmeister. Deutscher Flottenveretn. Anmeldung zur Mitgliedschaft bei der „Credit- L Sparbank", Schillerstr. 6. (Mindest-JahreSbeitrag 50 ^). Gtschästsstellt des Deutsche» Patrioten-vundeS zur Errichtung eines VölkerschlachtdenttualS bei Leipzig: RatbhanSttag 11, pt.l. Zahlstelle und Entnahm« von Mitglirdskarteoheften.
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