Bestände der Christian-Weise-Bibliothek Zittau
Christian-Weise-Bibliothek Zittau

Die Ratsbibliothek in Zittau wurde im Jahr 1564 erstmalig schriftlich erwähnt. Sie entstand aus einer kleinen städtischen Büchersammlung und der Bibliothek des einstigen Franziskanerklosters.
Die Ratsbibliothek war eng mit dem Zittauer Gymnasium verbunden. Bedeutendster Rektor und Bibliotheksleiter war Christian Weise (1642-1708). Er sorgte für den systematischen Ausbau der Bibliothek und regte die Schaffung eines modernen Bibliotheksgebäudes an. Dabei wurde er von den wohlhabenden und an der Bildung der Jugend interessierten Rats- und Handelsherren der Stadt Zittau unterstützt. Zahlreiche Stiftungen und Schenkungen bereicherten die Bibliothek.
Im Jahr 1709 wurde der prächtige barocke Bibliothekssaal im sogenannten Heffterbau am ehemaligen Franziskanerkloster eingeweiht (dieser ist als ‚Zittauer Wunderkammer‘ heute Teil der Städtischen Museen Zittau).
1731 wurde die Bibliothek zur öffentlichen Einrichtung, später zur Stadtbibliothek.
Die großen Stadtbrände 1608 und 1757 (mit totalem Verlust des Stadtarchivs) überstand die Bibliothek ohne wesentliche Schäden.
Die Nachlässe bedeutender Heimatforscher wie Christian Adolph Pescheck, Carl Gottlob Moráwek, Alfred Moschkau und Moritz Oskar Sauppe begründeten und bereicherten die regionalgeschichtliche Sammlung zu Zittau, der südlichen Oberlausitz und dem nördlichen Böhmen.
Im Jahr 1951 wurden die Stadtbibliothek und die 1909 gegründete Volksbücherei zusammenlegt. Seit 1954 trägt die Zittauer Bibliothek den Ehrennamen Christian-Weise-Bibliothek Zittau.
Der Wissenschaftliche und Heimatgeschichtliche Altbestand der Christian-Weise-Bibliothek Zittau umfasst heute rund 67.500 Bände.

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