Loebau die älteste Sechs-Stadt im Marggraffthum Ober-Lausitz Kupferstich, 1750B2521

Die Musikaliensammlung der Löbauer Lateinschule (1560–1720) wurde lange Zeit in der Ratsbibliothek Löbau aufbewahrt und befindet sich seit 1890 als Depositum in der vormaligen Königlichen Öffentlichen Bibliothek Dresden, der heutigen SLUB. Nicht nur die Drucke, sondern auch die 34 Sammelhandschriften, unter denen ein öffentliches Musik-Stammbuch hervorzuheben ist, in das sich Kirchen- und Schulbedienstete der Region eingetragen haben, gewähren einen Einblick in die vielfältige Musikpflege an den Lateinschulen des Sechsstädtebundes (Bautzen, Görlitz, Zittau, Lauban, Kamenz, Löbau). Sie bieten daneben reiches Quellenmaterial zur kirchenmusikalischen Praxis in der protestantischen Oberlausitz, das in jüngster Zeit mehr und mehr das Interesse von Musikern und Forschern weckt.

Die Musikalien gelten als wichtige Belege für einzelne Gattungen, unter anderem für die Geschichte der Passion. Sie enthalten außerdem Motetten, Messen, Lieder, Madrigale und eine Vielzahl geistlicher Konzerte italienischen Ursprungs. Zeugnis vom fortwährenden Gebrauch vorreformatorischer Gesänge legen die zumeist in gotischer Choralnotation aufgezeichneten einstimmigen Antiphonen, Lamentationen und Hymnen ab.

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