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02-Abendausgabe Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 17.11.1900
- Titel
- 02-Abendausgabe
- Erscheinungsdatum
- 1900-11-17
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id453042023-19001117024
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id453042023-1900111702
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-453042023-1900111702
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Leipziger Tageblatt und Anzeiger
-
Jahr
1900
-
Monat
1900-11
- Tag 1900-11-17
-
Monat
1900-11
-
Jahr
1900
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VolkswirihschaMcher Thei! des Leipziger Tageblattes. m» für diese« Thril bestimmte» keuduizev imü zu richte» au desse» verautwvrlliche» Rchatteur L G. L»ue t» Lei-ztg. — S»rechj»1t: ll»r »»» 10—u Uhr B»rm. «ld vo» 4—L Uhr Rach» Vermischtes. * Lechtig, 17- November. Dem Nedenzollamte I zu Schönaist die Befugnis; zur Erledigung von Begleitscheinen I «bar unter Eijeltbahnwagenvecschluß eingehendes Getreide beigelegr worden. *— Abfertigung von Milch sendungen auf den sächsischen Staatseisenbahnen. Born 1. Ja nuar 1901 ab werden die Bestimmungen für Milchsendungen in Punct 6 dahin geändert, daß an Stelle der Milchbücher ein zelne, für einen Monat bestimmte Begleitbogen treten, die in Mappen «inzulcgen sind. Für jeden Absender und Empfänger und rür jede Zugsocrbiudung ist eine Mappe zu beschaffen. Die Mappen l>al>en die Absender zum Preise von 30 »Z für duS Stück von der Sraatseisenbalm-Berwalrung zu beziehen. Nähere Auskunft eriheilen auf Verlangen die betheiligten Dienststellen. ).< Aus Sem Voa"a i»-'. 17 November. Die zwar wieder holt abgeleugnete, aber thatsächlich vorhandene erhebliche Preis steigerung der Braun- und Steinkohlen, wie auch des Brenn holzes hat Anlaß gegeben, sich nach Surrogaten für Heizzwecke umzusehen. In denjenigen Gegenden, welche Moorboden besitzen, ist man darauf gekommen, das Torfmoor in Ziegel zu formen, diese zu trocknen und damit zu beizen. Im oberen Bogtlaude, zwischen Bad Elster und Brambach, ist der Moorboden vorherrschend und seine Gewinnung zu Brenn zwecken mübelo? und billig. Da die Trocknung der Torferde lange Zeit in Anspruch nimmt, so haben sich neuerdings Gr- noüensmaften gebildet, welche TorfbriketS mit Zuhilfenahme Heiner Luft pressen lauen. Der schwarze speckige Torr eignet sich, wie eingehend: Versuche ergeben haben, vorzüglich zur Briketiruna, und die bereits hergestcllten Brikets sichen jenen auS Braunkohlen an Hitzeentwickelung und im Aussehen nicht nach. Dagegen dürften die Hausfrauen die TorfbriketS vor- zielien, da bei dieser Feuerung die Flamme gleichmäßiger als bei den Braunkohlenbrikets sein soll und Töpfe und Pfannen nicht verrußen. Interessant gestaltet sich die Fabrikation der Torfbrikers. Von dem Grundsatz ausgehend, daß kür die Bci- tetiruna d'e Vraunkoblenitauboerarbcitung die Lehrmeisterin de. Torrbriletage in. entsprechen die zur letzteren benörhigtcn Maschinen den bisher gebräuchlichen- bedeutend billiger stellt sich aber bei der Herstellung der TorfbriketS die Gewinnung des Rohmaterials. Der Torf wird auf dem Moorboden herauS- geirochen, von den Arbeitern in Elevatoren geworfen und mecha nisch in große Haufen gesetzt. Ein mehrmaliges Umsetzen der letzteren bringt dann das Maierra! auf den zur Verarbeitung nöib gen niedrigen Wassergehalt. Bevor die Formung der Brikets möglich ist. macht 'ich eine Entfaserung der Moorerde nöthig. Die TorfbriketS haben ein hohes specifrsches Gewicht und dementsprechenden Heizwerth. — Ein beliebtes und echt vogt-ländisches Hcizmirtel ist derLohkuchen, welcher auS der benutzten Gerbcrlohe «gemahlener Fichtenrinde) gewonnen wird. Die klare Lohe wird mit Wasser zu einem Brei verrührt, die>er in Formen gestrichen und die qnadratförmigen Ziegel zw-üben Brettergerüsten an der Luft getrocknet. Der Lebkuchen ist billig und giebt eine angenehme Wärme fast ohne Nauchent- wickelung. N. Mutzschen. 17. November. Bei der hiesigen Spar rasse wird mit Rücksicht auf die fortdauernden Kündigungen von Einlagen der Zinsfuß für Spareinlagen vom 1. Ja nuar 1901 ab, vorausgesetzt, daß die Aufsichtsbehörde ihre Ge nehmigung dazu ertheilt, auf Proc. erhöht werden. * Berti», 16. November. DaS „B. T." veröffentlicht eine ausführliche Druckschrift des Handelsministers an daS Aeltesten-Collegium der Berliner Kaufmannschaft, in der die Gründe für die Errichtung einer Handelskammer zu sammengefaßt und gleichzeitig Vorschläge für den Wahl modus der neu zu errichtenden Handelskammer gemacht werden. " Berlin, 16. November. Die Centrate für Spiri- tusverwertbung hat den Abschl-agspreis für Noh- spiritus für ihre Brenner für die ganze Brennzeit unverändert auf 39 belassen. Der SpritvcrkaufSpreis bleibt vorläufig wie bisher 50 <K. — Die Berlin-Wilmcrsdorfcr Terrain-Gesellschaft in Liq. bringt- vom 19. No vember ab eine achte Rückzahlung von 5 Proc. gleich 50 auf die Actie zur Ausschüttung. "— Consulate. Der Kaiser hat im Namen des Reichs den Kaufmann Oscar Du sendschön znm Consul in Mankos (Brasilien) ernannt. — Dem kaiserlichen Consul Grafen von Hardenberg in Zanzibar ist auf Grund des 8 1 des Gesetzes vom 4. Mal 1870 in Verbindung mit 8 85 des Gesetzes vom 6. Februar 1875 für seinen Amtsbezirk die Ermächtigung ertheilt worden, bürgerlich giltiqe Ehe schließungen von Reichsangehöriaen und Schutzgenossen, mit Einschluß der unter deutschem Schutze lebenden Schweizer, vor- Hunehmen und die Geburten, Heirathen und Sterbefülle von solchen zu beurkunden. — Dem Vice- und Deputy-Consul der Vereinigten Staaten von Amerika Charles Cornwallis Ste ve n s o n in H a n n o v e r ist Namens des Reichs das Exequatur ertheilt worden. 8 Die Getreidezölle und di« deutsche Vieh zucht. Die „Centralstelle für Vorbereitung von Handelsver- rrägen" weift auf di« Wirkung hin, welche die Periode des hohen Getreideschutzzolles vor 1892 auf die Entwickelung der deutschen Viehzucht gehabt hat. In den Jahren 1880 bis 1886 halten »ch Ein- und Ausfuhr von lebendem Vieh ungefähr die Waage. Die Gesammtausfuhr an Vieh beträgt in dieser Periode jährlich durchschnittlich 206 000 Stück, die Ausfuhr 222 000 Stück. In einzelnen Kategorien aber, besonders in Ochsen und Jungvieh, ist eine erhebliche Mehrausfuhr vorhanden. In Ochsen über- sleigt die Ausfuhr die Einfuhr um 41 000 Stücks beim Jungvieh um 131 000 Stück. In der nachfolgenden Periode des 5-^k-Ge- treidezolles von 1887 bis 1891 verändert sich das Bild in auf fallender Weise. Die jährliche Ausfuhr an Vieh Acht auf 80 000 zurück und wird von der Einfuhr um 128 000 Stuck übertroffen. Die Mehraussuhr bei Ochsen und Jungvieh macht einer Mehr einfuhr um 2000 bezw. 28 000 Stück Platz. Nach der durch die Handelsverträge von 1892 und 1894 erfolgten Herabsetzung des Getreidezolles crgicbt sich folgendes Bild, wol^i die Perioden 1892 bis 1894 und 1895 bis 1899 gegenübergestellt werden: Einruhr: Jungvieh 1892—94 83 000 (gegen 1895—99 63 000), Ochsen 58 000 (55 000), Schweine 790 000 (137 000). Kühe 124 000 (77 000). Die Abnahme des Imports von Schweinen dürfte in erster Linie auf die bekannten veterrnärpolizeilichen Maßnahmen zuriickzuführen sein. Bei den anderen Positionen aber läßt die Abnahme der Einfuhr auf einen ursächlichen Zu sammenhang mit der Ermäßigung der Getreidezölle schließen. Getreide wird bekanntermaßen auch als Kraftfutter verwendet; der deutschen Viehzucht, die ihren Bedarf an Futtergetreade zum Theil auS dem Auslande beziehen muß, ist die Zollermäßigung zu Gute gekommen. *— Verbindungen in Nicaragua (Central amerika). Aus Nicaragua meidet ein deutscher Corffular- bericht: „Hauer, in welcliem Artikel ein regelmäßiger Bedarf vorhanden ist, sow-e Waldmesser, billigere Schlösser, Werkzeuge für Schreiner, Schuhmacher u. dergl. werden fast nur von Deutschland bezogen. Einige wenige Sorten von Handwerks zeug besserer Beschaffenheit kommen aus den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien. Namentlich in dem Hauviartikcl „Hauer", welcher früher säst nur von britischen Fabrikanten geliefert wurde, ist das britische Erzeugniß durch das deutsche fast aanz verdrängt worde-n. Galvamsirtrr Stachel- di-cckt findet ziemlich bedeutenden Absatz und kommt zum größten Theil aus Deutschland; einen kleineren Theib liefert New York." — Das „Erportbureau" der Deutschen Er Portbank, Berlin IV., Terfflingerstraste 4, ist in der Lage, geeignete Verbindungen in Nicaragua nachzuweisen. *— Die deutsche überseeische Auswanderung im October 1900 und in dem gleichen Zeitraum des Vor jahres. ES wurden lxfördert deutsche Auswanderer im Monat Oktober 1900 über Bremen 1119 (gegen 1899 944), Hamburg 1297 (1409), deutsche Häfen zusammen 2416 (2353), fremde Häfen, soweit ermittz-lt, 331 (386), überhaupt 2747 (2739). — Aus deutschen Häfen wurden im October 1900 neben den 2416 deutschen Auswanderern noch 8142 Angehörige fremder Staaten befördert; davon gingen über Bremen 5238, über Hamburg 2904. *— Preußisch-hessischeEisenbahn-Gemein» schäft. Bezüglich der Reorganisation der Main-Neckar- Babn will die „Wormser Ztg" von gut unterrichteter Seite erfahren baden, daß die Verhandlunsi-en abgeschlossen sind und di« Verträge demnächst den betheillgten Landtagen zur Ge nehmigung zuaehen werden. Während der preußische und hes sische Antherl vollständig in di« Eisenbahn-Gemeinschaft auf geben solle, werde der badische Antheil von der preußisch- hesi^chrn Eisontzahn-Gemeinschaft gepachtet werden, da nach der Stimmung in Vaden der badisch« Landtag jedenfalls nicht aus einen Verkauf eingehen würde rind ein Anschluß an dir Ge meinschafts-Verwaltung vollständig ausgeschlossen sei- Die Neuorganisation soll am 1. Mai 1901 in Kraft treten. H O. Amtliche Nahrungsmittel-Unter suchungen. Im Monat Ocrober sind in Berlin 282 Proben von Nahrung»- und Genußmitteln einer amtlichen Controlc unterzogen worden. In 50 Fällen erfolgten Beanstan dungen, die nachsreheudc Waarcngatrungen betrafen: Milch, Eier, Butter. Mehl, Prooenceröl, Chocolade, grünen Thee, Roth- und Ilngarntvein, Himbeersaft, Wurst und Schinken, sowie dc- nalurirten Branntwein. Bemerkenswerthe Ergebnisse hat die Unirrsuchuug nicht zu Tage gefordert. Wie zumeist, so wurden auch diesmal besonders Butter und Milch beanstandet. Bezüg lich der Buitcrprobcn ist leider zu constarircu, daß anscheinend sich als ein bedenkliches Vcrfälschungsmittcl der Butter die so genannte Schmelzmärgariue einzuführeu scheint. Zur Zeit ist zwar die Anwendung dieses Versälichungsmittcls noch relativ letten, dach ist seine weitere Verbreitung zu befürchten. Keinen Anlaß zu Beanstandungen gaben die auf Grund der lleber- wachung des Margarinegesetzes conrrolirren, vom Auslande cingefüur-ten Proben von Käse und Buner. 8. O. Die Durchschnittspreise der wichtig- st-e n L e b en s m i t t e l betrugen in der preußischen Monarchie (ausschließlich Trier) im Monat Oktober 1900: für 1000 Kg Weizen 150 (im September 1899 152 -?), Roggen 142 (143), Gerste 146 ckk <145), Hafer 135 (136i, Erbsen zum Kochen 236 -V (233), Speiicbohncn 258 -V (259), Linken 406 (40?), Eßkanoffrln 46,6 (47,2), Nichrsrroh 49,9 ,k/ (46,9), Heu 63 Kt (61,9), Rindfleisch im Großhandel 1079 <V (1078); für 1 -kg Rindfleisch von der Keule im Klein handel 1,88 -V (1,37), vom Bauch 1,18 -V (1,18), Schweine fleisch 1,35 (1,34), Kalbfleisch 1,35 <1,38), Hammelfleisch 1.31 (1,31), inländncher geräucherter Speck 1,54 -L (1,53), Eßburrer 2,41 -V (-2,38), inländisches Schweineschmalz 1,57 (1,56), für 1 Schock Eier 3,96 (3,61).' "— Der „Verein der Spivirusfabrikanten in Deutschland", der „Verwerrhungsverband deutscher Spiritusfabrikanien" und die „Centrale für Sprritusvcrwerthung" haben für die beste, als Tischlampe verwerthbare Spiritusglühlampr und für einen Spirituskocher je ein Preisausschreiben ver anstaltet, für welche Preise bis zu einer Ecscrmmthöhe von 15 000 zur Verfügung stehen. *— Brasilianische Elektricitäts-Gesell schaft in Berlin. Es ergiebt sich pro 1899/1906 ein Rein gewinn von 187 297 von welchem 5 Proc. Dividende auf 2 500 000 eingczahltcs Actisncapital verrheilt und 52 932 «kt aus neue Rechnung vorgctragen werden. Leider sind über das Land vor Kurzem wieder besondere Störungen durch Zahlungs verlegenheiten nationaler Banken hercingebrochen. Wenn auch die Schwierigkeiten durch energische Hilfe der Negierung zum Thei! vermindert wurden, so dürften, wie die Direktion im Ge schäftsbericht bemerkt, die wirthschaftlichcn Verhältnisse des Landes doch immerhin für längere Zeit unter den Nachwirkun gen der Vorgänge zu leiden haben. Sie hofft indessen, daß auch rn diesem Falle ihre Unternehmungen in ihrer weiteren Ent wickelung nickt beeinträchtigt werden. *— Helios, G a S g I ü h l i ch t - A c t i e n - G e s e I l - schäft in Berlin. Gegen mehrere Gründer und andere Mitglieder des ersten Aufsiastsrathcs und Vorstandes ist wegen Vergehens gegen das Actiengesetz durch Beschluß der dritten Strafkammer dcS königl, Landgerichts l das Hauptverfahren eröffnet worden. *— Aktien - Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg. Der aus den 21. Dccember d. I. cinberusenen General-Versammlung wird die Vertheilung einer Dividende von 10 Proc. wie im Vorjahre nach Abschreibung von 451 413,33 Mark (435 382.80 -L im Vorjahre) vorgeschlagen werden. QQ B r u ct d o r f - N i c t l e b e n e r Bergbau-Ver ein. Die Gemeinde Bennstedt im Marisfelder Seckceis leidet seit längerer Zeit unter einer Wassercalamität. Das Lberberg- amt Halle hat nun jetzt anerkannt, daß die Ursache der Calami- tät auf den Bergbau der vorgenannten Gewerkschaft zurückzu führen ist, und bat demzufolge der Gewerkschaft aufgcgeben, binnen vier Monaten der Gemeinde täglich 36 obm gutes, trinkbares Wasser zu liefei-n. Der Orr zählt 1430 Einwohner, es ist also auf den Kopf der Bevölkerung ein Ouantum von täglich 25 I gerechnet. G A c t i e n b r a u e r ei Köthen. Die Gesellschaft hat 1Z99/1900 nach 32 257 Abschreibungen einen Reingewinn von 24 554 erzielt, aus dem 6ll> Proc. Dividende auf die Vorzugs aktien I und die Stamm-Priorilätsactien II, sowie 3 Proc. auf die Stammactien II verihcilr werden. Ter Reservefonds be trägt 17 300 -L. Die Dividende ist sofort zahlbar. * Herzberg. (Harz), 16. November. Hier ist eine starke Schwerspatader gefunden worden, die Ausbeutung des Lagers ist einem Unternehmer gegen einen der Gemeinde ge sicherten Gewinnantheil übergeben worden. ES wird geplant, die Siebenthaler Sagemühle zu einer Schwerspatmüyle um- zubauen. Dio Herzbcrger Forstgcnossenschafr wird gus der fraglichen Grube voraussichtlich einen großen Gewinn erzielen. * Cassel, 16. November. Tie Stadtverordneten-Versamm- lung beschloß die Aufnahme einer neuen Stadtanleihe im Betrage von 16 Mill. Mark Zu einem Zinsfuß von oder 4 Proc. bei einer Amortisation von 1 Proc. * Frankfurt a. M.. 16 November. In der Concurrenz für die Lieferung der Einrichtungen für ein neues großes Elek- tricitätswcrk der Charina Croß and City Electric Com pany, Limited, in London, welches das größte der Welt werden wird, wurde der Zuschlag der hiesigen „Elektricitäts-Gesellschaft Labmeyer" ertheilt. *— Deutsch-Amerikanische Maschinen-Gc- se l l s ch a ft, Fra n kf u r t a. M. In der außerordentlichen titzmeral-Bersammlung wurde beschloßen, den Namen der Ge sellschaft in „Maschinen-Gcsellsck>aft Mocnus, Acticn-Gesell- schaft" abzuändern. Der Vorsitzende berichtete, daß der Ge schäftsgang im laufenden Jahre bis jetzt ein normaler sei, daß der Umsatz bisher dem vorjährigen gleichkommc und daß sich eine Verschlechterung der Conjlinctur nicht bemerkbar mache. *— Köln-Müsener Bergwerks-Actienver- ei n. Die General-Versammlung genehmigte den Rechnungs abschluß, ertheilt« der Verwaltung Entlastung und fehl« die so fort zahlbare Dividende auf 4 Proc. fest. *— Zeche ver. Bickefeld-Tiefbau. Dio außer- oichentlick« Gewerken-Versammlung beschloß einstimmig, einen Flöhtheil mit rund 27 000 t Kohlen zum Preise von 15 000 -L an sie „Zeche Margarethe" zu verkaufen. Die Aufschlüsse in den neuerworbenen Grubenfeldern sind nach Mittheilung der Ver waltung befriedigend. Der Urberichuß im Octobcr beträgt 15 149 -L. Eine Ausbeute sei in der nächsten Zeit nicht zu erwarten. *— Die Mas chinenfabri kund Apparate-Bau- anstaltUllrichLHinrichs, Actien-Gescllschaft, inRa - tingen wird für das abgel-aufcne Geschäftsjahr eine Divi dende von 7 Proc. in Vorschlag bringen; sie beantragt eine Capitalerhöhung um 200 000 <tk auf 1 Mill. Mark. Das Unter nehmen ist noch für längere Zeit reichlich beschäfligt und dehnt fick trotz der allgemein herrschenden Stille immer mehr aus, da siet) die von ihm hergcslellten Maschinen und Apparate großer Nachfrage erfreuen. *— Staatliche Saarkohlengruben. Tie Der- tragskohlenpreis« für das erste Halbjahr 1901 zeigen nach der „Frkf. Ztg." keine für den allgemeinen Handel bedeutungsvollen Veränderungen im deutschen Absatzgebiete. Im Ausland wur den für einige stark begehrte Sorten Erhöhungen in Ansatz gebracht. Bemerkt sei, daß die Preise verschiedener umliegender Privatgruben die Preise der fiöcalisckan Grubenproducte um rund 3 .V bei ersten und 2 »L bei zweiten Sorten übersteigen. *— Germania-Brauerei, Actien-Geselljchaft, zu Dortmund In der Sitzung des AufsicktsratheS wurde die Bilanz pro 1899/1900 vorgelegt. Der Absatz hat sich im abge laufenen Geschäftsjahre nm 5257 bl erhöht und betrug 136112 Hektoliter. Das Ergebnis; ist ebenfalls gestiegen und wird der auf den 21. December d. I. einzuberufenden General-Ver sammlung nach den üblichen Abschreibungen und erheblichen Rückstellungen die Auszahlung einer Dividende von 13 Proc. (1 Proc. mehr als im Vorjahre) vorgeschlaaen werden. *— Freier-Gr under Bergwerksverein Sie- g«n. Wi« der Arubenvorstand mittbei-lt. ist auf Grube Rüthal der Eis« nerzgang in schöner, derber Beschaffenheit ange troffen worden. Die Mächtigkeit beträgt bis jetzt iihei 4 m. Der kürzlich angehauen« Gang Kirschenstaum im Kaifer-Fried- rich-Schacht hat heute eine Mächtigkeit von m. s:j Hannoversche Masckinenbau-Actien- Gesellschaft vorm. Georg Egestorfs. Für die Jahre 1885/86 b'S mir 1S88/--P vermochte Egestorfs gar keine Dividende zu bezahlen, dann erhielten bi« PrioritätSacrien Dividenden und Nachzahlungen auf frühere ausgefallene Jahre, in der letzten Zeit ist ein «inheitlickes Acticncapital von 4 648 100 <« geschaffen und hierauf 7, II, 14, 16, 20. 28 und nochmals 28 Proc. Dividende verklxilt. Eine solche Steigerung der Divi denden auf io bedeutendes Acticncapital gehört zu den seltensten Vorkommnissen und ist ein schöner Beweis, was eine tüchtig ge leitete Fabrik bei guter Coniunctur zu leisten vermag. Natür lich bemühte fick die Verwaltung nach Kräften, diese guten Zeiten zur dauernden Vermehrung der Leistungsfähigkeit zu benutzen. Im Jahre 1894/95 waren durchschnittlich 1118 Ar beiter beschäftigt welche für 4,4 Mill. Mark Maschinen zur Ab lieferung fertig stellten, so daß bei 4,6 Mill. Mark Acticncapital dasselbe noch nickt voll umgesetzt war; trotzdem konnten damals 11 Proc. cniSgesch-ültet werden. Im vergangenen Jahre waren dagegen 2188 Arbeiter beschäftig:, die für 11,1 Mill. Mark Maschinen lieferten, so daß jeder Mann 5346 -V fertig stellte, gegen 3990 in 1894/95. Die Leute haben diese Mehrleistung keineswegs durch größeren Fleiß erzielt, bekanntlich ist darin im Allgemeinen ein Rückgang bemerklich, sondern durch bester« Preise uud vor Allem durch vervollkommnete Einrichtungen. Die heurigen Maschinen ersparen Menschenkraft, und so manche Operation, die früher den Arbeiiern zufiel, wird jetzt durch Dampfkrast verrichtet. Dies« Verbesserung bleibt der Fabrik dauernd und erlaubt ihr auch, in schleckten Zeiten billig zu ar- beiren. Daneben verdreifacht« sich beinahe der ?Un'atz und das Actiencavital wurde zweicinbalbmal umgesetzt. DaS ist nur bei vorzüglich und sehr intelligent eingerichteten Fabriken mög lich. Der Absatz wird immer Schwankungen unterliegen, ob wohl er bi? jetzt fast nur stieg, und so halten wir es nicht für unmöglich, daß stille Jahre kommen, in denen vielleicht nur 9 Mill, abgelicfert werden, aber das genügt zu einer vorzüg lichen Dividende, und dann liegt diese Zeit noch fern, da die Aufträge bis Mitte Ocrober 15,8 Mill. Mark betrugen, sonach im lausenden Jahre nicht abgcwickclt werden können. — Angeblich arbeitet die Fabrik auch für das Ausland und ist diese inter essante Thai sacke im Geschäflsber-icht sehr kurz erwähnt. Wenn eine amerikanische Fabrik eine Ordre vom Auslande erhält, beeilt sic sich sofort, dies urdi et orbi mitzutheilen, weil nun einmal Klappern znm Handwerk gehört. Gern hätten hier die Aciionäre etwas mehr erfahren, aber die Direcuou benutzte diese billigste Gelegenheit zur wirksamen Neclame leider nicht. *— Hannover scheBaum Woll-Spinn er eiund Weberei. In der General-Versammlung wurden die Bilanz und da? Gewinn- und Verlust-Conto einstimmig genehmigt und ebenso dem Aufsichtsratbe und Vorstande Decharge ertheilt. — Gewerk schaftHedwipsburg. Wie der Gruben vorstand berichtet, hat das dritte Quartal ein günstiges Be- tricbSrcsultat gebracht. Der Nettobetriebsgewinn betrug 305 238 ->/ und in den ersten drei Quartalen zusammen 714 4'25 Mark. Hiervon wurden an Ausbeute vertheilt 355 000 <//, und der Rest von 359 425 <.// dem Betriebs- und BaufondZ über wiesen. Di« durch Laugendurchbruch im laufenden Quartal verursacht« Betriebsstörung verursach!« ohne den Ausfall in der Production einen Kostenaufwand von rund 345 000 -//. Augen blicklich wird von der oberen Sohle wieder Kainir gefördert, während die tiefere Carnallil'ohlc noch unter Wasser steht. Die vollständige Reparatur des Schachtes, sowie die Entfernung der angesammeltea Wasser von der Carnallirsoh!« und deren Reini gung und Inbetriebnahme dürften immerhin noch sechs bis achr Wochen in Anspruch nehmen. Angesichts dcS Ausfalles iu den Einnahmen und der großen direcien Auslagen muß bis auf Weiteres die Vertheilung der Ausbeute nnterbleiben. '— Consolidirtc Rcdenhütte iu Zabrze. D<«- Gesellschaft ist die Genehmigung ertheilt worden, in Zaborz« einen neuen Hohoien nebst Gießhalle, WinderhitzungSapparat, MöllerhauS und Hohofenschmicde zu errichten. *— K l o st e r b r a u e r e i Mün ch e n. Der Auisichrsrath hat beschlossen, für daS Sudjahr 1899/1900 die Vertheilung vinrr Dividende von 5 Proc. vorzuschlagcu. *— A c r i c n b r a u e r e i Ludwigshafen a. Nh. Die General-Versammlung genehmigte sämmtliche Anträge deS AufsichtsrathS und setzte die Dividende auf 10 Proc. (im Vor jahre 8 Proc.) fest. "— A r t i e n b r a u e r e r Clus;, Heilbronn. Der Aufsickrsralb wird auf das um 400 000 auf 1 500 000 -// er höhte Acticncapital für 1899/1960 7 Proc. Dividende, wie im Vorjahre, Vorschlägen. *— Brauerei-Gesellschaft Eichbaum vormals Hofmann, Mannheim. Ter Bericht für 1899/1900 iheilt mit, daß sich der Absatz gegen das Vorjahr um 11 000 Kl vermehrt bat. Der Bruttoüberschuf; hat sich von 744 817 auf 881 463 erhöht. Davon erfordern die Unkosten 161 160 (180 634), Zinsen 12118 .5/ (22 378) uud Verluste 5370 -V (13 340). Zu Abschreibungen werden 150 000 -// (130 000) ver wendet, so daß sich ein Reingewinn von 552 813 ergiebt (397 965). Einschließlich der aus dem Vorjahr übernommenen 15 949 -V stehen 568 762 (4'21350) zur Verfügung. Die Vertheilung von 12 Proc. (wie 1898/99) Dividende erfordert 360 000 (312 000), zu Extra-Abschreibungen werden 35 000 Mark verwandt und für bevorstehende Umbauten 60 000 -E re- scroirt, zu Tantiemen werden <8173 -K (73 401) bestimmt und 25 589 -/k (15 949) vorgetragen. — In Bezug auf das laufende Geschäftsjahr sagt der Vorstand, er glaube, falls sich die Ein- kaufspreiie der Rohmaterialien und die allgemeinen Verhält nisse nicht ändern, einen gleich guten Erfolg wie im verflosse nen Jahre zu erzielen. "— Differenz-Einwand. Wie dem „B. L.-A." mit- getheilt wird, hat unter Anderen auch die in Karlsruhe be findliche Banksirma Friedrich Herz, welclse seit 1894 be steht, und über welche bisher durchaus keine ungünstigen Aus- iünfre Vorlagen, in einer der vielen Klagen, welche die Berliner Commerz-Bank A. Maerker L Co. u. A. auch um 3586 -F gegen Herz anstrengte, den Spiel- und Ncgistereinwand erhoben. Selbstverständlich ist die Klage zu Ungunsten des Bankiers und damit zu Gunsten der den Einwand erhebenden Firma ent schieden worden. - Aussig. 16. November. Zur Geschäftslage auf der Elbe schreibt das „Schiff": Tic BrauirkohlenVerladungen am hiesigen Platze find auch in de-r vergangenen Berichtswoche nicht stärker gewesen, als dies bisher der Fall gewesen ist, denn in Folge des Wageumangels ist es den Werken nicht möglich, größere Quantitäten zur Elbe zu verladen. Eine wesentliche Aenderung in den Verladungen an der Elbe dürfte Wohl kaum noch zu erwarten sein, nachdem schon seit Monaten das tägliche Turckschnittsquantum nicht mehr als ca. 400 Wagen beträgt. Der Mangel an Laderaum besteht auch immer noch fort, denn der schwache Zuzug leeren Raumes deckt nicht den kleinen Bedarf, so daß herankommende Kähne ohne Wartezeit zur Verladung vorgelegt und nach Möglichkeit prompt beladen werden, wenn es den einzelnen Schächten möglich ist, für diese Zeit gerade genügend Elbwagen zu erhalte». Verschlußkähne werden für Zucker nach Hamburg ebenfalls schlank vom Markte genommen und flott beladen. Tie Fracht für 100 Zucker nach Hamburg wurde zuletzt mit 0,85 -V bis halbe Ladung, für die weitere Ladung Tagesfracht bezahlt. Die Kohlenfrachten halten sich immer hoch, weil srerS Mangel an Laderaum vorhanden ist. Es wurde bezahlr nach Wittenberg 4,60 -V, Magdeburg 4,90 -F, Tangermünde 5,20 <F, Hamburg 6 -tk, Lübeck 6,70 -L, Bran denburg 5,80 -L, Potsdam 0 Rathenow 5,95 <F per Tonn« bei 50 Zoll mit den bisherigen Staffeln bis 40 Zoll 4 unter 40 Zoll 7 H pro Tonne mehr. Nach Stettin 1,15 -1k, Herzselde 1,10 -//, Eberswalde 1,10 per Doppel-Hektoliter aus gegen wärtigen Wafserstand, mit Srasfeln für Zuladung pro Wagen zu 80 Doppel-Hektoliter 3 weniger. * Wir», 16. November. Ter „Pol. Cocresp." wird auS Pcst gemeldet: Gegenüber den in den letzten Tagen verbreite ten falschen Mitrheilungcn über die Finanz sage Pestö wird sestgestellt, daß nach dem Budgeivoranschlag fick ein Fehl betrag von 2 100 000 Kr. ergiebt. Ferner wird auf den Gr- bahrungsübcrsckuß von 1200 000 Kr. pro 1899, von 2 600 000 Kronen pro 1898 und von 1800 000 Kr. pro 1897 hingewiesen, llcberdics besitzt die Hauvtstadt veräußerliche Gründe im Jn- vrntarwerthe von 116 Mill., abgesehen von den verschiedenen Zwecken gewidmeien Immobilien im Werthe von 14O Mill. Der Betrag der Schulden der Hauptstadt, einschließlich des bcreirs aufgenommenen Theilbetrages des Anlehens von 100 Mill. Kronen, mit Weickern verschiedene Investitionen ausgeführt wurden, beläuft sich auf 73 Mill. Endlich erhöhte die Haupt stadt seit 25 Jahren «vedcr dir 25 Proc. betragenden Steuer zuschläge, noch die Mietbsteuer von 3 Proc. '— Die Landwirtb schäft und die Zucker prämien. Tie ü st« r r e i ck i f ch c Centralstelle zur Wab- rung der land- und forstwirthschaftlichen Interessen bei Rb- ichluß der Handelsverträge hat anläßlich der geplanten Ab schaffung der Zuckervrämien an die Regierung eine Petikion ge richtet. In dieser Petition wird der Regierung «ine Rrsolutton mitzerheilt, nach welcher in eine Abschassikng der ZücklijsraMren nur dann «ingewilligt werden kann, wenn l) sowohl die di rekten als auch die indirekten staatlichen Prämien in allen Rübenzucker erzeugenden Staaten vollkommen aufgehoben wer den, 2) alle Colonia'lstaaten, also auch England und die Ver einigten Staaten, der abzuscklteßenden Convention beitreten und sich verpflichten, den Colonien keinerlei offene oder versteckte Prämien zu gewähren, und 3) ein Uebergangsstadium gewährt wird. *— Graz-Köfl acker Bahn. Die Verhandlungen über die Jnvcstitionsanleihe der Graz-Köflacher Bahn hatten zu Beginn des Herbstes in der Richtung zu einer Verständigung geführt, daß die Regierung sich bereit erklärte, der Gesell)chafr die Bewilligung zur Emission der Jnvcstitionsanleihe zu er- theilen, wenn die,elbe den Betrieb der steierischen Landesbahn Wieselsdorf-Stainz für eigene Rechnung übernimmt. Die ge nannte Bahn hat ein bedeutendes Deficit, welches in den letzten Jabrcn 600 000 bis 700 000 Kr. betrug. Nach der „N. Fr. Pr." ist jedoch die TrauHaction in der letzten Zeit auf eine neue Schwierigkeit gestoßen, indem die an-gestellten Erhebungen zu dem Ergebniß geführt haben, daß die von der Graz-Küflachei- Bahn gesrellten Bedingungen für die Uebcrnahme der Bahn mir den conccssionsmäßigen Verpflichtungen nicht vereinbar sind. Die Prioritäten-Emissiou -ist dadurch Wieder in die Ferne gerückt. " Basrl, 16. November. Nach den „Basler Nachc." sind in den letzten Tagen auf allen in- und ausländischen Börsen plätzen große Posten I n r a - S i m p l o n - S t a m m a c ti e n zu steigenden Coursen anrgckauft worden. Dies wird in hiesigen Finanzkreisen al? ein Moment gedeutet, das auf einen gün stige» Verlaus der Rückkaufs-Unterhandlungen mit der Dir-ection der Jura-Simplonbakm schließen läßt. ''— I u c a - S i in p l o n - E i s e n b a h n - G c s« l ls ch a f t Betreffs -er Zufahrtsiiuien Zum Simplon wird gemeldet, daß beschlossen wurde, am 15. d. M. neuerdings in Turin zusammen zukommen, um bei der Regierung darauf zu dringen, daß mit dem Bau der Linien Domo d'Ossola-Nrona, welche Mailand mtevessirt, und Sambia Borgomanero-Arona, welche für Turin wichtig ist. ehestens begonnen werde. Arona würde dadurch der Kuotenpuuct der beiden wichtigen Linien werden. " Bern, 16. November. Der ständige Ausschuß des Ver- waltuugsrathcS der schweizerischen Bundesbahnen macht für die Herstellung einer fünsgliederigen Generaldirection der Bundesbahnen folgende Vorschläge: Weißenbach, admini- strat. Direktor, und Tschicmer, technischer T-irector im Eisen- bahnd-epartement, Flnry, T-irector der Centralbahn, Schmid, commerzieller Jnspector der Nordostbahn, Dubois, Director der Ca nl-onalbank Ne ue nburg. * Mailand, 16. November. Als Nachfolger des verstorbenen Marchiori als- Generaldirektors der Jtaliabank ist Stringher, der bisherige Unterstaatssecretär im Finanz ministerium, der diesen Posten, sowie sein Abgeordnetcnmandat niederlegt, ausersehen. "Brussel, 16. November. Sämmtliche Kohlenzechen dcS Hcunegau erneuerten, dem „Jouru. de Liege" zufolge, ihre Coutracte für F l a m m k o h l e n auf drei Monate mit 2 Frrs. Preisermäßigung. Staubkohlen uotircn 19«>, HauS brandkohlen bleiben unverändert fest. .V. kl. O. Ein russisch-asiatisches Export- bureau wird zum 1./14. Januar 1901 in Petersburg eröffnet werden. Seine Ausgabe wird die Erleichterung des Handelsverkehrs mit dem „fernen Osten" bilden. Dieses Bureau errichtet Filialen in Moskau, Warschau, Odessa, Wladi wostok, Chabarowsk und Tschita. Das Gründungscapital d.-r Gescllschafr beträgt 2 Mill. Rubel. " Konitauti-ovel, 15. November. Die belgische Soci 6 t S Cockerill erhielt gegen deutsch« und amerikanische Offerten einen Zuschlag für Lieferung von 10 000 r Schienen zum Preise von 158 F-rcS. franco Hafen Beirut für den Bahn bau D a in a S k u S - M c t k a. Die Societö Cockerill vergütet bis aut Weiteres bei Innehaltung des vereinbarten Zahlung modus ciu Iproc. Skonto. - Wnsliiuqtau, 17. November. Der Schatzsecretär Gage theilre dem Cavinct mit, daß nach dem Budget, das er vor legen werde, der U e b e r s ch u tz der Staatseinnahmen gegenüber den Ausgaben im gegenwärtigen Fiskaljahre 80 Mill. Dollars betragen werde. , LairdwirthschaftlicheS. *— In der „Zeitschr. f. Spiritusiudustrre" wurde über den schlechten Stärkegehalt der diesjährigen Kar toffeln, besonders „Prof. Maercker" aus Hannover und Schlesien, Klage geführt. AuS einer anderen Gegend hat Ad ministrator Radmann bei fünf Proben „Maercker" folgenden Stärkegehalt ermittelt: 20,5, 21,1, 19, 20,3 und 20,5. „Daber" ergab 21 und von neueren Sorten „Max Eyth" 20,7, „Silefia" 23, „Hero" 21, „Ttambulow" 20.5. Im Ertrage und Stärke gehalt erwies sich als die beste Kartoffel „ Silcjia ", Zahlungs-Einstellungen re. Namen lwoduirt «mtlgrricht Nriv Bicdealow, Kaufmann E. F. B-ckki, Kaulm , in Firma Heinr. Simon» «Nachlaß) Adolf ?«vn, Kaufmann Tb-E.v.Fra'bna, Manufacturw.-H. H. <8. Kratz, Malrruieifler C. I. Sausru, Kaufmann ü «odki ftzin, Kaufmann, in Firma Gust. Gestnoib. Nachf. i^llo Mau, Kaufmann F. Blajer, läiaarrrn- u. Colonialw.- Htllii., Lust. d. F. Blaser L cke. Ktzadwiz, Kfui., i.F. Carl Vabwiglr. Hugo Blaeilncr, Kaufmann All-Damm Bcckiii Danzig DroSdcn Löbtau Köln Sautrnburg Alrxen München Ratzeburz Plafchtzn Alt-Damm Brrlin Danziz Dre»den Dresdrn Köln Lauteuburg Mchlaukcn München Rabeburz Tilsit 17.W 1Ü.I I4.N IZ.ll 14. II l-e.tt !2.ttres.i^u.i2>Lia I2.II 23.12^29.11 2012 7.12 b.I r-.12jI712 " l,.1-17.12 3112 7.12 I3.N w.tt ß.U 1211 tt.1I 7.12 412 10.12 4.12 W.12 28.12 W.12 1.12 21.12 itt2 181 7.1 10.12 15.1 20.12 *— Die große Baumwollfirma Heye L Müller in Bremen ist in Zahlungsschwierigkeit gerathen. 6 I. Lob;. 17. November. (Privat-Telegramm.) Die hiesige bedeutende Plüschfabrik F. R. Finster ist in Zahlungsschwierigkeiten gerathen. Deutschland ist bethviligt. Verdingungen im Auslande. Belgien. 24. November. Hütel eommun»! in Seraing: Lieferung von Schuhzeug, Bekleidunqs» und Ausrüstungsstücken für die Polizei- beamten voni 1. Januar 1901 ab aus drei Jahre. Angebote bis spätestens 23. November. Bier Loose. 28. des gl., 2'/» Uhr. Lureau äs dientaiaaneo in MonS, 24, ruo äe la Cranäe-ll ri;>vri«: Lieferung von 700 m Stofs zu Knaben- Anzügrn, 1200 m Kleiderstoff, 1100 m Futterstoff zu Knaben-Aazttgen, 1200 m grauer Leinwand, 300 baumwollenen Decken, 3500 Fleisch, Erbsen, Bohnen, Salz, Reis, Zucker, Farinzucker, Soda, Seife, Gemüse, Eiern und Butter, 9000 I Milch täglich, 1800 l desgl., jeden Freitag zu liefern, IV OOO ic»? Stroh, 16000 II« Kartoffeln, 800 Milchkuchen, 30000 lex Kohlen. Angebote bi- 25. November. 15 Loose. Tarifwesen. *— Sächsisch-füdw« st deutsch er V«rbandS» Güterverkehr. Am 1. December 1900 tritt der Nach trag Xlll zu Heft Nr. 1 des Tarifs für den sächsisch-südlpeft- dcutfchcn Güterverkehr in Kraft. Er enthält in der Hauptsache anderweite, theilweise ermäßigte Frachtsätze für die Stationen Mainz, Hauptbahnhof, Worms und Worms Hafen. Abdrücke des Nachtrags find durch die betheiligten Stationen zu er langen. *— Mit dem 1. Januar 1901 n. St. werden in dem Gruppentarif l (Bromberg, Danzig, Königsberg), sowie in den Tarifen für den Berlin-Stettür-nordostdeutschen Güterverkehr, ostdeutschen Güterverkehr und nordost- deutsch-sächsrschen Verkehr für Sendungen von Kleie und Leinkuchen schrot (zerkleinerte Oelkuchen) russischer Herkunft Transitfrachten ab Thorn unter ge wissen Bedingungen eingeführt. — Dtit demselben Taa« wird in dem deutsch-Alcxandrowoer Grcnzverkehr, Heft 1, kn« Bestim mung unier Ziffer 8 der Aufsackungsvediuguna«n im Tarif nachtrag« 3 auf Seite 4, betreffend daS RückvevgütungSveriahren bei den in Thorn aufgesackten Kl«ies«ndunHen, aufaebobcn. Neben zahlreichen Frachtermäßigungen ireten in einzelnen Slationsverbindungen geringfügig« Fracbtvertheuerung-en (bis zu 0,02 .kl für 100 Kg) ein. Näheres ist bei den betheiligten GüterabserttgungSstellen zu erfahren.
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