Kollektion historischer saechsischer Briefkoepfe
Historische Briefköpfe

Sachsen war und ist Industrieland – dies bildet sich auch in den Firmenbriefköpfen als Visitenkarte eines Unternehmens ab. Im 19. Jahrhundert entstanden, entwickelten sich die Firmenbriefköpfe um 1900 zu kleinen Kunstwerken mit Abbildungen des Fabrikgeländes und der gewonnenen Ausstellungsmedaillen und anderem. Oft beauftragte man darauf spezialisierte grafische Kunstanstalten und Zeichner mit der Darstellung der Fabrikareale, der Produkte und ansprechend gestalteter Firmensignets. Besonders eindrucksvoll und aufwändig in der Gestaltung sind dabei die Briefköpfe bis 1945, die hier als Digitalisate vorliegen. Damit stellen die Briefköpfe eine wichtige visuelle und historische Quelle der Unternehmens-, Architektur- und Kulturgeschichte und darüber hinaus für die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte und sogar für die Kunstgeschichte dar. Bei deren Nutzung ist allerdings auch ein gutes Maß an Quellenkritik angebracht. Nicht selten wurden Fabrikanlagen umfangreicher als in der Realität dargestellt und der eine oder andere Schornstein zusätzlich ins Bild eingefügt, um die eigene Firma größer und bedeutender zu präsentieren. 

Den Grundstock der digitalen Kollektion bildet die Sammlung „Historische Briefköpfe“ des Sächsischen Wirtschaftsarchivs e. V., die insgesamt rund 4.500 Firmenbriefköpfe sächsischer Unternehmen aus der Zeit von 1875 bis etwa 2000 umfasst. Mittlerweile sind aus weiteren Institutionen und von privaten Sammlern weitere historische Firmenbriefköpfe aus Sachsen hinzugekommen.

An weiteren Firmenbriefköpfen, auch Einzelstücke und Sammlungen, sind wir sehr interessiert. Wenn Sie historische Briefköpfe sächsischer Unternehmen (vor allem bis Erscheinungsjahr 1945) besitzen, die Sie uns leihweise für eine Digitalisierung zur Verfügung stellen wollen, schreiben Sie bitte an Dr. Konstantin Hermann.

Keine Treffer.